Oberliga: Hahler Frauen bejubeln 24:22-Derbysieg beim HSV Minden-Nord - Wüllner und Meyer verletzt Thomas Kühlmann Minden. Gegensätzlicher hätte das Stimmungsbild in der Sporthalle Stemmer am Samstagabend nicht sein können: Hier ausgelassen tanzende Spielerinnen des TSV Hahlen, dort bedröppelt auf der Bank hockende Akteurinnen des HSV Minden-Nord, die soeben das prestigeträchtige Kreisderby in der Handball-Oberliga 22:24 (9:11) verloren hatten und nach dem „Warum?“ suchten. Diese Antwort gab HSV-Trainer Olaf Grintz jedoch wie aus der Pistole geschossen. „Wir waren einfach im Angriff zu harmlos“, sah er den Hauptgrund für die bittere Heimpleite in der mangelnden Cleverness bei den Angriffen. Sein Gegenüber Sebastian Winkler war indes voll des Lobes ob des Coups seiner Schützlinge, die schon in der ersten Halbzeit zwei Nackenschläge in Form des frühzeitigen Ausfalls zweier Leistungsträgerinnen einstecken mussten. „Pia Wüllner hat sich am Oberschenkel verletzt und konnte nicht weitermachen. Genauso Filiz Meyer, die bei einer Aktion unglücklich mit dem Kinn auf dem Boden landete und genäht werden musste. Doch wie wir diese beiden Ausfälle weggesteckt haben, war schon klasse. Am Ende hat man einfach gemerkt, dass wir den Sieg mehr wollten als Minden-Nord“, lautete seine Analyse, bei der er natürlich nicht mit Anerkennung für seine Mädchen sparte. Nach der noch halbwegs ausgeglichenen ersten Halbzeit, die die Gäste aus Hahlen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung beendeten, fiel die Vorentscheidung nach der Pause zwischen der 38. und 42. Minute, als sich die Gäste von 13:12 auf 17:12 absetzten und die Fehler der Frauen von Olaf Grintz in der Offensive gnadenlos ausnutzten. Beim 21:15 (49.) war der Vorsprung danach zwischenzeitlich sogar auf sechs Tore angewachsen. Auch zwei Minuten vor dem Ende der Partie lag der Gast noch mit vier Treffern in Front – die Entscheidung. Die beiden letzten Treffer der Mindenerinnen zum 22:24-Endstand waren am Ende daher nur noch Ergebniskosmetik und ließen unterschiedliche Stimmungen zurück. Tore für Minden-Nord: Martin (2), Schröder (4), Hartmann (6/4), Bredemeier (4), Hertel (1), Rohlfing (2), Huck (3). Tore für Hahlen: Meyer (2), Messerschmid (7), Dertmeier (5), Liebsch (5), Bierbaum (3), Schuhbauer (1), Wiese (1). Nur wenig besser als der HSV ist die HSG Petershagen/Lahde platziert, die beim Spitzenreiter in Everswinkel nur hauchdünn einer 20-Tore-Peitsche entging. SC DJK Everswinkel – HSG Petershagen/Lahde 35:16 (16:9). Auf einen Bus konnte die HSG bei der Auswärtsfahrt verzichten. Der Mini-Kader von gerade mal zehn Spielerinnen passte in einen Bulli und ein Auto. Neben Johanna Merks fehlten auch Anika Ziercke, Lisa Brase, Sina Kurlbaum und Agnes Staskute. „Wir waren arg dezimiert“, berichtete Trainer Heiko Breuer von schlechten Voraussetzung im Duell mit dem Spitzenreiter. Gegen „die kompletteste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben“ (Breuer), standen die Gäste auf verlorenem Posten. 0:4, 3:8 und 6:14 lag die HSG zurück. „Wir haben mit dem kleinen Kader versucht, uns zu wehren. Aber wir waren chancenlos“, erzählte Breuer von einer freudlosen Auswärtsfahrt. In der zweiten Halbzeit wurde Petershagen/Lahde von Everswinkel ausgekontert.Tore für Petershagen/Lahde: Ahnefeld 6, Wohl 3, Gerling 2, Driftmann 2, Zwingmann 2/2, McCarthy 1.

Oberliga: Hahler Frauen bejubeln 24:22-Derbysieg beim HSV Minden-Nord - Wüllner und Meyer verletzt

Ausgelassen feierten die Oberliga-Handballerinnen es TSV Hahlen nach Spielschluss den 24:22-Derbysieg beim HSV Minden-Nord. MT-Foto: Thomas Kühlmann © Thomas Kühlmann

Minden. Gegensätzlicher hätte das Stimmungsbild in der Sporthalle Stemmer am Samstagabend nicht sein können: Hier ausgelassen tanzende Spielerinnen des TSV Hahlen, dort bedröppelt auf der Bank hockende Akteurinnen des HSV Minden-Nord, die soeben das prestigeträchtige Kreisderby in der Handball-Oberliga 22:24 (9:11) verloren hatten und nach dem „Warum?“ suchten.

Diese Antwort gab HSV-Trainer Olaf Grintz jedoch wie aus der Pistole geschossen. „Wir waren einfach im Angriff zu harmlos“, sah er den Hauptgrund für die bittere Heimpleite in der mangelnden Cleverness bei den Angriffen. Sein Gegenüber Sebastian Winkler war indes voll des Lobes ob des Coups seiner Schützlinge, die schon in der ersten Halbzeit zwei Nackenschläge in Form des frühzeitigen Ausfalls zweier Leistungsträgerinnen einstecken mussten. „Pia Wüllner hat sich am Oberschenkel verletzt und konnte nicht weitermachen. Genauso Filiz Meyer, die bei einer Aktion unglücklich mit dem Kinn auf dem Boden landete und genäht werden musste. Doch wie wir diese beiden Ausfälle weggesteckt haben, war schon klasse. Am Ende hat man einfach gemerkt, dass wir den Sieg mehr wollten als Minden-Nord“, lautete seine Analyse, bei der er natürlich nicht mit Anerkennung für seine Mädchen sparte.

Nach der noch halbwegs ausgeglichenen ersten Halbzeit, die die Gäste aus Hahlen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung beendeten, fiel die Vorentscheidung nach der Pause zwischen der 38. und 42. Minute, als sich die Gäste von 13:12 auf 17:12 absetzten und die Fehler der Frauen von Olaf Grintz in der Offensive gnadenlos ausnutzten. Beim 21:15 (49.) war der Vorsprung danach zwischenzeitlich sogar auf sechs Tore angewachsen. Auch zwei Minuten vor dem Ende der Partie lag der Gast noch mit vier Treffern in Front – die Entscheidung. Die beiden letzten Treffer der Mindenerinnen zum 22:24-Endstand waren am Ende daher nur noch Ergebniskosmetik und ließen unterschiedliche Stimmungen zurück.

Tore für Minden-Nord: Martin (2), Schröder (4), Hartmann (6/4), Bredemeier (4), Hertel (1), Rohlfing (2), Huck (3).

Tore für Hahlen: Meyer (2), Messerschmid (7), Dertmeier (5), Liebsch (5), Bierbaum (3), Schuhbauer (1), Wiese (1).

Nur wenig besser als der HSV ist die HSG Petershagen/Lahde platziert, die beim Spitzenreiter in Everswinkel nur hauchdünn einer 20-Tore-Peitsche entging.

SC DJK Everswinkel – HSG Petershagen/Lahde 35:16 (16:9). Auf einen Bus konnte die HSG bei der Auswärtsfahrt verzichten. Der Mini-Kader von gerade mal zehn Spielerinnen passte in einen Bulli und ein Auto. Neben Johanna Merks fehlten auch Anika Ziercke, Lisa Brase, Sina Kurlbaum und Agnes Staskute. „Wir waren arg dezimiert“, berichtete Trainer Heiko Breuer von schlechten Voraussetzung im Duell mit dem Spitzenreiter. Gegen „die kompletteste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben“ (Breuer), standen die Gäste auf verlorenem Posten. 0:4, 3:8 und 6:14 lag die HSG zurück. „Wir haben mit dem kleinen Kader versucht, uns zu wehren. Aber wir waren chancenlos“, erzählte Breuer von einer freudlosen Auswärtsfahrt. In der zweiten Halbzeit wurde Petershagen/Lahde von Everswinkel ausgekontert.Tore für Petershagen/Lahde: Ahnefeld 6, Wohl 3, Gerling 2, Driftmann 2, Zwingmann 2/2, McCarthy 1.

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