Lübbecke (nw). Beim HSV Hamburg schiebt er nach einem verlorenen Jahr Frust. Beim TuS N-Lübbecke soll in der kommenden Saison die Lust am Bundesligahandball zurückkommen. Die Bemühungen des Zweitliga-Meisters um eine Verpflichtung von Arne Niemeyer stehen, wie aus zuverlässiger Quelle zu erfahren war, unmittelbar vor dem Abschluss.
Der 27-jährige Rückraumspieler wird sich für die kommenden drei Jahre an den TuS N-Lübbecke binden. Arne Niemeyer erzielte bislang lediglich 34 Bundesligatore für den HSV Hamburg, in der Saison 2007/08 waren es noch 171 für GWD Minden.
"Natürlich bin ich mit meinen geringen Einsatzzeiten nicht zufrieden", meinte Niemeyer am vergangenen Samstag beim Gastspiel des HSV Hamburg in der Mindener Kampa-Halle. Nach der Partie ging es für ihn mit der Mannschaft zurück, da am Sonntagvormittag die nächste Trainingseinheit auf dem Programm stand.
Parallel dazu hatte Niemeyers Berater Wolfgang Gütschow die Verhandlungen mit dem HSV Hamburg um eine vorzeitige Vertragsauflösung des ursprünglich bis 2011 laufenden Kontraktes vorangetrieben. Die Vertragsauflösung in Hamburg war Voraussetzung für eine Einigung mit dem TuS N-Lübbecke.
Arne Niemeyer spielt am heutigen Dienstag mit dem HSV Hamburg gegen den VfL Gummersbach. Danach folgt für die Mannschaft eine Bundesligapause bis zum 30. Mai. Bis dahin soll Niemeyer seinen Kontrakt beim TuS N-Lübbecke unterzeichnen und als neuer Spieler für die kommende Saison vorgestellt werden.
Der 27-Jährige ist mit Michal Jurecki und dem aus Spanien kommenden Henrik Hansen für die Positionen im linken und mittleren Rückraum vorgesehen. Bei seinem künftigen Arbeitgeber warten wesentlich mehr Spielanteile auf Arne Niemeyer, der im Sommer des vergangenen Jahres mit seiner Familie in den Hamburger Stadtteil Winterhude gezogen war. Zuvor hatte der gebürtige Südhemmeraner seit der C-Jugend bei GWD Minden gespielt - übrigens lange Zeit zusammen mit Rolf Hermann, um dessen Rückkehr sich der TuS N-Lübbecke ebenfalls bemüht.
Rolf Hermann, der seit der Verpflichtung von Holger Glandorf nicht mehr so viele Spielanteile in Lemgo hat, wäre einer Rückkehr zum TuS N-Lübbecke, wo er sich immer sehr wohl gefühlt hatte, nicht abgeneigt. Der Linkshänder hatte seinen Vertrag in Lemgo vor dem Glandorf-Wechsel bis 2012 verlängert.
"Auf dem Linkshänder-Markt wird sich in den kommenden Wochen mit Sicherheit noch einiges in Bewegung geraten", glaubt beispielsweise TuS N-Lübbeckes Geschäftsführer Uwe Kölling. Bei dieser Thematik sei in erster Linie Geduld gefragt.
Eine erste vorsichtige Lübbecker Anfrage bei TBV-Manager Volker Zerbe wurde allerdings abschlägig beschieden - was allerdings noch nichts heißen muss.
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.