Landesliga-Aufsteiger HSG EURo läst sich von Ex-Profi nicht schrecken: „So einfach ist es manchmal“ Marcus Riechmann Minden. Die HSG Petershagen hat sich mit einem weiteren Sieg als Tabellenführer in die lange Herbstpause der Männerhandball-Landesliga verabschiedet. Bester Verfolger des Titelfavoriten bleibt überraschend die HSG EURo: Der Aufsteiger ließ sich auch vom Einsatz des Ex-Profis Marko Bagaric beim TuS Gehlenbeck nicht schrecken und landete einen von Trainer Carsten Poggemeier simpel erklärten Heimsieg. SG Bünde-Dünne – HSG Petershagen/Lahde 17:28 (8:11). Ohne Malte Ames (krank) und Jan Beißner (verhindert) fuhr Michael Kopahs mit gemischten Gefühlen nach Bünde. Nach dem Spiel war die emotionale Lage des Trainers eindeutig: „Was die Mannschaft gezeigt hat war der Wahnsinn“, war Kopahs nach dem vierten Sieg in Folge begeistert. Vor allem die von Rüdiger Tebbel gestellte Abwehr mit dem exzellenten Torhüter Christoph Schäkel hatte es dem Trainer angetan: „Die haben super gearbeitet. Christoph hat 22 Bälle gehalten“, lobte Kopahs: „Wenn man in Bünde nur 18 Tore kassiert hat man vieles richtig gemacht.“ Auch die Manndeckung gegen Bündes Spielmacher Tobias Oevermann, der kein Tor warf, erwies sich als Volltreffer. Weil es auch im Angriff rund lief lösten sich Fabian Göcke und Co. von 14:12 (36.) auf 21:12 (44.) und hatten binnen acht Minuten die Partie entschieden. Tore für Petershagen/Lahde: Göcke 5, Byczynski 5, J. Schäkel 3, Aumann 3, J. Ames 3, Röbke 2, Tebbel 2, Esler 2, Lange 1, Niemann 1, C. Schäkel 1. Lit 1912 IV – CVJM Rödinghausen II 27:29 (13:13). In einer Partie auf Augenhöhe gaben am Ende Kleinigkeiten den Ausschlag. Das Lit-Team hatte sich Mitte der zweiten Halbzeit auf zwei Tore abgesetzt. „Da laufen wir ein paar Gegenstöße“, erläuterte Trainer Matthias Schmitz, „aber wir stehen hinten nicht stabil genug.“ Daher blieb Rödinghausen dran und zog schließlich von 22:24 zum 26:25 vorbei. Die Gastgeber nutzten in Überzahl beste Chancen nicht, unter anderem verwarfen sie einen Gegenstoß, den Nachwurf und auch noch den folgenden Siebenmeter. Rödinghausen traf zum 27:25 und brachte das Spiel nach Hause. „Uns fehlten am Ende im Rückraum Alternativen“, bedauerte Schmitz: Niklas Wolf war kurzfristig ausgefallen, Christoph Weber hatte in der 18. Minute nach einem Foul die Rote Karte gesehen. „Das hätte man auch anders pfeifen können“, bewertete Schmitz. Tore für Lit IV: Droste 8/1, Meinking 4, Barthold 4, Heinrich 3, Gerling 3, Weber 2, Schade 2, Böker 1. HSG Löhne-Obernbeck – TV Hille 23:21 (13:10). Nach der dritten Saisonniederlage sprach Hilles Trainer Thomas Schlensker vom schlechtesten Spiel seiner Mannschaft: „Das war überhaupt ein Spiel auf niedrigem Niveau.“ Löhne spielte die Angriffe aufreizend lange aus, sein Team wurde zermürbt. „Wir sind gar nicht richtig ins Spiel gekommen“, hat Schlensker die nötige Emotionalität vermisst. In Topform spielte Torhüter Niklas Quellhorst, der 18 Bälle abwehrte: „Da muss man eigentlich gewinnen“, bedauerte Schlensker. Tore für Hille: Ossenfort 6/2, Spechtmeyer 5, Breuer 5, Stobbe 4, Droste 1. Bester Schütze für Löhne war der gebürtige Hartumer Hauke Riechmann mit acht Toren. HSG EURo – TuS Gehlenbeck 27:25 (12:13). Nur kurz waren die Gastgeber von der prominenten Gehlenbecker Neuverpflichtung beeindruckt: Der Ex-Profi Marko Bagaric, bis zum Sommer noch beim TuS N-Lübbecke unter Vertrag, lief für die Gäste auf. „Der hat uns schon ein paar Dinger eingespeist“, war HSG-Trainer Carsten Poggemeier beeindruckt von der Wurfkraft des Rückraumspielers, der auch mal aus elf Metern ins Tor zielte. Gemeinsam mit den Brüdern Justin und Dimitri Penner hatte Gehlenbeck geballte Angriffskraft. „Aber wir haben uns ganz gut geschlagen“, lobte Poggemeier seine Abwehr. Zur Sache ging es in einem intensiven Duell zu Beginn der zweiten Halbzeit. Es hagelte binnen fünf Minuten vier Zeitstrafen und eine Rote Karte für Dimitri Penner. Zudem vergab die HSG gleich zwei Strafwürfe. „Da war es besonders hektisch, aber wir sind da ganz gut rausgekommen“, meinte Poggemeier, der die siegbringende Schlussminute nach den 25:25 trocken kommentierte: „Gehlebeck wirft zwei Fahrkarten, wir machen zwei Tore. Damit gewinnen wir. So einfach ist es manchmal.“ Tore für EURo: Ehlenbröker 9/3, Schmidt 5, Riechmann 5, Becker 3, Fabry 2, Kruse 1, Häseker 1, Kölling 1.

Landesliga-Aufsteiger HSG EURo läst sich von Ex-Profi nicht schrecken: „So einfach ist es manchmal“

Julian Venzke (Nr. 4) und Jannis Becker starten auf der rechten Seite einen Angriffszug der HSG EURo, im Hintergrund beobachtet Trainer Carsten Poggemeier das Geschehen. © MT-Foto: Marcus Riechmann

Minden. Die HSG Petershagen hat sich mit einem weiteren Sieg als Tabellenführer in die lange Herbstpause der Männerhandball-Landesliga verabschiedet. Bester Verfolger des Titelfavoriten bleibt überraschend die HSG EURo: Der Aufsteiger ließ sich auch vom Einsatz des Ex-Profis Marko Bagaric beim TuS Gehlenbeck nicht schrecken und landete einen von Trainer Carsten Poggemeier simpel erklärten Heimsieg.

SG Bünde-Dünne – HSG Petershagen/Lahde 17:28 (8:11). Ohne Malte Ames (krank) und Jan Beißner (verhindert) fuhr Michael Kopahs mit gemischten Gefühlen nach Bünde. Nach dem Spiel war die emotionale Lage des Trainers eindeutig: „Was die Mannschaft gezeigt hat war der Wahnsinn“, war Kopahs nach dem vierten Sieg in Folge begeistert. Vor allem die von Rüdiger Tebbel gestellte Abwehr mit dem exzellenten Torhüter Christoph Schäkel hatte es dem Trainer angetan: „Die haben super gearbeitet. Christoph hat 22 Bälle gehalten“, lobte Kopahs: „Wenn man in Bünde nur 18 Tore kassiert hat man vieles richtig gemacht.“ Auch die Manndeckung gegen Bündes Spielmacher Tobias Oevermann, der kein Tor warf, erwies sich als Volltreffer. Weil es auch im Angriff rund lief lösten sich Fabian Göcke und Co. von 14:12 (36.) auf 21:12 (44.) und hatten binnen acht Minuten die Partie entschieden. Tore für Petershagen/Lahde: Göcke 5, Byczynski 5, J. Schäkel 3, Aumann 3, J. Ames 3, Röbke 2, Tebbel 2, Esler 2, Lange 1, Niemann 1, C. Schäkel 1.

Lit 1912 IV – CVJM Rödinghausen II 27:29 (13:13). In einer Partie auf Augenhöhe gaben am Ende Kleinigkeiten den Ausschlag. Das Lit-Team hatte sich Mitte der zweiten Halbzeit auf zwei Tore abgesetzt. „Da laufen wir ein paar Gegenstöße“, erläuterte Trainer Matthias Schmitz, „aber wir stehen hinten nicht stabil genug.“ Daher blieb Rödinghausen dran und zog schließlich von 22:24 zum 26:25 vorbei. Die Gastgeber nutzten in Überzahl beste Chancen nicht, unter anderem verwarfen sie einen Gegenstoß, den Nachwurf und auch noch den folgenden Siebenmeter. Rödinghausen traf zum 27:25 und brachte das Spiel nach Hause. „Uns fehlten am Ende im Rückraum Alternativen“, bedauerte Schmitz: Niklas Wolf war kurzfristig ausgefallen, Christoph Weber hatte in der 18. Minute nach einem Foul die Rote Karte gesehen. „Das hätte man auch anders pfeifen können“, bewertete Schmitz. Tore für Lit IV: Droste 8/1, Meinking 4, Barthold 4, Heinrich 3, Gerling 3, Weber 2, Schade 2, Böker 1.

HSG Löhne-Obernbeck – TV Hille 23:21 (13:10). Nach der dritten Saisonniederlage sprach Hilles Trainer Thomas Schlensker vom schlechtesten Spiel seiner Mannschaft: „Das war überhaupt ein Spiel auf niedrigem Niveau.“ Löhne spielte die Angriffe aufreizend lange aus, sein Team wurde zermürbt. „Wir sind gar nicht richtig ins Spiel gekommen“, hat Schlensker die nötige Emotionalität vermisst. In Topform spielte Torhüter Niklas Quellhorst, der 18 Bälle abwehrte: „Da muss man eigentlich gewinnen“, bedauerte Schlensker. Tore für Hille: Ossenfort 6/2, Spechtmeyer 5, Breuer 5, Stobbe 4, Droste 1. Bester Schütze für Löhne war der gebürtige Hartumer Hauke Riechmann mit acht Toren.

HSG EURo – TuS Gehlenbeck 27:25 (12:13). Nur kurz waren die Gastgeber von der prominenten Gehlenbecker Neuverpflichtung beeindruckt: Der Ex-Profi Marko Bagaric, bis zum Sommer noch beim TuS N-Lübbecke unter Vertrag, lief für die Gäste auf. „Der hat uns schon ein paar Dinger eingespeist“, war HSG-Trainer Carsten Poggemeier beeindruckt von der Wurfkraft des Rückraumspielers, der auch mal aus elf Metern ins Tor zielte. Gemeinsam mit den Brüdern Justin und Dimitri Penner hatte Gehlenbeck geballte Angriffskraft. „Aber wir haben uns ganz gut geschlagen“, lobte Poggemeier seine Abwehr. Zur Sache ging es in einem intensiven Duell zu Beginn der zweiten Halbzeit. Es hagelte binnen fünf Minuten vier Zeitstrafen und eine Rote Karte für Dimitri Penner. Zudem vergab die HSG gleich zwei Strafwürfe. „Da war es besonders hektisch, aber wir sind da ganz gut rausgekommen“, meinte Poggemeier, der die siegbringende Schlussminute nach den 25:25 trocken kommentierte: „Gehlebeck wirft zwei Fahrkarten, wir machen zwei Tore. Damit gewinnen wir. So einfach ist es manchmal.“ Tore für EURo: Ehlenbröker 9/3, Schmidt 5, Riechmann 5, Becker 3, Fabry 2, Kruse 1, Häseker 1, Kölling 1.

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