Vergebliche Suche: Kreis-Vorsitzender Reinhold Kölling hängt wohl noch drei Jahre dran Jörg Wehling Minden. Die Suche nach einem neuen Handballkreis-Vorsitzenden gestaltet sich offensichtlich weitaus schwieriger als angenommen. Trotz monatelangen Bemühens und Gesprächen mit potenziellen Kandidaten hat sich offenbar niemand gefunden, der sofort bereit wäre in die Fußstapfen von Reinhold Kölling zu treten. „Ich werde mich für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellen, weil ich den Handballkreis nicht im Regen stehen lassen will“, meldete sich jetzt der amtierende Vorsitzende Reinhold Kölling im Vorfeld des Kreistages, der am kommenden Samstag in Oberlübbe stattfinden wird. Eigentlich sollte es in diesem Jahr im Vorstand einen größeren personellen Umbruch geben, noch vor einem Vierteljahr hatte es Kölling für ausgeschlossen gehalten, noch für weitere drei Jahre den Posten zu übernehmen. Doch die Zäsur wird nun erneut auf eine weitere Amtszeit vertagt. Kölling selbst galt bei seiner Wahl vor sechs Jahren als Übergangslösung, von der man nun im Falle seiner Wiederwahl überhaupt nicht mehr reden kann. Ein gewisses Stühlerücken im Vorstand wird es aber dennoch geben, sofern die Satzungsänderung von den Delegierten abgesegnet wird. Die Änderung sieht vor, dass das Amt des zweiten Vorsitzenden, das gleichzeitig die Funktion des Technischen Kommissars beinhaltet, gesplittet wird. Dieses Amt in ursprünglicher Form mit zwei wichtigen Aufgaben hat noch Wolfgang Budde inne. Doch auch Budde will das Amt in jüngere Hände geben, revidierte aber seinen Entschluss ebenso wie Kölling. Den Grund erläutert der Handball-Kreischef so: „Der Posten des 2. Vorsitzenden ist fast der arbeitsreichste Job im Vorstand. Um überhaupt jemand für die Vorstandsarbeit zu begeistern, muss dieses Amt für einen möglichen Nachfolger attraktiver gemacht werden und die Aufgaben auf mehr Schultern verteilt werden. Wir haben festgestellt, dass hier etwas geschehen muss“, sagt Kölling. Mit dieser Maßnahme scheint der amtierende Kreisvorstand, den Nerv getroffen zu haben. Denn ganz erfolglos war die Suche nach neuen Verantwortlichen im Vorstand nicht. Mittelfristig steht ein Nachfolger für die Kreisspitze bereit, allerdings möchte der potenzielle Kandidat erst als zweiter Vorsitzender in das umfangreiche Aufgabengebiet eingearbeitet werden. Wer in den Vorstand des Handballkreises aufrückt, bleibt allerdings noch ein kleines Geheimnis, das auch erst auf dem Handball-Kreistag mit Respekt auf die betreffende Person, gelüftet werden soll. „Es ist aber jemand, der dem Handballkreis und der Region sehr verbunden ist“, sagt Kölling. „Der neue zweite Vorsitzende wird mich dann – wann immer es passt – zu den Veranstaltungen begleiten oder Termine alleine übernehmen“, sagt Kölling. Wolfgang Budde gibt bleibt aber Chef der Technischen Kommission. Der neue geschäftsführende Vorstand würde damit aus sechs Personen bestehen. Dazu gehören neben dem ersten und zweiten Vorsitzenden der Chef der Technischen Kommission sowie der Kassenwart und der Lehrwart an. Definitiv aufhören als Lehrwart wird dagegen Heiko Wesemann, der das Amt aus zeitlichen Gründen nicht mehr ausüben möchte. Hier steht allerdings bereits ein Nachfolger bereit. So wird Sven Kaatze, der bereits in diesem Tätigkeitsfeld mitarbeitet, das Amt bei einer entsprechenden Wahl vollständig übernehmen. Zur Wiederwahl stellen sich Kassenwart Frank Bade und Rechtswart Dr. Andreas Pieper. Bereits auf ihren Versammlungen gewählt wurden Ingrid Band als Jugendausschuss-Vorsitzende sowie Michael Vogel als Schiedsrichterausschuss-Vorsitzender. Mit Blick auf sein Amt hat Reinhold Kölling aber noch einen winzigen Hoffnungsschimmer, dass sich vielleicht doch noch ein neuer Kreischef finden wird. „Eine Versammlung bietet ja auch manchmal etwas Überraschendes. Klar ist jedenfalls, dass es keine Kampfabstimmung mit mein Amt geben wird. Wenn sich jemand auf dem Kreistag bereit erklären sollte, den Vorsitz zu übernehmen, dann werde ich nicht zur Wahl antreten und den Weg sofort für meinen Nachfolger frei machen“, sagt der 70-jährige Portaner.

Vergebliche Suche: Kreis-Vorsitzender Reinhold Kölling hängt wohl noch drei Jahre dran

Findet sich kein Kandidat, stellt sich Reinhold Kölling zur Wiederwahl für das Amt des Handball-Kreisvorsitzenden. MT-Foto: Jörg Wehling © Jörg Wehling

Minden. Die Suche nach einem neuen Handballkreis-Vorsitzenden gestaltet sich offensichtlich weitaus schwieriger als angenommen. Trotz monatelangen Bemühens und Gesprächen mit potenziellen Kandidaten hat sich offenbar niemand gefunden, der sofort bereit wäre in die Fußstapfen von Reinhold Kölling zu treten. „Ich werde mich für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellen, weil ich den Handballkreis nicht im Regen stehen lassen will“, meldete sich jetzt der amtierende Vorsitzende Reinhold Kölling im Vorfeld des Kreistages, der am kommenden Samstag in Oberlübbe stattfinden wird.

Eigentlich sollte es in diesem Jahr im Vorstand einen größeren personellen Umbruch geben, noch vor einem Vierteljahr hatte es Kölling für ausgeschlossen gehalten, noch für weitere drei Jahre den Posten zu übernehmen. Doch die Zäsur wird nun erneut auf eine weitere Amtszeit vertagt. Kölling selbst galt bei seiner Wahl vor sechs Jahren als Übergangslösung, von der man nun im Falle seiner Wiederwahl überhaupt nicht mehr reden kann.

Ein gewisses Stühlerücken im Vorstand wird es aber dennoch geben, sofern die Satzungsänderung von den Delegierten abgesegnet wird. Die Änderung sieht vor, dass das Amt des zweiten Vorsitzenden, das gleichzeitig die Funktion des Technischen Kommissars beinhaltet, gesplittet wird. Dieses Amt in ursprünglicher Form mit zwei wichtigen Aufgaben hat noch Wolfgang Budde inne. Doch auch Budde will das Amt in jüngere Hände geben, revidierte aber seinen Entschluss ebenso wie Kölling. Den Grund erläutert der Handball-Kreischef so: „Der Posten des 2. Vorsitzenden ist fast der arbeitsreichste Job im Vorstand. Um überhaupt jemand für die Vorstandsarbeit zu begeistern, muss dieses Amt für einen möglichen Nachfolger attraktiver gemacht werden und die Aufgaben auf mehr Schultern verteilt werden. Wir haben festgestellt, dass hier etwas geschehen muss“, sagt Kölling.

Mit dieser Maßnahme scheint der amtierende Kreisvorstand, den Nerv getroffen zu haben. Denn ganz erfolglos war die Suche nach neuen Verantwortlichen im Vorstand nicht. Mittelfristig steht ein Nachfolger für die Kreisspitze bereit, allerdings möchte der potenzielle Kandidat erst als zweiter Vorsitzender in das umfangreiche Aufgabengebiet eingearbeitet werden. Wer in den Vorstand des Handballkreises aufrückt, bleibt allerdings noch ein kleines Geheimnis, das auch erst auf dem Handball-Kreistag mit Respekt auf die betreffende Person, gelüftet werden soll. „Es ist aber jemand, der dem Handballkreis und der Region sehr verbunden ist“, sagt Kölling.

„Der neue zweite Vorsitzende wird mich dann – wann immer es passt – zu den Veranstaltungen begleiten oder Termine alleine übernehmen“, sagt Kölling. Wolfgang Budde gibt bleibt aber Chef der Technischen Kommission.

Der neue geschäftsführende Vorstand würde damit aus sechs Personen bestehen. Dazu gehören neben dem ersten und zweiten Vorsitzenden der Chef der Technischen Kommission sowie der Kassenwart und der Lehrwart an.

Definitiv aufhören als Lehrwart wird dagegen Heiko Wesemann, der das Amt aus zeitlichen Gründen nicht mehr ausüben möchte. Hier steht allerdings bereits ein Nachfolger bereit. So wird Sven Kaatze, der bereits in diesem Tätigkeitsfeld mitarbeitet, das Amt bei einer entsprechenden Wahl vollständig übernehmen.

Zur Wiederwahl stellen sich Kassenwart Frank Bade und Rechtswart Dr. Andreas Pieper. Bereits auf ihren Versammlungen gewählt wurden Ingrid Band als Jugendausschuss-Vorsitzende sowie Michael Vogel als Schiedsrichterausschuss-Vorsitzender.

Mit Blick auf sein Amt hat Reinhold Kölling aber noch einen winzigen Hoffnungsschimmer, dass sich vielleicht doch noch ein neuer Kreischef finden wird. „Eine Versammlung bietet ja auch manchmal etwas Überraschendes. Klar ist jedenfalls, dass es keine Kampfabstimmung mit mein Amt geben wird. Wenn sich jemand auf dem Kreistag bereit erklären sollte, den Vorsitz zu übernehmen, dann werde ich nicht zur Wahl antreten und den Weg sofort für meinen Nachfolger frei machen“, sagt der 70-jährige Portaner.

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