Handball-Trainer kritisieren Zeitplan - Saisonstart im Oktober zu spät Marcus Riechmann Minden/Porta Westfalica. Einen Termin hat Daniel Franke fest im Blick. Am Montag, 13. Juli, wird der Trainer der HSG Porta mit seinen Verbandsliga-Handballern wieder ins Training starten. Wann das erste Liga-Spiel angepfiffen wird, weiß der Trainer aber nicht. Darüber will der Handballverband Westfalen HVW in den nächsten Tagen befinden. Heute Abend wird der Verband mit den Vertretern der Männer-Klubs in Online-Staffeltagen über den Saisonstart beraten, morgen soll der Austausch für Ober-, Verbands- und Landesligen bei den Frauen folgen. Staffelstärken, Auf- und Abstiegsregeln sowie der Startzeitpunkt der Spielzeit stehen auf der Tagesordnung. „Mal sehen, was dabei rauskommt“, sagt Franke, der auf ein Datum wartet. Erst dann kann er einen Vorbereitungsplan konzipieren. Abteilungsleiter André Donnecker wird die Interessen der HSG in der Video-Konferenz vertreten. Mit zehn Personen dürfen die Handballer nach den jüngsten Lockerungen nun wieder in der Halle trainieren. Doch ein Spielbetrieb liegt offenbar noch in weiter Ferne. Andreas Tiemann, Vizepräsident Spieltechnik im HVW, vermutet, der Startschuss könne „von Liga zu Liga unterschiedlich ausfallen“. Einen fixen Termin gebe es noch nicht. Möglich sei aber das erste Wochenende im Oktober. Weil der Verband allen Vereinen ausreichend Zeit einräumen will, sich bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten, schließt Tiemann einen früheren Saisonbeginn aus. Denn in vielen Kommunen sind die Sporthallen bis nach den Sommerferien am 11. August geschlossen. Wenn die Serie wirklich im Oktober beginnen könnte, plant der HVW einen Modus mit Hin- und Rückrunde. „Das ist unser favorisiertes Modell“, bestätigt der Spielleiter. Doch angesichts der nach der Corona-Sonderwertung auf 17er Staffeln aufgeblähten Verbandsliga ist die Zeit knapp. Einen Plan B hat er trotzdem in der Hinterhand. Sollte die Corona-Pandemie wieder an Fahrt gewinnen und einen erneuten Handball-Stopp beschwören, gibt es ein Organisationsmodell, das der Verband jetzt bereits für den Jugendbereich beschlossen hat. In der sogenannten „Corona-1-Version“ spielen die überkreislichen Jugendmannschaften nur eine einfache Hinrunde mit anschließenden Play-off und Platzierungsspielen. Diese Qualifikation startet allerdings schon im September und damit zwei Wochen vor dem geplanten Einstieg der Senioren. Daniel Franke kann sich mit dem Oktober nur schwer anfreunden. „Lieber eher als später“, sagt er, möge es wieder losgehen, „bis zum Oktober ist es noch eine lange Zeit.“ Er will die erste Trainingsphase Mitte Juli starten lassen. „Wir bereiten uns so vor, dass wir Ende August oder Anfang September starten können“, sagt er. Doch sehr wahrscheinlich wird er den Plan noch einmal überarbeiten müssen. Das gilt auch für André Torge. Der Trainer des Männer-Oberligisten TuS 09 Möllbergen hat seinen Trainingsplan für die Vorbereitungszeit ebenfalls erstellt. „Ich bin von einem Saisonstart am Wochenende 12./13, September ausgegangen, das war ja mal im Gespräch“, sagt Torge und führt aus: „Das hätte ich als Termin begrüßt. Und angesichts der aktuellen Corona-Entwicklung wäre das vielleicht ja möglich gewesen.“ Über die angedachte Verschiebung auf das erste Oktober-Wochenende ist er wie sein Kollege Daniel Franke nicht glücklich. „Es gibt sicherlich Gründe, aber die Hallenproblematik allein hätte man vielleicht auch anders lösen können“, meint der Coach, der die mit Ferienende beginnende Vorbereitungszeit mit einer Dauer von dann knapp acht Wochen als aufgeblasen empfindet. Er merkt angesichts der von 14 auf voraussichtlich 16 Teams gewachsenen Oberliga an: „Bei einem Start im Oktober wird es insgesamt zeitlich eng. Da werden vielleicht englische Wochen kommen, aber Wochenspieltage sind im Amateurbereich nicht so leicht umzusetzen.“ Diese Überlegungen hat er seinem Sportlichen Leiter Ralf Kurz und TuS-Spielwart Willi Hupe mit auf den Weg gegeben. Die beiden Männer werden versuchen, das heute Abend in den digitalen Staffeltag einzubringen.

Handball-Trainer kritisieren Zeitplan - Saisonstart im Oktober zu spät

André Torge, Trainer des Handball-Oberligisten TuS Möllbergen, wünscht sich einen früheren Start in die Saison. © Foto: Christian Bendig

Minden/Porta Westfalica. Einen Termin hat Daniel Franke fest im Blick. Am Montag, 13. Juli, wird der Trainer der HSG Porta mit seinen Verbandsliga-Handballern wieder ins Training starten. Wann das erste Liga-Spiel angepfiffen wird, weiß der Trainer aber nicht. Darüber will der Handballverband Westfalen HVW in den nächsten Tagen befinden.

Heute Abend wird der Verband mit den Vertretern der Männer-Klubs in Online-Staffeltagen über den Saisonstart beraten, morgen soll der Austausch für Ober-, Verbands- und Landesligen bei den Frauen folgen. Staffelstärken, Auf- und Abstiegsregeln sowie der Startzeitpunkt der Spielzeit stehen auf der Tagesordnung. „Mal sehen, was dabei rauskommt“, sagt Franke, der auf ein Datum wartet. Erst dann kann er einen Vorbereitungsplan konzipieren. Abteilungsleiter André Donnecker wird die Interessen der HSG in der Video-Konferenz vertreten.

Mit zehn Personen dürfen die Handballer nach den jüngsten Lockerungen nun wieder in der Halle trainieren. Doch ein Spielbetrieb liegt offenbar noch in weiter Ferne. Andreas Tiemann, Vizepräsident Spieltechnik im HVW, vermutet, der Startschuss könne „von Liga zu Liga unterschiedlich ausfallen“. Einen fixen Termin gebe es noch nicht. Möglich sei aber das erste Wochenende im Oktober. Weil der Verband allen Vereinen ausreichend Zeit einräumen will, sich bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten, schließt Tiemann einen früheren Saisonbeginn aus. Denn in vielen Kommunen sind die Sporthallen bis nach den Sommerferien am 11. August geschlossen.

Wenn die Serie wirklich im Oktober beginnen könnte, plant der HVW einen Modus mit Hin- und Rückrunde. „Das ist unser favorisiertes Modell“, bestätigt der Spielleiter. Doch angesichts der nach der Corona-Sonderwertung auf 17er Staffeln aufgeblähten Verbandsliga ist die Zeit knapp. Einen Plan B hat er trotzdem in der Hinterhand. Sollte die Corona-Pandemie wieder an Fahrt gewinnen und einen erneuten Handball-Stopp beschwören, gibt es ein Organisationsmodell, das der Verband jetzt bereits für den Jugendbereich beschlossen hat. In der sogenannten „Corona-1-Version“ spielen die überkreislichen Jugendmannschaften nur eine einfache Hinrunde mit anschließenden Play-off und Platzierungsspielen. Diese Qualifikation startet allerdings schon im September und damit zwei Wochen vor dem geplanten Einstieg der Senioren.

Daniel Franke kann sich mit dem Oktober nur schwer anfreunden. „Lieber eher als später“, sagt er, möge es wieder losgehen, „bis zum Oktober ist es noch eine lange Zeit.“ Er will die erste Trainingsphase Mitte Juli starten lassen. „Wir bereiten uns so vor, dass wir Ende August oder Anfang September starten können“, sagt er. Doch sehr wahrscheinlich wird er den Plan noch einmal überarbeiten müssen.

Das gilt auch für André Torge. Der Trainer des Männer-Oberligisten TuS 09 Möllbergen hat seinen Trainingsplan für die Vorbereitungszeit ebenfalls erstellt. „Ich bin von einem Saisonstart am Wochenende 12./13, September ausgegangen, das war ja mal im Gespräch“, sagt Torge und führt aus: „Das hätte ich als Termin begrüßt. Und angesichts der aktuellen Corona-Entwicklung wäre das vielleicht ja möglich gewesen.“

Über die angedachte Verschiebung auf das erste Oktober-Wochenende ist er wie sein Kollege Daniel Franke nicht glücklich. „Es gibt sicherlich Gründe, aber die Hallenproblematik allein hätte man vielleicht auch anders lösen können“, meint der Coach, der die mit Ferienende beginnende Vorbereitungszeit mit einer Dauer von dann knapp acht Wochen als aufgeblasen empfindet. Er merkt angesichts der von 14 auf voraussichtlich 16 Teams gewachsenen Oberliga an: „Bei einem Start im Oktober wird es insgesamt zeitlich eng. Da werden vielleicht englische Wochen kommen, aber Wochenspieltage sind im Amateurbereich nicht so leicht umzusetzen.“

Diese Überlegungen hat er seinem Sportlichen Leiter Ralf Kurz und TuS-Spielwart Willi Hupe mit auf den Weg gegeben. Die beiden Männer werden versuchen, das heute Abend in den digitalen Staffeltag einzubringen.

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