Auch Handball und Fußball reagieren nach Corona-Gipfel: Amateursport fällt in Winterschlaf Marcus Riechmann Minden. Die zweite Corona-Welle schwappt durch das Land. Die Sofortmaßnahmen der Regierungen in Bund und Ländern sorgen für lebhafte Debatten und bei den Verbänden bereits für eindeutige Reaktionen: Handballer und Fußballer werden die Saison unterbrechen. Sie folgend damit dem Beispiel von Tischtennis und Volleyball, wo die Verbände bereits vor dem Berliner Corona-Gipfel die Saison unterbrochen haben. Der Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) zog gestern Abend erwartungsgemäß nach. Ab heute dürfen bis auf weiteres keine Fußballspiele auf Amateurebene mehr ausgetragen werden. Damit fällt auch das für Samstag angesetzte Westfalenpokalspiel von RW Maaslingen gegen den TuS Tengern aus. Meisterschaftsspiele waren aufgrund des stillen Feiertags (Allerheiligen) sowieso nicht angesetzt. Auch beim Handballkreisverband Minden-Lübbecke haben die Verantwortlichen eine Entscheidung mit sofortigen Konsequenzen bereits gestern Abend getroffen: „Wie werden den Spielbetrieb bis zum Ende des Jahres einstellen, an diesem Wochenende wird nicht mehr auf Kreisebene gespielt“, berichtete Wolfgang Budde. Der Chef der Technischen Kommission im Kreisverband stellte klar: „Wir werden den Spielbetrieb frühestens im Januar wieder aufnehmen. Alle Zwischenlösungen mit eventuell eingeschobenen Spieltagen im Dezember ergeben keinen Sinn.“ Die beim Bund-Länder-Gipfel gestern in Berlin beschlossenen Maßnahmen mit ihren Einschränkungen des des Sport- und Freizeitlebens sollen von Montag, 2. November, in Kraft treten. Hallenschließungen und Platzsperren sind mit der anstehenden Corona-Schutzverordnung des Landes NRW bereits am 1. November zu erwarten. Damit bleibt nur noch die Frage: Was gilt am Wochenende? Wird noch gespielt oder nicht? Klar ist die Situation beim Profisport. Der Betrieb in den Bundesligen wird weiterlaufen und somit dürfen die Profi-Handballer von GWD Minden (in Kiel) sowie des TuS N-Lübbecke (in Dormagen) am Wochenende spielen. Ungeklärt ist die Lage beim Handball in der 3. Liga, in der A-Jugend-Bundesliga sowie mit Blick auf das Wochenende auf westfälischer Ebene. Beim Handballverband Westfalen (HVW) wird man wohl heute den Stecker ziehen. Für den Donnerstagabend ist eine Sitzung des erweiterten Präsidiums mit den Kreisvorsitzenden angesetzt, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Angesichts der Entscheidungen der anderen Sportverbände ist die Richtung klar. Es stellt sich ohnehin die Sinnfrage, ob es sich noch lohnt, am Wochenende einen Spielbetrieb zu ermöglichen. Denn von den etwa 100 Partien angesetzten waren bereits gestern mehr als die Hälfte abgesagt. Nach diesem Wochenende werden die Handballer wie alle Amateursportler ohnehin eine Corona-Pause einlegen müssen. Das gilt wahrscheinlich auch für die A-Jugend-Bundesliga mit GWD Minden und der JSG Lit 1912. Sie untersteht dem Deutschen Handballbund (DHB). Für GWD und Lit sind Samstag noch Heimspiele angesetzt. Bisher hat der DHB zum Jugendspielbetrieb keine Entscheidung getroffen. Fraglich ist auch, ob die den Profiligen nahe stehende 3. Liga spielt. Dort sind mit GWD Minden II und Lit 1912 auch zwei heimische Teams vertreten. Christian Niemann, Geschäftsführer bei Lit 1912 sagte gestern: „Ich gehe davon aus, dass jedenfalls am Wochenende noch gespielt wird. Aber sicher unter Ausschluss von Zuschauern.“ Verlegt wurde das Spiel der Lit-Männer gegen den TuS Vinnhorst zwar, aber lediglich von Samstag auf nun Sonntag, 18 Uhr.

Auch Handball und Fußball reagieren nach Corona-Gipfel: Amateursport fällt in Winterschlaf

Das Coronavirus strahlt auf den Sport ab. Der Spielbetrieb ruht. Offen ist die Lage in der 3. Liga. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Die zweite Corona-Welle schwappt durch das Land. Die Sofortmaßnahmen der Regierungen in Bund und Ländern sorgen für lebhafte Debatten und bei den Verbänden bereits für eindeutige Reaktionen: Handballer und Fußballer werden die Saison unterbrechen. Sie folgend damit dem Beispiel von Tischtennis und Volleyball, wo die Verbände bereits vor dem Berliner Corona-Gipfel die Saison unterbrochen haben.

Der Fußball- und Leichtathletikverband (FLVW) zog gestern Abend erwartungsgemäß nach. Ab heute dürfen bis auf weiteres keine Fußballspiele auf Amateurebene mehr ausgetragen werden. Damit fällt auch das für Samstag angesetzte Westfalenpokalspiel von RW Maaslingen gegen den TuS Tengern aus. Meisterschaftsspiele waren aufgrund des stillen Feiertags (Allerheiligen) sowieso nicht angesetzt.

Auch beim Handballkreisverband Minden-Lübbecke haben die Verantwortlichen eine Entscheidung mit sofortigen Konsequenzen bereits gestern Abend getroffen: „Wie werden den Spielbetrieb bis zum Ende des Jahres einstellen, an diesem Wochenende wird nicht mehr auf Kreisebene gespielt“, berichtete Wolfgang Budde. Der Chef der Technischen Kommission im Kreisverband stellte klar: „Wir werden den Spielbetrieb frühestens im Januar wieder aufnehmen. Alle Zwischenlösungen mit eventuell eingeschobenen Spieltagen im Dezember ergeben keinen Sinn.“

Die beim Bund-Länder-Gipfel gestern in Berlin beschlossenen Maßnahmen mit ihren Einschränkungen des des Sport- und Freizeitlebens sollen von Montag, 2. November, in Kraft treten. Hallenschließungen und Platzsperren sind mit der anstehenden Corona-Schutzverordnung des Landes NRW bereits am 1. November zu erwarten. Damit bleibt nur noch die Frage: Was gilt am Wochenende? Wird noch gespielt oder nicht?

Klar ist die Situation beim Profisport. Der Betrieb in den Bundesligen wird weiterlaufen und somit dürfen die Profi-Handballer von GWD Minden (in Kiel) sowie des TuS N-Lübbecke (in Dormagen) am Wochenende spielen.

Ungeklärt ist die Lage beim Handball in der 3. Liga, in der A-Jugend-Bundesliga sowie mit Blick auf das Wochenende auf westfälischer Ebene. Beim Handballverband Westfalen (HVW) wird man wohl heute den Stecker ziehen. Für den Donnerstagabend ist eine Sitzung des erweiterten Präsidiums mit den Kreisvorsitzenden angesetzt, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Angesichts der Entscheidungen der anderen Sportverbände ist die Richtung klar. Es stellt sich ohnehin die Sinnfrage, ob es sich noch lohnt, am Wochenende einen Spielbetrieb zu ermöglichen. Denn von den etwa 100 Partien angesetzten waren bereits gestern mehr als die Hälfte abgesagt.

Nach diesem Wochenende werden die Handballer wie alle Amateursportler ohnehin eine Corona-Pause einlegen müssen. Das gilt wahrscheinlich auch für die A-Jugend-Bundesliga mit GWD Minden und der JSG Lit 1912. Sie untersteht dem Deutschen Handballbund (DHB). Für GWD und Lit sind Samstag noch Heimspiele angesetzt. Bisher hat der DHB zum Jugendspielbetrieb keine Entscheidung getroffen.

Fraglich ist auch, ob die den Profiligen nahe stehende 3. Liga spielt. Dort sind mit GWD Minden II und Lit 1912 auch zwei heimische Teams vertreten. Christian Niemann, Geschäftsführer bei Lit 1912 sagte gestern: „Ich gehe davon aus, dass jedenfalls am Wochenende noch gespielt wird. Aber sicher unter Ausschluss von Zuschauern.“ Verlegt wurde das Spiel der Lit-Männer gegen den TuS Vinnhorst zwar, aber lediglich von Samstag auf nun Sonntag, 18 Uhr.

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