Corona: Union Minden muss 24-Stunden-Lauf absagen Minden (apl). Die Entscheidung war nicht leicht, aber unumgänglich: Union Minden hat sich entschlossen, mit dem 24-Stunden-Lauf in diesem Jahr zu pausieren. „Die Unsicherheiten in der Planung sind aufgrund der Pandemie zu groß“, sagt Rainer Thielking vom Organisationsteam, blickt aber optimistisch in die Zukunft: „Wir gehen fest davon aus, dass wir in 2022 die 17. Auflage des 24-Stunden-Laufes nachholen werden.“ Das Miteinander macht den besonderen Charme der Veranstaltung aus. Das gemeinsame Laufen auf der Aschebahn am Mittelweg. Das Zelten. Die Schlussrunde, die regelmäßig mehrere Hundert Athleten zusammen drehen. Die Gespräche. All das konnte das Organisationsteam mit Torsten Schwier, Dieter Wiegmann und Thielking an der Spitze nicht garantieren. Und ein 24-Stunden-Lauf auf Abstand mit vorgegebenen Zonen, Namenslisten und Duschzeiten, aber ohne Zeltstadt sei keine Alternative gewesen. Die Veranstaltung, die alle zwei Jahre tausende Läufer und Zuschauer ans Union-Sportgelände lockt, braucht auch ohne Pandemie mehr als ein Jahr Vorlaufzeit für die aufwendige Planung. Hinzu kam noch eine andere Schwierigkeit: Der 24-Stunden-Lauf ist eine Benefizveranstaltung. Bei den bisherigen 16 Auflagen liefen die Athleten mehr als 324.000 Runden und sammelten so mehr als 312.500 Euro für soziale Einrichtungen. „Auch die Firmen, die mit ihrem Engagement den 24-Stunden-Lauf tragen, standen im vergangenen und stehen in diesem Jahr vor besonderen und teilweise auch schwierigen Herausforderungen“, sagt Thielking. Deshalb sei der Kopf in der aktuellen Zeit für solche Veranstaltungen nicht frei. Über eine „kleine Lösung“, die den Arbeitstitel 2,4-Stunden-Lauf erhalten hatte, haben die Verantwortlichen von Union Minden zunächst nachgedacht, um sie dann aber schnell wieder zu verwerfen. Es mache mehr Sinn, bei dem altbewährten Modell zu bleiben. Obwohl das Organisationsteam zurzeit ausgebremst ist, gibt es sich für das kommende Jahr voller Tatendrang. „Wir haben 2019 unser bestes Ergebnis erzielt und sehr viel positives Feedback erhalten“, erklärt Thielking den Ansporn, den Fokus auf 2022 zu legen: „Es gibt in Minden und Umgebung genügend Einrichtungen, die finanzielle Unterstützung gebrauchen können.“ Dazu will Union Minden mit dem 24-Stunden-Lauf seinen Teil beitragen. Um den Lauf für 2022 zu planen, trifft sich das Organisationsteam das erste Mal im kommenden Frühling. Dann wird auch ein genaues Datum festgelegt. Fest steht, dass es wie immer in den Sommermonaten stattfinden wird, höchstwahrscheinlich kurz vor dem Ferienstart. Einladung vom Bundespräsidenten Das Organisationsteam von Union Minden war im August 2019 zum Bürgerfest im Schloss Bellvue eingeladen. „Das war etwas ganz Besonderes und hallt auch noch nach“, sagt Rainer Thielking. Zu der Veranstaltung lädt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier jedes Jahr Bürger ein, die Herausragendes im Ehrenamt leisten. Steinmeier selbst war 2012 Schirmherr des Mindener 24-Stunden-Laufs und Gast am Mittelweg. „Das war ein Highlight“, sagt Thielking. (apl)

Corona: Union Minden muss 24-Stunden-Lauf absagen

Viel Trubel auf der Aschebahn: Mehrere Hundert Athleten nahmen vor anderthalb Jahren an der Schlussrunde des 24-Stunden-Lauf teil. Foto: Astrid Plaßhenrich © Astrid Plaßhenrich

Minden (apl). Die Entscheidung war nicht leicht, aber unumgänglich: Union Minden hat sich entschlossen, mit dem 24-Stunden-Lauf in diesem Jahr zu pausieren. „Die Unsicherheiten in der Planung sind aufgrund der Pandemie zu groß“, sagt Rainer Thielking vom Organisationsteam, blickt aber optimistisch in die Zukunft: „Wir gehen fest davon aus, dass wir in 2022 die 17. Auflage des 24-Stunden-Laufes nachholen werden.“

Das Miteinander macht den besonderen Charme der Veranstaltung aus. Das gemeinsame Laufen auf der Aschebahn am Mittelweg. Das Zelten. Die Schlussrunde, die regelmäßig mehrere Hundert Athleten zusammen drehen. Die Gespräche. All das konnte das Organisationsteam mit Torsten Schwier, Dieter Wiegmann und Thielking an der Spitze nicht garantieren. Und ein 24-Stunden-Lauf auf Abstand mit vorgegebenen Zonen, Namenslisten und Duschzeiten, aber ohne Zeltstadt sei keine Alternative gewesen. Die Veranstaltung, die alle zwei Jahre tausende Läufer und Zuschauer ans Union-Sportgelände lockt, braucht auch ohne Pandemie mehr als ein Jahr Vorlaufzeit für die aufwendige Planung.

Hinzu kam noch eine andere Schwierigkeit: Der 24-Stunden-Lauf ist eine Benefizveranstaltung. Bei den bisherigen 16 Auflagen liefen die Athleten mehr als 324.000 Runden und sammelten so mehr als 312.500 Euro für soziale Einrichtungen. „Auch die Firmen, die mit ihrem Engagement den 24-Stunden-Lauf tragen, standen im vergangenen und stehen in diesem Jahr vor besonderen und teilweise auch schwierigen Herausforderungen“, sagt Thielking. Deshalb sei der Kopf in der aktuellen Zeit für solche Veranstaltungen nicht frei. Über eine „kleine Lösung“, die den Arbeitstitel 2,4-Stunden-Lauf erhalten hatte, haben die Verantwortlichen von Union Minden zunächst nachgedacht, um sie dann aber schnell wieder zu verwerfen. Es mache mehr Sinn, bei dem altbewährten Modell zu bleiben.

Obwohl das Organisationsteam zurzeit ausgebremst ist, gibt es sich für das kommende Jahr voller Tatendrang. „Wir haben 2019 unser bestes Ergebnis erzielt und sehr viel positives Feedback erhalten“, erklärt Thielking den Ansporn, den Fokus auf 2022 zu legen: „Es gibt in Minden und Umgebung genügend Einrichtungen, die finanzielle Unterstützung gebrauchen können.“ Dazu will Union Minden mit dem 24-Stunden-Lauf seinen Teil beitragen.

Um den Lauf für 2022 zu planen, trifft sich das Organisationsteam das erste Mal im kommenden Frühling. Dann wird auch ein genaues Datum festgelegt. Fest steht, dass es wie immer in den Sommermonaten stattfinden wird, höchstwahrscheinlich kurz vor dem Ferienstart.

Einladung vom Bundespräsidenten

Das Organisationsteam von Union Minden war im August 2019 zum Bürgerfest im Schloss Bellvue eingeladen. „Das war etwas ganz Besonderes und hallt auch noch nach“, sagt Rainer Thielking. Zu der Veranstaltung lädt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier jedes Jahr Bürger ein, die Herausragendes im Ehrenamt leisten.

Steinmeier selbst war 2012 Schirmherr des Mindener 24-Stunden-Laufs und Gast am Mittelweg. „Das war ein Highlight“, sagt Thielking. (apl)

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