TuS N-Lübbecke feiert gegen Rimpar mit 33:21 den höchsten Saisonsieg Alexander Grohmann Lübbecke. Hinten alle Zufahrtswege blockiert, vorne mit Tempo und Entschlossenheit agiert: Wie eine gut geölte Maschine trat die Mannschaft des TuS N-Lübbecke am Freitag im ersten Pflichtspiel des Jahres gegen die DJK Rimpar Wölfe auf. Beim 33:21 (16:10)-Kantersieg stimmte über weite Strecken alles. „Ich bin stolz auf meine Jungs“, sagte Emir Kurtagic. Das Kompliment des Trainers bezog sich auch darauf, wie konzentriert seine Spieler den Matchplan in die Tat umgesetzt hatten. Weder die verkürzte Vorbereitung durch die Schneekapriolen noch die Aufregung um den auffälligen Corona-Test eines Spielers hatten dem TuS vor der als schwierig eingestuften Prüfung den Fokus rauben können. Punktgenau riefen die Handballer den vorgegebenen Plan ab und feierten einen famosen Start ins Pflichtspieljahr. Mit Rückenwind geht der Tabellendritte nun in den richtungsweisenden Spiele-Doppelpack in Ferndorf (Mittwoch) und beim Tabellenführer HSV Hamburg (Samstag). „Die Jungs können den Sieg ein bisschen genießen, ehe wir nächste Woche schon wieder maximal gefordert werden“, sagte Kurtagic. Dessen Erfolgsrezept gegen Rimpar hatte beinhaltet, vor dem eigenen Tor die Mitte extrem zu verdichten, um den unberechenbaren Gäste-Rückraum um Steffen Kaufmann gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Eine Aufgabe, die Lübbeckes flinke und lauffreudige Abwehr mit Bravur in die Tat umsetzte. „Wir haben hinten genial gestanden und hatten vorne durchweg eine gute Quote“, sagte Kreisläufer Yannick Dräger. Bis zum 8:7 (18.) war es ein Duell auf Augenhöhe. Als Leos Petrovsky in Unterzahl beim 10:7 die erste Drei-Tore-Führung der Gastgeber herstellte, war zum ersten Mal die Richtung zu erkennen, die das Spiel nehmen sollte. Ein weiteres Indiz war der Wutanfall von Ceven Klatt nach dem 12:7 durch Petrovsky: Der Wölfe-Coach wetterte gegen die Schiedsrichter, die seiner Meinung nach einen technischen Fehler übersehen hatten. Doch Klatt lag falsch und wusste das sicher auch. Fakt war: Der DJK ging es in dieser Phase schon zu schnell. Den Gästen, die im Glauben den weiten Weg nach Ostwestfalen gereist waren, mit einer guten Leistung durchaus für einen Erfolg in Frage zu kommen, glitt die Partie aus den Händen. Zumal der TuS kaum Schwächen offenbarte. Ein Beleg für die Konzentrationsfähigkeit der heimischen Handballer an diesem Tag war die Auszeit, die Kurtagic beim Stand von 15:10 kurz vor der Pause nahm. Dabei wurde der letzte Spielzug besprochen: Zwei Sekunden vor der Sirene netzte Benas Petreikis von halb-links zum 16:10 ein. Punktlandung. Die Hausherren ließen auch im zweiten Durchgang keinen Deut nach. Im Gegenteil: Basierend auf der überragenden Deckung, zog der TuS nun verstärkt die Tempokarte und zog durch zielstrebig vorgestoßene Gegenstöße über seine Außen Tom Skroblien (10/5 Tore) und Peter Strosack (6) schnell davon. Beim Stand von 27:18 (48.) waren keine Fragen mehr offen. So konnte Emir Kurtagic am Ende neben Torhüter Johannes Jepsen sowie den Außen Marvin Mundus und Jan-Eric Speckmann auch noch Florian Baumgärtner Spielpraxis verschaffen. Für den Rückraum-Rechten war es nach 15-monatiger Leidenszeit das lang ersehnte Zweitliga-Comeback.

TuS N-Lübbecke feiert gegen Rimpar mit 33:21 den höchsten Saisonsieg

TuS-N-Lübbeckes Rückraumschütze Dominik Ebner steigt hier höher als die Abwehrrecken der Rimparer Wölfe mit von links Michael Schulz und Steffen Kaufmann. Lübbeckes Marko Bagaric (rechts) schaut zu. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Lübbecke. Hinten alle Zufahrtswege blockiert, vorne mit Tempo und Entschlossenheit agiert: Wie eine gut geölte Maschine trat die Mannschaft des TuS N-Lübbecke am Freitag im ersten Pflichtspiel des Jahres gegen die DJK Rimpar Wölfe auf. Beim 33:21 (16:10)-Kantersieg stimmte über weite Strecken alles. „Ich bin stolz auf meine Jungs“, sagte Emir Kurtagic.

Das Kompliment des Trainers bezog sich auch darauf, wie konzentriert seine Spieler den Matchplan in die Tat umgesetzt hatten. Weder die verkürzte Vorbereitung durch die Schneekapriolen noch die Aufregung um den auffälligen Corona-Test eines Spielers hatten dem TuS vor der als schwierig eingestuften Prüfung den Fokus rauben können. Punktgenau riefen die Handballer den vorgegebenen Plan ab und feierten einen famosen Start ins Pflichtspieljahr. Mit Rückenwind geht der Tabellendritte nun in den richtungsweisenden Spiele-Doppelpack in Ferndorf (Mittwoch) und beim Tabellenführer HSV Hamburg (Samstag).

„Die Jungs können den Sieg ein bisschen genießen, ehe wir nächste Woche schon wieder maximal gefordert werden“, sagte Kurtagic. Dessen Erfolgsrezept gegen Rimpar hatte beinhaltet, vor dem eigenen Tor die Mitte extrem zu verdichten, um den unberechenbaren Gäste-Rückraum um Steffen Kaufmann gar nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Eine Aufgabe, die Lübbeckes flinke und lauffreudige Abwehr mit Bravur in die Tat umsetzte. „Wir haben hinten genial gestanden und hatten vorne durchweg eine gute Quote“, sagte Kreisläufer Yannick Dräger.

Bis zum 8:7 (18.) war es ein Duell auf Augenhöhe. Als Leos Petrovsky in Unterzahl beim 10:7 die erste Drei-Tore-Führung der Gastgeber herstellte, war zum ersten Mal die Richtung zu erkennen, die das Spiel nehmen sollte. Ein weiteres Indiz war der Wutanfall von Ceven Klatt nach dem 12:7 durch Petrovsky: Der Wölfe-Coach wetterte gegen die Schiedsrichter, die seiner Meinung nach einen technischen Fehler übersehen hatten. Doch Klatt lag falsch und wusste das sicher auch.

Fakt war: Der DJK ging es in dieser Phase schon zu schnell. Den Gästen, die im Glauben den weiten Weg nach Ostwestfalen gereist waren, mit einer guten Leistung durchaus für einen Erfolg in Frage zu kommen, glitt die Partie aus den Händen.

Zumal der TuS kaum Schwächen offenbarte. Ein Beleg für die Konzentrationsfähigkeit der heimischen Handballer an diesem Tag war die Auszeit, die Kurtagic beim Stand von 15:10 kurz vor der Pause nahm. Dabei wurde der letzte Spielzug besprochen: Zwei Sekunden vor der Sirene netzte Benas Petreikis von halb-links zum 16:10 ein. Punktlandung.

Die Hausherren ließen auch im zweiten Durchgang keinen Deut nach. Im Gegenteil: Basierend auf der überragenden Deckung, zog der TuS nun verstärkt die Tempokarte und zog durch zielstrebig vorgestoßene Gegenstöße über seine Außen Tom Skroblien (10/5 Tore) und Peter Strosack (6) schnell davon. Beim Stand von 27:18 (48.) waren keine Fragen mehr offen.

So konnte Emir Kurtagic am Ende neben Torhüter Johannes Jepsen sowie den Außen Marvin Mundus und Jan-Eric Speckmann auch noch Florian Baumgärtner Spielpraxis verschaffen. Für den Rückraum-Rechten war es nach 15-monatiger Leidenszeit das lang ersehnte Zweitliga-Comeback.

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