Tapfere Gegenwehr: TuS N-Lübbecke ohne Chance beim Duell ohne Drei Lars Krückemeyer Göppingen. Als ob der Ausfall von Valentin Spohn nicht schon schlimm genug gewesen wäre: Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke musste im ersten Auswärtsspiel der Saison kurzfristig auch noch auf die ebenfalls grippekranken Lutz Heiny und Yannick Dräger verzichten. Gemessen daran verkaufte sich der Aufsteiger bei Europacup-Anwärter Frisch Auf Göppingen in der ersten Halbzeit und in den letzten Minuten gut, verlor aber verdient mit 24:27 (11:14). Neben den Punkten verlor der TuS auch noch einen weiteren Spieler: 30 Sekunden vor dem Abpfiff schied Kreisläufer Tin Kontrec nach einer Angriffsaktion verletzt aus und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den linken Arm. Es soll sich um eine Prellung handeln. TuS-Trainer Emir Kurtagic musste sich personell in Göppingen etwas einfallen lassen. Das Loch im linken Rückraum (ohne Heiny und Spohn) sollte Marek Nissen stopfen, doch der 20-Jährige wurde nach zwei Fehlpässen früh von Luka Mrakovcic abgelöst. Göppingen wurde seiner Favoritenrolle mit gewohntem Tempospiel und Kreisanspielen durchaus gerecht. Die Gastgeber scheiterten allerdings mehrfach an Torwart Havard Asheim, der Latte oder dem Pfosten. Insbesondere National-Linksaußen Marcel Schiller leistete sich einige Fehlwürfe. Der TuS witterte seine Chance und glich mehrfach aus. Es wurde ruhig unter den 2100 Zuschauern. Ärgerlich aus Lübbecker Sicht dann die letzten sieben Minuten der ersten Halbzeit, in die der TuS mit einem 10:10 durch ein Kempatrick-Tor von Jan-Eric Speckmann nach Anspiel von Benas Petreikis ging. Göppingen nutzte drei Fehler zum 14:11. Nach der Pause schenkte Kurtagic wieder Nissen das Vertrauen, Mrakovcic verbrachte die komplette zweite Halbzeit auf der Bank. Schon nach drei Minuten (12:17) nahm Kurtagic die zweite Auszeit und beruhigte die Mannschaft nach hektischem Start. Göppingen kassierte innerhalb weniger Minuten drei Zeitstrafen. Strosack, der Ebner und Speckmann ins leere Tor verkürzten auf 15:17 (38.). Doch letztlich war es nicht mehr als ein Strohfeuer. Wieder vollzählig bestrafte Göppingen fehlerhafte Angriffe der Lübbecker und setzte sich bis zur 43. Minute auf 21:15 ab. Frisch Auf, für das der frühere GWD-Rechtsaußen Kevin Gulliksen fünf Tore erzielte, hatte nun leichtes Spiel und beim 18:25 (53.) drohte den Gästen eine Packung. Kurtagic griff erneut zur grünen Karte und bis zum Schluss hielt der Aufsteiger gegen nun nachlässige Göppinger die Niederlage in Grenzen. „Ich will jetzt nichts schönreden. Und doch fand ich sehr gut, dass sich die Jungs nach dem 18:25-Rückstand nicht aufgegeben haben. Auch in der ersten Halbzeit machen wir vieles lange Zeit richtig“, fand Kurtagic lobende Worte und stellte heraus: „Dass uns wichtige Spieler gefehlt haben, darf nicht unerwähnt bleiben.“ Gleichsam nahm er die personelle Notlage sportlich: „Dass Leute ausfallen können, gehört zu einem Saisonverlauf nun mal dazu.“

Tapfere Gegenwehr: TuS N-Lübbecke ohne Chance beim Duell ohne Drei

Florian Baumgärtner fliegt Göppingen Torwart Daniel Rebmann entgegen. Ein Tor gelang dem TuS-Linkshänder gestern. Foto: imago-images © imago images/Eibner

Göppingen. Als ob der Ausfall von Valentin Spohn nicht schon schlimm genug gewesen wäre: Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke musste im ersten Auswärtsspiel der Saison kurzfristig auch noch auf die ebenfalls grippekranken Lutz Heiny und Yannick Dräger verzichten. Gemessen daran verkaufte sich der Aufsteiger bei Europacup-Anwärter Frisch Auf Göppingen in der ersten Halbzeit und in den letzten Minuten gut, verlor aber verdient mit 24:27 (11:14).

Neben den Punkten verlor der TuS auch noch einen weiteren Spieler: 30 Sekunden vor dem Abpfiff schied Kreisläufer Tin Kontrec nach einer Angriffsaktion verletzt aus und hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den linken Arm. Es soll sich um eine Prellung handeln.

TuS-Trainer Emir Kurtagic musste sich personell in Göppingen etwas einfallen lassen. Das Loch im linken Rückraum (ohne Heiny und Spohn) sollte Marek Nissen stopfen, doch der 20-Jährige wurde nach zwei Fehlpässen früh von Luka Mrakovcic abgelöst. Göppingen wurde seiner Favoritenrolle mit gewohntem Tempospiel und Kreisanspielen durchaus gerecht. Die Gastgeber scheiterten allerdings mehrfach an Torwart Havard Asheim, der Latte oder dem Pfosten. Insbesondere National-Linksaußen Marcel Schiller leistete sich einige Fehlwürfe.

Der TuS witterte seine Chance und glich mehrfach aus. Es wurde ruhig unter den 2100 Zuschauern. Ärgerlich aus Lübbecker Sicht dann die letzten sieben Minuten der ersten Halbzeit, in die der TuS mit einem 10:10 durch ein Kempatrick-Tor von Jan-Eric Speckmann nach Anspiel von Benas Petreikis ging. Göppingen nutzte drei Fehler zum 14:11.

Nach der Pause schenkte Kurtagic wieder Nissen das Vertrauen, Mrakovcic verbrachte die komplette zweite Halbzeit auf der Bank. Schon nach drei Minuten (12:17) nahm Kurtagic die zweite Auszeit und beruhigte die Mannschaft nach hektischem Start. Göppingen kassierte innerhalb weniger Minuten drei Zeitstrafen. Strosack, der Ebner und Speckmann ins leere Tor verkürzten auf 15:17 (38.).

Doch letztlich war es nicht mehr als ein Strohfeuer. Wieder vollzählig bestrafte Göppingen fehlerhafte Angriffe der Lübbecker und setzte sich bis zur 43. Minute auf 21:15 ab. Frisch Auf, für das der frühere GWD-Rechtsaußen Kevin Gulliksen fünf Tore erzielte, hatte nun leichtes Spiel und beim 18:25 (53.) drohte den Gästen eine Packung.

Kurtagic griff erneut zur grünen Karte und bis zum Schluss hielt der Aufsteiger gegen nun nachlässige Göppinger die Niederlage in Grenzen. „Ich will jetzt nichts schönreden. Und doch fand ich sehr gut, dass sich die Jungs nach dem 18:25-Rückstand nicht aufgegeben haben. Auch in der ersten Halbzeit machen wir vieles lange Zeit richtig“, fand Kurtagic lobende Worte und stellte heraus: „Dass uns wichtige Spieler gefehlt haben, darf nicht unerwähnt bleiben.“ Gleichsam nahm er die personelle Notlage sportlich: „Dass Leute ausfallen können, gehört zu einem Saisonverlauf nun mal dazu.“

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