Abschied im Stillen: Der Wasserstraßer Silvesterlauf fällt aus - für Dirk Meyer wäre es der letzte als Organisator gewesen Fabian Terwey Petershagen. Seit 30 Jahren engagiert sich Dirk Meyer ehrenamtlich für den TuS Wasserstraße. Die diesjährige 33. Auflage des Silvesterlaufs wäre die letzte in seiner Rolle als Leichtathletik-Spartenleiter gewesen. Doch in der vergangenen Woche mussten der abtretende Organisator und seine Mitstreiter den Wettbewerb schweren Herzens absagen. „Zu heikel" wäre es gewesen, auch das Corona-Jahr mit dem bekannten Laufkracher aus der Mühlenkreisserie zu beschließen, erklärt Dirk Meyer. Zum üblich feierlichen Abschluss mit Sekt und Berlinern hätte es sowieso nicht kommen sollen. Als Reaktion auf den bundesweiten Beschluss zum zweiten Lockdown hatten der Organisator und sein Team stattdessen am 31. Dezember einen Sololauf geplant – über die üblichen Strecken über 4,6 und 10 Kilometern. So hätte in der Zeit von 9.30 Uhr bis 15 Uhr die Möglichkeit bestanden, den Wettlauf unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln auf eigene Faust zu absolvieren. Alle Läufer hätten sich vorab auf der Internetseite des Vereins ein Teilnahmeformular herunterladen können. Die selbst gestoppte Laufzeit sollte dann eingetragen und für die Auswertung auf Vertrauensbasis in einen bereitgestellten Briefkasten geworfen werden sollen. Anschließend wollte der Verein online eine Urkunde zum Herunterladen bereitstellen. Ähnlich nur ohne Zeitnahme hatte der TuS Wasserstraße bereits seinen Waldlauf im Oktober angeboten. Doch auch von dieser Idee der Umsetzung nahmen Dirk Meyer und Co. für den Silvesterlauf letztlich Abstand. „Beim Waldlauf haben wir gute Erfahrungen mit der Idee gemacht. 65 Läufer haben daran teilgenommen. Auf öffentlichen und privaten Sportanlagen dürfen nun keine Wettbewerbe stattfinden. Zwar gehört der Wald nicht dazu, aber letztlich rufen wir zu einer Versammlung von Menschen auf", erklärt Dirk Meyer: „Auch eine Ausdehnung des Zeitraums hätte nichts verbessert. Die Läufer hätten beispielsweise beim Überholen keinen Sicherheitsabstand einhalten können." Seit seinen Anfängen organisiert Waldlauf-Begründer Dirk Meyer zusätzlich den Silvesterlauf. Der hatte sich ursprünglich aus dem Trainingslauf einer Kleingruppe zu einem populären Wettbewerb entwickelt. Bei der letzten Auflage 2019 liefen mehr als 500 Athleten mit. Neben 15 Jahren aktivem Fußball beim TuS Wasserstraße war Joggen immer Dirk Meyers zweite Leidenschaft gewesen. 1991 wählten ihn die Mitglieder zum Leichtathletik-Spartenleiter. Von einer erneuten Kandidatur auf der geplanten Jahreshauptversammlung im Januar sieht der 53-Jährige ab: „Das habe ich bereits vor zwei Jahren angekündigt." Als Nachfolger kandidiert der aktuelle Stellvertreter Till Nordmeier. „Wegen Corona ist es ein blöder Übergang. Denn wir wissen nicht, wo die Reise hinführt", sagt Dirk Meyer: „Ich hoffe, dass wir 2021 wieder starten können." Eines ist schon jetzt sicher: Als Helfer bleibt der langjährige Leichtathletik-Spartenleiter dem Organisationsteam in jedem Fall erhalten.

Abschied im Stillen: Der Wasserstraßer Silvesterlauf fällt aus - für Dirk Meyer wäre es der letzte als Organisator gewesen

TuS-Abteilungsleiter Dirk Meyer wollte den Silvesterlauf ursprünglich wie den Waldlauf im Oktober aufziehen. Doch Corona verhinderte auch die Lösung als Einzellauf mit selbstgestoppten Zeiten, die auf Zettel geschrieben und dann in den Briefkasten geworfen werden. Foto: Ramona Schulze/TuS Wasserstraße © Ramona Schulze / TuS Wasserstraße / pr

Petershagen. Seit 30 Jahren engagiert sich Dirk Meyer ehrenamtlich für den TuS Wasserstraße. Die diesjährige 33. Auflage des Silvesterlaufs wäre die letzte in seiner Rolle als Leichtathletik-Spartenleiter gewesen. Doch in der vergangenen Woche mussten der abtretende Organisator und seine Mitstreiter den Wettbewerb schweren Herzens absagen.

„Zu heikel" wäre es gewesen, auch das Corona-Jahr mit dem bekannten Laufkracher aus der Mühlenkreisserie zu beschließen, erklärt Dirk Meyer. Zum üblich feierlichen Abschluss mit Sekt und Berlinern hätte es sowieso nicht kommen sollen. Als Reaktion auf den bundesweiten Beschluss zum zweiten Lockdown hatten der Organisator und sein Team stattdessen am 31. Dezember einen Sololauf geplant – über die üblichen Strecken über 4,6 und 10 Kilometern. So hätte in der Zeit von 9.30 Uhr bis 15 Uhr die Möglichkeit bestanden, den Wettlauf unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln auf eigene Faust zu absolvieren.

Alle Läufer hätten sich vorab auf der Internetseite des Vereins ein Teilnahmeformular herunterladen können. Die selbst gestoppte Laufzeit sollte dann eingetragen und für die Auswertung auf Vertrauensbasis in einen bereitgestellten Briefkasten geworfen werden sollen. Anschließend wollte der Verein online eine Urkunde zum Herunterladen bereitstellen.

Ähnlich nur ohne Zeitnahme hatte der TuS Wasserstraße bereits seinen Waldlauf im Oktober angeboten. Doch auch von dieser Idee der Umsetzung nahmen Dirk Meyer und Co. für den Silvesterlauf letztlich Abstand. „Beim Waldlauf haben wir gute Erfahrungen mit der Idee gemacht. 65 Läufer haben daran teilgenommen. Auf öffentlichen und privaten Sportanlagen dürfen nun keine Wettbewerbe stattfinden. Zwar gehört der Wald nicht dazu, aber letztlich rufen wir zu einer Versammlung von Menschen auf", erklärt Dirk Meyer: „Auch eine Ausdehnung des Zeitraums hätte nichts verbessert. Die Läufer hätten beispielsweise beim Überholen keinen Sicherheitsabstand einhalten können."

Seit seinen Anfängen organisiert Waldlauf-Begründer Dirk Meyer zusätzlich den Silvesterlauf. Der hatte sich ursprünglich aus dem Trainingslauf einer Kleingruppe zu einem populären Wettbewerb entwickelt. Bei der letzten Auflage 2019 liefen mehr als 500 Athleten mit. Neben 15 Jahren aktivem Fußball beim TuS Wasserstraße war Joggen immer Dirk Meyers zweite Leidenschaft gewesen. 1991 wählten ihn die Mitglieder zum Leichtathletik-Spartenleiter. Von einer erneuten Kandidatur auf der geplanten Jahreshauptversammlung im Januar sieht der 53-Jährige ab: „Das habe ich bereits vor zwei Jahren angekündigt." Als Nachfolger kandidiert der aktuelle Stellvertreter Till Nordmeier. „Wegen Corona ist es ein blöder Übergang. Denn wir wissen nicht, wo die Reise hinführt", sagt Dirk Meyer: „Ich hoffe, dass wir 2021 wieder starten können." Eines ist schon jetzt sicher: Als Helfer bleibt der langjährige Leichtathletik-Spartenleiter dem Organisationsteam in jedem Fall erhalten.

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