Bahn frei: Der marode Sportplatz am Besselgymnasium wird mit rund 600.000 Euro saniert Marcus Riechmann Minden. Ein Sportplatz ist schlussendlich ein Platz, auf dem Menschen Sport treiben. So gesehen kommt der Platz hinter dem Mindener Besselgymnasium seiner Bestimmung durchaus nach. Am späten Mittwochnachmittag tummeln sich mehrere Gruppen junger Leute auf der Anlage. Sie spielen Spikeball und kicken auf ein Tor, eine dritte Gruppe hat sich am Basketballkorb und an den Außengeräten für Kraftsport niedergelassen. Ein einsamer Läufer zieht seine Runden auf der Aschenbahn. Ein Blick auf das Laufoval, das den Rasenplatz umschließt, offenbart das Dilemma. Durch die Moos überwucherte Laufstrecke schießen Büschel von Gras, Reisig liegt herum, Unkraut bricht durch. Die Anlage ist in die Jahre gekommen. Sie liegt nach langen Corona-Monaten verwahrlost im Schatten der NRW-Sportschule. Ein improvisiertes Schild weist die Anlage – wohl wegen der Pandemie – als gesperrt aus, worum sich die jungen Leute in ihrem Drang nach Bewegung nicht sonderlich scheren. Doch nicht nur das Virus hält andere Athleten derzeit fern: Auch der marode Zustand lässt leistungsorientierten Sport kaum zu. Das soll sich ändern. Gestern wurde der Startschuss für die umfangreiche Sanierung des Sportplatzes gegeben. Dort, wo sich die jungen Menschen in der Sonne bewegten, sollte die Maßnahme feierlich mir großem personellen Besteck von Verwaltung und Politik verkündet werden. Der kleine Festakt wurde wegen der herrschenden Corona-Schutzmaßnahmen abgesagt, doch die Ertüchtigung wurde auf den Weg gebracht. Virtuell überreichte Regierungspräsidentin Judith Pirscher den Förderbescheid an Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Beide vereinbarten, die Anlage nach Fertigstellung gemeinsam einzuweihen. Die Trainings- und Wettkampfanlage wird mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Minden modernisiert. Darüber freuen sich neben Pirscher und Jäcke auch Bessel-Oberstudiendirektor Heiko Seller und Stadtkämmerer Norbert Kresse, kommissarischer Vorstand des Bereiches Bildung, Kultur, Sport und Freizeit. Kresse ist verantwortlich für die Bauausführung durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Minden. Rund 607.000 Euro sollen in die Außensportanlage, die Teil der NRW-Sportschule Besselgymnasium ist, fließen um Nachwuchssportlerinnen und –sportlern künftig optimale Bedingungen zu schaffen. Exakt 303.310 Euro, so meldet die Stadt Minden, kommen vom Land NRW aus einem Förderprogramm für Investitionsmaßnahmen an „herausragenden Sportstätten". Zur Übergabe des Bescheides sagte die Regierungspräsidentin in einer Mitteilung: „Mit der Erneuerung der Außenanlage schaffen Stadt Minden und das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam hervorragende Rahmenbedingungen für die Sportschule Besselgymnasium – auch vor dem Hintergrund der 2014 eingeweihten, landesgeförderten Leistungssporthalle." Seit dem Schuljahr 2008/2009 ist das Besselgymnasium NRW-Sportschule. Es gehörte seinerzeit zu den ersten fünf NRW-Sportschulen – mittlerweile sind es 18. Pirscher fand große Worte: „Mein Dank gilt allen Verantwortlichen vor Ort: Sie ebnen den Kindern und Jugendlichen Wege in die Bundesligen und Nationalkader Deutschlands." Wann dieser Weg auch tatsächlich geebnet und die Anlage fertig sein wird, blieb gestern offen. „Durch den Umbau der jetzigen Tennenbahn in eine Tartanbahn werden die Trainingsbedingungen erheblich verbessert", hob Bürgermeister Jäcke hervor. Darüber hinaus ist vorgesehen, einen Diskus- und Hammerwurfring sowie eine neue Weitsprunganlage einzubauen. Zudem werde die angrenzende Rasenfläche mit drei Kugelstoßringen ausgestattet. Unter den Kaderathleten am Bessel in den Profilsportarten Handball, Rudern, Volleyball und Leichtathletik werden vor allem die Leichtathleten sowie der Partnerverein SV 1860 Minden profitieren, da künftig viele Fahrten ins Weserstadion wegfallen. „Ich freue mich, dass durch diese Förderung nun auch die Leichtathletik nochmal eine erhebliche Aufwertung erfährt", meint Oberstudiendirektor Seller. Der Campus der NRW-Sportschule wird mit der Tartanbahn und den weiteren Anlagen komplettiert. Es entsteht – zusammen mit den beiden Sporthallen, dem Kraftraum und der Calisthenics-Anlage – ein sportlich attraktiver Standort. Die modernisierte Anlage kommt auch dem Landesleistungsstützpunkt Leichtathletik zugute. Es profitiert davon aber auch der gesamte Sportunterricht. Und ein wenig auch der Vereins-und Freizeitsport, der die Anlage außerhalb der Schulzeiten nutzt.

Bahn frei: Der marode Sportplatz am Besselgymnasium wird mit rund 600.000 Euro saniert

Der Blick auf die Laufbahn des Sportplatzes am Besselgymnasium Minden dokumentiert den dringenden Handlungsbedarf. Foto: Marcus Riechmann © Marcus Riechmann

Minden. Ein Sportplatz ist schlussendlich ein Platz, auf dem Menschen Sport treiben. So gesehen kommt der Platz hinter dem Mindener Besselgymnasium seiner Bestimmung durchaus nach. Am späten Mittwochnachmittag tummeln sich mehrere Gruppen junger Leute auf der Anlage. Sie spielen Spikeball und kicken auf ein Tor, eine dritte Gruppe hat sich am Basketballkorb und an den Außengeräten für Kraftsport niedergelassen. Ein einsamer Läufer zieht seine Runden auf der Aschenbahn.

Ein Blick auf das Laufoval, das den Rasenplatz umschließt, offenbart das Dilemma. Durch die Moos überwucherte Laufstrecke schießen Büschel von Gras, Reisig liegt herum, Unkraut bricht durch. Die Anlage ist in die Jahre gekommen. Sie liegt nach langen Corona-Monaten verwahrlost im Schatten der NRW-Sportschule.

So ähnlich hätte es gestern aussehen sollen. Doch weil angesichts der Corona-Situation die reale Begegnung am Besselgymnasium kurzfristig abgesagt wurde, erfolgte die Übergabe des Förderbescheids von Regierungspräsidentin Judith Pirscher an Mindens Bürgermeister Michael Jäcke nur digital konstruiert in einer Foto-Montage. Foto-Montage: privat - © privat
So ähnlich hätte es gestern aussehen sollen. Doch weil angesichts der Corona-Situation die reale Begegnung am Besselgymnasium kurzfristig abgesagt wurde, erfolgte die Übergabe des Förderbescheids von Regierungspräsidentin Judith Pirscher an Mindens Bürgermeister Michael Jäcke nur digital konstruiert in einer Foto-Montage. Foto-Montage: privat - © privat

Ein improvisiertes Schild weist die Anlage – wohl wegen der Pandemie – als gesperrt aus, worum sich die jungen Leute in ihrem Drang nach Bewegung nicht sonderlich scheren. Doch nicht nur das Virus hält andere Athleten derzeit fern: Auch der marode Zustand lässt leistungsorientierten Sport kaum zu.

Das soll sich ändern. Gestern wurde der Startschuss für die umfangreiche Sanierung des Sportplatzes gegeben. Dort, wo sich die jungen Menschen in der Sonne bewegten, sollte die Maßnahme feierlich mir großem personellen Besteck von Verwaltung und Politik verkündet werden. Der kleine Festakt wurde wegen der herrschenden Corona-Schutzmaßnahmen abgesagt, doch die Ertüchtigung wurde auf den Weg gebracht. Virtuell überreichte Regierungspräsidentin Judith Pirscher den Förderbescheid an Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Beide vereinbarten, die Anlage nach Fertigstellung gemeinsam einzuweihen.

Die Trainings- und Wettkampfanlage wird mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Minden modernisiert. Darüber freuen sich neben Pirscher und Jäcke auch Bessel-Oberstudiendirektor Heiko Seller und Stadtkämmerer Norbert Kresse, kommissarischer Vorstand des Bereiches Bildung, Kultur, Sport und Freizeit. Kresse ist verantwortlich für die Bauausführung durch die Gebäudewirtschaft der Stadt Minden.

Rund 607.000 Euro sollen in die Außensportanlage, die Teil der NRW-Sportschule Besselgymnasium ist, fließen um Nachwuchssportlerinnen und –sportlern künftig optimale Bedingungen zu schaffen. Exakt 303.310 Euro, so meldet die Stadt Minden, kommen vom Land NRW aus einem Förderprogramm für Investitionsmaßnahmen an „herausragenden Sportstätten".

Zur Übergabe des Bescheides sagte die Regierungspräsidentin in einer Mitteilung: „Mit der Erneuerung der Außenanlage schaffen Stadt Minden und das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam hervorragende Rahmenbedingungen für die Sportschule Besselgymnasium – auch vor dem Hintergrund der 2014 eingeweihten, landesgeförderten Leistungssporthalle." Seit dem Schuljahr 2008/2009 ist das Besselgymnasium NRW-Sportschule. Es gehörte seinerzeit zu den ersten fünf NRW-Sportschulen – mittlerweile sind es 18.

Pirscher fand große Worte: „Mein Dank gilt allen Verantwortlichen vor Ort: Sie ebnen den Kindern und Jugendlichen Wege in die Bundesligen und Nationalkader Deutschlands." Wann dieser Weg auch tatsächlich geebnet und die Anlage fertig sein wird, blieb gestern offen.

„Durch den Umbau der jetzigen Tennenbahn in eine Tartanbahn werden die Trainingsbedingungen erheblich verbessert", hob Bürgermeister Jäcke hervor. Darüber hinaus ist vorgesehen, einen Diskus- und Hammerwurfring sowie eine neue Weitsprunganlage einzubauen. Zudem werde die angrenzende Rasenfläche mit drei Kugelstoßringen ausgestattet. Unter den Kaderathleten am Bessel in den Profilsportarten Handball, Rudern, Volleyball und Leichtathletik werden vor allem die Leichtathleten sowie der Partnerverein SV 1860 Minden profitieren, da künftig viele Fahrten ins Weserstadion wegfallen. „Ich freue mich, dass durch diese Förderung nun auch die Leichtathletik nochmal eine erhebliche Aufwertung erfährt", meint Oberstudiendirektor Seller.

Der Campus der NRW-Sportschule wird mit der Tartanbahn und den weiteren Anlagen komplettiert. Es entsteht – zusammen mit den beiden Sporthallen, dem Kraftraum und der Calisthenics-Anlage – ein sportlich attraktiver Standort. Die modernisierte Anlage kommt auch dem Landesleistungsstützpunkt Leichtathletik zugute. Es profitiert davon aber auch der gesamte Sportunterricht. Und ein wenig auch der Vereins-und Freizeitsport, der die Anlage außerhalb der Schulzeiten nutzt.

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