Landesliga stürmt dem ersten und überraschenden Spitzenspiel entgegen Marcus Riechmann Minden (rich/jöw). Das ambitionierte Team der HSG Petershagen/Lahde hat auch das zweite Saisonspiel der Handball-Landesliga gewonnen. Tabellenführer ist der Titelkandidat aber nicht. An der Spitze steht ein Aufsteiger: Mit zwei feinen Siegen hat sich die HSG EURo bis nach oben gespielt. Damit kommt es am kommenden Wochenende zu einem unerwarteten Spitzenspiel: Am Samstag um 18 Uhr treffen die beiden Teams in Lahde aufeinander. HSG Petershagen/Lahde – TuS Gehlenbeck 27:22 (12:10). HSG-Trainer Michael Kopahs überraschte die Gäste mit einer 3:2:1-Abwehr, der er mit Neuzugang Malte Ames einen wuchtigen Wellenbrecher an die Spitze stellte. „Das war eine Variante, weil Gehlenbeck mit den beiden Penner-Brüdern viel über das Zentrum kommt“, erläuterte Kopahs und stellte zufrieden fest: „Das hat 40 Minuten super geklappt.“ Auch offensiv setzte der oberliga-erfahrenen Kreisläufer Ames Akzente und riss Lücken in die starke 6:0-Deckung der Gäste. „Wenn wir die Abwehr in Bewegung gebracht haben, sind wir zu guten Torchancen gekommen“, meinte Kopahs. Gegen einen erfahrenen und eingespielten Gast lag Petershagen/Lahde vor gut gefüllter Tribüne immer vorn. Nach der Pause löste sich die HSG über 15:10 auf 18:12. Dann stockte der Fluss. Gehlenbeck kam zum 16:18 (43.) heran und blieb bis zum 19:22 (50.) in Schlagdistanz. „Wir kommen noch gut aus der Halbzeit, aber dann verlieren wir ein bisschen die Spielkontrolle. Jeder will da ein bisschen sein eigenes Ding machen, da kommen wir nicht mehr über das Kollektiv“, kritisierte Kopahs, dessen Team die Aufgabe am Ende aber souverän erledigte. Tore für Petershagen/Lahde: Essler 5, Byczynski 4, J. Ames 4, Röbke, Schäkel 3, M. Ames 3, Beißner 1. HSG EURo – TuS Bielefeld/Jöllenbeck II 24:19 (10:10). „Mit dem Saisonstart bin ich natürlich sehr zufrieden. Das gibt Selbstvertrauen für die weiteren Partien“, sagte HSG-Trainer Carsten Poggemeier nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel. Nach einem Erfolg sah es im ersten Durchgang zunächst nicht aus. „Bis kurz vor der Pause lief offensiv wenig zusammen“, sagte der Trainer. Über 1:5 (14.) und 6:10 (25.) platzte kurz vor der Pause dann doch der Knoten. „Ich habe im Rückraum durchgewechselt. Das hat funktioniert“, berichtete Poggemeier. Mit 10:10 ging es in die Kabine. Mit dem 17:12 durch Lennart Schmidt rollte der HSG-Express dann sicher in Richtung Heimsieg. Die weiteren Zwischenstände: 20:14 (52.) und 23:18 (57.). Tore für HSG EURo: Schmidt 6, Kruse 5, Ehlenbroeker 4/4, Becker 3, Machlitt 2, Venzke 1, Fabry 1, Riechmann 1, Zajac 1. SG Bünde/Dünne – TV Sachsenross Hille 30:24 (15:13). „Für uns war hier etwas drin.Aber in der entscheidenden Phase waren wir ein wenig zu hektisch“, sagte Trainer Thomas Schlensker nach der Niederlage in Bünde. Beim Stande von 20:21 (44.) handelten sich die Hiller innerhalb kürzester Zeit drei Zeitstrafen ein. Mit dem 21:25 (51.) war die Partie vorentschieden. In der ersten Halbzeit gerieten die Hiller in einen Zwei-Tore-Rückstand, blieben aber bis zur Pause in Schlagdistanz. Kurz nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Hiller sogar eine knappe 17:16-Führung (36.), doch dann zogen die ersatzgeschwächt angetretenen Gastgeber wieder davon. In der Schlussphase handelte sich Jannis Kruse innerhalb von vier Minuten mit der zweiten und dritten Strafzeit eine Rote Karte ein. Tore für TV Hille: Ossenfort 8/2, Breuer 6, Stobbe 4, Droste 2, Spechtmeyer 2, Nelles 1, Bredemeyer 1.

Landesliga stürmt dem ersten und überraschenden Spitzenspiel entgegen

Es ging zur Sache: Lahdes Marco Prange beschwert sich auf Knien nach einem Foul beim Gegenstoß, Gehlenbecks Justin Penner sagt ihm dazu die Meinung. MT-Foto: Riechmann © Marcus Riechmann

Minden (rich/jöw). Das ambitionierte Team der HSG Petershagen/Lahde hat auch das zweite Saisonspiel der Handball-Landesliga gewonnen. Tabellenführer ist der Titelkandidat aber nicht. An der Spitze steht ein Aufsteiger: Mit zwei feinen Siegen hat sich die HSG EURo bis nach oben gespielt. Damit kommt es am kommenden Wochenende zu einem unerwarteten Spitzenspiel: Am Samstag um 18 Uhr treffen die beiden Teams in Lahde aufeinander.

HSG Petershagen/Lahde – TuS Gehlenbeck 27:22 (12:10). HSG-Trainer Michael Kopahs überraschte die Gäste mit einer 3:2:1-Abwehr, der er mit Neuzugang Malte Ames einen wuchtigen Wellenbrecher an die Spitze stellte. „Das war eine Variante, weil Gehlenbeck mit den beiden Penner-Brüdern viel über das Zentrum kommt“, erläuterte Kopahs und stellte zufrieden fest: „Das hat 40 Minuten super geklappt.“

Jonas Schäkel hat freie Bahn und erzielt eines seiner drei Tore beim Lahder Heimsieg. MT-Foto: Marcus Riechmann - © Marcus Riechmann
Jonas Schäkel hat freie Bahn und erzielt eines seiner drei Tore beim Lahder Heimsieg. MT-Foto: Marcus Riechmann - © Marcus Riechmann

Auch offensiv setzte der oberliga-erfahrenen Kreisläufer Ames Akzente und riss Lücken in die starke 6:0-Deckung der Gäste. „Wenn wir die Abwehr in Bewegung gebracht haben, sind wir zu guten Torchancen gekommen“, meinte Kopahs.

Gegen einen erfahrenen und eingespielten Gast lag Petershagen/Lahde vor gut gefüllter Tribüne immer vorn. Nach der Pause löste sich die HSG über 15:10 auf 18:12. Dann stockte der Fluss. Gehlenbeck kam zum 16:18 (43.) heran und blieb bis zum 19:22 (50.) in Schlagdistanz. „Wir kommen noch gut aus der Halbzeit, aber dann verlieren wir ein bisschen die Spielkontrolle. Jeder will da ein bisschen sein eigenes Ding machen, da kommen wir nicht mehr über das Kollektiv“, kritisierte Kopahs, dessen Team die Aufgabe am Ende aber souverän erledigte. Tore für Petershagen/Lahde: Essler 5, Byczynski 4, J. Ames 4, Röbke, Schäkel 3, M. Ames 3, Beißner 1.

HSG EURo – TuS Bielefeld/Jöllenbeck II 24:19 (10:10). „Mit dem Saisonstart bin ich natürlich sehr zufrieden. Das gibt Selbstvertrauen für die weiteren Partien“, sagte HSG-Trainer Carsten Poggemeier nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel. Nach einem Erfolg sah es im ersten Durchgang zunächst nicht aus. „Bis kurz vor der Pause lief offensiv wenig zusammen“, sagte der Trainer. Über 1:5 (14.) und 6:10 (25.) platzte kurz vor der Pause dann doch der Knoten. „Ich habe im Rückraum durchgewechselt. Das hat funktioniert“, berichtete Poggemeier. Mit 10:10 ging es in die Kabine. Mit dem 17:12 durch Lennart Schmidt rollte der HSG-Express dann sicher in Richtung Heimsieg. Die weiteren Zwischenstände: 20:14 (52.) und 23:18 (57.). Tore für HSG EURo: Schmidt 6, Kruse 5, Ehlenbroeker 4/4, Becker 3, Machlitt 2, Venzke 1, Fabry 1, Riechmann 1, Zajac 1.

SG Bünde/Dünne – TV Sachsenross Hille 30:24 (15:13). „Für uns war hier etwas drin.Aber in der entscheidenden Phase waren wir ein wenig zu hektisch“, sagte Trainer Thomas Schlensker nach der Niederlage in Bünde. Beim Stande von 20:21 (44.) handelten sich die Hiller innerhalb kürzester Zeit drei Zeitstrafen ein. Mit dem 21:25 (51.) war die Partie vorentschieden. In der ersten Halbzeit gerieten die Hiller in einen Zwei-Tore-Rückstand, blieben aber bis zur Pause in Schlagdistanz. Kurz nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Hiller sogar eine knappe 17:16-Führung (36.), doch dann zogen die ersatzgeschwächt angetretenen Gastgeber wieder davon. In der Schlussphase handelte sich Jannis Kruse innerhalb von vier Minuten mit der zweiten und dritten Strafzeit eine Rote Karte ein. Tore für TV Hille: Ossenfort 8/2, Breuer 6, Stobbe 4, Droste 2, Spechtmeyer 2, Nelles 1, Bredemeyer 1.

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