In den Top 20 der Dressurpferde: Anne Horstmann bildete den Wallach Subito bis zum Grand-Prix-Sport aus Sonja Rohlfing Petershagen. Zwar mit Einschränkungen, aber trotzdem gab es im Coronajahr 2020 bundesweit etliche Reitturniere. Das Westfälische Pferdestammbuch hat jetzt ermittelt, welche Sportpferde im vergangenen Jahr besonders gut abgeschnitten haben. In einer Reihe mit Pferden aus dem absoluten Spitzensport findet sich dort auch ein Vierbeiner aus dem Mühlenkreis. Der 13-jährige Wallach Subito mit Anne Horstmann im Sattel hat es in das Ranking der Top 20 bei den Dressurpferden geschafft. Dort steht der Westfale mit dem Hengst Spielberg als Vater und De Niro als Muttervater auf Platz 19 hinter Vierbeinern von renommierten Reitern wie Olympiasiegerin Isabel Werth, Benjamin Werndl oder Hubertus Schmidt aus dem Olympiakader oder Jil-Marielle Becks aus dem Perspektivkader. „Das ist unglaublich und ein toller Erfolg“, sagt Anne Horstmann und strahlt. Zumal die Dressurreiterin vom RFV Hille den Wallach nicht „fertig“ von jemand übernommen, sondern selbst ab der Klasse A bis zum Grand-Prix-Sport ausgebildet hat. Entdeckt hat Anne Horstmann den Wallach mehr durch Zufall als Fünfjährigen bei Züchter Jürgen Bunge in Rahden-Sielhorst. Normalerweise züchtet Familie Horstmann ihre Nachwuchsvierbeiner selbst. „Uns fehlte in dem Jahrgang aber ein Pferd, darum sind wir rumgefahren und haben uns welche angeschaut“, erinnert sich die Reiterin. Zwei Pferde hätte sie damals auf dem Hof Bunge ausprobiert, und zwar Frozen Daiquiri und Subito. „Meine Mutter hat für Frozen plädiert“, weiß die Pferdesportlerin noch. Den auffälligen Fuchswallach hat inzwischen Franziska Bunge erfolgreich bis auf S-Niveau gebracht. „Mir hat mein reiterliches Gefühl gesagt, es muss Subito sein“, berichtet Anne Horstmann. Das Pferd habe zwar noch in der körperlichen Entwicklung gestanden, sich aber sehr rittig und lernbereit gezeigt. Ihr Gefühl hat die Petershägerin nicht getäuscht. Subito zählt zu den sieben erfolgreichsten Nachkommen des Hengstes Spielberg im internationalen Grand-Prix-Sport, wie die Internetplattform „Eurodressage" ermittelt hat. „Subito macht seine Lektionen immer sauber und ordentlich und zu 100 Prozent am Punkt“, freut sich die Pferdesportlerin. „Er fordert mich auch manchmal heraus, trotzdem ist er immer da, wenn um etwas geht.“ Sobald der Transport-LKW vor der Tür stehe, wird er in seiner Box unruhig und will unbedingt los. „Ich habe den Eindruck, es macht ihm richtig Spaß“, erklärt Anne Horstmann, bei der sich von klein auf alles um Pferde dreht. „Ich war immer pferdeverrückt“, gibt die 40-Jährige zu. Zum Pferdesport gekommen ist die Dressurreiterin über ihre Mutter. Los ging es auf dem Familienhaflinger. Als Zehnjährige nahm sie erstmals an einer Kreismeisterschaft teil. 2007 eröffnete die Pferdewirtschaftsmeisterin ihren eigenen Dressur- und Ausbildungsstall auf dem Familienanwesen. Subito ist das vierte Pferd, das die Reiterin bis zur schweren Klasse selbst ausgebildet hat. Seit fast zehn Jahren trainiert sie jetzt bei Hubertus Hufendiek. „Ihm habe ich zu verdanken, dass ich den Sprung in den Grand-Prix-Sport geschafft habe“, betont Anne Horstmann. Viel Wert legt der Bad Salzuflener darauf, ein wirklich durchlässiges Pferd zu erreichen, das alle Punkte der Ausbildungsskala erfüllt, das durch einen harmonischen Gesamteindruck auffällt und mit feinen Hilfen zu reiten ist. „Durch Subito habe ich viel gelernt, das möchte ich an meine Schüler weitergeben und bei jungen Nachwuchspferden umsetzen“, erklärt Anne Horstmann. Gelegenheit dazu wird sie bestimmt bekommen, wenn der Turniersport demnächst wieder richtig losgeht.

In den Top 20 der Dressurpferde: Anne Horstmann bildete den Wallach Subito bis zum Grand-Prix-Sport aus

Zusammen haben es Anne Horstmann vom RFV Hille und der Vierbeiner Subito weit gebracht. Jetzt steht das Duo sogar in der Bestenliste der westfälischen Dressurpferde. ?Foto: Sonja Rohlfing © jwehling

Petershagen. Zwar mit Einschränkungen, aber trotzdem gab es im Coronajahr 2020 bundesweit etliche Reitturniere. Das Westfälische Pferdestammbuch hat jetzt ermittelt, welche Sportpferde im vergangenen Jahr besonders gut abgeschnitten haben. In einer Reihe mit Pferden aus dem absoluten Spitzensport findet sich dort auch ein Vierbeiner aus dem Mühlenkreis.

Der 13-jährige Wallach Subito mit Anne Horstmann im Sattel hat es in das Ranking der Top 20 bei den Dressurpferden geschafft. Dort steht der Westfale mit dem Hengst Spielberg als Vater und De Niro als Muttervater auf Platz 19 hinter Vierbeinern von renommierten Reitern wie Olympiasiegerin Isabel Werth, Benjamin Werndl oder Hubertus Schmidt aus dem Olympiakader oder Jil-Marielle Becks aus dem Perspektivkader.

„Das ist unglaublich und ein toller Erfolg“, sagt Anne Horstmann und strahlt. Zumal die Dressurreiterin vom RFV Hille den Wallach nicht „fertig“ von jemand übernommen, sondern selbst ab der Klasse A bis zum Grand-Prix-Sport ausgebildet hat. Entdeckt hat Anne Horstmann den Wallach mehr durch Zufall als Fünfjährigen bei Züchter Jürgen Bunge in Rahden-Sielhorst. Normalerweise züchtet Familie Horstmann ihre Nachwuchsvierbeiner selbst. „Uns fehlte in dem Jahrgang aber ein Pferd, darum sind wir rumgefahren und haben uns welche angeschaut“, erinnert sich die Reiterin.

Zwei Pferde hätte sie damals auf dem Hof Bunge ausprobiert, und zwar Frozen Daiquiri und Subito. „Meine Mutter hat für Frozen plädiert“, weiß die Pferdesportlerin noch. Den auffälligen Fuchswallach hat inzwischen Franziska Bunge erfolgreich bis auf S-Niveau gebracht.

„Mir hat mein reiterliches Gefühl gesagt, es muss Subito sein“, berichtet Anne Horstmann. Das Pferd habe zwar noch in der körperlichen Entwicklung gestanden, sich aber sehr rittig und lernbereit gezeigt. Ihr Gefühl hat die Petershägerin nicht getäuscht. Subito zählt zu den sieben erfolgreichsten Nachkommen des Hengstes Spielberg im internationalen Grand-Prix-Sport, wie die Internetplattform „Eurodressage" ermittelt hat.

„Subito macht seine Lektionen immer sauber und ordentlich und zu 100 Prozent am Punkt“, freut sich die Pferdesportlerin. „Er fordert mich auch manchmal heraus, trotzdem ist er immer da, wenn um etwas geht.“ Sobald der Transport-LKW vor der Tür stehe, wird er in seiner Box unruhig und will unbedingt los. „Ich habe den Eindruck, es macht ihm richtig Spaß“, erklärt Anne Horstmann, bei der sich von klein auf alles um Pferde dreht.

„Ich war immer pferdeverrückt“, gibt die 40-Jährige zu. Zum Pferdesport gekommen ist die Dressurreiterin über ihre Mutter. Los ging es auf dem Familienhaflinger. Als Zehnjährige nahm sie erstmals an einer Kreismeisterschaft teil. 2007 eröffnete die Pferdewirtschaftsmeisterin ihren eigenen Dressur- und Ausbildungsstall auf dem Familienanwesen. Subito ist das vierte Pferd, das die Reiterin bis zur schweren Klasse selbst ausgebildet hat.

Seit fast zehn Jahren trainiert sie jetzt bei Hubertus Hufendiek. „Ihm habe ich zu verdanken, dass ich den Sprung in den Grand-Prix-Sport geschafft habe“, betont Anne Horstmann. Viel Wert legt der Bad Salzuflener darauf, ein wirklich durchlässiges Pferd zu erreichen, das alle Punkte der Ausbildungsskala erfüllt, das durch einen harmonischen Gesamteindruck auffällt und mit feinen Hilfen zu reiten ist.

„Durch Subito habe ich viel gelernt, das möchte ich an meine Schüler weitergeben und bei jungen Nachwuchspferden umsetzen“, erklärt Anne Horstmann. Gelegenheit dazu wird sie bestimmt bekommen, wenn der Turniersport demnächst wieder richtig losgeht.

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