Umbruch zum Aufbruch: Für Zweitligist TuS N-Lübbecke hat der lange Marsch bis zum ersten Saisonspiel begonnen Hans Peter Tipp Lübbecke (wb). Der Anfang ist gemacht. „Wir haben uns alle extrem gefreut, nach rund vier Monaten wieder in der Halle zusammenzukommen“, beschrieb Trainer Emir Kurtagic die Stimmung beim Trainingsauftakt des TuS N-Lübbecke. Dabei begrüßte der 39-jährige Chefcoach am späten Montagnachmittag in der Kreissporthalle die Spieler seines auf sieben Stammpositionen veränderten Kaders. Mit dabei waren auch einige Nachwuchskräfte, die mit einem Doppelspielrecht beim Drittligisten Lit 1912 ausgestattet worden sind. Wegen der mehr als viermonatigen Pause seit dem bislang letzten Meisterschaftsspiel sei es eine der „emotional intensivsten Trainingseinheiten gewesen, die wir alle erlebt haben“, beschrieb Kurtagic die Stimmung in der Halle. „Wir freuen uns darauf, die neuen Mannschaftskollegen zu sehen. Ich glaube, dass schon jetzt alle heiß auf die neue Saison sind“, meinte TuS-Profi Roman Becvar, bevor er sich in die Halle begab. „Die Pause war lang genug“, bestätigte auch Zugang Yannick Dräger: „Ich habe schon gemerkt, dass viele Spieler viel Energie haben. Wenn wir das zusammentragen, wird es super.“ Mit einem lockeren Aufgalopp begann der lange Marsch des Handball-Zweitligisten zum ersten Meisterschaftsspiel am ersten Oktober-Wochenende. „Wir werden die Belastung auch weiterhin ganz bewusst dosieren, um nach der langen Pause kein unnötiges Verletzungsrisiko einzugehen“, betonte Kurtagic, der die insgesamt zwölf Wochen lange Vorbereitungszeit in zwei Phasen eingeteilt hat und seinen Spielern zwischendurch zehn Tage Urlaub gibt. In der ersten zweieinhalbwöchigen Phase geht es bis zum 29. Juli darum, sich bei zunächst vier gemeinsamen Übungseinheiten in der Halle wieder an den Ball und spezielle handballspezifische Belastungen zu gewöhnen. Es wird das trainiert, was im stillen Kämmerchen für den Einzelnen bislang nicht möglich war. „Es ist von der Pause her so, als hätten alle Spieler einen Kreuzbandriss hinter sich“, verglich Kurtagic die ganz besondere Ausgangssituation in diesem Corona-Sommer: „Deshalb muss man behutsam und mit Feingefühl an die Sache herangehen, um kein Risiko einzugehen.“ Aber natürlich sollen Spaß, Spiel und auch ein wenig Wettstreit nicht zu kurz kommen. „Die Jungs haben vier Monate lang etwas allein für sich gemacht. Wenn ich sie jetzt auch noch im Mannschaftstraining allein laufen lassen würde, wäre das brutal“, sagte Kurtagic: „Wir wollen den Ball wieder in der Hand haben und aufs Tor werfen. Wir werden also in der Halle so viel wie möglich in Gruppen üben und dazu auch Schritt für Schritt Wettkampfbedingungen einbauen.“ Außerdem absolvieren die TuS-Spieler in der ersten Trainingsphase die für die Profis üblichen Pflichten, posieren für Fotos und nehmen Termine mit den Sponsoren wahr. Nach einer zehntägigen Pause geht es am 10. August „richtig“ los. In den acht Wochen bis zum Saisonstart wird dann auch wieder fast täglich trainiert. Es stehen die üblichen medizinischen Untersuchungen, Teambuilding-Maßnahmen sowie sieben Testspiele und eine Turnierteilnahme an. Ob oder welche Freundschaftsspiele vor Zuschauern ausgetragen werden, ist vorerst weiter offen. „Dazu haben wir uns in der Kürze der Zeit noch keine Gedanken machen können“, sagte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel. Umbruch zum Aufbruch: Auf diese griffige Formel brachte Kurtagic am Montag die zahlreichen Veränderungen im TuS-Aufgebot, das in der kommenden Saison in der Spitzengruppe der 2. Liga mitmischen soll. „Ja, wir haben einen großen Umbruch, einen gewollten Umbruch, was man nicht vergessen darf. Aber wir haben auch viel Zeit“, sagte der Trainer, der die zwölf Wochen bis zum ersten Pflichtspiel optimal nutzen will: „Es ist unsere Aufgabe als Mannschaft, diesen Prozess der Integration, des Kennenlernens und des Aufbaus eines gemeinsamen Spielkonzepts so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen.“ Von der Güte des neuen Kaders ist der Lübbecker Trainer felsenfest überzeugt. „Wir haben viel Qualität“, sagt Emir Kurtagic mit Blick auf seine Schützlinge, und man habe in der kommenden Saison jetzt auch einen Kader, in dem alle Positionen nicht nur doppelt gut, sondern – anders als bislang – mit völlig unterschiedlichen Spielertypen besetzt seien. Der Kader des TuS N-Lübbecke Tor: Johannes Jepsen, Aljosa Rezar (bislang Bjerringbro-Silkeborg). Rechtsaußen: Peter Strosack, Marvin Mundus. Rechter Rückraum: Dominik Ebner, Florian Baumgärtner (VfL Gummersbach). Rückraum Mitte: Roman Becvar, Benas Petreikis (EHV Aue). Linker Rückraum: Valentin Spohn, Marko Bagaric, Lutz Heiny (HSG Nordhorn-Lingen). Linksaußen: Jan-Eric Speckmann, Tom Skroblien (TuSEM Essen). Kreis: Leos Petrovsky (Bergischer HC) und Yannick Dräger (TV Emsdetten). Ergänzungsspieler mit Zweitspielrecht bei LIT 1912: Filip Brezina (Rückraum Mitte/bislang TuS Spenge), Marek Nissen (Linker Rückraum/bisher SG Flensburg-Handewitt), Mark Artmeier (Rechtsaußen/LIT 1912) und Peter Kowalski (Torwart/TV Bissendorf-Holte).

Umbruch zum Aufbruch: Für Zweitligist TuS N-Lübbecke hat der lange Marsch bis zum ersten Saisonspiel begonnen

Endlich wieder Hallenluft: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke startete mit den Zugängen (von links) Benas Petreikis, Lutz Heiny, Filip Brezina, Aljosa Rezar, Leos Petrovsky, Yannick Dräger, Florian Baumgärtner, Tom Skroblien, Mark Artmeier und Marek Nissen. © Foto: Ingo Notz/wb

Lübbecke (wb). Der Anfang ist gemacht. „Wir haben uns alle extrem gefreut, nach rund vier Monaten wieder in der Halle zusammenzukommen“, beschrieb Trainer Emir Kurtagic die Stimmung beim Trainingsauftakt des TuS N-Lübbecke. Dabei begrüßte der 39-jährige Chefcoach am späten Montagnachmittag in der Kreissporthalle die Spieler seines auf sieben Stammpositionen veränderten Kaders.

Mit dabei waren auch einige Nachwuchskräfte, die mit einem Doppelspielrecht beim Drittligisten Lit 1912 ausgestattet worden sind. Wegen der mehr als viermonatigen Pause seit dem bislang letzten Meisterschaftsspiel sei es eine der „emotional intensivsten Trainingseinheiten gewesen, die wir alle erlebt haben“, beschrieb Kurtagic die Stimmung in der Halle.

„Wir freuen uns darauf, die neuen Mannschaftskollegen zu sehen. Ich glaube, dass schon jetzt alle heiß auf die neue Saison sind“, meinte TuS-Profi Roman Becvar, bevor er sich in die Halle begab. „Die Pause war lang genug“, bestätigte auch Zugang Yannick Dräger: „Ich habe schon gemerkt, dass viele Spieler viel Energie haben. Wenn wir das zusammentragen, wird es super.“

Mit einem lockeren Aufgalopp begann der lange Marsch des Handball-Zweitligisten zum ersten Meisterschaftsspiel am ersten Oktober-Wochenende. „Wir werden die Belastung auch weiterhin ganz bewusst dosieren, um nach der langen Pause kein unnötiges Verletzungsrisiko einzugehen“, betonte Kurtagic, der die insgesamt zwölf Wochen lange Vorbereitungszeit in zwei Phasen eingeteilt hat und seinen Spielern zwischendurch zehn Tage Urlaub gibt.

In der ersten zweieinhalbwöchigen Phase geht es bis zum 29. Juli darum, sich bei zunächst vier gemeinsamen Übungseinheiten in der Halle wieder an den Ball und spezielle handballspezifische Belastungen zu gewöhnen. Es wird das trainiert, was im stillen Kämmerchen für den Einzelnen bislang nicht möglich war. „Es ist von der Pause her so, als hätten alle Spieler einen Kreuzbandriss hinter sich“, verglich Kurtagic die ganz besondere Ausgangssituation in diesem Corona-Sommer: „Deshalb muss man behutsam und mit Feingefühl an die Sache herangehen, um kein Risiko einzugehen.“

Aber natürlich sollen Spaß, Spiel und auch ein wenig Wettstreit nicht zu kurz kommen. „Die Jungs haben vier Monate lang etwas allein für sich gemacht. Wenn ich sie jetzt auch noch im Mannschaftstraining allein laufen lassen würde, wäre das brutal“, sagte Kurtagic: „Wir wollen den Ball wieder in der Hand haben und aufs Tor werfen. Wir werden also in der Halle so viel wie möglich in Gruppen üben und dazu auch Schritt für Schritt Wettkampfbedingungen einbauen.“

Außerdem absolvieren die TuS-Spieler in der ersten Trainingsphase die für die Profis üblichen Pflichten, posieren für Fotos und nehmen Termine mit den Sponsoren wahr. Nach einer zehntägigen Pause geht es am 10. August „richtig“ los. In den acht Wochen bis zum Saisonstart wird dann auch wieder fast täglich trainiert. Es stehen die üblichen medizinischen Untersuchungen, Teambuilding-Maßnahmen sowie sieben Testspiele und eine Turnierteilnahme an. Ob oder welche Freundschaftsspiele vor Zuschauern ausgetragen werden, ist vorerst weiter offen. „Dazu haben wir uns in der Kürze der Zeit noch keine Gedanken machen können“, sagte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel.

Umbruch zum Aufbruch: Auf diese griffige Formel brachte Kurtagic am Montag die zahlreichen Veränderungen im TuS-Aufgebot, das in der kommenden Saison in der Spitzengruppe der 2. Liga mitmischen soll. „Ja, wir haben einen großen Umbruch, einen gewollten Umbruch, was man nicht vergessen darf. Aber wir haben auch viel Zeit“, sagte der Trainer, der die zwölf Wochen bis zum ersten Pflichtspiel optimal nutzen will: „Es ist unsere Aufgabe als Mannschaft, diesen Prozess der Integration, des Kennenlernens und des Aufbaus eines gemeinsamen Spielkonzepts so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen.“ Von der Güte des neuen Kaders ist der Lübbecker Trainer felsenfest überzeugt. „Wir haben viel Qualität“, sagt Emir Kurtagic mit Blick auf seine Schützlinge, und man habe in der kommenden Saison jetzt auch einen Kader, in dem alle Positionen nicht nur doppelt gut, sondern – anders als bislang – mit völlig unterschiedlichen Spielertypen besetzt seien.

Der Kader des TuS N-Lübbecke

Tor: Johannes Jepsen, Aljosa Rezar (bislang Bjerringbro-Silkeborg). Rechtsaußen: Peter Strosack, Marvin Mundus.

Rechter Rückraum: Dominik Ebner, Florian Baumgärtner (VfL Gummersbach). Rückraum Mitte: Roman Becvar, Benas Petreikis (EHV Aue).

Linker Rückraum: Valentin Spohn, Marko Bagaric, Lutz Heiny (HSG Nordhorn-Lingen). Linksaußen: Jan-Eric Speckmann, Tom Skroblien (TuSEM Essen).

Kreis: Leos Petrovsky (Bergischer HC) und Yannick Dräger (TV Emsdetten).

Ergänzungsspieler mit Zweitspielrecht bei LIT 1912: Filip Brezina (Rückraum Mitte/bislang TuS Spenge), Marek Nissen (Linker Rückraum/bisher SG Flensburg-Handewitt), Mark Artmeier (Rechtsaußen/LIT 1912) und Peter Kowalski (Torwart/TV Bissendorf-Holte).

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