Kollektiver Blackout: Hahlen und Minden-Nord verlieren deutlich Thomas Kühlmann,Astrid Plaßhenrich Minden. Bittere Lehrstunde für die Oberliga-Handballerinnen des TSV Hahlen. Im Heimspiel gehen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck setzt es eine krachende 25:34 (16:21)-Niederlage. Der HSV Minden-Nord verlor bei der SC DJK Everswinkel mit 22:28 (7:18). „Die erste Halbzeit war einfach nur schrecklich“, fasste HSV-Trainer Niklas Fiestelmann die ersten 30 Minuten knapp zusammen. TSV Hahlen – TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck 25:34 (16:21). TSV Hahlens Coach Sebastian Winkler war nach der derben Packung restlos bedient. „Das war ein kollektiver Blackout in allen Mannschaftsteilen. Ausnehmen möchte ich Torhüterin Ronja Rosemeyer, die uns am Ende noch vor einem zweistelligen Debakel bewahrt hat und Marie Petersen mit ihren sechs Toren. Um den Rest möchte ich lieber den Mantel des Schweigens legen“, ließ der Trainer seinem Ärger freien Lauf. Sein Gegenüber Kai Bierbaum hatte dagegen allen Grund zur Freude. „Ich hätte nicht gedacht, dass es heute so leicht wird, das Spiel zu gewinnen. Normalerweise ist Hahlen gerade in eigener Halle immer bissig und gerade bei einem Rückstand immer aggressiv genug, um dem Gegner das Leben schwer und unangenehm zu machen. Davon habe ich heute nichts gemerkt. Aber solche Spiele gibt es“, sagte der Gästetrainer, der trotz des Erfolges ein Haar in der Suppe fand. „16 Gegentore in einer Halbzeit sind schon eine Menge. Darüber müssen wir reden. Doch in der Offensive haben wir das richtig gut gemacht.“ Das 1:0 sollte die einzige Führung der Hahlerinnen in der gesamten Begegnung bleiben. In der Folgezeit übernahmen die Jöllenbeckerinnen mehr und mehr die Initiative und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Die Entscheidung in der Partie fiel bereits früh. Als Hahlen zwischen der 42. und 55. Minute kein einziger Treffer gelang, baute Bielefeld-Jöllenbeck sein Polster auf zwölf Tore aus. Der Rest war dann nur noch Schaulaufen. Tore für den TSV Hahlen: Petersen 6/2, Meyer 5, Wiese 4, Bierbaum 2, Kleine 2, Schubauer 2, Wüllner 1, Messerschmid 1/1, Rose 1, Dertmeier 1. SC DJK Everswinkel – HSV Minden-Nord 28:22 (18:7). Die ersten fünf Minuten bis zum 3:3 hielten die Mindenerinnen noch mit, dann spielten nur noch die Gastgeberinnen aus Everswinkel und zeigten dem HSV, wie es geht. Nach dem 10:5 (15.) baute die DJK ihren Vorsprung immer weiter aus und hatte beim 16:6 (25.) erstmals eine Zehn-Tore-Führung. Mit elf Toren Rückstand ging es für die geknickten Mindenerinnen in die Pause. „Das war unterirdisch“, sagte HSV-Trainer Niklas Fiestelmann. Nach dem Wechsel riss sich der HSV zusammen. „Wir haben das gespielt, was wir uns von Anfang an vorgenommen haben“, meinte Fiestelmann. Die Mindenerinnen spielten ihre Angriffe nun sauber aus und standen in der Abwehr sicher. Den zweiten Durchgang gewannen die Mindenerinnen dann auch mit 15:10. „Daran sieht man, dass mehr drin gewesen wäre“, sagte der HSV-Trainer, den die zweite Halbzeit versöhnlich stimmte: „Das macht Mut für die kommenden Spiele.“ Tore für Minden-Nord: Hirt 10, Hartmann 5, Bredemeier 3, K. Schröder 2, J. Schröder 1, Gräber 1.

Kollektiver Blackout: Hahlen und Minden-Nord verlieren deutlich

TSV Hahlens Ulrike Kolbe (weißes Trikot) kommt gegen drei Abwehrspielerinnen aus Bielefeld-Jöllenbeck frei zum Wurf, scheitert jedoch an Gästetorhüterin Lena Sargaslki. Am Ende verlor Hahlen 25:34. © Thomas Kühlmann

Minden. Bittere Lehrstunde für die Oberliga-Handballerinnen des TSV Hahlen. Im Heimspiel gehen den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck setzt es eine krachende 25:34 (16:21)-Niederlage. Der HSV Minden-Nord verlor bei der SC DJK Everswinkel mit 22:28 (7:18). „Die erste Halbzeit war einfach nur schrecklich“, fasste HSV-Trainer Niklas Fiestelmann die ersten 30 Minuten knapp zusammen.

TSV Hahlen – TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck 25:34 (16:21). TSV Hahlens Coach Sebastian Winkler war nach der derben Packung restlos bedient. „Das war ein kollektiver Blackout in allen Mannschaftsteilen. Ausnehmen möchte ich Torhüterin Ronja Rosemeyer, die uns am Ende noch vor einem zweistelligen Debakel bewahrt hat und Marie Petersen mit ihren sechs Toren. Um den Rest möchte ich lieber den Mantel des Schweigens legen“, ließ der Trainer seinem Ärger freien Lauf.

Sein Gegenüber Kai Bierbaum hatte dagegen allen Grund zur Freude. „Ich hätte nicht gedacht, dass es heute so leicht wird, das Spiel zu gewinnen. Normalerweise ist Hahlen gerade in eigener Halle immer bissig und gerade bei einem Rückstand immer aggressiv genug, um dem Gegner das Leben schwer und unangenehm zu machen. Davon habe ich heute nichts gemerkt. Aber solche Spiele gibt es“, sagte der Gästetrainer, der trotz des Erfolges ein Haar in der Suppe fand. „16 Gegentore in einer Halbzeit sind schon eine Menge. Darüber müssen wir reden. Doch in der Offensive haben wir das richtig gut gemacht.“

Das 1:0 sollte die einzige Führung der Hahlerinnen in der gesamten Begegnung bleiben. In der Folgezeit übernahmen die Jöllenbeckerinnen mehr und mehr die Initiative und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Die Entscheidung in der Partie fiel bereits früh. Als Hahlen zwischen der 42. und 55. Minute kein einziger Treffer gelang, baute Bielefeld-Jöllenbeck sein Polster auf zwölf Tore aus. Der Rest war dann nur noch Schaulaufen.

Tore für den TSV Hahlen: Petersen 6/2, Meyer 5, Wiese 4, Bierbaum 2, Kleine 2, Schubauer 2, Wüllner 1, Messerschmid 1/1, Rose 1, Dertmeier 1.

SC DJK Everswinkel – HSV Minden-Nord 28:22 (18:7). Die ersten fünf Minuten bis zum 3:3 hielten die Mindenerinnen noch mit, dann spielten nur noch die Gastgeberinnen aus Everswinkel und zeigten dem HSV, wie es geht. Nach dem 10:5 (15.) baute die DJK ihren Vorsprung immer weiter aus und hatte beim 16:6 (25.) erstmals eine Zehn-Tore-Führung. Mit elf Toren Rückstand ging es für die geknickten Mindenerinnen in die Pause. „Das war unterirdisch“, sagte HSV-Trainer Niklas Fiestelmann.

Nach dem Wechsel riss sich der HSV zusammen. „Wir haben das gespielt, was wir uns von Anfang an vorgenommen haben“, meinte Fiestelmann. Die Mindenerinnen spielten ihre Angriffe nun sauber aus und standen in der Abwehr sicher. Den zweiten Durchgang gewannen die Mindenerinnen dann auch mit 15:10. „Daran sieht man, dass mehr drin gewesen wäre“, sagte der HSV-Trainer, den die zweite Halbzeit versöhnlich stimmte: „Das macht Mut für die kommenden Spiele.“

Tore für Minden-Nord: Hirt 10, Hartmann 5, Bredemeier 3, K. Schröder 2, J. Schröder 1, Gräber 1.

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