TuS N-Lübbecke: Für den Trainer ist das Spiel in Hüttenberg eine Reifeprüfung Alexander Grohmann Lübbecke. Schnell abhaken und weitermachen: Die Handballer des TuS N-Lübbecke haben darin mittlerweile schon Übung. Nach der bereits dritten Heimspiel-Absage der Saison geht der Zweitligist neu justiert ins heutige Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg (19.30 Uhr). „Durch das ausgefallene Aue-Spiel am Mittwoch hatten wir immerhin zwei Einheiten mehr, um uns auf einen unangenehmen Gegner vorzubereiten. Das ist insofern von Vorteil“, sagt Emir Kurtagic pragmatisch. Der wieder einmal durcheinander gewirbelte Wochenplan kann den TuS-Coach nicht mehr sonderlich aus der Ruhe bringen. „Man kann es doch nicht ändern. Nach der Absage hat auch die Mannschaft am Dienstag im Training sofort den Schalter umgelegt“, lobt Kurtagic, der sich in Corona-Zeiten ein dickes Fell zugelegt hat. Immerhin: Die Wahrscheinlichkeit, dass heute gespielt werden kann, ist rein statistisch gesehen hoch. Als eines der wenigen Handball-Profiteams waren die Hüttenberger in dieser Saison noch gar nicht von Spielabsagen betroffen und konnten alle sieben Partien austragen. Zum Vergleich: Der TuS kommt erst auf vier Einsätze, drei davon auswärts. In der Tabelle stehen die Hessen (3:11 Punkte) aber weit hinter den Lübbeckern (5:3 Punkte), die ihre starke Auswärtsbilanz (zwei Siege, ein Remis) nun weiter ausbauen wollen. „Der TV Hüttenberg hat genau wie wir einen Umbruch im Kader hinter sich. Sie haber aber in fast jedem Spiel bisher ihre Chance bekommen. Es gilt für uns daher, wieder eine hochkonzentrierte Leistung abzurufen“, warnt Kurtagic. In der Vorbereitung war die offensive Abwehr des Gegners ein Thema. „Das Spiel wird eine gewisse Reifeprüfung für uns. Wir dürfen vorne nicht in Hektik verfallen“, so der Lübbecker Coach, der an die bis dato einzige Saisonpleite in eigener Halle gegen den HC Elbflorenz erinnert (21:27), als sein Team – zu einem allerdings frühen Zeitpunkt der Saison und unter dem Eindruck des Ausfalls von Dominik Ebner – im Angriff keine Lösungen fand. Dass es auswärts bislang so gut läuft, hat nach Ansicht des Trainers nur am Rande mit der Tatsache zu tun, dass die Hallen leer sind und die Heimmannschaft auf die gewohnte Unterstützung verzichten muss. „Das ist meiner Mannschaft gutzuschreiben. Es hat viel mit dem Investment zu tun, das wir im Spiel einbringen“, so Kurtagic. Valentin Spohn wäre es lieber, wenn heute Zuschauer auf der Tribüne sitzen würden. „Mich stört es eher, ohne Fans zu spielen. Ich mag es, wenn es laut ist und man die Emotionen aufsaugen kann“, sagt der Rückraum-Shooter. Trotzdem ist der 23-Jährige natürlich heiß aufs Match, zumal er in Konstanz auch mit Blick auf die kommenden Englischen Wochen über weite Strecken geschont worden war. „Die Busfahrt war trotzdem lang“, scherzt Spohn, dem die ungewohnte Joker-Rolle nichts ausgemacht hat. „Das war für mich gar kein Problem, zumal Lutz Heiny ein Riesenspiel gemacht hat“, sagt Spohn, der heute wohl wieder häufiger seine rechte Klebe auspacken kann. „Ich hätte schon Mittwoch gerne gespielt. Es ist schwer, derzeit in einen richtigen Spielrhythmus zu kommen. Aber ich bin guter Dinge für die Partie“, sagt der Rückraumspieler. Spannend dürfte sein, wie Hüttenberg sich auf die zuletzt torhungrigen Außen des TuS einstellt. In Konstanz hatte allein Tom Skroblien 13 Treffer erzielt. Sollte der Gastgeber seine Taktik etwas darauf ausrichten, könnte das dem Rückraum neue Spielräume ermöglichen.

TuS N-Lübbecke: Für den Trainer ist das Spiel in Hüttenberg eine Reifeprüfung

Rückhalt des TuS-N-Lübbecke: Torwarttrainer Nikola Blazicko (von links) und die Torhüter Aljosa Rezar und Johannes Jepsen. MT-Archivfoto: Marcus Riechmann © Marcus Riechmann

Lübbecke. Schnell abhaken und weitermachen: Die Handballer des TuS N-Lübbecke haben darin mittlerweile schon Übung. Nach der bereits dritten Heimspiel-Absage der Saison geht der Zweitligist neu justiert ins heutige Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg (19.30 Uhr). „Durch das ausgefallene Aue-Spiel am Mittwoch hatten wir immerhin zwei Einheiten mehr, um uns auf einen unangenehmen Gegner vorzubereiten. Das ist insofern von Vorteil“, sagt Emir Kurtagic pragmatisch. Der wieder einmal durcheinander gewirbelte Wochenplan kann den TuS-Coach nicht mehr sonderlich aus der Ruhe bringen. „Man kann es doch nicht ändern. Nach der Absage hat auch die Mannschaft am Dienstag im Training sofort den Schalter umgelegt“, lobt Kurtagic, der sich in Corona-Zeiten ein dickes Fell zugelegt hat.

Immerhin: Die Wahrscheinlichkeit, dass heute gespielt werden kann, ist rein statistisch gesehen hoch. Als eines der wenigen Handball-Profiteams waren die Hüttenberger in dieser Saison noch gar nicht von Spielabsagen betroffen und konnten alle sieben Partien austragen. Zum Vergleich: Der TuS kommt erst auf vier Einsätze, drei davon auswärts.

In der Tabelle stehen die Hessen (3:11 Punkte) aber weit hinter den Lübbeckern (5:3 Punkte), die ihre starke Auswärtsbilanz (zwei Siege, ein Remis) nun weiter ausbauen wollen. „Der TV Hüttenberg hat genau wie wir einen Umbruch im Kader hinter sich. Sie haber aber in fast jedem Spiel bisher ihre Chance bekommen. Es gilt für uns daher, wieder eine hochkonzentrierte Leistung abzurufen“, warnt Kurtagic.

In der Vorbereitung war die offensive Abwehr des Gegners ein Thema. „Das Spiel wird eine gewisse Reifeprüfung für uns. Wir dürfen vorne nicht in Hektik verfallen“, so der Lübbecker Coach, der an die bis dato einzige Saisonpleite in eigener Halle gegen den HC Elbflorenz erinnert (21:27), als sein Team – zu einem allerdings frühen Zeitpunkt der Saison und unter dem Eindruck des Ausfalls von Dominik Ebner – im Angriff keine Lösungen fand.

Dass es auswärts bislang so gut läuft, hat nach Ansicht des Trainers nur am Rande mit der Tatsache zu tun, dass die Hallen leer sind und die Heimmannschaft auf die gewohnte Unterstützung verzichten muss. „Das ist meiner Mannschaft gutzuschreiben. Es hat viel mit dem Investment zu tun, das wir im Spiel einbringen“, so Kurtagic.

Valentin Spohn wäre es lieber, wenn heute Zuschauer auf der Tribüne sitzen würden. „Mich stört es eher, ohne Fans zu spielen. Ich mag es, wenn es laut ist und man die Emotionen aufsaugen kann“, sagt der Rückraum-Shooter. Trotzdem ist der 23-Jährige natürlich heiß aufs Match, zumal er in Konstanz auch mit Blick auf die kommenden Englischen Wochen über weite Strecken geschont worden war. „Die Busfahrt war trotzdem lang“, scherzt Spohn, dem die ungewohnte Joker-Rolle nichts ausgemacht hat. „Das war für mich gar kein Problem, zumal Lutz Heiny ein Riesenspiel gemacht hat“, sagt Spohn, der heute wohl wieder häufiger seine rechte Klebe auspacken kann. „Ich hätte schon Mittwoch gerne gespielt. Es ist schwer, derzeit in einen richtigen Spielrhythmus zu kommen. Aber ich bin guter Dinge für die Partie“, sagt der Rückraumspieler.

Spannend dürfte sein, wie Hüttenberg sich auf die zuletzt torhungrigen Außen des TuS einstellt. In Konstanz hatte allein Tom Skroblien 13 Treffer erzielt. Sollte der Gastgeber seine Taktik etwas darauf ausrichten, könnte das dem Rückraum neue Spielräume ermöglichen.

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