Von Aufstieg bis Zukunft: Der Rekordaufsteiger TuS N-Lübbecke von A bis Z Ingo Notz Lübbecke. Der Aufstieg des TuS N-Lübbecke von A bis Z: Der Sportliche Leiter Rolf Hermann und Geschäftsführer Torsten Appel blicken mal ernst und mal amüsiert auf eine Saison in der 2. Handball-Bundesliga zurück, die für den Rekord-Aufsteiger in vielerlei Hinsicht etwas zu bieten hatte Aufstieg Appel: Wer hätte das gedacht am Anfang der Saison? Hermann: Das ist eine tolle Belohnung für ein Jahr harte Arbeit unter erschwerten Bedingungen und für eine Truppe, die sich super-schnell als eine Mannschaft herausgestellt hat und die sich das jetzt einfach verdient hat. Bus Hermann: Torsten versteht bis heute nicht, dass ich mir mittlerweile herausnehme, zu den Auswärtsspielen separat zu fahren. Wenn du das als Spieler über 15 Jahre immer gemacht hast, hast du keine Lust mehr auf Busfahrten. Corona Appel: Viel, viel Arbeit, viele Probleme, viel Neuland, aber auch ein großes Lob an die HBL, die im Hintergrund für alle Vereine da war und dafür gesorgt hat, dass der Spielbetrieb aufrechterhalten werden konnte. Corona war für den Ligabetrieb, aber auch für jeden Verein eine große Herausforderung. Dresden Hermann: Sch...start vor Zuschauern für uns! Was will man da drumherum reden? Einheit Hermann: Das hab‘ ich von Anfang bewundert, wie die Mannschaft das alles in dieser Saison als Einheit gemacht hat. Ja, sie war definitiv eine Einheit. Fans Appel: Schade, dass sie so lange nicht dabei waren, dass sie das sowenig live miterleben konnten. Gummersbach Hermann:Mit unser fokussiertestes Saisonspiel, als es wirklich um viel ging im Rückspiel. Das hat mir sehr imponiert, wie entschlossen wir aufgetreten sind in so einem Spiel. HSV Hamburg Hermann: Der Aufstieg des HSV ist für mich absolut verdient, Respekt an Toto Jansen für das, was die Hamburger da gemacht haben! Er hat aus vielen jungen Spielern superschnell eine Mannschaft geformt: zurecht aufgestiegen! Identifikation Appel: Ist für mich wieder da. Neu geboren! Jubel Appel: Zu leise – weil meist keine Fans in der Halle waren. Krönung Hermann: Ein Aufstieg in die 1. Liga am letzten Spieltag ist jetzt nicht so schlecht. Im Nachhinein kann man darüber grinsen, aber für mich war es schon das i-Tüpfelchen, dass wir die Spielzeit vor den eigenen Fans krönen konnten. Langeweile Appel: Gab’s nicht. Hermann: Würde ich mir mal wieder wünschen. Mallorca Hermann: Es gibt nichts Schöneres für eine Truppe, als den Abschluss nach so einer langen Saison ein paar Tage auf Mallorca zu genießen. Nachverpflichtung Appel: Kann sein ... Hermann:Können wir nicht ausschließen, wir beobachten den Markt. Es ist aber unwahrscheinlich schwierig, wenn du jemanden suchst, der in dieses Konstrukt passt, entsprechende Erfahrung mitbringt – dann werden es wenige, die in Frage kommen. Emir und ich sind uns einig: Wir weigern uns, „Auffüllmasse“ zu holen. Nur jemanden zu verpflichten, um jemanden zu verpflichten, das ist Quatsch – der Spieler muss uns weiterhelfen, der muss hier hinpassen. So lange warten wir und gucken. Ohnmacht Hermann: ... weil ich draußen keine Chance mehr habe, aktiv eingreifen zu können wie früher als Spieler. Provinz Hermann: Ich liebe die Provinz, ich find’s geil, dass wir hier sind, wo wir sind! Appel: Provinz ist auch Stolz! Qual Hermann: Wir haben uns in dieser Saison oft angeguckt und auch mal gedacht: Das kann doch jetzt nicht mehr wahr sein. Corona ist schon punktuell eine Qual gewesen. Rekordaufsteiger/-absteiger Appel: In der ostwestfälischen Bescheidenheit nutzen wir den Begriff erst jetzt, obwohl er uns schon seit dem letzten Aufstieg 2017 zugestanden hätte. Rekordabsteiger gehört dann auch dazu, zeigt aber auch, dass der TuS N-Lübbecke eine Mannschaft ist, die zwischen den Welten wandelt. Der Blick ist aber weiter nach oben gerichtet. Hermann: Man muss auch mal realistisch sein, was geht: Ja, ich möchte auch nicht absteigen, ich möchte mein Leben lang gerne in der 1. Liga mit dieser Truppe, mit diesen Fans spielen – aber es muss auch wirtschaftlich passen. Darum sollte man nicht immer gleich meckern, sondern stolz darauf sein, was wir hier erreicht haben nach so einem Riesenumbruch – und dann gucken wir mal. Siegesfeier Appel: Ausgelassen. TSV GWD Minden Hermann: Megageil, dass wir wieder Derbys haben! Für die Zuschauer, für uns. Toll, freue ich mich drauf. Appel: Was für eine Region, was für ein Kreis: So viele Erstligisten auf engstem Raum gibt es in Deutschland kein zweites Mal. Unabsteigbar Appel: Aus der Handball-Bundesliga ja! Also, wenn ich jetzt 1. und 2. Liga zusammen nehme. Visionen Hermann: Ich hoffe inständigst, dass es bei Spielen vor Zuschauern bleibt. XXL Appel: Leos Petrovsky! Ying-Yang Hermann: Keine Ahnung. Zukunft Hermann: Ich hoffe, dass wir weiterhin auf allen Ebenen, und damit meine ich nicht nur die Mannschaft, durch harte ehrliche Arbeit überzeugen und unseren Job gut machen. Und dass wir so loyal und respektvoll miteinander umgehen, wie wir es diese Saison gemacht haben.

Von Aufstieg bis Zukunft: Der Rekordaufsteiger TuS N-Lübbecke von A bis Z

Nach dem Sieg gegen Ferndorf und dem siebten Aufstieg gab es am Ende der Saison für die Lübbecker um Valentin Spohn, Torwartcoach Nikola Blazicko und Lutz Heiny (von links) kein Halten mehr. Foto: Oliver Krato © Oliver Krato

Lübbecke. Der Aufstieg des TuS N-Lübbecke von A bis Z: Der Sportliche Leiter Rolf Hermann und Geschäftsführer Torsten Appel blicken mal ernst und mal amüsiert auf eine Saison in der 2. Handball-Bundesliga zurück, die für den Rekord-Aufsteiger in vielerlei Hinsicht etwas zu bieten hatte

Aufstieg

Appel: Wer hätte das gedacht am Anfang der Saison?

Hermann: Das ist eine tolle Belohnung für ein Jahr harte Arbeit unter erschwerten Bedingungen und für eine Truppe, die sich super-schnell als eine Mannschaft herausgestellt hat und die sich das jetzt einfach verdient hat.

Bus

Hermann: Torsten versteht bis heute nicht, dass ich mir mittlerweile herausnehme, zu den Auswärtsspielen separat zu fahren. Wenn du das als Spieler über 15 Jahre immer gemacht hast, hast du keine Lust mehr auf Busfahrten.

Corona

Appel: Viel, viel Arbeit, viele Probleme, viel Neuland, aber auch ein großes Lob an die HBL, die im Hintergrund für alle Vereine da war und dafür gesorgt hat, dass der Spielbetrieb aufrechterhalten werden konnte. Corona war für den Ligabetrieb, aber auch für jeden Verein eine große Herausforderung.

Dresden

Hermann: Sch...start vor Zuschauern für uns! Was will man da drumherum reden?

Einheit

Hermann: Das hab‘ ich von Anfang bewundert, wie die Mannschaft das alles in dieser Saison als Einheit gemacht hat. Ja, sie war definitiv eine Einheit.

Fans

Appel: Schade, dass sie so lange nicht dabei waren, dass sie das sowenig live miterleben konnten.

Gummersbach

Hermann:Mit unser fokussiertestes Saisonspiel, als es wirklich um viel ging im Rückspiel. Das hat mir sehr imponiert, wie entschlossen wir aufgetreten sind in so einem Spiel.

HSV Hamburg

Hermann: Der Aufstieg des HSV ist für mich absolut verdient, Respekt an Toto Jansen für das, was die Hamburger da gemacht haben! Er hat aus vielen jungen Spielern superschnell eine Mannschaft geformt: zurecht aufgestiegen!

Identifikation

Appel: Ist für mich wieder da. Neu geboren!

Jubel

Appel: Zu leise – weil meist keine Fans in der Halle waren.

Krönung

Hermann: Ein Aufstieg in die 1. Liga am letzten Spieltag ist jetzt nicht so schlecht. Im Nachhinein kann man darüber grinsen, aber für mich war es schon das i-Tüpfelchen, dass wir die Spielzeit vor den eigenen Fans krönen konnten.

Langeweile

Appel: Gab’s nicht.

Hermann: Würde ich mir mal wieder wünschen.

Mallorca

Hermann: Es gibt nichts Schöneres für eine Truppe, als den Abschluss nach so einer langen Saison ein paar Tage auf Mallorca zu genießen.

Nachverpflichtung

Appel: Kann sein ...

Hermann:Können wir nicht ausschließen, wir beobachten den Markt. Es ist aber unwahrscheinlich schwierig, wenn du jemanden suchst, der in dieses Konstrukt passt, entsprechende Erfahrung mitbringt – dann werden es wenige, die in Frage kommen. Emir und ich sind uns einig: Wir weigern uns, „Auffüllmasse“ zu holen. Nur jemanden zu verpflichten, um jemanden zu verpflichten, das ist Quatsch – der Spieler muss uns weiterhelfen, der muss hier hinpassen. So lange warten wir und gucken.

Ohnmacht

Hermann: ... weil ich draußen keine Chance mehr habe, aktiv eingreifen zu können wie früher als Spieler.

Provinz

Hermann: Ich liebe die Provinz, ich find’s geil, dass wir hier sind, wo wir sind!

Appel: Provinz ist auch Stolz!

Qual

Hermann: Wir haben uns in dieser Saison oft angeguckt und auch mal gedacht: Das kann doch jetzt nicht mehr wahr sein. Corona ist schon punktuell eine Qual gewesen.

Rekordaufsteiger/-absteiger

Appel: In der ostwestfälischen Bescheidenheit nutzen wir den Begriff erst jetzt, obwohl er uns schon seit dem letzten Aufstieg 2017 zugestanden hätte. Rekordabsteiger gehört dann auch dazu, zeigt aber auch, dass der TuS N-Lübbecke eine Mannschaft ist, die zwischen den Welten wandelt. Der Blick ist aber weiter nach oben gerichtet.

Hermann: Man muss auch mal realistisch sein, was geht: Ja, ich möchte auch nicht absteigen, ich möchte mein Leben lang gerne in der 1. Liga mit dieser Truppe, mit diesen Fans spielen – aber es muss auch wirtschaftlich passen. Darum sollte man nicht immer gleich meckern, sondern stolz darauf sein, was wir hier erreicht haben nach so einem Riesenumbruch – und dann gucken wir mal.

Siegesfeier

Appel: Ausgelassen.

TSV GWD Minden

Hermann: Megageil, dass wir wieder Derbys haben! Für die Zuschauer, für uns. Toll, freue ich mich drauf.

Appel: Was für eine Region, was für ein Kreis: So viele Erstligisten auf engstem Raum gibt es in Deutschland kein zweites Mal.

Unabsteigbar

Appel: Aus der Handball-Bundesliga ja! Also, wenn ich jetzt 1. und 2. Liga zusammen nehme.

Visionen

Hermann: Ich hoffe inständigst, dass es bei Spielen vor Zuschauern bleibt.

XXL

Appel: Leos Petrovsky!

Ying-Yang

Hermann: Keine Ahnung.

Zukunft

Hermann: Ich hoffe, dass wir weiterhin auf allen Ebenen, und damit meine ich nicht nur die Mannschaft, durch harte ehrliche Arbeit überzeugen und unseren Job gut machen. Und dass wir so loyal und respektvoll miteinander umgehen, wie wir es diese Saison gemacht haben.

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