Mit Klesniks die Klasse halten: Trainer Gerling formuliert für der XXL-Saison der 3. Liga defensive Ziele für Lit 1912 Jörg Wehling Hille. Daniel Gerling, Trainer des Handball-Drittligisten Lit 1912 II, steht eine Saison mit vielen Fragezeichen bevor. Wie wird Corona die Saison beeinflussen? Wie viele Zuschauer sind erlaubt? Wie stark sind die Gegner, zu denen neue Teams aus der Region Hannover gehören? Wie haben seine Spieler die lange Spielpause weggesteckt? „Vieles ist schwer zu beurteilen“, sagt der Lit-Trainer, der das Saisonziel defensiv formuliert: „Es geht für uns ganz klar um den Klassenerhalt.“ Respekt hat der Lit-Coach vor der Größe der coronabedingt aufgestockten Liga, die mit 18 Teams auch Doppelspieltage im Freitag/Sonntag-Rhythmus erfordert: „Im Laufe der Serie kann es auch eine Frage der Kraft werden.“ Und so ist er froh, in Evars Klesniks einen ebenso prominenten wie erfahrenen Rückkehrer begrüßen zu dürfen. Der Abwehr-Routinier hatte in der vergangenen Saison noch einmal ein kurzes und sehr erfolgreiches Bundesliga-Comeback als Aushilfe beim TBV Lemgo-Lippe gegeben und lief zudem für die lettische Nationalmannschaft bei der EM auf. „Ebbe ist bei uns eine zentrale Figur“, unterstreicht Gerling die Bedeutung seines Führungsspielers und Leistungsträgers. Für Lit-Chef Christian Niemann war die Personalie nicht unerwartet: „Es war schon sicher, dass er wieder zu uns zurückkommt. Überraschend war nur, dass es schon in dieser Saison geklappt hat.“ Klesniks ist froh über seine Rückkehr ins Lit-Trikot. „Abseits des Leistungssports spielt man da, wo es einem viel Spaß macht“, lobt Klesniks die gute Stimmung im Team. Seine Rolle innerhalb des Teams kennt der 40-Jährige nur zu gut. „Ich bin für die Ordnung in der Mannschaft zuständig. Auf dem Spielfeld, aber auch außerhalb“, schmunzelt der Lette. Er selber geht auch mit gemischten Gefühlen in die Saison. „Man weiß einfach nicht, wie man mit dieser speziellen Situation umgehen soll. Handball ohne Zuschauer ist für mich nicht vorstellbar. Zuschauer als emotionaler Faktor gehören einfach dazu.“ Derzeit kann Klesniks wegen Rückenproblemen nur eingeschränkt trainieren. Er hofft aber, bis zum Saisonstart dabei sein zu können. Sollte er fit sein, könnte er sogar für den Kooperationspartner TuS N-Lübbecke in der zweiten Liga spielen. Hintergrund ist der Zusammenschluss von Lit Tribe Germania mit dem TuS Nettelstedt, Stammverein der Lübbecker Profi-Mannschaft. „Über diese eher theoretische Möglichkeit haben wir auch gesprochen“, sagt Christian Niemann, dessen Littis nun unter neuem Namen erstmals als zweite Mannschaft in der 3. Liga spielen. Grundsätzlich wurde der Kader von Lit 1912 II moderat verändert. Moritz Rodenkirchen, Maik Riechmann und Piotr Grabarczyk gehören nicht mehr dazu. Dafür kamen Spieler, die an das Profi-Niveau herangeführt werden sollen und Spielpraxis bei Lit bekommen werden. Dazu gehören Marek Nissen aus Flensburg und Filip Brezina aus Spenge. Beide pendeln zwischen dem Lübbecker Zweitliga-Kader und dem Hiller Drittliga-Team. „Am Wochenanfang trainieren sie beim TuS mit. Zum Wochenende spielen sie bei uns. Immer unter Einbeziehung der Corona-Hygieneregeln“, erklärt Gerling. Verstärkung aus dem A-Jungen-Bundesliga-Kader bekommt das Lit-Team durch Hannes Krassort, Juri Bockermann und Mark Artmeier. Eine veränderte Aufgabenverteilung gibt es innerhalb des Kaders. Neuer Kapitän ist Torwart Linus Ernstmeyer, der vormals Happel hieß und mit der Hochzeit den Namen seiner Ehefrau angenommen hat. Der bisherige Kapitän Jannik Gartmann hat aus privaten Gründen das Amt abgegeben. Mit dem Stand der Vorbereitung ist Gerling nur bedingt zufrieden. Selten stand ihm der Kader komplett zur Verfügung. „Jeder hat mal gefehlt. Dementsprechend schleppend lief es bisher“, sagt er. Doch er ist zuversichtlich, dass sein Team zum Saisonauftakt am 4. Oktober gegen Hannover Burgwedel in Form sein wird. „Und das zählt schließlich“, sagt Gerling. Das Team von Lit 1912 II Abgänge: Piotr Grabarczyk (zurück nach Polen), Moritz Rodenkirchen (GWD Minden II), Maik Riechmann (Lit 1912 III). Zugänge: Marek Nissen (A-Jungen SG Flensburg-Handewitt), Filip Brezina (TuS Spenge), Evars Klesniks (TBV Lemgo-Lippe), Juri Bockermann, Hannes Krassort, Mark Artmeier (alle JSG Lit 1912). Kader: Linus Ernstmeyer, Jannis Finke - Nico Kruse, Marvin Mundus, Lucas Rüter, Jannik Borcherding, Juri Bockermann, Filip Brezina, Jesper Finke, Mark Artmeier, Janik Oevermann, David Finke, Jannik Gartmann, Julien Knickmeier, Kim-Patrick Kliver, Hannes Krassort, Tim Grote, Marek Nissen, Evars Klesniks. Trainer: Daniel Gerling. Sportlicher Leiter: Bert Fuchs.

Mit Klesniks die Klasse halten: Trainer Gerling formuliert für der XXL-Saison der 3. Liga defensive Ziele für Lit 1912

Hille. Daniel Gerling, Trainer des Handball-Drittligisten Lit 1912 II, steht eine Saison mit vielen Fragezeichen bevor. Wie wird Corona die Saison beeinflussen? Wie viele Zuschauer sind erlaubt? Wie stark sind die Gegner, zu denen neue Teams aus der Region Hannover gehören? Wie haben seine Spieler die lange Spielpause weggesteckt?

„Vieles ist schwer zu beurteilen“, sagt der Lit-Trainer, der das Saisonziel defensiv formuliert: „Es geht für uns ganz klar um den Klassenerhalt.“ Respekt hat der Lit-Coach vor der Größe der coronabedingt aufgestockten Liga, die mit 18 Teams auch Doppelspieltage im Freitag/Sonntag-Rhythmus erfordert: „Im Laufe der Serie kann es auch eine Frage der Kraft werden.“

Und so ist er froh, in Evars Klesniks einen ebenso prominenten wie erfahrenen Rückkehrer begrüßen zu dürfen. Der Abwehr-Routinier hatte in der vergangenen Saison noch einmal ein kurzes und sehr erfolgreiches Bundesliga-Comeback als Aushilfe beim TBV Lemgo-Lippe gegeben und lief zudem für die lettische Nationalmannschaft bei der EM auf. „Ebbe ist bei uns eine zentrale Figur“, unterstreicht Gerling die Bedeutung seines Führungsspielers und Leistungsträgers. Für Lit-Chef Christian Niemann war die Personalie nicht unerwartet: „Es war schon sicher, dass er wieder zu uns zurückkommt. Überraschend war nur, dass es schon in dieser Saison geklappt hat.“

Klesniks ist froh über seine Rückkehr ins Lit-Trikot. „Abseits des Leistungssports spielt man da, wo es einem viel Spaß macht“, lobt Klesniks die gute Stimmung im Team. Seine Rolle innerhalb des Teams kennt der 40-Jährige nur zu gut. „Ich bin für die Ordnung in der Mannschaft zuständig. Auf dem Spielfeld, aber auch außerhalb“, schmunzelt der Lette. Er selber geht auch mit gemischten Gefühlen in die Saison. „Man weiß einfach nicht, wie man mit dieser speziellen Situation umgehen soll. Handball ohne Zuschauer ist für mich nicht vorstellbar. Zuschauer als emotionaler Faktor gehören einfach dazu.“

Derzeit kann Klesniks wegen Rückenproblemen nur eingeschränkt trainieren. Er hofft aber, bis zum Saisonstart dabei sein zu können. Sollte er fit sein, könnte er sogar für den Kooperationspartner TuS N-Lübbecke in der zweiten Liga spielen. Hintergrund ist der Zusammenschluss von Lit Tribe Germania mit dem TuS Nettelstedt, Stammverein der Lübbecker Profi-Mannschaft. „Über diese eher theoretische Möglichkeit haben wir auch gesprochen“, sagt Christian Niemann, dessen Littis nun unter neuem Namen erstmals als zweite Mannschaft in der 3. Liga spielen.

Grundsätzlich wurde der Kader von Lit 1912 II moderat verändert. Moritz Rodenkirchen, Maik Riechmann und Piotr Grabarczyk gehören nicht mehr dazu. Dafür kamen Spieler, die an das Profi-Niveau herangeführt werden sollen und Spielpraxis bei Lit bekommen werden. Dazu gehören Marek Nissen aus Flensburg und Filip Brezina aus Spenge. Beide pendeln zwischen dem Lübbecker Zweitliga-Kader und dem Hiller Drittliga-Team. „Am Wochenanfang trainieren sie beim TuS mit. Zum Wochenende spielen sie bei uns. Immer unter Einbeziehung der Corona-Hygieneregeln“, erklärt Gerling.

Verstärkung aus dem A-Jungen-Bundesliga-Kader bekommt das Lit-Team durch Hannes Krassort, Juri Bockermann und Mark Artmeier. Eine veränderte Aufgabenverteilung gibt es innerhalb des Kaders. Neuer Kapitän ist Torwart Linus Ernstmeyer, der vormals Happel hieß und mit der Hochzeit den Namen seiner Ehefrau angenommen hat. Der bisherige Kapitän Jannik Gartmann hat aus privaten Gründen das Amt abgegeben.

Mit dem Stand der Vorbereitung ist Gerling nur bedingt zufrieden. Selten stand ihm der Kader komplett zur Verfügung. „Jeder hat mal gefehlt. Dementsprechend schleppend lief es bisher“, sagt er. Doch er ist zuversichtlich, dass sein Team zum Saisonauftakt am 4. Oktober gegen Hannover Burgwedel in Form sein wird. „Und das zählt schließlich“, sagt Gerling.

Das Team von Lit 1912 II

Abgänge: Piotr Grabarczyk (zurück nach Polen), Moritz Rodenkirchen (GWD Minden II), Maik Riechmann (Lit 1912 III).

Zugänge: Marek Nissen (A-Jungen SG Flensburg-Handewitt), Filip Brezina (TuS Spenge), Evars Klesniks (TBV Lemgo-Lippe), Juri Bockermann, Hannes Krassort, Mark Artmeier (alle JSG Lit 1912).

Kader: Linus Ernstmeyer, Jannis Finke - Nico Kruse, Marvin Mundus, Lucas Rüter, Jannik Borcherding, Juri Bockermann, Filip Brezina, Jesper Finke, Mark Artmeier, Janik Oevermann, David Finke, Jannik Gartmann, Julien Knickmeier, Kim-Patrick Kliver, Hannes Krassort, Tim Grote, Marek Nissen, Evars Klesniks.

Trainer: Daniel Gerling.

Sportlicher Leiter: Bert Fuchs.

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