Hille sagt Ja zur Landesliga: Sachsenross-Handballer verzichten auf den Abstieg Christian Bendig Hille. Nico Spechtmeyer traf beim bisher letzten Landesliga-Auftritt für die Handballer des TV Sachsenross Hille im Oktober zum alles entscheidenden 27:25 bei der TG Herford. Dann war Feierabend, denn der Handballverband Westfalen (HVW) setzte wegen der zweiten Corona-Welle erst flächendeckend den Spielbetrieb aus und brach die Saison mittlerweile ganz ab. Doch inzwischen steht fest, dass Spechtmeyers Treffer nicht der letzte für den Traditionsklub in der fünften Liga gewesen ist. Denn, der TVH wird von dem vom HVW eingeräumten Nichtabstiegsrecht Gebrauch machen und in der kommenden Spielzeit wieder in der Landesliga an den Start gehen. Vor dem Hintergrund der enttäuschenden Spielzeit 2019/20, als die Truppe von Trainer Henning Di Meo zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs mit 6:30 Punkten praktisch als sicherer Absteiger feststand, sagt auch der Coach: „Vielleicht wäre ein freiwilliger Rückzug in die Bezirksliga besser für uns.“ Ein Neustart eine Klasse tiefer sei aber in den Gesprächen in den zurückliegenden Wochen nicht thematisiert worden. Man setzt weiter auf die Landesliga. „Denn“, führt Di Meo weiter aus, „es ist immer schwieriger Spieler von anderen Vereinen von einem Wechsel zu uns zu überzeugen.“ Das fällt in diesem Jahr noch schwerer. „Die Geselligkeit, unser Prunkstück, können wir derzeit ja nicht leben“, erklärt der Trainer. Darüber hinaus fiele die sportliche Herausforderung Landesliga bei einem Rückzug als Argument weg. Die Angriffslust, sich dem harten Kampf gegen den Abstieg stellen zu wollen und der laut di Meo „überragende Zusammenhalt“ trotz der mauen Bilanz von lediglich vier Siegen seit Mitte September, hätten den überwiegenden Teil der Mannschaft zum Weitermachen bewogen. Man will es nochmal wissen. „Wenn wir uns zerreißen, aber absteigen sollten, wird uns im Verein auch niemand böse sein“, möchten sich die Meo und seine Spieler nochmals dem Abenteuer stellen. Lediglich Maximilian Schwenker (Lit 1912) und Kai-Uwe Brockmeier (hört auf) haben sich dagegen entschieden.

Hille sagt Ja zur Landesliga: Sachsenross-Handballer verzichten auf den Abstieg

Nico Spechtmeyer, hier am Ball in einem Heimspiel, erzielte das letzte Saisontor für den TV Hille. Foto: Christian Bendig © Christian Bendig

Hille. Nico Spechtmeyer traf beim bisher letzten Landesliga-Auftritt für die Handballer des TV Sachsenross Hille im Oktober zum alles entscheidenden 27:25 bei der TG Herford. Dann war Feierabend, denn der Handballverband Westfalen (HVW) setzte wegen der zweiten Corona-Welle erst flächendeckend den Spielbetrieb aus und brach die Saison mittlerweile ganz ab. Doch inzwischen steht fest, dass Spechtmeyers Treffer nicht der letzte für den Traditionsklub in der fünften Liga gewesen ist.

Denn, der TVH wird von dem vom HVW eingeräumten Nichtabstiegsrecht Gebrauch machen und in der kommenden Spielzeit wieder in der Landesliga an den Start gehen. Vor dem Hintergrund der enttäuschenden Spielzeit 2019/20, als die Truppe von Trainer Henning Di Meo zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs mit 6:30 Punkten praktisch als sicherer Absteiger feststand, sagt auch der Coach: „Vielleicht wäre ein freiwilliger Rückzug in die Bezirksliga besser für uns.“

Ein Neustart eine Klasse tiefer sei aber in den Gesprächen in den zurückliegenden Wochen nicht thematisiert worden. Man setzt weiter auf die Landesliga. „Denn“, führt Di Meo weiter aus, „es ist immer schwieriger Spieler von anderen Vereinen von einem Wechsel zu uns zu überzeugen.“ Das fällt in diesem Jahr noch schwerer. „Die Geselligkeit, unser Prunkstück, können wir derzeit ja nicht leben“, erklärt der Trainer.

Darüber hinaus fiele die sportliche Herausforderung Landesliga bei einem Rückzug als Argument weg. Die Angriffslust, sich dem harten Kampf gegen den Abstieg stellen zu wollen und der laut di Meo „überragende Zusammenhalt“ trotz der mauen Bilanz von lediglich vier Siegen seit Mitte September, hätten den überwiegenden Teil der Mannschaft zum Weitermachen bewogen. Man will es nochmal wissen.

„Wenn wir uns zerreißen, aber absteigen sollten, wird uns im Verein auch niemand böse sein“, möchten sich die Meo und seine Spieler nochmals dem Abenteuer stellen. Lediglich Maximilian Schwenker (Lit 1912) und Kai-Uwe Brockmeier (hört auf) haben sich dagegen entschieden.

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