MT-Interview: „Hurra gerufen hat noch niemand“ - Handball-Kreischef Reinhold Kölling geht von Bord Jörg Wehling Porta Westfalica.Noch einmal lässt sich Reinhold Kölling nicht erweichen. Nach zwei Amtszeiten als Vorsitzender des Handballkreises Minden-Lübbecke macht er den Platz frei für einen Jüngeren. Als 2015 der damalige Vorsitzende Philipp Koch nicht mehr kandidierte, übernahm Kölling das Amt. Was als Übergangslösung gedacht war, wiederholte sich drei Jahre später auf dem Kreistag. Es fand sich niemand, sodass Kölling erneut für drei Jahre übernahm. Damit ist nun Schluss: Auf dem nächsten Kreistag in Oberlübbe, der sobald möglich als Präsenzveranstaltung stattfinden soll, wird ein Neuer gewählt. Kölling ist dann 70 Jahre alt und möchte sich dann anderen Dingen widmen. Wie steht es um Ihre Nachfolge? Wer wird der neue Chef der heimischen Handballer? Das lässt sich im Moment noch nicht sagen. Wir sind schon seit einiger Zeit auf der Suche. Und wir haben auch einen Kreis von Kandidaten, mit denen wir sprechen. Aber „Hurra“ gerufen hat bisher noch niemand. Wir haben Wunschkandidaten im Auge. Aber eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Interessenten können sich gern bei mir melden. Also machen Sie vielleicht doch noch weiter, wenn man Sie bittet? Nein, auf keinen Fall. Ich bin dann 70 Jahre alt und habe noch einige andere Dinge in meinem Leben vor. Es müssen jetzt einfach Jüngere ran, weil man in meinem Alter nicht mehr die Sprache der Generation spricht, die nun die Basis im Handball bilden. Da hat sich einfach etwas verändert. Was macht die Suche nach einem geeigneten Kandidaten so schwierig? Die Person muss eine ganze Reihe von Aufgaben erfüllen können. Sie muss repräsentieren, ein Teamplayer sein, Kompromisse eingehen und koordinieren. Vereins- und Verbandserfahrung ist wünschenswert. Und natürlich müsste sie auch eigene Ideen im Kopf haben, um den Handball voranzubringen. Gibt es solche Leute überhaupt noch? Ich glaube ja. Es muss jemand sein, der bereit ist, den Hut aufzusetzen und die Verantwortung zu übernehmen, insbesondere dann, wenn etwas nicht so gut läuft. Aber die Person kann sich auf ein gut funktionierendes Team verlassen. Ist es zu einfach gedacht, dass jemand aus dem Vorstandsteam aufrückt? Ja, das ist es. Weil Wolfgang Budde als mein Stellvertreter ebenfalls bald aufhören möchte. Und andere aus dem Vorstand sind mit ihren speziellen Aufgaben sehr beschäftigt und zufrieden. Aber man weiß ja nie. Wie sehen Sie den Handballkreis denn aufgestellt? Meines Erachtens sehr gut. Mir war immer wichtig, dass der Kreisverband ein Dienstleister der Vereine ist und nicht über den Kopf hinweg Entscheidungen trifft. Ich denke, wir haben das in den vergangenen Jahren ganz gut hinbekommen. Was waren Ihre zentralen Projekte? Es war wichtig, dass Hauptamtlichkeit in den Vorstand kommt. Jetzt haben wir einen Geschäftsführer, der elementare Dinge erledigt, sich um den Schriftverkehr kümmert, die Homepage pflegt und den Rundbrief erstellt. Ein wichtiges Kapitel ist auch die Öffentlichkeitsarbeit. Das stimmt. Da haben wir uns schon verbessert mit einem neuen Logo und einer aktuelleren Webseite. Auch in den Sozialen Medien sind wir gut unterwegs. Sehr gut laufen auch die Grundschulspielfeste. Eingeführt hatte diese Philip Koch, wir haben sie in der Zwischenzeit ausgebaut. Ein wichtiges Projekt war auch „Handball for Kids“. Wir haben Training mit GWD-Profis in den Grundschulen organisiert, zum Beispiel mit Marian Michalczik, Kevin Gulliksen und den anderen Profis. Eine tolle Sache, die Corona-bedingt leider pausieren muss. Ein ungeliebtes Kind war der Kreispokal-Wettbewerb. Das stimmt. Aber in meiner Wahrnehmung haben wir dafür gesorgt, dass dieser Wettbewerb nun attraktiver geworden ist. Auch wenn uns hier Corona in diesem Jahr ein Strich durch die Rechnung gemacht hat. Hätten Sie gedacht, dass Sie sich zum Ende ihrer Amtszeit noch einmal mit so schwierigen Themen wie Corona, Pandemie und Hygiene-Konzepten auseinandersetzen müssen? Damit war nicht zu rechnen, aber der Sache aus dem Wege zu gehen, war auch keine Option. Die meiste Arbeit lag ohnehin bei den Leuten der Technischen Kommission, also bei Wolfgang Budde und Marcus Bärenfänger. Sie mussten sich Gedanken machen und vor allem auch neue Spielpläne entwickeln. Da haben sie Großartiges geleistet. Meine Aufgabe war es, sich in den Konferenzen dem Thema anzunähern und aus der Fülle an Informationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und ist Ihnen das gelungen? Ich würde sagen: Ja. Die größte Sorgen, die wir als Handballer hatten und auch noch haben, ist allerdings die, dass wir durch die Pandemie viele junge Menschen verlieren, weil der Handball aus der Öffentlichkeit verschwunden ist und kein Sport stattfindet. Damit haben aber auch andere Sportarten zu kämpfen. Wir haben Hygiene- und Nachverfolgungskonzepte entwickelt – Vorreiter ist die JSG Lit 1912 –, die wir derzeit mit LSB und Politik diskutieren, um alsbald mit der Jugendarbeit wieder starten zu können. Was glauben Sie: Wie wird der Handball nach Corona aussehen? Wird es wieder Handball mit Zuschauern in vollen Hallen geben? Natürlich wird Corona unseren Sport noch einige Zeit beeinträchtigen. Ich bin mir sicher, dass wir wieder Handball in der Halle schauen können. Wie viele Zuschauer dann dabei sein werden, ist natürlich offen. Werden alle Vereine die Pandemie überstehen? Das hoffe ich schon, auch wenn es schwierig ist, die wegbrechenden Einnahmen aufzufangen. Wichtig ist, dass die Sponsoren zur Stange halten, sofern sie es können. Ich bin da aber guter Dinge. Wie bewerten Sie die aktuelle Lage im Profi-Handball mit GWD Minden und dem TuS N-Lübbecke? Insgesamt ist es wichtig, dass der Handball in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Dazu gehört unter anderem eine erfolgreiche Nationalmannschaft. Wichtig ist auch, dass GWD Minden und der TuS N-Lübbecke wieder vor Zuschauern spielen. Für die Profiklubs sind diese Einnahmen ebenso wichtig, wie für die Amateurvereine. Braucht GWD eine neue Halle oder reicht es, die Kampa-Halle zu sanieren? Das Handeln um die Kampa-Halle habe ich nie verstanden. Die Halle war damals für GWD gut, ist aber nun in die Jahre gekommen. Für den Moment mag das noch passen. Aber sowohl für GWD als auch für die Kultur ist eine Multi-Arena wichtig, damit die Leute in der Region nicht nach Bielefeld oder Hannover abwandern. Gehört dazu auch ein Jugend-Internat? Professionelle Strukturen im Jugend-Handball zu schaffen, davon profitieren wir hier natürlich. Insofern wäre das schön. Was geben Sie ihrem Nachfolger an Tipps und Aufgaben mit auf dem Weg? Insgesamt sehe ich den Handballkreis sehr gut aufgestellt. Wichtig bleiben wird die Nachwuchsarbeit, die Mitgliedergewinnung und das Fördern der Schiedsrichter. Vor Corona gab es erste Erfolge. Im Bereich der E-Jungen und D-Mädchen haben sich die Zahl der Mannschaften stabilisiert. Zuwächse sind also erkennbar. Auch als Vorstand haben wir ein gutes Team mit jungen Leuten. Darauf lässt sich sicher aufbauen. Was kann oder muss besser werden? Wir haben uns dafür stark gemacht, im Bereich der Ü50 einen Wettbewerb zu etablieren. Das hätte besser angenommen können. Wir können aber auch hier nur Ideengeber sein. Die Vereine und die Mitglieder müssen schon selber dafür sorgen, dass sich so ein Wettbewerb etabliert. Was werden Sie mit ihrer neu gewonnen Freizeit machen, wenn Sie nicht mehr Vorsitzender sind? Langweilig wird mir sicher aufgrund weiterer Ehrenämter im Ort und in der Lokalpolitik nicht. Natürlich bleibe ich dem Handball als Zuschauer verbunden. Ich würde in meinem Leben sehr gerne einmal jeden Kontinent bereist haben, da habe ich noch zwei vor mir. Und als Radfahr-Fan würde ich sehr gerne noch einmal quer durch Deutschland touren wollen. Auch da gibt es noch viel zu entdecken. ZUM THEMA: Der Handballkreis Minden-Lübbecke Der Vorstand des Handballkreis Minden-Lübbecke: Reinhold Kölling (Vorsitzender), Wolfgang Budde (2. Vorsitzender und Chef der Technischen Kommission), Frank Bade (Kassenwart), Andreas Pieper (Rechtswart), Heiko Wesemann (Lehrwart), Ingrid Brand (Jugendausschuss-Vorsitzende) und Michael Vogel (Schiedsrichter-Ausschussvorsitzender). Zum erweiterten Vorstand gehören: Jürgen Steinhauer (Kreisspruchausschuss-Vorsitzender), Friedhelm Krietemeyer (Seniorenspielwart), Marcus Bärenfänger, (Mitarbeiter Technische Kommission), Sarah Thom Jugendsprecherin), Fabian Göcke (Jugendsprecher), Schiedsrichterwart Rolf Röckemann, Frank Begemann (Schiedsrichter-Lehrwart), Willi Krone (Ehrenmitglied Vorstand), Ralf Otto (Geschäftsführer). In Nordrhein-Westfalen ist der Westdeutsche Handballverband in Düsseldorf der übergeordnete Verband. Darüber gibt es auf Bundesebene den Deutschen Handballbund (DHB) als Spitzenverband. Dieser ist der übergeordnete Verband für alle 22 Landesverbände. Der DHB ist mit 749.000 Mitgliedern der weltweit größte Handballdachverband. Dem Westdeutschen-Handballverband gehören drei Landesverbände an, neben dem Handballverband Niederrhein, dem Handballverband Mittelrhein, auch der Handballverband Westfalen. Zum Handballverband Westfalen gehören elf Kreisverbände, darunter der Handballkreis Minden-Lübbecke. (mt)

MT-Interview: „Hurra gerufen hat noch niemand“ - Handball-Kreischef Reinhold Kölling geht von Bord

Handball Kreisvorsitzender Reinhold Kölling. MT-Foto: Jörg Wehling © Jörg Wehling

Porta Westfalica.Noch einmal lässt sich Reinhold Kölling nicht erweichen. Nach zwei Amtszeiten als Vorsitzender des Handballkreises Minden-Lübbecke macht er den Platz frei für einen Jüngeren. Als 2015 der damalige Vorsitzende Philipp Koch nicht mehr kandidierte, übernahm Kölling das Amt. Was als Übergangslösung gedacht war, wiederholte sich drei Jahre später auf dem Kreistag. Es fand sich niemand, sodass Kölling erneut für drei Jahre übernahm.

Damit ist nun Schluss: Auf dem nächsten Kreistag in Oberlübbe, der sobald möglich als Präsenzveranstaltung stattfinden soll, wird ein Neuer gewählt. Kölling ist dann 70 Jahre alt und möchte sich dann anderen Dingen widmen.

Wie steht es um Ihre Nachfolge? Wer wird der neue Chef der heimischen Handballer?

Das lässt sich im Moment noch nicht sagen. Wir sind schon seit einiger Zeit auf der Suche. Und wir haben auch einen Kreis von Kandidaten, mit denen wir sprechen. Aber „Hurra“ gerufen hat bisher noch niemand. Wir haben Wunschkandidaten im Auge. Aber eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Interessenten können sich gern bei mir melden.

Also machen Sie vielleicht doch noch weiter, wenn man Sie bittet?

Nein, auf keinen Fall. Ich bin dann 70 Jahre alt und habe noch einige andere Dinge in meinem Leben vor. Es müssen jetzt einfach Jüngere ran, weil man in meinem Alter nicht mehr die Sprache der Generation spricht, die nun die Basis im Handball bilden. Da hat sich einfach etwas verändert.

Was macht die Suche nach einem geeigneten Kandidaten so schwierig?

Die Person muss eine ganze Reihe von Aufgaben erfüllen können. Sie muss repräsentieren, ein Teamplayer sein, Kompromisse eingehen und koordinieren. Vereins- und Verbandserfahrung ist wünschenswert. Und natürlich müsste sie auch eigene Ideen im Kopf haben, um den Handball voranzubringen.

Gibt es solche Leute überhaupt noch?

Ich glaube ja. Es muss jemand sein, der bereit ist, den Hut aufzusetzen und die Verantwortung zu übernehmen, insbesondere dann, wenn etwas nicht so gut läuft. Aber die Person kann sich auf ein gut funktionierendes Team verlassen.

Ist es zu einfach gedacht, dass jemand aus dem Vorstandsteam aufrückt?

Ja, das ist es. Weil Wolfgang Budde als mein Stellvertreter ebenfalls bald aufhören möchte. Und andere aus dem Vorstand sind mit ihren speziellen Aufgaben sehr beschäftigt und zufrieden. Aber man weiß ja nie.

Wie sehen Sie den Handballkreis denn aufgestellt?

Meines Erachtens sehr gut. Mir war immer wichtig, dass der Kreisverband ein Dienstleister der Vereine ist und nicht über den Kopf hinweg Entscheidungen trifft. Ich denke, wir haben das in den vergangenen Jahren ganz gut hinbekommen.

Was waren Ihre zentralen Projekte?

Es war wichtig, dass Hauptamtlichkeit in den Vorstand kommt. Jetzt haben wir einen Geschäftsführer, der elementare Dinge erledigt, sich um den Schriftverkehr kümmert, die Homepage pflegt und den Rundbrief erstellt.

Ein wichtiges Kapitel ist auch die Öffentlichkeitsarbeit.

Das stimmt. Da haben wir uns schon verbessert mit einem neuen Logo und einer aktuelleren Webseite. Auch in den Sozialen Medien sind wir gut unterwegs. Sehr gut laufen auch die Grundschulspielfeste. Eingeführt hatte diese Philip Koch, wir haben sie in der Zwischenzeit ausgebaut. Ein wichtiges Projekt war auch „Handball for Kids“. Wir haben Training mit GWD-Profis in den Grundschulen organisiert, zum Beispiel mit Marian Michalczik, Kevin Gulliksen und den anderen Profis. Eine tolle Sache, die Corona-bedingt leider pausieren muss.

Ein ungeliebtes Kind war der Kreispokal-Wettbewerb.

Das stimmt. Aber in meiner Wahrnehmung haben wir dafür gesorgt, dass dieser Wettbewerb nun attraktiver geworden ist. Auch wenn uns hier Corona in diesem Jahr ein Strich durch die Rechnung gemacht hat.

Hätten Sie gedacht, dass Sie sich zum Ende ihrer Amtszeit noch einmal mit so schwierigen Themen wie Corona, Pandemie und Hygiene-Konzepten auseinandersetzen müssen?

Damit war nicht zu rechnen, aber der Sache aus dem Wege zu gehen, war auch keine Option. Die meiste Arbeit lag ohnehin bei den Leuten der Technischen Kommission, also bei Wolfgang Budde und Marcus Bärenfänger. Sie mussten sich Gedanken machen und vor allem auch neue Spielpläne entwickeln. Da haben sie Großartiges geleistet. Meine Aufgabe war es, sich in den Konferenzen dem Thema anzunähern und aus der Fülle an Informationen die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Und ist Ihnen das gelungen?

Ich würde sagen: Ja. Die größte Sorgen, die wir als Handballer hatten und auch noch haben, ist allerdings die, dass wir durch die Pandemie viele junge Menschen verlieren, weil der Handball aus der Öffentlichkeit verschwunden ist und kein Sport stattfindet. Damit haben aber auch andere Sportarten zu kämpfen. Wir haben Hygiene- und Nachverfolgungskonzepte entwickelt – Vorreiter ist die JSG Lit 1912 –, die wir derzeit mit LSB und Politik diskutieren, um alsbald mit der Jugendarbeit wieder starten zu können.

Was glauben Sie: Wie wird der Handball nach Corona aussehen? Wird es wieder Handball mit Zuschauern in vollen Hallen geben?

Natürlich wird Corona unseren Sport noch einige Zeit beeinträchtigen. Ich bin mir sicher, dass wir wieder Handball in der Halle schauen können. Wie viele Zuschauer dann dabei sein werden, ist natürlich offen.

Werden alle Vereine die Pandemie überstehen?

Das hoffe ich schon, auch wenn es schwierig ist, die wegbrechenden Einnahmen aufzufangen. Wichtig ist, dass die Sponsoren zur Stange halten, sofern sie es können. Ich bin da aber guter Dinge.

Wie bewerten Sie die aktuelle Lage im Profi-Handball mit GWD Minden und dem TuS N-Lübbecke?

Insgesamt ist es wichtig, dass der Handball in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Dazu gehört unter anderem eine erfolgreiche Nationalmannschaft. Wichtig ist auch, dass GWD Minden und der TuS N-Lübbecke wieder vor Zuschauern spielen. Für die Profiklubs sind diese Einnahmen ebenso wichtig, wie für die Amateurvereine.

Braucht GWD eine neue Halle oder reicht es, die Kampa-Halle zu sanieren?

Das Handeln um die Kampa-Halle habe ich nie verstanden. Die Halle war damals für GWD gut, ist aber nun in die Jahre gekommen. Für den Moment mag das noch passen. Aber sowohl für GWD als auch für die Kultur ist eine Multi-Arena wichtig, damit die Leute in der Region nicht nach Bielefeld oder Hannover abwandern.

Gehört dazu auch ein Jugend-Internat?

Professionelle Strukturen im Jugend-Handball zu schaffen, davon profitieren wir hier natürlich. Insofern wäre das schön.

Was geben Sie ihrem Nachfolger an Tipps und Aufgaben mit auf dem Weg?

Insgesamt sehe ich den Handballkreis sehr gut aufgestellt. Wichtig bleiben wird die Nachwuchsarbeit, die Mitgliedergewinnung und das Fördern der Schiedsrichter. Vor Corona gab es erste Erfolge. Im Bereich der E-Jungen und D-Mädchen haben sich die Zahl der Mannschaften stabilisiert. Zuwächse sind also erkennbar. Auch als Vorstand haben wir ein gutes Team mit jungen Leuten. Darauf lässt sich sicher aufbauen.

Was kann oder muss besser werden?

Wir haben uns dafür stark gemacht, im Bereich der Ü50 einen Wettbewerb zu etablieren. Das hätte besser angenommen können. Wir können aber auch hier nur Ideengeber sein. Die Vereine und die Mitglieder müssen schon selber dafür sorgen, dass sich so ein Wettbewerb etabliert.

Was werden Sie mit ihrer neu gewonnen Freizeit machen, wenn Sie nicht mehr Vorsitzender sind?

Langweilig wird mir sicher aufgrund weiterer Ehrenämter im Ort und in der Lokalpolitik nicht. Natürlich bleibe ich dem Handball als Zuschauer verbunden. Ich würde in meinem Leben sehr gerne einmal jeden Kontinent bereist haben, da habe ich noch zwei vor mir. Und als Radfahr-Fan würde ich sehr gerne noch einmal quer durch Deutschland touren wollen. Auch da gibt es noch viel zu entdecken.

ZUM THEMA: Der Handballkreis Minden-Lübbecke

Der Vorstand des Handballkreis Minden-Lübbecke: Reinhold Kölling (Vorsitzender), Wolfgang Budde (2. Vorsitzender und Chef der Technischen Kommission), Frank Bade (Kassenwart), Andreas Pieper (Rechtswart), Heiko Wesemann (Lehrwart), Ingrid Brand (Jugendausschuss-Vorsitzende) und Michael Vogel (Schiedsrichter-Ausschussvorsitzender).

Zum erweiterten Vorstand gehören: Jürgen Steinhauer (Kreisspruchausschuss-Vorsitzender), Friedhelm Krietemeyer (Seniorenspielwart), Marcus Bärenfänger, (Mitarbeiter Technische Kommission), Sarah Thom Jugendsprecherin), Fabian Göcke (Jugendsprecher), Schiedsrichterwart Rolf Röckemann, Frank Begemann (Schiedsrichter-Lehrwart), Willi Krone (Ehrenmitglied Vorstand), Ralf Otto (Geschäftsführer).

In Nordrhein-Westfalen ist der Westdeutsche Handballverband in Düsseldorf der übergeordnete Verband. Darüber gibt es auf Bundesebene den Deutschen Handballbund (DHB) als Spitzenverband. Dieser ist der übergeordnete Verband für alle 22 Landesverbände. Der DHB ist mit 749.000 Mitgliedern der weltweit größte Handballdachverband. Dem Westdeutschen-Handballverband gehören drei Landesverbände an, neben dem Handballverband Niederrhein, dem Handballverband Mittelrhein, auch der Handballverband Westfalen. Zum Handballverband Westfalen gehören elf Kreisverbände, darunter der Handballkreis Minden-Lübbecke. (mt)

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