Sport-Rückblicke: Der Mindener Jürgen Schäpsmeier wurde vor 15 Jahren zum Hallensprecher für die Heim-WM 2007 ernannt Michael Lorenz Minden. Vor 15 Jahren erhielt Jürgen Schäpsmeier, damals Hallensprecher des Bundesligisten GWD Minden, die Nachricht, dass er bei der Handball-WM in Deutschland im Jahr 2007 als offizieller Hallensprecher im Einsatz sei. „Damit habe ich nie gerechnet“, sagte er damals gegenüber dem Mindener Tageblatt. Die Hallensprecher wurden damals heimatnah eingesetzt, und so war schnell klar, dass der Dankerser die Spiele in der Dortmunder Westfalenhalle und im Gerry-Weber-Stadion in Halle betreuen würde. „Am Ende waren es vier Spiele in Halle und zwei in Dortmund“, erinnert sich Schäpsmeier. Der Kontakt kam nicht ganz unerwartet durch Horst Bredemeier zustande. „Hotti“ war damals eine Art „Hans-Dampf-in-allen-Gassen“, fungierte als Manager und Vorsitzender von GWD Minden sowie als DHB-Vizepräsident Leistungssport. Jürgen Schäpsmeier war bereits seit Jahrzehnten mit Profihandball in enger Berührung. So war er acht Jahre lang Bundesliga-Schiedsricher, zudem seit Beginn der 2000er Jahre Hallensprecher bei GWD Minden. Er ist überdies Vater des damaligen GWD-Rückraumlinkshänders Moritz Schäpsmeier. Doch im Vergleich zu den Bundesligaspielen waren die internationalen Vergleiche in mehrerlei Hinsicht eine Nummer größer. So gab es bei der Weltmeisterschaft viel längere Vorbesprechungen, zudem sorgten die Nationalhymnen für ein besonderes Flair. Eine weitere Herausforderung bestand darin, dass sämtliche Ansagen auf deutsch und englisch erfolgten. „Ich kann zwar Englisch“, schildert Schäpsmeier rückblickend, „aber für die vielen Handball-Fachbegriffe habe ich mir erstmal ein spezielles Wörterbuch zugelegt.“ An eines der sechs Spiele, bei denen er als Hallensprecher fungierte, kann sich Schäpsmeier noch genau erinnern: „Es war ein Hauptrundenspiel zwischen Frankreich und Tunesien in Halle. Die Franzosen führten klar, ehe die Schiedsrichter Entscheidungen trafen, die man als haarsträubend bezeichnen muss. Dann wurde es knapp. Frankreichs Trainer Claude Onesta rastete völlig aus. Der russische Offizielle griff ein, beruhigte die Gemüter und redete auch auf die Schiris ein. Danach pfiffen die wieder etwas neutraler und Frankreich gewann 28:26.“ Jürgen Schäpsmeier lebt schon lange nicht mehr in Minden. Er hat sein privates Glück in Freiburg im Breisgau gefunden. In die alte Heimat kommt er nur noch sporadisch. GWD Minden verfolgt er hauptsächlich über die Medien. „Ich sehe das alles mit GWD insgesamt und der Hallenproblematik mit etwas Sorge. Allerdings habe ich mittlerweile eine gewisse Distanz. Früher als Hallensprecher wurde mir oft vorgeworfen, dass ich zu emotional sei.“

Sport-Rückblicke: Der Mindener Jürgen Schäpsmeier wurde vor 15 Jahren zum Hallensprecher für die Heim-WM 2007 ernannt

Jürgen Schäpsmeier (rechts) im Jahr 2018 am Rande eines Testspiels im Gespräch mit GWD-Legende Robert Hedin, als dieser USA-Nationaltrainer war. MT-Foto: Marcus Riechmann © n

Minden. Vor 15 Jahren erhielt Jürgen Schäpsmeier, damals Hallensprecher des Bundesligisten GWD Minden, die Nachricht, dass er bei der Handball-WM in Deutschland im Jahr 2007 als offizieller Hallensprecher im Einsatz sei. „Damit habe ich nie gerechnet“, sagte er damals gegenüber dem Mindener Tageblatt.

Die Hallensprecher wurden damals heimatnah eingesetzt, und so war schnell klar, dass der Dankerser die Spiele in der Dortmunder Westfalenhalle und im Gerry-Weber-Stadion in Halle betreuen würde. „Am Ende waren es vier Spiele in Halle und zwei in Dortmund“, erinnert sich Schäpsmeier. Der Kontakt kam nicht ganz unerwartet durch Horst Bredemeier zustande. „Hotti“ war damals eine Art „Hans-Dampf-in-allen-Gassen“, fungierte als Manager und Vorsitzender von GWD Minden sowie als DHB-Vizepräsident Leistungssport.

Jürgen Schäpsmeier war bereits seit Jahrzehnten mit Profihandball in enger Berührung. So war er acht Jahre lang Bundesliga-Schiedsricher, zudem seit Beginn der 2000er Jahre Hallensprecher bei GWD Minden. Er ist überdies Vater des damaligen GWD-Rückraumlinkshänders Moritz Schäpsmeier.

Doch im Vergleich zu den Bundesligaspielen waren die internationalen Vergleiche in mehrerlei Hinsicht eine Nummer größer. So gab es bei der Weltmeisterschaft viel längere Vorbesprechungen, zudem sorgten die Nationalhymnen für ein besonderes Flair. Eine weitere Herausforderung bestand darin, dass sämtliche Ansagen auf deutsch und englisch erfolgten. „Ich kann zwar Englisch“, schildert Schäpsmeier rückblickend, „aber für die vielen Handball-Fachbegriffe habe ich mir erstmal ein spezielles Wörterbuch zugelegt.“

An eines der sechs Spiele, bei denen er als Hallensprecher fungierte, kann sich Schäpsmeier noch genau erinnern: „Es war ein Hauptrundenspiel zwischen Frankreich und Tunesien in Halle. Die Franzosen führten klar, ehe die Schiedsrichter Entscheidungen trafen, die man als haarsträubend bezeichnen muss. Dann wurde es knapp. Frankreichs Trainer Claude Onesta rastete völlig aus. Der russische Offizielle griff ein, beruhigte die Gemüter und redete auch auf die Schiris ein. Danach pfiffen die wieder etwas neutraler und Frankreich gewann 28:26.“

Jürgen Schäpsmeier lebt schon lange nicht mehr in Minden. Er hat sein privates Glück in Freiburg im Breisgau gefunden. In die alte Heimat kommt er nur noch sporadisch. GWD Minden verfolgt er hauptsächlich über die Medien. „Ich sehe das alles mit GWD insgesamt und der Hallenproblematik mit etwas Sorge. Allerdings habe ich mittlerweile eine gewisse Distanz. Früher als Hallensprecher wurde mir oft vorgeworfen, dass ich zu emotional sei.“

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