Nachruf: Matthias Schmitz war ein Kämpfer auf und neben dem Platz Hille (sru). Matthias Schmitz trat in den Verein TVG Nordhemmern ein, bevor er überhaupt laufen konnte. Handball und das Dorf Nordhemmern – das waren zwei Säulen in seinem Leben. Er hat den Verein als Spieler, Trainer und Organisator mehr als 30 Jahre lang bereichert. Als Spieler kannte man ihn als Linksaußen, der mit großer Sprungkraft durch die Hallen flog. Er kämpfte – immer und unermüdlich –, egal ob beim Handball selbst oder bei irgendwelchen Aufwärmspielchen. So schaffte er es bis in die Regionalligamannschaft von Lit 1912. Für Freunde und Mannschaftskameraden war er der geborene Führungsspieler. Matthias Schmitz hatte immer die richtige Einstellung, sagte jedem ehrlich die Meinung und verbreitete gleichzeitig stets gute Laune. Die schönste Woche im Jahr feierte Schmitz immer Ende Juli, Anfang August beim Sportfest in Nordhemmern. Dort gehörte er zum „harten Kern“, der sich in den wilden Sportfest-Tagen um Aufbau, Abbau und alles andere kümmerte, was sonst noch anfiel. Vor einigen Jahren ließ er sich passend dazu im Sportplatz-Festzelt ein Tattoo stechen mit der Aufschrift „Der harte Kern“, gepaart mit dem TVG-Logo. Er hat die Geselligkeit der Handballer und des Vereins genossen. Auf Partys blieb er gerne bis zum Schluss. Er verstand sich nicht nur mit seinen Kumpels aus dem Klub, sondern war im ganzen Handballkreis beliebt. „Matze“ Schmitz ist wohl einer der wenigen Spieler, die bei Lit 1912 sowohl in der ersten als auch in der achten Mannschaft spielten. Die letzten Jahre als Spieler ging er in der dritten Mannschaft auf Torejagd, zusammen mit seinem besten Kumpel Tobias Otling. Die letzten aktiven Handball-Jahre gemeinsam zu verbringen, war den beiden Kumpels wichtig. Vor ein paar Jahren machte der Handballer mit seinen Kumpels aus Nordhemmern einen Abstecher zum Fußball. Als SC Hille III mischten sie die Kreisliga C auf. Matthias Schmitz zeigte auch da sein Talent und wurde Torschützenkönig der Liga. 2019 erkrankte Matthias Schmitz schwer. Er kämpfte sich mit vollem Einsatz zurück ins Leben, so wie man ihn als Spieler kannte. Auch danach war er noch als Trainer der dritten Mannschaft im Verein aktiv. Daneben verbrachte der Schalke-Fan viel Zeit mit seiner Frau Maren und dem gemeinsamen Hund Joschi. Doch die Krankheit kam zurück. Am vergangenen Sonntag verstarb Matthias Schmitz im Alter von 35 Jahren. Nicht nur die Menschen in Nordhemmern werden ihn vermissen. Der ganze Handballkreis trauert um einen besonderen Sportler und Menschen.

Nachruf: Matthias Schmitz war ein Kämpfer auf und neben dem Platz

Engagiert begleitete Matthias Schmitz vergangene Saison als Trainer die Spiele seiner Mannschaft. © Marcus Riechmann

Hille (sru). Matthias Schmitz trat in den Verein TVG Nordhemmern ein, bevor er überhaupt laufen konnte. Handball und das Dorf Nordhemmern – das waren zwei Säulen in seinem Leben. Er hat den Verein als Spieler, Trainer und Organisator mehr als 30 Jahre lang bereichert.

Als Spieler kannte man ihn als Linksaußen, der mit großer Sprungkraft durch die Hallen flog. Er kämpfte – immer und unermüdlich –, egal ob beim Handball selbst oder bei irgendwelchen Aufwärmspielchen. So schaffte er es bis in die Regionalligamannschaft von Lit 1912.

Für Freunde und Mannschaftskameraden war er der geborene Führungsspieler. Matthias Schmitz hatte immer die richtige Einstellung, sagte jedem ehrlich die Meinung und verbreitete gleichzeitig stets gute Laune.

Die schönste Woche im Jahr feierte Schmitz immer Ende Juli, Anfang August beim Sportfest in Nordhemmern. Dort gehörte er zum „harten Kern“, der sich in den wilden Sportfest-Tagen um Aufbau, Abbau und alles andere kümmerte, was sonst noch anfiel. Vor einigen Jahren ließ er sich passend dazu im Sportplatz-Festzelt ein Tattoo stechen mit der Aufschrift „Der harte Kern“, gepaart mit dem TVG-Logo.

Er hat die Geselligkeit der Handballer und des Vereins genossen. Auf Partys blieb er gerne bis zum Schluss. Er verstand sich nicht nur mit seinen Kumpels aus dem Klub, sondern war im ganzen Handballkreis beliebt.

„Matze“ Schmitz ist wohl einer der wenigen Spieler, die bei Lit 1912 sowohl in der ersten als auch in der achten Mannschaft spielten. Die letzten Jahre als Spieler ging er in der dritten Mannschaft auf Torejagd, zusammen mit seinem besten Kumpel Tobias Otling. Die letzten aktiven Handball-Jahre gemeinsam zu verbringen, war den beiden Kumpels wichtig.

Vor ein paar Jahren machte der Handballer mit seinen Kumpels aus Nordhemmern einen Abstecher zum Fußball. Als SC Hille III mischten sie die Kreisliga C auf. Matthias Schmitz zeigte auch da sein Talent und wurde Torschützenkönig der Liga.

2019 erkrankte Matthias Schmitz schwer. Er kämpfte sich mit vollem Einsatz zurück ins Leben, so wie man ihn als Spieler kannte. Auch danach war er noch als Trainer der dritten Mannschaft im Verein aktiv. Daneben verbrachte der Schalke-Fan viel Zeit mit seiner Frau Maren und dem gemeinsamen Hund Joschi.

Doch die Krankheit kam zurück. Am vergangenen Sonntag verstarb Matthias Schmitz im Alter von 35 Jahren. Nicht nur die Menschen in Nordhemmern werden ihn vermissen. Der ganze Handballkreis trauert um einen besonderen Sportler und Menschen.

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