Dynamik verloren, Erfahrung gewonnen: Die Volleyballer des 1. VC Minden greifen nach langer Pandemiepause an Thomas Kühlmann Minden. Trotz eines einschneidenden personellen Aderlasses gehen die Volleyballer des 1. VC Minden guten Mutes in die neue Regionalliga-Saison. „Wir haben sicherlich Dynamik verloren, dafür jedoch Erfahrung gewonnen", beschreibt VC-Trainer Andreas Klimm die Neustrukturierung des Kaders kurz und knapp. „Und Erfahrung ist in diesem Sport auch ein großer Vorteil. Wer Volleyball spielt, der weiß, was Routine ausmacht. Denn am Ende gewinnt nicht der, der die spektakulärsten Punkte macht, sondern die meisten", philosophiert der Trainer. Aufgrund des Abgangs der drei hochtalentierten Youngster Paul Klimm, Damir Cebotar und Samuel Schellenberg, die in der vergangenen Saison zu Leistungsträgern gereift waren und nun beim Drittligisten TSV Giesen Grizzlies II eine neue Herausforderung suchen, um die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu besteigen, wird Coach Andreas Klimm selbst wieder aktiv ins Spielgeschehen eingreifen. „Ich werde der zweite Zuspieler neben Christian Siemens sein", sagt Klimm, der den Posten seines Sohnes einnehmen wird. Neben Andreas Klimm erfährt die Mannschaft in der Rückkehr von Jan Frohne einen weiteren Qualitätsbonus in Sachen Routine. Frohne zählte jahrelang zu den Leistungsträgern der ersten Mannschaft, bekleidete sogar den Posten des Trainers und hatte sich erst zur vergangenen Spielzeit im Zuge des personellen Umbruchs entschlossen, künftig in der zweiten Mannschaft zu spielen und dieser zum angestrebten Aufstieg in die Verbandsliga zu helfen. „Jan Frohne und Luis Schellenberg sind für mich momentan die überragenden Beispiele aus den Spielerkategorien alt und jung. Bei Jan merkt man, dass er wieder oder immer noch richtig Bock hat und in jedem Spiel den Unterschied ausmachen kann. Er macht so gut wie keine Fehler und ist die Zuverlässigkeit in Person. Zudem ist er für mich als Coach sowohl im Training als auch im Spiel eine wichtige Stütze beim Coachen", sagt Klimm, um gleich auf Luis Schellenberg überzuleiten. „Luis hat sich trotz der Corona-Pause im Training stetig weiterentwickelt und ist auf der Mittelposition zu einer Bank für Punktgewinne geworden. Dabei ist er mit seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende. Auch er hat unbändigen Ehrgeiz, ist lernwillig und bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten", befürchtet der Trainer, dass Schellenberg unter Umständen der nächste Spieler sein könnte, der sportlich nach noch Höherem als der Regionalliga streben möchte. „Er hat meine Erwartungen sogar übererfüllt", lobt Klimm ihn über alle Maße. Für die neue Saison in der Staffel 2 der Regionalliga sieht Klimm sein Team daher gut aufgestellt. „Wir haben im Stamm eine eingespielte Truppe, die schon lange zusammen agiert und Aufstiege wie Abstiege zusammen durchlebt hat, ohne auseinanderzufallen", weiß Klimm um die spielerischen, aber auch charakterlichen Eigenschaften seiner Schützlinge. Gegen die Staffel-Konkurrenten VV Humann Essen II, SG Coesfeld, Post Telekom SV Bielefeld, ART Düsseldorf und Solingen Volleys wollen die Mindener versuchen, nach Hin- und Rückrunden-Partien der Vorrunde mindestens Dritter zu werden, um mit dem Abstieg nichts zu tu zu haben und in der Aufstiegsrelegation gegen die drei Erstplatzierten der Staffel 1 unter Umständen sogar noch nach oben etwas ausrichten zu können. „Platz zwei bis vier ist möglich, wenn nicht alles in die Hose", hält Klimm, der Essen als größten Anwärter auf Platz eins in der Staffel sieht, sein Team für stark genug, um zu bestehen. Los geht es für die Mindener am kommenden Sonntag um 17 Uhr im Otto-Michelsohn-Sportzentrum mit einem Heimspiel gegen die SG Coesfeld. Dann wird sich zeigen, wie sich der Zugewinn von Erfahrung gegenüber dem Verlust an Dynamik bemerkbar macht.

Dynamik verloren, Erfahrung gewonnen: Die Volleyballer des 1. VC Minden greifen nach langer Pandemiepause an

Die Volleyballer des 1. VC Minden mit Daniel Schmidt (obere Reihe, von links), Spielertrainer Andreas klimm, Christian Siemens, Benedikt Gebel, Louis Schellenberg sowie Daniel Riesen (unterere Reihe, von links), Maximilian Tischler, Johann Friesen, Vitali Rempel, Alex Betz, und Jan Frohne gehen guten Mutes in die neue Regionalliga-Saison. Auf dem Foto fehlen Stefan Pampel, Sebastian Isaak und Alexander Kocksholz. © Thomas Kühlmann

Minden. Trotz eines einschneidenden personellen Aderlasses gehen die Volleyballer des 1. VC Minden guten Mutes in die neue Regionalliga-Saison. „Wir haben sicherlich Dynamik verloren, dafür jedoch Erfahrung gewonnen", beschreibt VC-Trainer Andreas Klimm die Neustrukturierung des Kaders kurz und knapp. „Und Erfahrung ist in diesem Sport auch ein großer Vorteil. Wer Volleyball spielt, der weiß, was Routine ausmacht. Denn am Ende gewinnt nicht der, der die spektakulärsten Punkte macht, sondern die meisten", philosophiert der Trainer.

Aufgrund des Abgangs der drei hochtalentierten Youngster Paul Klimm, Damir Cebotar und Samuel Schellenberg, die in der vergangenen Saison zu Leistungsträgern gereift waren und nun beim Drittligisten TSV Giesen Grizzlies II eine neue Herausforderung suchen, um die nächste Stufe auf der Karriereleiter zu besteigen, wird Coach Andreas Klimm selbst wieder aktiv ins Spielgeschehen eingreifen. „Ich werde der zweite Zuspieler neben Christian Siemens sein", sagt Klimm, der den Posten seines Sohnes einnehmen wird. Neben Andreas Klimm erfährt die Mannschaft in der Rückkehr von Jan Frohne einen weiteren Qualitätsbonus in Sachen Routine. Frohne zählte jahrelang zu den Leistungsträgern der ersten Mannschaft, bekleidete sogar den Posten des Trainers und hatte sich erst zur vergangenen Spielzeit im Zuge des personellen Umbruchs entschlossen, künftig in der zweiten Mannschaft zu spielen und dieser zum angestrebten Aufstieg in die Verbandsliga zu helfen.

„Jan Frohne und Luis Schellenberg sind für mich momentan die überragenden Beispiele aus den Spielerkategorien alt und jung. Bei Jan merkt man, dass er wieder oder immer noch richtig Bock hat und in jedem Spiel den Unterschied ausmachen kann. Er macht so gut wie keine Fehler und ist die Zuverlässigkeit in Person. Zudem ist er für mich als Coach sowohl im Training als auch im Spiel eine wichtige Stütze beim Coachen", sagt Klimm, um gleich auf Luis Schellenberg überzuleiten. „Luis hat sich trotz der Corona-Pause im Training stetig weiterentwickelt und ist auf der Mittelposition zu einer Bank für Punktgewinne geworden. Dabei ist er mit seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende. Auch er hat unbändigen Ehrgeiz, ist lernwillig und bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten", befürchtet der Trainer, dass Schellenberg unter Umständen der nächste Spieler sein könnte, der sportlich nach noch Höherem als der Regionalliga streben möchte. „Er hat meine Erwartungen sogar übererfüllt", lobt Klimm ihn über alle Maße.

Für die neue Saison in der Staffel 2 der Regionalliga sieht Klimm sein Team daher gut aufgestellt. „Wir haben im Stamm eine eingespielte Truppe, die schon lange zusammen agiert und Aufstiege wie Abstiege zusammen durchlebt hat, ohne auseinanderzufallen", weiß Klimm um die spielerischen, aber auch charakterlichen Eigenschaften seiner Schützlinge.

Gegen die Staffel-Konkurrenten VV Humann Essen II, SG Coesfeld, Post Telekom SV Bielefeld, ART Düsseldorf und Solingen Volleys wollen die Mindener versuchen, nach Hin- und Rückrunden-Partien der Vorrunde mindestens Dritter zu werden, um mit dem Abstieg nichts zu tu zu haben und in der Aufstiegsrelegation gegen die drei Erstplatzierten der Staffel 1 unter Umständen sogar noch nach oben etwas ausrichten zu können. „Platz zwei bis vier ist möglich, wenn nicht alles in die Hose", hält Klimm, der Essen als größten Anwärter auf Platz eins in der Staffel sieht, sein Team für stark genug, um zu bestehen. Los geht es für die Mindener am kommenden Sonntag um 17 Uhr im Otto-Michelsohn-Sportzentrum mit einem Heimspiel gegen die SG Coesfeld. Dann wird sich zeigen, wie sich der Zugewinn von Erfahrung gegenüber dem Verlust an Dynamik bemerkbar macht.

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