Kiels Kapitän: Domagoj Duvnjak ist unverzichtbar Minden (sru). Er rennt, er kämpft, er trifft: Domagoj Duvnjak hat scheinbar einen Endlos-Akku. Seit sieben Jahren ist er der Antreiber beim THW Kiel und wird auch am Samstagabend gegen GWD Minden versuchen, die Zebras zum Sieg zu führen. Auch wenn vergangenen Sommer mit Sander Sagosen der Handball-Superstar schlechthin an der Kieler Förde gewechselt ist: Duvnjak bleibt unverzichtbar. Der Kroate sieht manchmal etwas schläfrig aus und erinnert ein wenig an Rocky Balboa aus den berühmten Box-Filmen mit Sylvester Stallone. Doch wie der boxende Underdog, dreht auch der kroatische Handballstar auf, sobald ein Spiel beginnt. Angetrieben wird er dabei am liebsten von einem doppelten Espresso: „Kaffee ist mein Hobby“, sagt der 33-Jährige. Seine zweite Lieblingsbeschäftigung steht im kompletten Gegensatz dazu: Denn Duvnjak schläft gerne – und viel. Wahrscheinlich ist es die beste Art der Regeneration für seinen geschundenen Sportler-Körper. Die aktuelle Situation schmerzt eher mental als körperlich. Nach der Pleite am Dienstag in Magdeburg ist Kiel im Meisterschaftsrennen nur noch der Verfolger. „Dule“ war direkt nach dem Spiel restlos bedient: „Es fällt mir schwer, jetzt noch Optimismus zu zeigen. Du kämpfst zehn Monate für solche Spiele. Dann mit einem Tor zu verlieren, tut weh.“ Mittlerweile klingt er wieder kämpferischer: „Wir sind der THW. Für dieses Trikot werden wir bis zum Ende alles geben.“ Von dem klaren 41:26-Hinspielsieg gegen Minden lässt er sich dabei nicht blenden: „Das wird sicher ein ganz anderes Spiel. Wir müssen alles in die Partie hineinlegen, was noch geht.“ Domagoj Duvnjak ist längst nicht mehr nur Handballer, sondern gerade in seinem Heimatland Kroatien ein verehrter Star und großes Vorbild. Dabei macht er sich stark für Toleranz. Seine enge Freundschaft zum Serben Marko Vujin, mit dem er lange beim THW gespielt hat, machte er gerne öffentlich. Obwohl Kroaten und Serben nach den Jugoslawienkriegen Anfang der 90er-Jahre meist überhaupt nicht gut aufeinander zu sprechen sind. Duvnjak setzt auf Völkerverständigung. Ein weiterer enger Freund von ihm ist der kroatische Fußballer Mario Mandzukic. Der bezeichnet seinen Kumpel als „den besten Handballer der Welt“. Mindestens ein Jahr lang können die Handballfans Duvnjaks Aktionen noch bestaunen. Fraglich, ob sein Körper danach noch fit genug für die Bundesliga ist. Duvnjak wird es versuchen, dafür seinem liebsten Hobby viel Zeit einräumen und so oft es geht einfach schlafen.

Kiels Kapitän: Domagoj Duvnjak ist unverzichtbar

Kiels Kapitän Domagoj Duvnjak. Foto: Wedel © Noah Wedel

Minden (sru). Er rennt, er kämpft, er trifft: Domagoj Duvnjak hat scheinbar einen Endlos-Akku. Seit sieben Jahren ist er der Antreiber beim THW Kiel und wird auch am Samstagabend gegen GWD Minden versuchen, die Zebras zum Sieg zu führen. Auch wenn vergangenen Sommer mit Sander Sagosen der Handball-Superstar schlechthin an der Kieler Förde gewechselt ist: Duvnjak bleibt unverzichtbar.

Der Kroate sieht manchmal etwas schläfrig aus und erinnert ein wenig an Rocky Balboa aus den berühmten Box-Filmen mit Sylvester Stallone. Doch wie der boxende Underdog, dreht auch der kroatische Handballstar auf, sobald ein Spiel beginnt. Angetrieben wird er dabei am liebsten von einem doppelten Espresso: „Kaffee ist mein Hobby“, sagt der 33-Jährige. Seine zweite Lieblingsbeschäftigung steht im kompletten Gegensatz dazu: Denn Duvnjak schläft gerne – und viel. Wahrscheinlich ist es die beste Art der Regeneration für seinen geschundenen Sportler-Körper.

Die aktuelle Situation schmerzt eher mental als körperlich. Nach der Pleite am Dienstag in Magdeburg ist Kiel im Meisterschaftsrennen nur noch der Verfolger. „Dule“ war direkt nach dem Spiel restlos bedient: „Es fällt mir schwer, jetzt noch Optimismus zu zeigen. Du kämpfst zehn Monate für solche Spiele. Dann mit einem Tor zu verlieren, tut weh.“

Mittlerweile klingt er wieder kämpferischer: „Wir sind der THW. Für dieses Trikot werden wir bis zum Ende alles geben.“ Von dem klaren 41:26-Hinspielsieg gegen Minden lässt er sich dabei nicht blenden: „Das wird sicher ein ganz anderes Spiel. Wir müssen alles in die Partie hineinlegen, was noch geht.“

Domagoj Duvnjak ist längst nicht mehr nur Handballer, sondern gerade in seinem Heimatland Kroatien ein verehrter Star und großes Vorbild. Dabei macht er sich stark für Toleranz. Seine enge Freundschaft zum Serben Marko Vujin, mit dem er lange beim THW gespielt hat, machte er gerne öffentlich. Obwohl Kroaten und Serben nach den Jugoslawienkriegen Anfang der 90er-Jahre meist überhaupt nicht gut aufeinander zu sprechen sind. Duvnjak setzt auf Völkerverständigung.

Ein weiterer enger Freund von ihm ist der kroatische Fußballer Mario Mandzukic. Der bezeichnet seinen Kumpel als „den besten Handballer der Welt“. Mindestens ein Jahr lang können die Handballfans Duvnjaks Aktionen noch bestaunen. Fraglich, ob sein Körper danach noch fit genug für die Bundesliga ist. Duvnjak wird es versuchen, dafür seinem liebsten Hobby viel Zeit einräumen und so oft es geht einfach schlafen.

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