American Football: Der erste Titel bringt die Minden Wolves zum Träumen Sebastian Külbel Minden. 1.500 Zuschauer, Kantersieg und Meisterschaft – die Minden Wolves haben ihren fulminant eroberten Status in der heimischen Sportlandschaft im letzten Heimspiel der kurzen Saison eindrucksvoll untermauert. Nach dem 38:0 am Samstag gegen die Rheine Raptors ist das Wolfsrudel bereits zwei Wochen vor dem Saisonfinale in Iserlohn nicht mehr vom ersten Platz der Landesliga NRW Ost zu verdrängen. Ein Riesenerfolg für das American-Football-Team aus dem Kreis Minden-Lübbecke, bei dem jetzt die Träume fliegen. „Wenn du in deiner ersten Saison die Meisterschaft gewinnst, kann es weit gehen“, sagte Headcoach Phil Gamble, der beim jüngsten Auswärtsspiel in Herne umgeknickt war und deshalb nur an der Seitenlinie stand. „Ich wollte, sehen, was die Mannschaft ohne mich macht, es hatte sich viel auf mich konzentriert“, meinte Gamble. In seinen Augen steht das Projekt nach der erfolgreichen Debütsaison erst am Anfang: „Wir müssen wachsen und wachsen, alles ist möglich. Wir hoffen, dass es irgendwann in die 1. oder 2. Bundesliga geht.“ Das Potenzial im Umfeld des jungen Teams ist auf jeden Fall vorhanden. Auch das dritte Heimspiel bot professionelle Rahmenbedingungen, rund 1.500 Zuschauer bestätigen die Macher um Sportdirektor Volker Krusche. Der hofft nun, dass die Meisterschaft vom American Football Verband NRW belohnt wird. Denn eigentlich sieht dieser in der ersten Saison seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie keine Aufsteiger vor. „Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass wir bei der Neustrukturierung der Spielklassen als Meister behandelt werden und nächstes Jahr in der Verbandsliga starten“, betonte Krusche in der Halbzeitpause. Da hatten die Gastgeber längst den Weg zum Titel geebnet. Den ersten Angriff beendeten die Wolves mit einem Fieldgoal des treffsicheren Kickers Tobias Pauls, im zweiten Viertel führte dann Lars Erik Brase sein Team endgültig in die Erfolgsspur: Nach einer Finte lief der Quarterback selbst in Richtung Endzone und platzierte den Ball mit einem Sprung in deren äußerste Ecke zum Touchdown. Noch vor der Pause begann die Gala von Lars Tjorven Weiß, der einen kurzen Pass von Brase in der eigenen Hälfte fing und fast 60 Yards zum nächsten Touchdown lief. Nach der Pause ließ der Receiver noch zwei weitere folgen und wurde als bester Offensivspieler des Tages ausgezeichnet. „Der zweite Touchdown war für mich heute der wichtigste, weil ich unbedingt nachlegen wollte“, meinte Weiß. Den Lauf des Tages lieferte jedoch ein anderer: Nach dem Kickoff zur zweiten Halbzeit fing Jandrick Schlumbohm den Ball in der eigenen Endzone, rannte los, fand in der Mitte ein Loch und trug ihn zum dritten Touchdown. „Meine Mitspieler haben eine Wand gebildet und dann war’s leicht“, beschrieb der Runningback die vorentscheidende Szene: „75 Prozent der Punkte gehören der Blockarbeit.“ Auch der Heimsieg insgesamt gehörte nicht nur den starken Mindener Angreifern, sondern ihrer noch besseren Defense: Die wurde auch nicht nervös, wenn die Raptors in den gefährlichen Bereich vor der eigenen Endzone kamen und gestatteten dem Gegner nicht einen Punkt. Im zweiten Viertel vereitelten die Wölfe sogar ein Fieldgoal, danach stachen drei erfolgreiche Quarterback-Attacken sowie zahlreiche Tackles gegen die gefährlichsten Rheinenser heraus. „Es war eine Machtdemonstration“, meinte Pascal Dieth, der als bester Verteidiger eine goldene Holzkette umgehängt bekam: „Physis, Wille, alles hat heute zusammengespielt“, fügte er hinzu: „Wir wussten, was sie spielen, und haben nichts zugelassen.“ Qualitäten, die das Wolfsrudel auch bei den nächsten Herausforderungen auf dem Weg nach oben gut gebrauchen kann.

American Football: Der erste Titel bringt die Minden Wolves zum Träumen

Die Mindener Defense stoppt auch diesen Lauf von Rheines bestem Runningback, den Pascal Dieth fest im Griff hat. © Sebastian Külbel

Minden. 1.500 Zuschauer, Kantersieg und Meisterschaft – die Minden Wolves haben ihren fulminant eroberten Status in der heimischen Sportlandschaft im letzten Heimspiel der kurzen Saison eindrucksvoll untermauert. Nach dem 38:0 am Samstag gegen die Rheine Raptors ist das Wolfsrudel bereits zwei Wochen vor dem Saisonfinale in Iserlohn nicht mehr vom ersten Platz der Landesliga NRW Ost zu verdrängen. Ein Riesenerfolg für das American-Football-Team aus dem Kreis Minden-Lübbecke, bei dem jetzt die Träume fliegen.

„Wenn du in deiner ersten Saison die Meisterschaft gewinnst, kann es weit gehen“, sagte Headcoach Phil Gamble, der beim jüngsten Auswärtsspiel in Herne umgeknickt war und deshalb nur an der Seitenlinie stand. „Ich wollte, sehen, was die Mannschaft ohne mich macht, es hatte sich viel auf mich konzentriert“, meinte Gamble. In seinen Augen steht das Projekt nach der erfolgreichen Debütsaison erst am Anfang: „Wir müssen wachsen und wachsen, alles ist möglich. Wir hoffen, dass es irgendwann in die 1. oder 2. Bundesliga geht.“

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Das Potenzial im Umfeld des jungen Teams ist auf jeden Fall vorhanden. Auch das dritte Heimspiel bot professionelle Rahmenbedingungen, rund 1.500 Zuschauer bestätigen die Macher um Sportdirektor Volker Krusche. Der hofft nun, dass die Meisterschaft vom American Football Verband NRW belohnt wird. Denn eigentlich sieht dieser in der ersten Saison seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie keine Aufsteiger vor. „Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass wir bei der Neustrukturierung der Spielklassen als Meister behandelt werden und nächstes Jahr in der Verbandsliga starten“, betonte Krusche in der Halbzeitpause.

Lars Tjorven Weiß (rechts) feiert einen seiner drei Touchdowns mit Trainer Danny Wilkening. - © Sebastian Külbel
Lars Tjorven Weiß (rechts) feiert einen seiner drei Touchdowns mit Trainer Danny Wilkening. - © Sebastian Külbel

Da hatten die Gastgeber längst den Weg zum Titel geebnet. Den ersten Angriff beendeten die Wolves mit einem Fieldgoal des treffsicheren Kickers Tobias Pauls, im zweiten Viertel führte dann Lars Erik Brase sein Team endgültig in die Erfolgsspur: Nach einer Finte lief der Quarterback selbst in Richtung Endzone und platzierte den Ball mit einem Sprung in deren äußerste Ecke zum Touchdown. Noch vor der Pause begann die Gala von Lars Tjorven Weiß, der einen kurzen Pass von Brase in der eigenen Hälfte fing und fast 60 Yards zum nächsten Touchdown lief. Nach der Pause ließ der Receiver noch zwei weitere folgen und wurde als bester Offensivspieler des Tages ausgezeichnet. „Der zweite Touchdown war für mich heute der wichtigste, weil ich unbedingt nachlegen wollte“, meinte Weiß.

Den Lauf des Tages lieferte jedoch ein anderer: Nach dem Kickoff zur zweiten Halbzeit fing Jandrick Schlumbohm den Ball in der eigenen Endzone, rannte los, fand in der Mitte ein Loch und trug ihn zum dritten Touchdown. „Meine Mitspieler haben eine Wand gebildet und dann war’s leicht“, beschrieb der Runningback die vorentscheidende Szene: „75 Prozent der Punkte gehören der Blockarbeit.“

Auch der Heimsieg insgesamt gehörte nicht nur den starken Mindener Angreifern, sondern ihrer noch besseren Defense: Die wurde auch nicht nervös, wenn die Raptors in den gefährlichen Bereich vor der eigenen Endzone kamen und gestatteten dem Gegner nicht einen Punkt. Im zweiten Viertel vereitelten die Wölfe sogar ein Fieldgoal, danach stachen drei erfolgreiche Quarterback-Attacken sowie zahlreiche Tackles gegen die gefährlichsten Rheinenser heraus.

„Es war eine Machtdemonstration“, meinte Pascal Dieth, der als bester Verteidiger eine goldene Holzkette umgehängt bekam: „Physis, Wille, alles hat heute zusammengespielt“, fügte er hinzu: „Wir wussten, was sie spielen, und haben nichts zugelassen.“ Qualitäten, die das Wolfsrudel auch bei den nächsten Herausforderungen auf dem Weg nach oben gut gebrauchen kann.

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