Tasche vergeblich gepackt: Kurz vor der Abfahrt führt ein Corona-Fall zur Spielabsage bei GWD Minden II Marcus Riechmann Minden. Die Taschen waren bereits gepackt, die Konzentration geschärft. Doch dann kam die Absage: Die Handballer von GWD Minden II konnten den Samstagabend neu beplanen, das Auswärtsspiel des Drittligisten beim TuS Spenge wurde am Samstagnachmittag kurzfristig abgesagt. Grund war eine bestätigte Corona-Infektion im Spenger Team. Nach ersten Informationen ist der Spenger Spieler zwar doppelt durchgeimpft. Eine Impfung verhindert allerdings bekanntermaßen eine Infektion nicht. Ob der Spieler krankheitstypische Symptome hat, ist aktuell nicht bekannt. Spenges Trainer Heiko Holtmann informierte das Mindener Trainergespann Moritz Schäpsmeier und Christopher Kunisch über die Situation, schnell wurde man sich einig: „Wir haben dem Wunsch nach einer Verlegung entsprochen. Wenn eine Infektion kurzfristig auftritt, weiß man nicht, ob es noch Kontakte beim Training gegeben hat und ob weitere Spieler betroffen sind. Wir wollten jedes Risiko vermeiden“, erläuterte Schäpsmeier.Um 15.45 Uhr, ziemlich genau eine Stunde vor der geplanten Abfahrt, informierte er dann das Team in der WhatsApp-Gruppe. Bereits am Montag will man über einen Nachholtermin sprechen. „Das ist eine kurze Fahrt nach Spenge, das sollte problemlos möglich sein“, sagt Schäpsmeier. Zunächst steht am kommenden Samstag um 19 Uhr das Heimspiel gegen die Ahlener SG an. Wenn nichts dazwischenkommt. Der Trainer blickt mit gemischten Gefühlen auf die kommenden Wochen. „Bis jetzt heißt es, dass wir weiterspielen werden“, gibt er die Planungen des Deutschen Handballbundes für die 3. Liga wieder. Doch unabhängig davon, wie sich die vierte Welle der Pandemie auf die Spielfähigkeit der Teams und schließlich auch auf den Spielbetrieb niederschlägt, erwartet Schäpsmeier Folgen für die Zuschauer: „Man muss damit rechnen, dass über kurz oder lang neue Regelungen kommen werden. Vielleicht gilt für Zuschauer künftig 2Gplus, vielleicht wird künftig auch wieder ohne Fans gespielt.“

Tasche vergeblich gepackt: Kurz vor der Abfahrt führt ein Corona-Fall zur Spielabsage bei GWD Minden II

Vor dem Saisonstart waren die beiden GWD-II-Trainer Christopher Kunisch (links) und Moritz Schäpsmeier noch guter Dinge. Doch Gefahr ist im Verzug: Am Samstag erreichte die vierte Corona-Welle auch ihr Team. MT-Foto: Riechmann © Marcus Riechmann

Minden. Die Taschen waren bereits gepackt, die Konzentration geschärft. Doch dann kam die Absage: Die Handballer von GWD Minden II konnten den Samstagabend neu beplanen, das Auswärtsspiel des Drittligisten beim TuS Spenge wurde am Samstagnachmittag kurzfristig abgesagt. Grund war eine bestätigte Corona-Infektion im Spenger Team.

Nach ersten Informationen ist der Spenger Spieler zwar doppelt durchgeimpft. Eine Impfung verhindert allerdings bekanntermaßen eine Infektion nicht. Ob der Spieler krankheitstypische Symptome hat, ist aktuell nicht bekannt.

Spenges Trainer Heiko Holtmann informierte das Mindener Trainergespann Moritz Schäpsmeier und Christopher Kunisch über die Situation, schnell wurde man sich einig: „Wir haben dem Wunsch nach einer Verlegung entsprochen. Wenn eine Infektion kurzfristig auftritt, weiß man nicht, ob es noch Kontakte beim Training gegeben hat und ob weitere Spieler betroffen sind. Wir wollten jedes Risiko vermeiden“, erläuterte Schäpsmeier.

Um 15.45 Uhr, ziemlich genau eine Stunde vor der geplanten Abfahrt, informierte er dann das Team in der WhatsApp-Gruppe. Bereits am Montag will man über einen Nachholtermin sprechen. „Das ist eine kurze Fahrt nach Spenge, das sollte problemlos möglich sein“, sagt Schäpsmeier. Zunächst steht am kommenden Samstag um 19 Uhr das Heimspiel gegen die Ahlener SG an. Wenn nichts dazwischenkommt.

Der Trainer blickt mit gemischten Gefühlen auf die kommenden Wochen. „Bis jetzt heißt es, dass wir weiterspielen werden“, gibt er die Planungen des Deutschen Handballbundes für die 3. Liga wieder. Doch unabhängig davon, wie sich die vierte Welle der Pandemie auf die Spielfähigkeit der Teams und schließlich auch auf den Spielbetrieb niederschlägt, erwartet Schäpsmeier Folgen für die Zuschauer: „Man muss damit rechnen, dass über kurz oder lang neue Regelungen kommen werden. Vielleicht gilt für Zuschauer künftig 2Gplus, vielleicht wird künftig auch wieder ohne Fans gespielt.“

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