Hochklassiges Spitzenspiel: A-Jungen von GWD schlagen mit Kreativität, Spaß und Power den Deutschen Meister Christian Bendig Minden. Horst Bredemeier hatte beste Laune. Der Vorsitzende des TSV GWD Minden verabschiedete jeden Zuschauer nach dem Spitzenspiel der A-Jugend-Bundesliga zwischen seinem GWD und der SG Flensburg-Handewitt mit einem flotten Spruch. Sein Klassiker: „Kommt gut aufs Gehöft!“, wurde ergänzt mit: „Das war Handball, ne?“ In der Tat lieferten die Mindener eine vorzügliche Partie ab. Mit dem 34:28 (16:14) gegen den amtierenden Deutschen Meister bleiben die Grün-Weißen das einzige Team der Staffel Nord mit einer weißen Weste. Genau nach 34:02 Spielminuten wurde es auf der einen Seite der Dankerser Sporthalle mucksmäuschenstill. Auf der Flensburger Auswechselbank hingegen kurz laut. SG-Trainer Michael Jacobsen faltete seine Jungs kurz zusammen. Denn die hatten halbzeitübergreifend einen 0:6-Lauf der Mindnener zugelassen. Mit diesen Treffern drehte GWD den 13:14-Rückstand in der 28. Spielminute in eine 19:14-Führung, die den dänischen Trainer zur Auszeit veranlasst hatte. Bis zur 28. Minute konnte der impulsive Jacobsen, der selten eine Schiedsrichterentscheidung unkommentiert ließ, mit seiner Mannschaft zufrieden sein. Die gab in einer hochklassigen Nachwuchspartie zumeist den Ton an. Auch wenn sich das im Ergebnis nicht unbedingt ausdrückte, weil die GWD-Jungen von Trainer Sebastian Bagats munter dagegenhielten. Trotzdem: Die Gäste aus dem hohen Norden kamen zumeist deutlich leichter zu ihren Torerfolgen, Minden musste gegen den körperlich starken Mittelblock um Edward Peter Hammarberg, Mats Niklas Schlott und Torben Hübke für seine Torerfolge sehr viel mehr arbeiten. Vor allem Mindens Rückraumspieler benötigten einige Anlaufzeit. Der Aktivposten auf Seiten von GWD war über die gesamte erste Halbzeit hinweg Florian Kranzmann. Er erzielte bereits fünf Treffer vor dem Seitenwechsel. Und: Der Jugendnationalspieler traf dabei aus fast allen Lagen. Auf Kranzmanns Konto gingen unter anderem der sehenswerte Treffer zum 4:4 und 5:4 (9.) Vor dem 4:4 klatschte ein Hermeling-Kracher ans Lattenkreuz, den in hohem Bogen ins Feld zurück segelnde Ball sicherte sich Jonah Jungmann. Der passte gedankenschnell zu Kranzmann, der im Eins-gegen-Eins Oscar Alexander von Oettingen stehen ließ und einnetzte. Zur 5:4-Führung vollendete der GWD-Linksaußen einen feinen Pass zum Kempa-Trick von Marten Kirchhoff. Ein weiterer Unruheherd im Mindener Spiel war Alec Büttner, der aus dem rechten Rückraum in Durchgang eins dreimal sehenswert traf, unter anderem zum 12:12 (25.), ehe GWD-Kreisläufer Timo Studberg noch die Treffer zum 13:12, 14:14 und 15:14 nachlegte. Paul Holzhacker besorgte nach einem Flensburger Ballverlust Sekunden vor der Pause die 16:14-Halbzeitführung. Der letzten Flensburger Versuch vor dem Gang in die Kabine vereitelte Büttner mit der Schlusssirene mit seinem Block. Durchgang zwei begann vielversprechend für GWD. Auch nach der Gäste-Auszeit blieb Minden am Drücker und ließ sich auch von Büttners Disqualifikation (38., dritte Zeitstrafe) nicht beirren. Im Gegenteil: Von Minute zu Minute steigerte sich das Bagats-Team in der Abwehr und riss in der Offensive die SG-Defensive immer wieder auseinander. Der Lohn war die 26:21-Führung (48.) durch Kranzmanns siebten Treffer. Mit dem zweiten erfolgreich vollendeten Kempa-Trick durch Kranzmann (27:22) bog GWD in die letzten zehn Minuten ein. In denen gelang Hermeling auf Anspiel von Kranzmann zum 30:24 der dritte erfolgreiche „Kempa“. Das war die Entscheidung. „Wir wollten locker und befreit aufspielen und Spaß haben. Das haben die Jungs überragend kreativ gelöst. Das beweisen die tollen Kempa-Tricks“, sagte GWD-Trainer Sebastian Bagats. GWD Minden: Schmäing 1. - 44., Budde 44. - 60 – Kranzmann 9/1, Holzhacker 7/2, Steppeler, Hermeling 7, Studberg 4, Kirchhoff 1, Buschkamp, Dohrmann, Jungmann 3, Büttner 3.

Hochklassiges Spitzenspiel: A-Jungen von GWD schlagen mit Kreativität, Spaß und Power den Deutschen Meister

Timo Studberg (Mitte) hing sich gegen die Flensburger Defensive voll rein und markierte in der Schlussphase der erste Halbzeit mit vollem Körpereinsatz zwei seiner drei Treffer in Durchgang eins. © Foto: Christian Bendig

Minden. Horst Bredemeier hatte beste Laune. Der Vorsitzende des TSV GWD Minden verabschiedete jeden Zuschauer nach dem Spitzenspiel der A-Jugend-Bundesliga zwischen seinem GWD und der SG Flensburg-Handewitt mit einem flotten Spruch. Sein Klassiker: „Kommt gut aufs Gehöft!“, wurde ergänzt mit: „Das war Handball, ne?“ In der Tat lieferten die Mindener eine vorzügliche Partie ab. Mit dem 34:28 (16:14) gegen den amtierenden Deutschen Meister bleiben die Grün-Weißen das einzige Team der Staffel Nord mit einer weißen Weste.

Genau nach 34:02 Spielminuten wurde es auf der einen Seite der Dankerser Sporthalle mucksmäuschenstill. Auf der Flensburger Auswechselbank hingegen kurz laut. SG-Trainer Michael Jacobsen faltete seine Jungs kurz zusammen. Denn die hatten halbzeitübergreifend einen 0:6-Lauf der Mindnener zugelassen. Mit diesen Treffern drehte GWD den 13:14-Rückstand in der 28. Spielminute in eine 19:14-Führung, die den dänischen Trainer zur Auszeit veranlasst hatte.

Bis zur 28. Minute konnte der impulsive Jacobsen, der selten eine Schiedsrichterentscheidung unkommentiert ließ, mit seiner Mannschaft zufrieden sein. Die gab in einer hochklassigen Nachwuchspartie zumeist den Ton an. Auch wenn sich das im Ergebnis nicht unbedingt ausdrückte, weil die GWD-Jungen von Trainer Sebastian Bagats munter dagegenhielten. Trotzdem: Die Gäste aus dem hohen Norden kamen zumeist deutlich leichter zu ihren Torerfolgen, Minden musste gegen den körperlich starken Mittelblock um Edward Peter Hammarberg, Mats Niklas Schlott und Torben Hübke für seine Torerfolge sehr viel mehr arbeiten. Vor allem Mindens Rückraumspieler benötigten einige Anlaufzeit. Der Aktivposten auf Seiten von GWD war über die gesamte erste Halbzeit hinweg Florian Kranzmann. Er erzielte bereits fünf Treffer vor dem Seitenwechsel. Und: Der Jugendnationalspieler traf dabei aus fast allen Lagen.

Auf Kranzmanns Konto gingen unter anderem der sehenswerte Treffer zum 4:4 und 5:4 (9.) Vor dem 4:4 klatschte ein Hermeling-Kracher ans Lattenkreuz, den in hohem Bogen ins Feld zurück segelnde Ball sicherte sich Jonah Jungmann. Der passte gedankenschnell zu Kranzmann, der im Eins-gegen-Eins Oscar Alexander von Oettingen stehen ließ und einnetzte. Zur 5:4-Führung vollendete der GWD-Linksaußen einen feinen Pass zum Kempa-Trick von Marten Kirchhoff. Ein weiterer Unruheherd im Mindener Spiel war Alec Büttner, der aus dem rechten Rückraum in Durchgang eins dreimal sehenswert traf, unter anderem zum 12:12 (25.), ehe GWD-Kreisläufer Timo Studberg noch die Treffer zum 13:12, 14:14 und 15:14 nachlegte. Paul Holzhacker besorgte nach einem Flensburger Ballverlust Sekunden vor der Pause die 16:14-Halbzeitführung. Der letzten Flensburger Versuch vor dem Gang in die Kabine vereitelte Büttner mit der Schlusssirene mit seinem Block.

Durchgang zwei begann vielversprechend für GWD. Auch nach der Gäste-Auszeit blieb Minden am Drücker und ließ sich auch von Büttners Disqualifikation (38., dritte Zeitstrafe) nicht beirren. Im Gegenteil: Von Minute zu Minute steigerte sich das Bagats-Team in der Abwehr und riss in der Offensive die SG-Defensive immer wieder auseinander. Der Lohn war die 26:21-Führung (48.) durch Kranzmanns siebten Treffer. Mit dem zweiten erfolgreich vollendeten Kempa-Trick durch Kranzmann (27:22) bog GWD in die letzten zehn Minuten ein. In denen gelang Hermeling auf Anspiel von Kranzmann zum 30:24 der dritte erfolgreiche „Kempa“. Das war die Entscheidung. „Wir wollten locker und befreit aufspielen und Spaß haben. Das haben die Jungs überragend kreativ gelöst. Das beweisen die tollen Kempa-Tricks“, sagte GWD-Trainer Sebastian Bagats.

GWD Minden: Schmäing 1. - 44., Budde 44. - 60 – Kranzmann 9/1, Holzhacker 7/2, Steppeler, Hermeling 7, Studberg 4, Kirchhoff 1, Buschkamp, Dohrmann, Jungmann 3, Büttner 3.

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