Sicherheit dank Videostudium: TuS N-Lübbeckes Torwart Jepsen in Topform Ingo Notz Lübbecke. Sein Trainer lobt ihn, viele Fans schwärmen von ihm: Johannes Jepsen gehört zu den großen Hoffnungsträgern des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke. Der Gelobte bleibt bodenständig und bereitet sich auf die nächste Aufgabe vor: das Heimspiel gegen Aufsteiger Fürstenfeldbruck. Dass Lübbecke respektive Nettelstedt seit den goldenen Zeiten des vergangenen Jahrhunderts ein Standort ist, an dem oft großartige Torhüter ihr Können zeigen durften, ist eine Tradition. Die hat in den vergangenen Jahren noch den Extrastempel Karriere-Turbo erhalten: Mit Joel Birlehm, Dario Quenstädt und Malte Semisch standen gleich drei der zu ihren Nettelstedter Zeiten größten deutschen Nachwuchshoffnungen und haben auch dank des TuS den Durchbruch geschafft: „Das habe ich auch schon gehört...“, grinst Johannes Jepsen, „das war auch ein Grund, warum ich hierhergekommen bin, weil hier schon viele junge Torhüter groß rausgekommen sind!“ Mit dem 20-jährigen Flensburger schickt sich der nächste Junioren-Nationaltorhüter an, in Lübbecke ein ganz Großer zu werden. Der 2,02-Meter-Riese durfte in Flensburg unter seinem großen Vorbild Jan Holpert lernen und fand auch nach seinem Wechsel zum TuS, dem er den Vorzug gegenüber dem FC Barcelona gegeben hat, am Wiehengebirge gleich den nächsten Förderer: „Nikola Blazicko ist ungemein wichtig für mich.“ Ein Entwicklungsschritt, den er auch mit Blazickos Hilfe erreicht habe: „Ich bin allgemein ein bisschen ruhiger geworden. Mit jeder Saison, mit jedem Training, mit jedem Spiel kriegt man mehr Erfahrung und mehr Ruhe ins Spiel, das ist extrem wichtig für einen jungen Torwart.“ Ebenso wie das Vertrauen des Cheftrainers. Emir Kurtagic hält viel von seinem jungen Keeper. „Die Entwicklung von ihm ist deutlich zu sehen. Er ist als junger Kerl aus der Jugend, wo er ein Held in seiner Mannschaft war, in eine Profimannschaft gekommen, wo er sich erst einmal hinten anstellen musste. Das Gute ist, dass er sich letzte Saison mit Peter Tatai und dieses Jahr mit Aljosa Rezar sehr gut ergänzt“, erklärt Kurtagic: „Bei Johannes ist aber gerade auch nach der langen Pause in diesem Jahr die Entwicklung spürbar, das ist in den letzten Monaten der vergangenen Saison gar nicht so aufgefallen, aber jetzt, wo er aus der viermonatigen Pause zurückgekommen ist, hat man schon einen anderen Johannes im Tor gesehen, auch körperlich hat er sich weiterentwickelt. In den zwei Spielen, in denen er jetzt reingekommen ist, hat er sehr, sehr gute Leistungen gebracht und uns sehr geholfen, unser Ziel zu erreichen. Er beweist, dass ich mich auf ihn verlassen kann: ob von Anfang an oder in der 54. Minute.“ Darauf setzt Kurtagic auch im Heimspiel gegen den Aufsteiger Fürstenfeldbruck, gegen ein weitgehend unbeschriebenes Blatt als Gegner. Auf Jepsens „Blatt“ stehen aber schon einige Notizen, denn auch auf den Abstiegskandidaten bereitet er sich genauso akribisch vor wie auf jeden anderen Gegner. Das Videostudium macht gerade für den Torwart einen Großteil der Vorbereitung aus: „Emir stellt uns über ein Sporttool immer die Videos zum nächsten Gegner zur Verfügung. Ich gucke mir dann vor allem die Haupttorschützen an, wie die ihre Lieblingswürfe machen. Natürlich kann man das im Spiel dann nicht 1:1 kopieren, aber eine gewisse Vorahnung hat man dann im Hinterkopf und das gibt dann auch eine gewisse Sicherheit.“ Sicherheit, die Johannes Jepsen in den bisherigen Spielen selbst ausstrahlt.

Sicherheit dank Videostudium: TuS N-Lübbeckes Torwart Jepsen in Topform

Johannes Jepsen, formstarker Torwart des TuS N-Lübbecke. Foto: Oliver Krato © Oliver Krato

Lübbecke. Sein Trainer lobt ihn, viele Fans schwärmen von ihm: Johannes Jepsen gehört zu den großen Hoffnungsträgern des Handball-Zweitligisten TuS N-Lübbecke. Der Gelobte bleibt bodenständig und bereitet sich auf die nächste Aufgabe vor: das Heimspiel gegen Aufsteiger Fürstenfeldbruck.

Dass Lübbecke respektive Nettelstedt seit den goldenen Zeiten des vergangenen Jahrhunderts ein Standort ist, an dem oft großartige Torhüter ihr Können zeigen durften, ist eine Tradition. Die hat in den vergangenen Jahren noch den Extrastempel Karriere-Turbo erhalten: Mit Joel Birlehm, Dario Quenstädt und Malte Semisch standen gleich drei der zu ihren Nettelstedter Zeiten größten deutschen Nachwuchshoffnungen und haben auch dank des TuS den Durchbruch geschafft: „Das habe ich auch schon gehört...“, grinst Johannes Jepsen, „das war auch ein Grund, warum ich hierhergekommen bin, weil hier schon viele junge Torhüter groß rausgekommen sind!“

Mit dem 20-jährigen Flensburger schickt sich der nächste Junioren-Nationaltorhüter an, in Lübbecke ein ganz Großer zu werden. Der 2,02-Meter-Riese durfte in Flensburg unter seinem großen Vorbild Jan Holpert lernen und fand auch nach seinem Wechsel zum TuS, dem er den Vorzug gegenüber dem FC Barcelona gegeben hat, am Wiehengebirge gleich den nächsten Förderer: „Nikola Blazicko ist ungemein wichtig für mich.“ Ein Entwicklungsschritt, den er auch mit Blazickos Hilfe erreicht habe: „Ich bin allgemein ein bisschen ruhiger geworden. Mit jeder Saison, mit jedem Training, mit jedem Spiel kriegt man mehr Erfahrung und mehr Ruhe ins Spiel, das ist extrem wichtig für einen jungen Torwart.“ Ebenso wie das Vertrauen des Cheftrainers. Emir Kurtagic hält viel von seinem jungen Keeper. „Die Entwicklung von ihm ist deutlich zu sehen. Er ist als junger Kerl aus der Jugend, wo er ein Held in seiner Mannschaft war, in eine Profimannschaft gekommen, wo er sich erst einmal hinten anstellen musste. Das Gute ist, dass er sich letzte Saison mit Peter Tatai und dieses Jahr mit Aljosa Rezar sehr gut ergänzt“, erklärt Kurtagic: „Bei Johannes ist aber gerade auch nach der langen Pause in diesem Jahr die Entwicklung spürbar, das ist in den letzten Monaten der vergangenen Saison gar nicht so aufgefallen, aber jetzt, wo er aus der viermonatigen Pause zurückgekommen ist, hat man schon einen anderen Johannes im Tor gesehen, auch körperlich hat er sich weiterentwickelt. In den zwei Spielen, in denen er jetzt reingekommen ist, hat er sehr, sehr gute Leistungen gebracht und uns sehr geholfen, unser Ziel zu erreichen. Er beweist, dass ich mich auf ihn verlassen kann: ob von Anfang an oder in der 54. Minute.“

Darauf setzt Kurtagic auch im Heimspiel gegen den Aufsteiger Fürstenfeldbruck, gegen ein weitgehend unbeschriebenes Blatt als Gegner. Auf Jepsens „Blatt“ stehen aber schon einige Notizen, denn auch auf den Abstiegskandidaten bereitet er sich genauso akribisch vor wie auf jeden anderen Gegner. Das Videostudium macht gerade für den Torwart einen Großteil der Vorbereitung aus: „Emir stellt uns über ein Sporttool immer die Videos zum nächsten Gegner zur Verfügung. Ich gucke mir dann vor allem die Haupttorschützen an, wie die ihre Lieblingswürfe machen. Natürlich kann man das im Spiel dann nicht 1:1 kopieren, aber eine gewisse Vorahnung hat man dann im Hinterkopf und das gibt dann auch eine gewisse Sicherheit.“ Sicherheit, die Johannes Jepsen in den bisherigen Spielen selbst ausstrahlt.

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