Extremsportler Jonas Deichmann umrundete mit einem 120-fachen Ironman die Welt Astrid Plaßhenrich Minden.Das Abenteuer begann an der Weser: Jonas Deichmann setzte sich im September 2020 auf ein Fahrrad in der Kältekammer der Deutschen Bahn in Minden. Es war der letzte Härtetest bei minus 28 Grad. Wenig später brach der Extremsportler auf, um als erster Mensch den Globus mit einem 120-fachen Ironman zu umrunden. Nach 450 Kilometern Schwimmen, mehr als 21.000 Kilometern Radfahren und 5060 Kilometern Laufen ist Deichmann nach 14 Monaten wieder zurück in München. Dort, wo seine Reise startete. Ein großes Ziel hat der 34-Jährige aber verpasst. Einmal um die Welt zu reisen ohne zu fliegen, sei der Traum jedes Abenteurers, hatte Deichmann vor seinem Abenteuer gesagt. Doch dann lief vieles anders als geplant. „Ich musste wegen der Corona-Einschränkungen meine Route oft ändern“, erklärte er. Der gebürtige Stuttgarter wollte von Wladiwostok nach Los Angeles über den Pazifik segeln. Genauso sollte es von New York nach Lissabon gehen. Doch die Pandemie machte ihm einen Strich durch die Rechnung. In den USA kam Deichmann nie an, da ihm die Einreise verwehrt worden war. Stattdessen ging es mit dem Flugzeug ins mexikanische Tijuana, wo er mit dem Laufen begann.Innerhalb von 117 Tagen legte der 34-Jährige 120 Marathondistanzen zurück. Zunächst durchquerte der Extremsportler alleine das Land, doch mexikanische Medien machten ihn als „The German Forrest Gump“ bekannt, woraufhin sich ihm immer wieder laufwillige Mitstreiter anschlossen.Seine erste Etappe führte Deichmann von München mit dem Rad an die Adria. Dort schwamm er 450 Kilometer in 54 Tagen und stellte den Rekord für die längste Schwimmstrecke ohne Begleitboot auf. Anschließend radelte der Weltrekordhalter durch Nordmazedonien und Bulgarien in die Türkei. Dort saß er erst einmal fest. Die Einreisebeschränkungen brachten zum ersten Mal seine Pläne durcheinander. Anstatt die südliche Route über Indien nehmen zu können, erhielt er die Erlaubnis, durch die Ukraine und Russland zu fahren. Der sibirische Winter wartete auf ihn, mit Schnee, Eis und Minustemperaturen. Genau auf diese extremen Wetterverhältnisse hatte er sich in Minden vorbereitet.Nach 430 Tagen kam Jonas Deichmann am Montag um 16.15 Uhr in München an. Seine letzte Etappe legte er von Lissabon bis zum Odeonsplatz in vier Wochen wieder mit dem Rad zurück. Jetzt ist für den Athleten erst einmal Ausruhen angesagt. „Nach 14 Monaten Triathlon will ich meinem Körper Erholung gönnen“, meinte Jonas Deichmann.

Extremsportler Jonas Deichmann umrundete mit einem 120-fachen Ironman die Welt

Zurück in Deutschland: Extremsportler Jonas Deichmann. Foto: imago © imago images/Stefan M Prager

Minden.Das Abenteuer begann an der Weser: Jonas Deichmann setzte sich im September 2020 auf ein Fahrrad in der Kältekammer der Deutschen Bahn in Minden. Es war der letzte Härtetest bei minus 28 Grad. Wenig später brach der Extremsportler auf, um als erster Mensch den Globus mit einem 120-fachen Ironman zu umrunden. Nach 450 Kilometern Schwimmen, mehr als 21.000 Kilometern Radfahren und 5060 Kilometern Laufen ist Deichmann nach 14 Monaten wieder zurück in München. Dort, wo seine Reise startete. Ein großes Ziel hat der 34-Jährige aber verpasst.

Einmal um die Welt zu reisen ohne zu fliegen, sei der Traum jedes Abenteurers, hatte Deichmann vor seinem Abenteuer gesagt. Doch dann lief vieles anders als geplant. „Ich musste wegen der Corona-Einschränkungen meine Route oft ändern“, erklärte er. Der gebürtige Stuttgarter wollte von Wladiwostok nach Los Angeles über den Pazifik segeln. Genauso sollte es von New York nach Lissabon gehen. Doch die Pandemie machte ihm einen Strich durch die Rechnung. In den USA kam Deichmann nie an, da ihm die Einreise verwehrt worden war. Stattdessen ging es mit dem Flugzeug ins mexikanische Tijuana, wo er mit dem Laufen begann.

Innerhalb von 117 Tagen legte der 34-Jährige 120 Marathondistanzen zurück. Zunächst durchquerte der Extremsportler alleine das Land, doch mexikanische Medien machten ihn als „The German Forrest Gump“ bekannt, woraufhin sich ihm immer wieder laufwillige Mitstreiter anschlossen.

Seine erste Etappe führte Deichmann von München mit dem Rad an die Adria. Dort schwamm er 450 Kilometer in 54 Tagen und stellte den Rekord für die längste Schwimmstrecke ohne Begleitboot auf. Anschließend radelte der Weltrekordhalter durch Nordmazedonien und Bulgarien in die Türkei. Dort saß er erst einmal fest. Die Einreisebeschränkungen brachten zum ersten Mal seine Pläne durcheinander. Anstatt die südliche Route über Indien nehmen zu können, erhielt er die Erlaubnis, durch die Ukraine und Russland zu fahren. Der sibirische Winter wartete auf ihn, mit Schnee, Eis und Minustemperaturen. Genau auf diese extremen Wetterverhältnisse hatte er sich in Minden vorbereitet.

Nach 430 Tagen kam Jonas Deichmann am Montag um 16.15 Uhr in München an. Seine letzte Etappe legte er von Lissabon bis zum Odeonsplatz in vier Wochen wieder mit dem Rad zurück. Jetzt ist für den Athleten erst einmal Ausruhen angesagt. „Nach 14 Monaten Triathlon will ich meinem Körper Erholung gönnen“, meinte Jonas Deichmann.

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