Neuer Verbandsliga-Trainer bei Lit: Pohlmann übernimmt Christian Bendig Hille. In seiner neuen Rolle als Sportlicher Leiter bei Lit 1912 ging es für Feiko Kuscer gleich in die Vollen. Mit seiner ersten Amtshandlung als Nachfolger des aus privaten Gründen ausgeschiedenen Bert Fuchs verpflichtete der 35-Jährige Marc Pohlmann als seinen eigenen Nachfolger für die Lit-Verbandsliga-Handballer. Dass er ab kommender Saison nicht mehr die Übergangsmannschaft zwischen der Bundesliga-A-Jugend und dem Drittliga-Team der Spielgemeinschaft nach vier erfolgreichen Jahren trainieren wollte, erklärte Kuscer bereits vor einiger Zeit dem Vorstand. Dessen Antwort darauf kam für den 35-Jährigen ein wenig überraschend. „Daniel Gerling und Christian Niemann fragten mich, ob ich mir vorstellen kann, der Nachfolger von Bert Fuchs zu werden.“ Das „Ja“ zu dem verantwortungsvollen Posten schoß Kuscer aber nicht aus der Pistole. „Ich wollte das Thema einmal zu Hause anklingen lassen und mindestens eine Nacht darüber schlafen.“ Zudem folgte noch ein Gespräch mit Bert Fuchs. Doch danach war ziemlich schnell alles klar. Schnell klar war auch seine eigene Nachfolgeregelung. „Marc Pohlmann war der erste Name auf meiner Liste“, bezeichnet Kuscer seinen Nachfolger als „Wunschlösung“. Die sagte glücklicherweise schnell zu. „Das war mein erster goldener Griff“, sagt Kuscer, der außerdem seit der Gründung der Lit-Spielbetriebs-GmbH auch deren zweiter Geschäftsführer ist, mit einem Augenzwinkern. Außerdem blickt der angehende B-Lizenzinhaber nach dem Perspektivwechsel auf eine erfolgreiche Trainerzeit zurück. „Die Aufgabe hat mir immer mega viel Spaß gemacht. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ein Spieler den nächsten Schritt in die eigene Drittliga-Mannschaft oder zu einem anderen Oberligisten schafft.“ Klar, dass Kuscer die Fortführung seiner Arbeit und die Umsetzung des sportlichen Konzepts in guten Händen wissen wollte. Das ist aus seiner Sicht mit der Pohlmann-Verpflichtung geschehen. „Ich habe mit Marc ein sehr gutes Gefühl.“ Dass ausgerechnet Pohlmann Kuscers Nachfolge übernimmt, erscheint zunächst ein wenig überraschend. Schließlich war Pohlmann zwei Jahre raus aus dem Trainergeschäft. „Der Handball lässt einen aber nicht los“, verweist der 36-Jährige darauf, dass er nach dem Ende seiner Tätigkeit bei den Verbandsliga-Männern des TSV Hahlen mehr als nur ein Auge auf die Szene hatte: „Ich habe mir viele Amateurspiele angeschaut.“ Pohlmann wünscht sich, dass das in den kommenden Monaten auch wieder möglich sein wird. „Das wäre ein großer Vorteil. So könnte ich mir von meiner neuen Mannschaft noch einmal live ein viel besseres Bild machen.“ Auch wenn Pohlmann die Verbandsliga aus seiner eineinhalbjährigen gemeinsamen Trainertätigkeit mit Henrik Thielking in Hahlen noch bestens kennt. „Die Verbandsliga hat sich enorm entwickelt und ist eine sehr spannende Liga“, sagt er. Der Entschluss, nach zwei Jahren als Oberligatrainer der Hahler Frauen, einem halben Jahr bei den Hahler Bezirksliga-Männern und bei der ersten Männermannschaft, wieder ein Team zu führen, reifte nicht erst nach Kuscers Anruf vor etwa drei Wochen. Nachdem zuletzt der Fokus auf Privates gelegen hatte, verstärkte sich bei Pohlmann das Gefühl, „wieder etwas machen zu wollen“. Die Liga spielte eine untergeordnete Rolle. „Aber ich wollte nicht eine Mannschaft übernehmen, damit ich wieder eine Mannschaft habe“, musste für Pohlmann auch die Gesamtkonstellation passen. Und die passt bei der Lit. „Eine dritte Mannschaft klingt jetzt vielleicht nicht super aufregend. Aber ich glaube in Deutschland gibt es nicht viele dritte Mannschaften in der fünften Liga“, sagt Pohlmann, der sich nach eigener Aussage „seit der E-Jugend mit Feiko duellierte“ und im Männerbereich gemeinsam mit Kuscer in der Regionalliga für Lit auflief. Nachdem die erste drängende Personalie unter Dach und Fach ist, arbeitet Kuscer in den kommenden Wochen die nächsten Aufgaben von der To-do-Liste ab. „Weil wir jetzt mit Marc und Benjamin Arning als Co-Trainer klar sind, können wir mit allen Spielern der Dritten sprechen“, kündigt der Sportliche Leiter an. In Maik Riechmann und René Glöckner haben schon zwei Schlüsselspieler zugesagt. Mit Teilen der Drittliga-Mannschaft wurden ebenfalls Gespräche geführt. Hier liegt Kuscers Fokus aufgrund der durch die Corona-Pandemie unsicheren Lage darauf, „erst einmal die „eigenen Spieler zu halten“. Und in nicht mehr allzuferner Zukunft steht für Kuscer auch die Einarbeitung in die trockene Materie der Regelularien der 3. Liga an. „In den administrativen Bereich werde ich hineinwachsen.“

Neuer Verbandsliga-Trainer bei Lit: Pohlmann übernimmt

Das erfolgreiche Duo Benjamin Arning (links) und Feiko Kuscer wird im Sommer gesprengt. Kuscer ist inzwischen aber auch Sportlicher Leiter von Lit. © Christian Bendig

Hille. In seiner neuen Rolle als Sportlicher Leiter bei Lit 1912 ging es für Feiko Kuscer gleich in die Vollen. Mit seiner ersten Amtshandlung als Nachfolger des aus privaten Gründen ausgeschiedenen Bert Fuchs verpflichtete der 35-Jährige Marc Pohlmann als seinen eigenen Nachfolger für die Lit-Verbandsliga-Handballer.

Dass er ab kommender Saison nicht mehr die Übergangsmannschaft zwischen der Bundesliga-A-Jugend und dem Drittliga-Team der Spielgemeinschaft nach vier erfolgreichen Jahren trainieren wollte, erklärte Kuscer bereits vor einiger Zeit dem Vorstand. Dessen Antwort darauf kam für den 35-Jährigen ein wenig überraschend. „Daniel Gerling und Christian Niemann fragten mich, ob ich mir vorstellen kann, der Nachfolger von Bert Fuchs zu werden.“ Das „Ja“ zu dem verantwortungsvollen Posten schoß Kuscer aber nicht aus der Pistole. „Ich wollte das Thema einmal zu Hause anklingen lassen und mindestens eine Nacht darüber schlafen.“ Zudem folgte noch ein Gespräch mit Bert Fuchs. Doch danach war ziemlich schnell alles klar.

Marc Pohlmann wird Trainer des Verbandsligisten Lit III. Fotos: Bendig - © Christian Bendig
Marc Pohlmann wird Trainer des Verbandsligisten Lit III. Fotos: Bendig - © Christian Bendig

Schnell klar war auch seine eigene Nachfolgeregelung. „Marc Pohlmann war der erste Name auf meiner Liste“, bezeichnet Kuscer seinen Nachfolger als „Wunschlösung“. Die sagte glücklicherweise schnell zu. „Das war mein erster goldener Griff“, sagt Kuscer, der außerdem seit der Gründung der Lit-Spielbetriebs-GmbH auch deren zweiter Geschäftsführer ist, mit einem Augenzwinkern.

Außerdem blickt der angehende B-Lizenzinhaber nach dem Perspektivwechsel auf eine erfolgreiche Trainerzeit zurück. „Die Aufgabe hat mir immer mega viel Spaß gemacht. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ein Spieler den nächsten Schritt in die eigene Drittliga-Mannschaft oder zu einem anderen Oberligisten schafft.“ Klar, dass Kuscer die Fortführung seiner Arbeit und die Umsetzung des sportlichen Konzepts in guten Händen wissen wollte. Das ist aus seiner Sicht mit der Pohlmann-Verpflichtung geschehen. „Ich habe mit Marc ein sehr gutes Gefühl.“

Dass ausgerechnet Pohlmann Kuscers Nachfolge übernimmt, erscheint zunächst ein wenig überraschend. Schließlich war Pohlmann zwei Jahre raus aus dem Trainergeschäft. „Der Handball lässt einen aber nicht los“, verweist der 36-Jährige darauf, dass er nach dem Ende seiner Tätigkeit bei den Verbandsliga-Männern des TSV Hahlen mehr als nur ein Auge auf die Szene hatte: „Ich habe mir viele Amateurspiele angeschaut.“ Pohlmann wünscht sich, dass das in den kommenden Monaten auch wieder möglich sein wird. „Das wäre ein großer Vorteil. So könnte ich mir von meiner neuen Mannschaft noch einmal live ein viel besseres Bild machen.“ Auch wenn Pohlmann die Verbandsliga aus seiner eineinhalbjährigen gemeinsamen Trainertätigkeit mit Henrik Thielking in Hahlen noch bestens kennt. „Die Verbandsliga hat sich enorm entwickelt und ist eine sehr spannende Liga“, sagt er.

Der Entschluss, nach zwei Jahren als Oberligatrainer der Hahler Frauen, einem halben Jahr bei den Hahler Bezirksliga-Männern und bei der ersten Männermannschaft, wieder ein Team zu führen, reifte nicht erst nach Kuscers Anruf vor etwa drei Wochen. Nachdem zuletzt der Fokus auf Privates gelegen hatte, verstärkte sich bei Pohlmann das Gefühl, „wieder etwas machen zu wollen“. Die Liga spielte eine untergeordnete Rolle. „Aber ich wollte nicht eine Mannschaft übernehmen, damit ich wieder eine Mannschaft habe“, musste für Pohlmann auch die Gesamtkonstellation passen.

Und die passt bei der Lit. „Eine dritte Mannschaft klingt jetzt vielleicht nicht super aufregend. Aber ich glaube in Deutschland gibt es nicht viele dritte Mannschaften in der fünften Liga“, sagt Pohlmann, der sich nach eigener Aussage „seit der E-Jugend mit Feiko duellierte“ und im Männerbereich gemeinsam mit Kuscer in der Regionalliga für Lit auflief.

Nachdem die erste drängende Personalie unter Dach und Fach ist, arbeitet Kuscer in den kommenden Wochen die nächsten Aufgaben von der To-do-Liste ab. „Weil wir jetzt mit Marc und Benjamin Arning als Co-Trainer klar sind, können wir mit allen Spielern der Dritten sprechen“, kündigt der Sportliche Leiter an. In Maik Riechmann und René Glöckner haben schon zwei Schlüsselspieler zugesagt. Mit Teilen der Drittliga-Mannschaft wurden ebenfalls Gespräche geführt. Hier liegt Kuscers Fokus aufgrund der durch die Corona-Pandemie unsicheren Lage darauf, „erst einmal die „eigenen Spieler zu halten“. Und in nicht mehr allzuferner Zukunft steht für Kuscer auch die Einarbeitung in die trockene Materie der Regelularien der 3. Liga an. „In den administrativen Bereich werde ich hineinwachsen.“

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