Oberliga-Schlusslicht HSV Minden-Nord trennt sich von Olaf Grintz - Niklas Fiestelmann neuer Trainer Marcus Riechmann Minden. Führungswechsel beim Frauenhandball-Oberligisten HSV Minden-Nord. Olaf Grintz ist nach dreinhalb Jahren von seinen Aufgaben als Trainer entbunden worden. Sein Nachfolger kommt kommt aus dem HSV-Unterbau: Jugend-Coach Niklas Fiestelmann wird künftig auch das Oberliga-Schlusslicht trainieren. Das Team habe im Herbst 2020 alle drei Spiele der abgebrochenen Corona-Saison verloren. „Und jetzt gab es wieder in drei Spielen drei Niederlagen“, berichtete Kerstin Brandhorst und benannte die Folgen: „Das führte zu Frust im Team. Die Spielerinnen sind verunsichert“, erläuterte die Sportliche Leiterin ihre Wahrnehmung, die sie mit dem Vorstand in den Wechsel des Trainers überführte. Sie verwies auf eine konkrete Überlegung: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, wir haben fünf Wochen bis zum nächsten Spiel und können quasi eine zweite Vorbereitungs machen.“ Niklas Fiestelmann kennt das Team. „Ich habe fast alle Spielerinnen schon in der Jugend trainiert“, sagte der 32-Jährige, der seit rund sieben Jahren beim HSV erfolgreich die B- und C-Mädchen trainiert. „Wir werden nicht alles ändern, es war ja nicht alles schlecht“, sagte er nach seinem ersten Training, „aber wir wollen im Angriff mit mehr Tempo spielen.“ Überhaupt gelte es, „die PS, die wir hier im Jugendbereich haben, auch in der Oberliga einzubringen“. Ihm wie auch dem Vorstand ist wichtig: „Wir müssen die Klasse halten, um den Jugendspielerinnen eine Perspektive bieten zu können.“ Eines der beiden Mädchenteams wird er nun nicht mehr trainieren können. „Wir legen Wert darauf, dass wir hier eine gute Nachfolgelösung finden“, kündigte HSV-Vorsitzender Jens Netzeband eine zeitnahe Nachfolgeregelung an. Während Grintz den HSV verlassen muss, bleibt seine Tochter Maren Schacht als Teammanagerin im Amt. „Wir wusste, dass es so laufen kann“, sagte Brandhorst, die sich gemeinsam mit Schacht um die Mannschaft kümmert. „Wir gehen im Guten auseinander“, sagt Netzeband zur Trennung. Das bestätigt auch Grintz. Doch er machte deutlich: „Ich bin ein bisschen enttäuscht.“ Er habe mit dem Team beisammen gesessen und nach einer eingehenden Analyse einen Fahrplan entworfen. „Wir haben das gemeinsam getragen. Und dann wird am Tag darauf mitgeteilt, dass die Mannschaft sich ein paar Minuten später gegen die weitere Zusammenarbeit ausgesprochen hat“, sagt der 53-Jährige: „Da hätte ich mir einfach eine ehrliche Ansage gewünscht.“

Oberliga-Schlusslicht HSV Minden-Nord trennt sich von Olaf Grintz - Niklas Fiestelmann neuer Trainer

Gemeinsam für den HSV am Ball: Niklas Fiestelmann, der neue Trainer der Oberliga-Frauen, und die sportliche Leiterin Kerstin Brandhorst. MT-Foto: Marcus Riechmann © Marcus Riechmann

Minden. Führungswechsel beim Frauenhandball-Oberligisten HSV Minden-Nord. Olaf Grintz ist nach dreinhalb Jahren von seinen Aufgaben als Trainer entbunden worden. Sein Nachfolger kommt kommt aus dem HSV-Unterbau: Jugend-Coach Niklas Fiestelmann wird künftig auch das Oberliga-Schlusslicht trainieren.

Das Team habe im Herbst 2020 alle drei Spiele der abgebrochenen Corona-Saison verloren. „Und jetzt gab es wieder in drei Spielen drei Niederlagen“, berichtete Kerstin Brandhorst und benannte die Folgen: „Das führte zu Frust im Team. Die Spielerinnen sind verunsichert“, erläuterte die Sportliche Leiterin ihre Wahrnehmung, die sie mit dem Vorstand in den Wechsel des Trainers überführte. Sie verwies auf eine konkrete Überlegung: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, wir haben fünf Wochen bis zum nächsten Spiel und können quasi eine zweite Vorbereitungs machen.“

Niklas Fiestelmann kennt das Team. „Ich habe fast alle Spielerinnen schon in der Jugend trainiert“, sagte der 32-Jährige, der seit rund sieben Jahren beim HSV erfolgreich die B- und C-Mädchen trainiert. „Wir werden nicht alles ändern, es war ja nicht alles schlecht“, sagte er nach seinem ersten Training, „aber wir wollen im Angriff mit mehr Tempo spielen.“ Überhaupt gelte es, „die PS, die wir hier im Jugendbereich haben, auch in der Oberliga einzubringen“. Ihm wie auch dem Vorstand ist wichtig: „Wir müssen die Klasse halten, um den Jugendspielerinnen eine Perspektive bieten zu können.“

Eines der beiden Mädchenteams wird er nun nicht mehr trainieren können. „Wir legen Wert darauf, dass wir hier eine gute Nachfolgelösung finden“, kündigte HSV-Vorsitzender Jens Netzeband eine zeitnahe Nachfolgeregelung an.

Während Grintz den HSV verlassen muss, bleibt seine Tochter Maren Schacht als Teammanagerin im Amt. „Wir wusste, dass es so laufen kann“, sagte Brandhorst, die sich gemeinsam mit Schacht um die Mannschaft kümmert.

„Wir gehen im Guten auseinander“, sagt Netzeband zur Trennung. Das bestätigt auch Grintz. Doch er machte deutlich: „Ich bin ein bisschen enttäuscht.“ Er habe mit dem Team beisammen gesessen und nach einer eingehenden Analyse einen Fahrplan entworfen. „Wir haben das gemeinsam getragen. Und dann wird am Tag darauf mitgeteilt, dass die Mannschaft sich ein paar Minuten später gegen die weitere Zusammenarbeit ausgesprochen hat“, sagt der 53-Jährige: „Da hätte ich mir einfach eine ehrliche Ansage gewünscht.“

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