Landesliga: Ein „geiles Derby“ und die „Bilbija-Taktik“ Marcus Riechmann Minden. Dritter Sieg im dritten Spiel für die HSG Petershagen/Lahde in der Handball-Landesliga der Männer, aber zugleich ein Achtungserfolg für den Aufsteiger HSG EURo, der bei der ersten Saisonniederlage dem Favoriten vieles abverlangte und lange ebenbürtig war. „Das war ein geiles Derby, das hat richtig Bock gemacht. EURo war ein starker Gegner, der Sieg war am Ende etwas zu hoch“, kommentierte Michael Kopahs, Trainer des siegreichen Spitzenreiters. HSG Petershagen/Lahde – HSG EURo 32:26 (14:13). 50 Minuten lieferten sich die Teams einen Kampf auf Augenhöhe. Lahde stellte eine stabile Abwehr und besaß im Angriff mit Jannik Ames und Jonas Schäkel im Rückraum sowie Malte Ames am Kreis eine starke Achse. Die Gäste hielten mit großer Hingabe dagegen. Doch nach dem 21:19 kippte die Partie. Die Gäste sammelten innerhalb von drei Minuten drei Zeitstrafen ein. Nacheinander erwischte es Kevin Schmidt (49.), Malte Zajac, der nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah (51.), und Jan-Niklas Kruse (52.). Die zeitweilig in dreifacher Überzahl spielenden Gastgeber nutzten die Chance und setzten sich auf 25:20 und 27:21 ab. Damit war das Derby sechs Minuten vor dem Ende entschieden. „Bis zur 50. Minute war ich mehr als zufrieden. Wir haben alles richtig gemacht und den Favoriten geärgert“, sagte HSG-Trainer Carsten Poggemeier. Die Zeitstrafen empfand er als kurios: „Ich verstehe nicht, was da strafwürdig war“, wertete er die Äußerungen seiner Spieler nicht als unangemessen. „Ich glaube nicht, dass wir ohne die Strafen gewonnen hätten, aber wir haben uns auf jeden Fall ein besseres Ergebnis verbaut.“ Tore für Petershagen/Lahde: Malte Ames 8, Jannik Ames 7/4, Essler 5/2, Schäkel 4, Niemann 3, Göcke 2, Röbke 1, Beißner 1, Byczynski 1. Tore für EURo: Schmidt 6, Ehlenbröker 6/5, Becker 4, Machlitt 3, Venzke 2, Riechmann 2, Kölling 1, Zajac 1, Kruse 1. TV Sachsenross Hille – TG Herford 25:21 (12:11). „Wir wussten, dass wir eine Chance hatten, und wir wussten auch, dass wir die Punkte gegen diesen Gegner eigentlich brauchen“, beschrieb Hilles Trainer Thomas Schlensker eine Drucksituation. Nahezu folgerichtig entwickelte sich eine zerfahrene erste Halbzeit. Dann stabilisierte Hille die Abwehr, Torwart Niklas Quellhorst zeigte einige gute Paraden. So gewannen die Hiller Sicherheit und schoben sich über 19:15 und 22:16 nach vorn. Auch von mehreren Zeitstrafen und zwischenzeitlich dreifacher Unterzahl ließ sich Hille nicht aus der Spur werfen. „Wir wollten den Sieg mehr“, lobte Schlensker den Willen seiner Spieler. Tore für Hille: Stobbe 8, Ossenfort 8, Spechtmeyer 5, Breuer 2, Nelles 1, Bredemeyer 1. HCE Bad Oeynhausen – Lit 1912 IV 23:27 (13:12). Die Gäste brauchten eine Weile, aber dann griff die Abwehrtaktik immer besser: Linksaußen und Mitte abschirmen und „Nenad Bilbija alleine stehen lassen. Der musste sich die Bälle selber vorlegen“, beschrieb Trainer Matthias Schmitz die Deckung gegen den 2,08 Meter großen Ex-Profi im Team des HCE. Ihm war der rund 1,75 Meter große Niklas Wolf als direkter Gegenspieler zugeordnet. „Das war schon ein besonderes Bild, aber Niklas hat das gut gelöst“, sagte Schmitz. Der „Gamechanger“ war Torwart-Rouinier Dirk Horstmeier, der nach seiner Einwechslung auch Bilbija einige Würfe abnahm. So machte Lit aus dem 7:12-Rückstand eine 16:13-Führung und brachte den Sieg sicher nach Hause. Tore für Lit IV: Weber 6/5, Wolf 5, Schade 4, Gerling 4, Droste 3, Machowski 2, Schwenker 2, Meinking 1.

Landesliga: Ein „geiles Derby“ und die „Bilbija-Taktik“

Torgefährlich und spielstark: Jannik Ames von der HSG Petershagen/Lahde ist hier Derby Jannis Becker von der HSG EURo (links) entwischt. MT-Foto: Thomas Kühlmann © Thomas Kühlmann

Minden. Dritter Sieg im dritten Spiel für die HSG Petershagen/Lahde in der Handball-Landesliga der Männer, aber zugleich ein Achtungserfolg für den Aufsteiger HSG EURo, der bei der ersten Saisonniederlage dem Favoriten vieles abverlangte und lange ebenbürtig war. „Das war ein geiles Derby, das hat richtig Bock gemacht. EURo war ein starker Gegner, der Sieg war am Ende etwas zu hoch“, kommentierte Michael Kopahs, Trainer des siegreichen Spitzenreiters.

HSG Petershagen/Lahde – HSG EURo 32:26 (14:13). 50 Minuten lieferten sich die Teams einen Kampf auf Augenhöhe. Lahde stellte eine stabile Abwehr und besaß im Angriff mit Jannik Ames und Jonas Schäkel im Rückraum sowie Malte Ames am Kreis eine starke Achse. Die Gäste hielten mit großer Hingabe dagegen. Doch nach dem 21:19 kippte die Partie. Die Gäste sammelten innerhalb von drei Minuten drei Zeitstrafen ein. Nacheinander erwischte es Kevin Schmidt (49.), Malte Zajac, der nach der dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah (51.), und Jan-Niklas Kruse (52.). Die zeitweilig in dreifacher Überzahl spielenden Gastgeber nutzten die Chance und setzten sich auf 25:20 und 27:21 ab. Damit war das Derby sechs Minuten vor dem Ende entschieden.

„Bis zur 50. Minute war ich mehr als zufrieden. Wir haben alles richtig gemacht und den Favoriten geärgert“, sagte HSG-Trainer Carsten Poggemeier. Die Zeitstrafen empfand er als kurios: „Ich verstehe nicht, was da strafwürdig war“, wertete er die Äußerungen seiner Spieler nicht als unangemessen. „Ich glaube nicht, dass wir ohne die Strafen gewonnen hätten, aber wir haben uns auf jeden Fall ein besseres Ergebnis verbaut.“ Tore für Petershagen/Lahde: Malte Ames 8, Jannik Ames 7/4, Essler 5/2, Schäkel 4, Niemann 3, Göcke 2, Röbke 1, Beißner 1, Byczynski 1. Tore für EURo: Schmidt 6, Ehlenbröker 6/5, Becker 4, Machlitt 3, Venzke 2, Riechmann 2, Kölling 1, Zajac 1, Kruse 1.

TV Sachsenross Hille – TG Herford 25:21 (12:11). „Wir wussten, dass wir eine Chance hatten, und wir wussten auch, dass wir die Punkte gegen diesen Gegner eigentlich brauchen“, beschrieb Hilles Trainer Thomas Schlensker eine Drucksituation. Nahezu folgerichtig entwickelte sich eine zerfahrene erste Halbzeit. Dann stabilisierte Hille die Abwehr, Torwart Niklas Quellhorst zeigte einige gute Paraden. So gewannen die Hiller Sicherheit und schoben sich über 19:15 und 22:16 nach vorn. Auch von mehreren Zeitstrafen und zwischenzeitlich dreifacher Unterzahl ließ sich Hille nicht aus der Spur werfen. „Wir wollten den Sieg mehr“, lobte Schlensker den Willen seiner Spieler. Tore für Hille: Stobbe 8, Ossenfort 8, Spechtmeyer 5, Breuer 2, Nelles 1, Bredemeyer 1.

HCE Bad Oeynhausen – Lit 1912 IV 23:27 (13:12). Die Gäste brauchten eine Weile, aber dann griff die Abwehrtaktik immer besser: Linksaußen und Mitte abschirmen und „Nenad Bilbija alleine stehen lassen. Der musste sich die Bälle selber vorlegen“, beschrieb Trainer Matthias Schmitz die Deckung gegen den 2,08 Meter großen Ex-Profi im Team des HCE. Ihm war der rund 1,75 Meter große Niklas Wolf als direkter Gegenspieler zugeordnet. „Das war schon ein besonderes Bild, aber Niklas hat das gut gelöst“, sagte Schmitz. Der „Gamechanger“ war Torwart-Rouinier Dirk Horstmeier, der nach seiner Einwechslung auch Bilbija einige Würfe abnahm. So machte Lit aus dem 7:12-Rückstand eine 16:13-Führung und brachte den Sieg sicher nach Hause. Tore für Lit IV: Weber 6/5, Wolf 5, Schade 4, Gerling 4, Droste 3, Machowski 2, Schwenker 2, Meinking 1.

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