Round-Up: Im Derby stellen die Teams nach Ann-Kathrin Bredemeiers Gehirnerschütterung das Handballspielen ein Christian Bendig Hille (cb). Einen Schockmoment erlebten die Zuschauer des Frauen-Oberliga-Derbys zwischen der HSG EURo und dem HSV Minden-Nord: In der 52. Minute schied Ann-Kathrin Bredemeier mit einer Gehirnerschütterung aus und musste in Krankenhaus eingeliefert werden. Beide Mannschaften verständigten sich beim Spielstand von 23:15 für den HSV darauf, die Spieluhr auslaufen zu lassen. Die Begegnung wird somit gewertet und ist kein Spielabbruch im klassischen Sinne, der eine Spielwiederholung nach sich ziehen würde. Zum sportlichen Geschehen des Tages: Bei den Männer-Teams rissen fast alle bestehenden Serien. Hier der Überblick. Die Siegesserie ist gerissen: GWD Minden II war beim Tabellenzweiten der 3. Liga, Eintracht Hagen, beim 21:30 (11:17) chancenlos. Bereits zur Halbzeitpause hatten die Gastgeber, die ihren zehnten Sieg in Folge feierten, mit der 17:11-Führung für klare Verhältnisse gesorgt. Den Anschluss verloren die Mindener nach dem 4:5-Anschlusstreffer von Maximilian Nowatzki (9. Minute). Beim 23:13 (41.) schafften die Hausherren vor 502 Zuschauern die erste Zehn-Tore-Führung. Die Mindener bleiben auf dem zehnten Tabellenplatz. Einen Platz davor rangiert die Mannschaft von Lit Tribe Germania, die aufgrund des Insolvenz-bedingten Rückzugs der Rhein Vikings spielfrei hatte. TuS Möllbergen schlägt aus 8:3-Führung kein Kapital In der Oberliga hatte der TuS 09 Möllbergen überraschend beim FC Schalke 04 mit 22:26 (11:11) das Nachsehen. Ohne den verletzten Abwehrchef Holger Kruse drückte vor allem in der Offensive der Schuh. In der ersten Halbzeit lief es für die Mannschaft von Trainer André Torge zunächst nach Plan. Souverän warfen die Portaner den 8:3-Vorsprung nach 15 Minuten heraus, mussten sich aber beim Seitenwechsel mit dem 11:11-Gleichstand begnügen. Den entscheidenden Zwischenspurt setzten die noch gegen den Abstieg kämpfenden Gastgeber zwischen der 39. und 45. Minute, als sie sich vom 16:16 zum 21:18 lösten. Möllbergen bleibt in der Tabelle auf Rang sechs. Für das Torge-Team war es die erste Saisonniederlage gegen ein schlechter postiertes Team. Lit-Reserve beendet Horror-Serie In der Verbandsliga trat am Samstag der ASV Senden wegen eines Corona-Verdachtsfall beim TSV Hahlen nicht an. Somit stand lediglich ein Verbandsliga-Spiel mit heimischer Beteiligung an. In dem feierte Lit Tribe Germania II einen eminent wichtigen 33:25 (20:13)-Heimsieg über den TuS Brockhagen. Nach sieben Heimniederlagen in Folge fanden die Hausherren schnell in de Partie und warfen eine beruhigende 9:5-Führung heraus. Mit einem deutlichen Vorsprung startete die Mannschaft von Trainer Feiko Kuscer in den zweiten Durchgang und behielt auch in der kritischen Phase beim 23:19 (43.) kühlen Kopf. „Dann haben wir wieder die Abwehr stabil bekommen", berichtete Co-Trainer Benjamin Arning. Lit II klettert auf Rang acht und überholt die spielfreien Hahler. Die HSG Porta empfängt am Sonntag um 17.30 Uhr den Tabellenzweiten HSG Altenbeken/Buke. In der Landesliga ist Eintracht Oberlübbe nach zwei Niederlagen in Folge wieder in der Spur. Beim Schlusslicht HSG Löhne-Obernbeck sprang ein 27:23-Arbeistsieg heraus. Oberlübbe rückt zumindest bis Sonntag wieder auf Platz zwei vor. Der TuS Wehe kann aber mit einem Sieg beim HSV Minden-Nord wieder vorbeiziehen. Außerdem tritt die HSG Petershagen/Lahde beim TSV Schloß Neuhaus an. In der 25. Minute platzt bei den Lit-Frauen der Knoten In der Frauen-Oberliga nahm das Derby zwischen der HSG EURo und dem HSV Minden-Nord das oben beschriebene Ende. Bis dahin dominierte der HSV das Geschehen. Nach einer schnellen 6:0-Führung fühlte sich de Mannschaft von Trainer Olaf Grintz augenscheinlich ein zu sicher. EURo kam bis zur Pause wieder auf 9:13 heran, ehe HSG-Trainer Matthias Bredemeier und Caro Pagels beim Gang in die Kabinen wegen Reklamierens jeweils eine Zeitstrafe bekamen. Nach dem Seitenwechsel kam EURo sogar bis auf 12:14 heran. Ann-Kathrin Bredemeier hatte sogar den 13:14-Anschlusstreffer auf der Hand, scheiterte aber an HSV-Torfrau Beate Dahle. Danach kontrollierte der Gast wieder das Geschehen. Das Spiel geht mit einem 23:15-Sieg des HSV in die Wertung ein. Lit Tribe Germania erspielte sich gegen den HC Tura Bergkamen verdient zwei Heimpunkte. Nach 60 Minuten hieß es 32:23 (16:11) für die Mannschaft von Trainerin Andrea Leiding. Bis zum 11:10 (25.) spielte Lit ordentlich, verpasste es aber aufgrund einer schlechten Wurfausbeute, sich schon früh entscheidend abzusetzen. Das holten die Gastgeberinnen dann in den Minuten bis zum Seitenwechsel nach. Nach Wiederanpfiff dominierte Lit das Geschehen nach Belieben und kam bisweilen zu sehenswerten Treffern. Leiding sah „eine gute Mannschaftsleistung". Nach dieser steht Lit vorübergehend auf Platz fünf. Am Sonntag kann der Sechste Bad Salzuflen mit einem Heimsieg über den TSV Hahlen an der Hiller Spielgemeinschaft wieder vorbeiziehen. Petershagen/Lahde überspringt auch die Hürde in Jöllenbeck In der Frauen-Verbandsliga marschiert die HSG Petershagen/Lahde weiter vorne weg. Beim Verfolger TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck siegte der Spitzenreiter mit 26:23 (14:12). Torjägerin Anika Ziercke gelang lediglich ein Feldtor, dafür sprangen andere in die Bresche. Vor allem Johanna Merks mit sechs und Lisa Marie Brase mit fünf Toren. Außerdem feierte der TuS 09 Möllbergen einen 27:25 (16:9)-Erfolg in eigener Halle gegen die Spvg Steinhagen, zieht an dieser vorbei und eroberte Platz vier. Der Aufsteiger hatte das Geschehen zu jeder Zeit im Griff, musste lediglich kurz vor dem Ende beim Stand von 26:24 kurz zittern. In der Meisterrunde der A-Jungen-Bundesliga erlitt GWD Minden einen Rückschlag. Beim VfL Gummersbach unterlag die Mannschaft von Trainer Sebastian Bagats 27:36. Mit einem Sieg hätten die Mindener bereits den Einzug ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft sichergestellt. Die C-Jungen der JSG NSM-Nettelstedt verloren das Halbfinal-Hinspiel um die Westfalenmeisterschaft gegen den ASV Hamm-Westfalen in eigener Halle mit 22:26.

Round-Up: Im Derby stellen die Teams nach Ann-Kathrin Bredemeiers Gehirnerschütterung das Handballspielen ein

Sara Zydel und die HSG EURo bissen sich im Oberliga-Derby an der starken Abwehr des HSV Minden-Nord zumeist die Zähne aus. © Foto: Christian Bendig

Hille (cb). Einen Schockmoment erlebten die Zuschauer des Frauen-Oberliga-Derbys zwischen der HSG EURo und dem HSV Minden-Nord: In der 52. Minute schied Ann-Kathrin Bredemeier mit einer Gehirnerschütterung aus und musste in Krankenhaus eingeliefert werden. Beide Mannschaften verständigten sich beim Spielstand von 23:15 für den HSV darauf, die Spieluhr auslaufen zu lassen. Die Begegnung wird somit gewertet und ist kein Spielabbruch im klassischen Sinne, der eine Spielwiederholung nach sich ziehen würde.

Zum sportlichen Geschehen des Tages: Bei den Männer-Teams rissen fast alle bestehenden Serien. Hier der Überblick.

Die Siegesserie ist gerissen: GWD Minden II war beim Tabellenzweiten der 3. Liga, Eintracht Hagen, beim 21:30 (11:17) chancenlos. Bereits zur Halbzeitpause hatten die Gastgeber, die ihren zehnten Sieg in Folge feierten, mit der 17:11-Führung für klare Verhältnisse gesorgt. Den Anschluss verloren die Mindener nach dem 4:5-Anschlusstreffer von Maximilian Nowatzki (9. Minute). Beim 23:13 (41.) schafften die Hausherren vor 502 Zuschauern die erste Zehn-Tore-Führung. Die Mindener bleiben auf dem zehnten Tabellenplatz. Einen Platz davor rangiert die Mannschaft von Lit Tribe Germania, die aufgrund des Insolvenz-bedingten Rückzugs der Rhein Vikings spielfrei hatte.

TuS Möllbergen schlägt aus 8:3-Führung kein Kapital

In der Oberliga hatte der TuS 09 Möllbergen überraschend beim FC Schalke 04 mit 22:26 (11:11) das Nachsehen. Ohne den verletzten Abwehrchef Holger Kruse drückte vor allem in der Offensive der Schuh. In der ersten Halbzeit lief es für die Mannschaft von Trainer André Torge zunächst nach Plan. Souverän warfen die Portaner den 8:3-Vorsprung nach 15 Minuten heraus, mussten sich aber beim Seitenwechsel mit dem 11:11-Gleichstand begnügen. Den entscheidenden Zwischenspurt setzten die noch gegen den Abstieg kämpfenden Gastgeber zwischen der 39. und 45. Minute, als sie sich vom 16:16 zum 21:18 lösten. Möllbergen bleibt in der Tabelle auf Rang sechs. Für das Torge-Team war es die erste Saisonniederlage gegen ein schlechter postiertes Team.

Lit-Reserve beendet Horror-Serie

In der Verbandsliga trat am Samstag der ASV Senden wegen eines Corona-Verdachtsfall beim TSV Hahlen nicht an. Somit stand lediglich ein Verbandsliga-Spiel mit heimischer Beteiligung an. In dem feierte Lit Tribe Germania II einen eminent wichtigen 33:25 (20:13)-Heimsieg über den TuS Brockhagen. Nach sieben Heimniederlagen in Folge fanden die Hausherren schnell in de Partie und warfen eine beruhigende 9:5-Führung heraus. Mit einem deutlichen Vorsprung startete die Mannschaft von Trainer Feiko Kuscer in den zweiten Durchgang und behielt auch in der kritischen Phase beim 23:19 (43.) kühlen Kopf. „Dann haben wir wieder die Abwehr stabil bekommen", berichtete Co-Trainer Benjamin Arning. Lit II klettert auf Rang acht und überholt die spielfreien Hahler. Die HSG Porta empfängt am Sonntag um 17.30 Uhr den Tabellenzweiten HSG Altenbeken/Buke.

In der Landesliga ist Eintracht Oberlübbe nach zwei Niederlagen in Folge wieder in der Spur. Beim Schlusslicht HSG Löhne-Obernbeck sprang ein 27:23-Arbeistsieg heraus. Oberlübbe rückt zumindest bis Sonntag wieder auf Platz zwei vor. Der TuS Wehe kann aber mit einem Sieg beim HSV Minden-Nord wieder vorbeiziehen. Außerdem tritt die HSG Petershagen/Lahde beim TSV Schloß Neuhaus an.

In der 25. Minute platzt bei den Lit-Frauen der Knoten

In der Frauen-Oberliga nahm das Derby zwischen der HSG EURo und dem HSV Minden-Nord das oben beschriebene Ende. Bis dahin dominierte der HSV das Geschehen. Nach einer schnellen 6:0-Führung fühlte sich de Mannschaft von Trainer Olaf Grintz augenscheinlich ein zu sicher. EURo kam bis zur Pause wieder auf 9:13 heran, ehe HSG-Trainer Matthias Bredemeier und Caro Pagels beim Gang in die Kabinen wegen Reklamierens jeweils eine Zeitstrafe bekamen. Nach dem Seitenwechsel kam EURo sogar bis auf 12:14 heran. Ann-Kathrin Bredemeier hatte sogar den 13:14-Anschlusstreffer auf der Hand, scheiterte aber an HSV-Torfrau Beate Dahle. Danach kontrollierte der Gast wieder das Geschehen. Das Spiel geht mit einem 23:15-Sieg des HSV in die Wertung ein.

Lit Tribe Germania erspielte sich gegen den HC Tura Bergkamen verdient zwei Heimpunkte. Nach 60 Minuten hieß es 32:23 (16:11) für die Mannschaft von Trainerin Andrea Leiding. Bis zum 11:10 (25.) spielte Lit ordentlich, verpasste es aber aufgrund einer schlechten Wurfausbeute, sich schon früh entscheidend abzusetzen. Das holten die Gastgeberinnen dann in den Minuten bis zum Seitenwechsel nach. Nach Wiederanpfiff dominierte Lit das Geschehen nach Belieben und kam bisweilen zu sehenswerten Treffern. Leiding sah „eine gute Mannschaftsleistung". Nach dieser steht Lit vorübergehend auf Platz fünf. Am Sonntag kann der Sechste Bad Salzuflen mit einem Heimsieg über den TSV Hahlen an der Hiller Spielgemeinschaft wieder vorbeiziehen.

Petershagen/Lahde überspringt auch die Hürde in Jöllenbeck

In der Frauen-Verbandsliga marschiert die HSG Petershagen/Lahde weiter vorne weg. Beim Verfolger TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck siegte der Spitzenreiter mit 26:23 (14:12). Torjägerin Anika Ziercke gelang lediglich ein Feldtor, dafür sprangen andere in die Bresche. Vor allem Johanna Merks mit sechs und Lisa Marie Brase mit fünf Toren. Außerdem feierte der TuS 09 Möllbergen einen 27:25 (16:9)-Erfolg in eigener Halle gegen die Spvg Steinhagen, zieht an dieser vorbei und eroberte Platz vier. Der Aufsteiger hatte das Geschehen zu jeder Zeit im Griff, musste lediglich kurz vor dem Ende beim Stand von 26:24 kurz zittern.

In der Meisterrunde der A-Jungen-Bundesliga erlitt GWD Minden einen Rückschlag. Beim VfL Gummersbach unterlag die Mannschaft von Trainer Sebastian Bagats 27:36. Mit einem Sieg hätten die Mindener bereits den Einzug ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft sichergestellt. Die C-Jungen der JSG NSM-Nettelstedt verloren das Halbfinal-Hinspiel um die Westfalenmeisterschaft gegen den ASV Hamm-Westfalen in eigener Halle mit 22:26.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Handball