„Möchte zeigen, was ich kann“ - Torwart Robin Maroldt spielt mit GWD Minden II bei seinem Ex-Klub Jörg Wehling Minden. Ob Robin Maroldt noch eine Rechnung offen hat mit seinem Ex-Klub TV Bissendorf-Holte? „Nein, so weit würde ich nicht gehen. Aber ich möchte schon in meiner Heimat zeigen, was ich kann“, sagt der Torwart des Handball-Drittligisten GWD Minden II. Am Samstagabend um 19.30 Uhr spielt Maroldt mit den „GWD Youngsters“ gegen das TVB-Team und hofft dabei auf ähnlich viel Einsatzzeit wie zuletzt gegen Ahlen. „Das hat natürlich Spaß gemacht. Und es hat mich gefreut, dass ich meiner Mannschaft damit helfen konnte“, sagt der 27-Jährige, der damit zweitältester Spieler im GWD-II-Kader ist. 50 Minuten stand Maroldt gegen Ahlen im Tor und präsentierte sich glänzend. Dass seine Formkurve nach oben zeigt, stellte er beim 39:30-Sieg mit er eine Quote von 56 Prozent gehaltener Bälle eindrucksvoll unter Beweis. „Das war so schlecht natürlich nicht“, sagt Maroldt mit einem Augenzwinkern und ergänzt: „Die Jungs haben aber auch super verteidigt. Da war es für mich einfacher, ein paar Bälle mehr zu halten.“Allzu häufig konnte der in Osnabrück lebende Keeper seine Klasse in Minden bisher nicht zeigen. Die 50 Minuten gegen Ahlen und eine Halbzeit im Derby gegen Lit 1912 II waren seine längsten Einsätze im GWD-Trikot. Warum er diese Anlaufzeit brauchte, erklärt er so: „Zum einen bin ich erst sehr spät zu GWD gekommen und habe einen Großteil der Vorbereitung verpasst. Und zum anderen musste ich mich erst hinter einer für mich ungewohnten 3:2:1-Deckung zurecht finden.“Dass der Abschied aus Bissendorf in der Nähe von Osnabrück nicht ganz reibungslos verlief, hat ihn ein wenig geärgert. Dort war kurz vor dem Saisonstart sein Vertrag nicht verlängert worden. So stand er kurzfristig ohne Verein da. „Es haben sich dann einige Klubs bei mir gemeldet. Auch Moritz Schäpsmeier hatte mich angerufen. Und das Konzept von ihm und GWD hat mich überzeugt“, sagt Maroldt. Mittlerweile habe er auch seinen Trainingsrhythmus gefunden – und das, obwohl er zugibt, „nicht unbedingt ein Trainingsweltmeister zu sein“. Richtig gut findet er die Zusammenarbeit mit seinem Torwart-Partner Lucas Grabitz. „Wir sind unterschiedliche Typen. Ich komme mehr über die Emotion, Lucas ist da eher der ruhige Pol. Wir ergänzen uns super.“ Bevor Maroldt zu GWD Minden II kam, spielte er in der 2. Liga für den SV Post Schwerin. Über den Weg Mecklenburger Stiere (3. Liga) ging es schließlich nach Bissendorf. Jetzt pendelt der 27-Jährige zum Training nach Minden, was angesichts der guten Bahnverbindung von Osnabrück kein Problem ist. Am heutigen Samstag ist die Anreise für ihn allerdings kurz: „Ich fahre mit einigen ehemaligen Mannschaftskameraden zum Spiel. Natürlich haben wir auch einige Wetten laufen.“Ein Selbstläufer wird das Auswärtsspiel für GWD II seiner Ansicht nach nicht: „Sie spielen einen sehr schnellen Ball. Wir müssen auf der Hut sein.“ Dennoch glaubt er fest an den Auswärtssieg: „Auch als Team haben wir einen Aufwärtstrend und möchten diesen natürlich bestätigen.“ Klassenpartner Lit 1912 II tritt am Samstagabend um 18 Uhr beim Team Handball Lippe II an und hofft auf eine Revanche für die unglückliche 30:31-Niederlage im Heimspiel. „Wir haben damals gut dagegen gehalten, aber es hat nicht ganz gereicht“, sagt Co-Trainer Julian Grumbach, der am Wochenende wieder ins zweite Glied zurücktreten wird für den genesenen Daniel Gerling. Das Hinspiel gegen die Lipper erinnerte an die jüngste Heimniederlage gegen Aurich. Bis wenige Minuten vor Schluss lag Lit gut im Rennen und hatte mindestens einen Punkt in Aussicht. Doch am Ende der Parte feierte die Gastmannschaft. „Das Spiel gegen Aurich muss bei allen raus aus den Köpfen, auch wenn die vermeidbare Niederlage schmerzt. Unterm Strich haben wir 50 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht. Daran müssen wir anknüpfen“, fordert Grumbach: „Unser Gegner hat derzeit einen Lauf. Aber wir sind natürlich nicht chancenlos und wollen es besser machen als im Hinspiel.“ Ein zentrales Thema wird sein, wie das Lit-Team die Toptorschützen Niko Blauuw und Leve Carstensen in den Griff bekommen wird. Fraglich ist zudem, mit welchem Torwartgespann die Gäste antreten. Neben Jannis Finke hofft Noah Steinhauer auf einen Einsatz trotz seiner Kapselverletzung an der rechten Hand. „Er ist zwar optimistisch, dass es geht. Aber am Dienstag hat er noch nicht trainiert“, sagt Grumbach. Im vergangenen Heimspiel war Linus Ernstmeyer der zweite Mann im Lit-Tor.

„Möchte zeigen, was ich kann“ - Torwart Robin Maroldt spielt mit GWD Minden II bei seinem Ex-Klub

Pusht gerne seine Mitspieler und sich selbst: GWD II-Keeper Robin Maroldt. Heute Abend trifft der Zweitliga-erfahrene Torwart er auf seinen ehemaligen Klub. MT-Foto: Marcus Riechmann

Minden. Ob Robin Maroldt noch eine Rechnung offen hat mit seinem Ex-Klub TV Bissendorf-Holte? „Nein, so weit würde ich nicht gehen. Aber ich möchte schon in meiner Heimat zeigen, was ich kann“, sagt der Torwart des Handball-Drittligisten GWD Minden II. Am Samstagabend um 19.30 Uhr spielt Maroldt mit den „GWD Youngsters“ gegen das TVB-Team und hofft dabei auf ähnlich viel Einsatzzeit wie zuletzt gegen Ahlen.

„Das hat natürlich Spaß gemacht. Und es hat mich gefreut, dass ich meiner Mannschaft damit helfen konnte“, sagt der 27-Jährige, der damit zweitältester Spieler im GWD-II-Kader ist. 50 Minuten stand Maroldt gegen Ahlen im Tor und präsentierte sich glänzend. Dass seine Formkurve nach oben zeigt, stellte er beim 39:30-Sieg mit er eine Quote von 56 Prozent gehaltener Bälle eindrucksvoll unter Beweis. „Das war so schlecht natürlich nicht“, sagt Maroldt mit einem Augenzwinkern und ergänzt: „Die Jungs haben aber auch super verteidigt. Da war es für mich einfacher, ein paar Bälle mehr zu halten.“

Allzu häufig konnte der in Osnabrück lebende Keeper seine Klasse in Minden bisher nicht zeigen. Die 50 Minuten gegen Ahlen und eine Halbzeit im Derby gegen Lit 1912 II waren seine längsten Einsätze im GWD-Trikot. Warum er diese Anlaufzeit brauchte, erklärt er so: „Zum einen bin ich erst sehr spät zu GWD gekommen und habe einen Großteil der Vorbereitung verpasst. Und zum anderen musste ich mich erst hinter einer für mich ungewohnten 3:2:1-Deckung zurecht finden.“

Dass der Abschied aus Bissendorf in der Nähe von Osnabrück nicht ganz reibungslos verlief, hat ihn ein wenig geärgert. Dort war kurz vor dem Saisonstart sein Vertrag nicht verlängert worden. So stand er kurzfristig ohne Verein da. „Es haben sich dann einige Klubs bei mir gemeldet. Auch Moritz Schäpsmeier hatte mich angerufen. Und das Konzept von ihm und GWD hat mich überzeugt“, sagt Maroldt. Mittlerweile habe er auch seinen Trainingsrhythmus gefunden – und das, obwohl er zugibt, „nicht unbedingt ein Trainingsweltmeister zu sein“. Richtig gut findet er die Zusammenarbeit mit seinem Torwart-Partner Lucas Grabitz. „Wir sind unterschiedliche Typen. Ich komme mehr über die Emotion, Lucas ist da eher der ruhige Pol. Wir ergänzen uns super.“

Bevor Maroldt zu GWD Minden II kam, spielte er in der 2. Liga für den SV Post Schwerin. Über den Weg Mecklenburger Stiere (3. Liga) ging es schließlich nach Bissendorf. Jetzt pendelt der 27-Jährige zum Training nach Minden, was angesichts der guten Bahnverbindung von Osnabrück kein Problem ist. Am heutigen Samstag ist die Anreise für ihn allerdings kurz: „Ich fahre mit einigen ehemaligen Mannschaftskameraden zum Spiel. Natürlich haben wir auch einige Wetten laufen.“

Ein Selbstläufer wird das Auswärtsspiel für GWD II seiner Ansicht nach nicht: „Sie spielen einen sehr schnellen Ball. Wir müssen auf der Hut sein.“ Dennoch glaubt er fest an den Auswärtssieg: „Auch als Team haben wir einen Aufwärtstrend und möchten diesen natürlich bestätigen.“

Klassenpartner Lit 1912 II tritt am Samstagabend um 18 Uhr beim Team Handball Lippe II an und hofft auf eine Revanche für die unglückliche 30:31-Niederlage im Heimspiel. „Wir haben damals gut dagegen gehalten, aber es hat nicht ganz gereicht“, sagt Co-Trainer Julian Grumbach, der am Wochenende wieder ins zweite Glied zurücktreten wird für den genesenen Daniel Gerling. Das Hinspiel gegen die Lipper erinnerte an die jüngste Heimniederlage gegen Aurich. Bis wenige Minuten vor Schluss lag Lit gut im Rennen und hatte mindestens einen Punkt in Aussicht. Doch am Ende der Parte feierte die Gastmannschaft.

„Das Spiel gegen Aurich muss bei allen raus aus den Köpfen, auch wenn die vermeidbare Niederlage schmerzt. Unterm Strich haben wir 50 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht. Daran müssen wir anknüpfen“, fordert Grumbach: „Unser Gegner hat derzeit einen Lauf. Aber wir sind natürlich nicht chancenlos und wollen es besser machen als im Hinspiel.“ Ein zentrales Thema wird sein, wie das Lit-Team die Toptorschützen Niko Blauuw und Leve Carstensen in den Griff bekommen wird.

Fraglich ist zudem, mit welchem Torwartgespann die Gäste antreten. Neben Jannis Finke hofft Noah Steinhauer auf einen Einsatz trotz seiner Kapselverletzung an der rechten Hand. „Er ist zwar optimistisch, dass es geht. Aber am Dienstag hat er noch nicht trainiert“, sagt Grumbach. Im vergangenen Heimspiel war Linus Ernstmeyer der zweite Mann im Lit-Tor.

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