Das Kick's öffnet seine Tore für die Tischfußballer Fabian Terwey Minden (fat). „Komm, wir gehen ins Kick's“, sagt Herbert Hoppmann. Der Chef der Tischfußballer beim SV 1860 Minden wünscht sich, dass in der Stadt schon bald jeder weiß, was genau damit gemeint ist. Schließlich soll die frisch bezogene Spiel- und Trainingsstätte seiner Abteilung nicht nur die aktuell 25 Mitglieder begeistern, sondern auch neue Gesichter anlocken. Die erst zu Jahresbeginn entstandene Sparte ist aus dem Heinrich Fromme Haus ausgezogen, hat das zuletzt leerstehende Vereinshäuschen am Weserstadion innerhalb von zwei Monaten komplett renoviert und mit seinen sechs Spieltischen nun offiziell präsentiert. Dort kann seit dem vergangenen Montag zum reinen Freizeitvergnügen, aber auch mit Wettkampfambitionen gekickert werden. „Willkommen im ehemaligen Eintracht-Häuschen“, sagt SV 1860 Mindens stellvertretender Vorsitzender Manfred Pahl zur Begrüßung: „Vor der Fusion war das hier noch der Versammlungsraum der Leichtathleten. Weil es zuletzt nur noch als Lagerplatz diente, hatten wir schon überlegt, die antiquierten Räumlichkeiten ganz aufzugeben. Doch dann kamen die Tischkicker.“ Gut 10.000 Euro Material und zuzüglich mehr als 600 Arbeitsstunden in Eigenleistung hat der Umbau des von der Stadt gepachteten Gebäudes laut Hoppmann gekostet. „Eine recht große Investition“, wie Pahl sagt. In den zwei renovierten Räumen mit Blick ins Stadionrund können Spieler an sechs Tischen gleichzeitig kickern. Für das leistungsbezogene Training und die Liga-Partien steht sogar eine Kamera zur Verfügung. Die überträgt das Bild vom Spieltisch auf einen der zwei Fernsehbildschirme im Thekenbereich. Tatkräftige Unterstützung gab es bei der Herrichtung des einstigen Vereinshäuschens des MTV 1860 von vielen fleißigen Helfern. Der neue Trainer, Patrik Kamczyk aus Petershagen, soll Minden im Leistungsbereich wieder in die bundesweite Spitze führen. Die Weserstadt und ihre Umgebung hatten noch in den 1960er-Jahren als Tischkicker-Hochburg gegolten. 1968 gewannen Hoppmann und seine damaligen Mitstreiter vom TFC die Deutsche Meisterschaft. „Patrik Kamczyk hat den VfL Bückeburg nicht nur als Trainer und Spieler in die 2. Bundesliga gebracht, sondern ist auch ein dufter Typ“, erklärt Hoppmann. „So wie es hier anläuft, hat es auch in Bückeburg begonnen“, sagt Kamczyk: „Das Projekt reizt mich.“ Hoppmann erklärt: „Schon bald wollen wir beispielsweise in Dortmund wieder ein Name sein.“ Kamczyks Leidenschaft für das Kickern hatte 2006 das große Turnier der FT Dützen geweckt. „Das frühe Ausscheiden hat mich damals so gewurmt, dass ich daraufhin nur noch trainiert habe“, berichtet der 40-Jährige, der auch weiterhin dem VfL Bückeburg angehört. Und auch wenn der Start der neuen Saison coronabedingt noch nicht fest steht, gibt der neue Coach alle Tricks und Kniffe ab sofort an die Spieler der drei gemeldeten Mannschaften weiter. Zu den Trainingszeiten kann jeder kommen. „Die Anzahl der Leute ist derzeit coronabedingt auf 30 beschränkt“, erklärt Hoppmann. Auch deshalb gibt es noch keinen Termin für einen Tag der offenen Tür. „Wir sind derzeit noch vorsichtig. In Zukunft wollen wir gerne eine Stadtliga und eine offene Stadtmeisterschaft ausrichten.“ Auch ein Junioren-Team ist angedacht. Das Kick's soll sich mehr und mehr einen Namen machen. Trainingszeiten Montag, 19 - 21 Uhr: Einzeltraining (Patrik Kamczyk) Dienstag, 18 - 20 Uhr: Jugend, Junioren, Anfänger (Herbert Hoppmann) Mittwoch, 19 - 21.30 Uhr: Doppeltraining (Nils Rottmann) Donnerstag, 18 - 20 Uhr: Entwicklung, Verbesserung (Patrik Kamczyk) Freitag, 19 - 22 Uhr: Kickern für alle (Nils Rottmann) Samstag, 11 Uhr und/oder 15 Uhr: Mannschaftstraining (Spielführer)

Das Kick's öffnet seine Tore für die Tischfußballer

Eine Kamera über dem Tischkicker filmt die Spiele und überträgt das Bild auf die Fernseher im Thekenbereich. MT- © Foto: Fabian Terwey

Minden (fat). „Komm, wir gehen ins Kick's“, sagt Herbert Hoppmann. Der Chef der Tischfußballer beim SV 1860 Minden wünscht sich, dass in der Stadt schon bald jeder weiß, was genau damit gemeint ist. Schließlich soll die frisch bezogene Spiel- und Trainingsstätte seiner Abteilung nicht nur die aktuell 25 Mitglieder begeistern, sondern auch neue Gesichter anlocken.

Die erst zu Jahresbeginn entstandene Sparte ist aus dem Heinrich Fromme Haus ausgezogen, hat das zuletzt leerstehende Vereinshäuschen am Weserstadion innerhalb von zwei Monaten komplett renoviert und mit seinen sechs Spieltischen nun offiziell präsentiert. Dort kann seit dem vergangenen Montag zum reinen Freizeitvergnügen, aber auch mit Wettkampfambitionen gekickert werden.

Dies ist nur einer von sechs Tischkickern im renovierten Vereinshäuschen am Weserstadion. MT- - © Foto: Fabian Terwey
Dies ist nur einer von sechs Tischkickern im renovierten Vereinshäuschen am Weserstadion. MT- - © Foto: Fabian Terwey

„Willkommen im ehemaligen Eintracht-Häuschen“, sagt SV 1860 Mindens stellvertretender Vorsitzender Manfred Pahl zur Begrüßung: „Vor der Fusion war das hier noch der Versammlungsraum der Leichtathleten. Weil es zuletzt nur noch als Lagerplatz diente, hatten wir schon überlegt, die antiquierten Räumlichkeiten ganz aufzugeben. Doch dann kamen die Tischkicker.“ Gut 10.000 Euro Material und zuzüglich mehr als 600 Arbeitsstunden in Eigenleistung hat der Umbau des von der Stadt gepachteten Gebäudes laut Hoppmann gekostet. „Eine recht große Investition“, wie Pahl sagt.

So sah das Vereinshäuschen am Weserstadion vor der Renovierung aus. - © Foto: privat
So sah das Vereinshäuschen am Weserstadion vor der Renovierung aus. - © Foto: privat

In den zwei renovierten Räumen mit Blick ins Stadionrund können Spieler an sechs Tischen gleichzeitig kickern. Für das leistungsbezogene Training und die Liga-Partien steht sogar eine Kamera zur Verfügung. Die überträgt das Bild vom Spieltisch auf einen der zwei Fernsehbildschirme im Thekenbereich.

Tatkräftige Unterstützung gab es bei der Herrichtung des einstigen Vereinshäuschens des MTV 1860 von vielen fleißigen Helfern. Der neue Trainer, Patrik Kamczyk aus Petershagen, soll Minden im Leistungsbereich wieder in die bundesweite Spitze führen. Die Weserstadt und ihre Umgebung hatten noch in den 1960er-Jahren als Tischkicker-Hochburg gegolten. 1968 gewannen Hoppmann und seine damaligen Mitstreiter vom TFC die Deutsche Meisterschaft. „Patrik Kamczyk hat den VfL Bückeburg nicht nur als Trainer und Spieler in die 2. Bundesliga gebracht, sondern ist auch ein dufter Typ“, erklärt Hoppmann. „So wie es hier anläuft, hat es auch in Bückeburg begonnen“, sagt Kamczyk: „Das Projekt reizt mich.“ Hoppmann erklärt: „Schon bald wollen wir beispielsweise in Dortmund wieder ein Name sein.“

So sieht das renovierte Vereinshäuschen am Weserstadion aus. Es trägt jetzt den Namen Kick's. MT- - © Foto: Fabian Terwey
So sieht das renovierte Vereinshäuschen am Weserstadion aus. Es trägt jetzt den Namen Kick's. MT- - © Foto: Fabian Terwey

Kamczyks Leidenschaft für das Kickern hatte 2006 das große Turnier der FT Dützen geweckt. „Das frühe Ausscheiden hat mich damals so gewurmt, dass ich daraufhin nur noch trainiert habe“, berichtet der 40-Jährige, der auch weiterhin dem VfL Bückeburg angehört. Und auch wenn der Start der neuen Saison coronabedingt noch nicht fest steht, gibt der neue Coach alle Tricks und Kniffe ab sofort an die Spieler der drei gemeldeten Mannschaften weiter.

Der Abteilungsleiter und der neue Trainer am Spielgerät: Herbert Hoppmann (links) ist Chef der Tischkicker des SV 1860 Minden, Patrik Kamczyk soll die noch junge Sparte im Leistungsbereich in die bundesweite Spitze führen. MT- - © Foto: Fabian Terwey
Der Abteilungsleiter und der neue Trainer am Spielgerät: Herbert Hoppmann (links) ist Chef der Tischkicker des SV 1860 Minden, Patrik Kamczyk soll die noch junge Sparte im Leistungsbereich in die bundesweite Spitze führen. MT- - © Foto: Fabian Terwey

Zu den Trainingszeiten kann jeder kommen. „Die Anzahl der Leute ist derzeit coronabedingt auf 30 beschränkt“, erklärt Hoppmann. Auch deshalb gibt es noch keinen Termin für einen Tag der offenen Tür. „Wir sind derzeit noch vorsichtig. In Zukunft wollen wir gerne eine Stadtliga und eine offene Stadtmeisterschaft ausrichten.“ Auch ein Junioren-Team ist angedacht. Das Kick's soll sich mehr und mehr einen Namen machen.

Trainingszeiten

Montag, 19 - 21 Uhr: Einzeltraining (Patrik Kamczyk)

Dienstag, 18 - 20 Uhr: Jugend, Junioren, Anfänger (Herbert Hoppmann)

Mittwoch, 19 - 21.30 Uhr: Doppeltraining (Nils Rottmann)

Donnerstag, 18 - 20 Uhr: Entwicklung, Verbesserung (Patrik Kamczyk)

Freitag, 19 - 22 Uhr: Kickern für alle (Nils Rottmann)

Samstag, 11 Uhr und/oder 15 Uhr: Mannschaftstraining (Spielführer)

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