JSG-A-Jungen feiern mit 27:25-Sieg im DHB-Pokalwettbwerb bei Empor Rostock einen gelungenen Abschluss Christian Bendig Minden. Kurz nach dem Spiel wusste Niels Pfannenschmidt nicht so richtig, was er sagen wollte. Die Eindrücke des wenige Minuten zuvor erkämpften 27:25-Sieges bei Empor Rostock waren beim Trainer der A-Jungen der JSG Lit 1912 einfach noch zu frisch. Das letzte Vorrundenspiel des DHB-Pokal-Wettbewerbs war für viele die JSG-Handballer das letzte Jugendspiel. Die Kulisse war prächtig. Etwa 300 Zuschauer in der imposanten Rostocker Stadthalle versprühten eine tolle Atmosphäre. „Nach langer Zeit war es das erste Jugendspiel vor Zuschauern. Ich weiß gar nicht so recht, wie ich das beschreiben soll. es fühlt sich gut an“, meinte Pfannenschmidt, der einen Schnellstart samt 5:1-Führung nach zweieinhalb Minuten sah. „Dann wurden wir ein bisschen zu passiv und haben vorne leider keinen Ball rein geworfen“, berichtete Pfannenschmidt. Das Resultat war der 10:15-Pausenrückstand. Auch beim 18:24 (50.) deutete nichts mehr auf einen Sieg der Ostwestfalen hin. Beim Stand von 22:24 (54.) vergab Daniel Bruns die Chance, per Siebenmeter die Hausherren noch stärker unter Druck zu setzen. Das holte dann Michel Gerfen mit einem energischen Durchbruch wenige Augenblicke später nach. Gerfen gelang drei Minuten vor dem Ende der erste Gleichstand (25:25) seit dem 6:6. Peter Kowalski hielt mit einer Klasseparade gegen den Empor-Kreisläufer Lewe Godbersen das Unentschieden fest, Maximilian Schwenker markierte von der halbrechten Position die erste JSG-Führung des zweiten Durchgangs (26:25, 58.) 45 Sekunden vor Schluss schwor Pfannenschmidt seine Schützlinge auf die letzten Angriffszüge ein. Es wurde dramatisch: Die JSG lief ins Zeitspiel. Rostock besaß im folgenden Angriff die Möglichkeit auf den Sieg. Kowalski ahnte gegen Rostocks Rückraumspieler Erik Reimer die Ecke und bediente gedankenschnell mit einem langen Pass Niklas Knüttel, der schließlich die Nerven behielt und zum vielumjubelten Sieg einwarf. „Besser hätte man dieses Drehbuch nicht schreiben können“, atmete Pfannenschmidt durch. JSG Lit 1912: Kowalski, Camic – Gerfen 6, Niemeyer 5, Knittel 4, Bruns 4, Plaß 3, Günther 1, Schwenker 1, Borren 1, Hoff 2, Tabel, Lindenthal, Barthold.

JSG-A-Jungen feiern mit 27:25-Sieg im DHB-Pokalwettbwerb bei Empor Rostock einen gelungenen Abschluss

Niklas Knüttel behielt in der Schlusssekunde die Nerven und traf für die JSG zum Sieg. Foto: Bendig © Christian Bendig

Minden. Kurz nach dem Spiel wusste Niels Pfannenschmidt nicht so richtig, was er sagen wollte. Die Eindrücke des wenige Minuten zuvor erkämpften 27:25-Sieges bei Empor Rostock waren beim Trainer der A-Jungen der JSG Lit 1912 einfach noch zu frisch. Das letzte Vorrundenspiel des DHB-Pokal-Wettbewerbs war für viele die JSG-Handballer das letzte Jugendspiel.

Die Kulisse war prächtig. Etwa 300 Zuschauer in der imposanten Rostocker Stadthalle versprühten eine tolle Atmosphäre. „Nach langer Zeit war es das erste Jugendspiel vor Zuschauern. Ich weiß gar nicht so recht, wie ich das beschreiben soll. es fühlt sich gut an“, meinte Pfannenschmidt, der einen Schnellstart samt 5:1-Führung nach zweieinhalb Minuten sah.

„Dann wurden wir ein bisschen zu passiv und haben vorne leider keinen Ball rein geworfen“, berichtete Pfannenschmidt. Das Resultat war der 10:15-Pausenrückstand. Auch beim 18:24 (50.) deutete nichts mehr auf einen Sieg der Ostwestfalen hin. Beim Stand von 22:24 (54.) vergab Daniel Bruns die Chance, per Siebenmeter die Hausherren noch stärker unter Druck zu setzen. Das holte dann Michel Gerfen mit einem energischen Durchbruch wenige Augenblicke später nach. Gerfen gelang drei Minuten vor dem Ende der erste Gleichstand (25:25) seit dem 6:6. Peter Kowalski hielt mit einer Klasseparade gegen den Empor-Kreisläufer Lewe Godbersen das Unentschieden fest, Maximilian Schwenker markierte von der halbrechten Position die erste JSG-Führung des zweiten Durchgangs (26:25, 58.)

45 Sekunden vor Schluss schwor Pfannenschmidt seine Schützlinge auf die letzten Angriffszüge ein. Es wurde dramatisch: Die JSG lief ins Zeitspiel. Rostock besaß im folgenden Angriff die Möglichkeit auf den Sieg. Kowalski ahnte gegen Rostocks Rückraumspieler Erik Reimer die Ecke und bediente gedankenschnell mit einem langen Pass Niklas Knüttel, der schließlich die Nerven behielt und zum vielumjubelten Sieg einwarf. „Besser hätte man dieses Drehbuch nicht schreiben können“, atmete Pfannenschmidt durch.

JSG Lit 1912: Kowalski, Camic – Gerfen 6, Niemeyer 5, Knittel 4, Bruns 4, Plaß 3, Günther 1, Schwenker 1, Borren 1, Hoff 2, Tabel, Lindenthal, Barthold.

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