Handball: Wie weit nach vorne geht für den TSV Hahlen? Jörg Wehling,Christian Bendig Minden. Eine gute Rolle möchten die Handballer des TSV Hahlen in der Verbandsliga spielen, einige Mitbewerber in der Liga sehen in dem TSV sogar einen Aufstiegsaspiranten. So weit würde Trainer Henrik Thielking in seiner Zielsetzung nicht gehen, einen Platz unter den ersten Vier hält er aber auch für realistisch. Bei den weiteren Vertretern sind die sportlichen Ansprüche etwas geringer. Ein guter Mittelfeldplatz ist das, was die HSG Porta, Eintracht Oberlübbe, HSV Minden-Nord und auch Lit 1912 III anstreben. Wobei den „Littis“ aufgrund ihrer personellen Besetzung aus Talenten und erfahrenen Spielern mehr zuzutrauen sein dürfte. Personelle Veränderungen waren eher die Seltenheit, auch beim TSV Hahlen. „Die Mannschaft ist annähernd zusammengeblieben“, sagt Trainer Henrik Thielking. Zwei Spieler sind neu. Für Lennart Wilken-Johannes, der als Standby-Torwart weiter zur Verfügung steht, hütet Torben Schriefer (Möllbergen) das Tor. Das Gespann vervollständigt Steffen Schumacher. Zweiter Neuling ist Marten Kirchhoff, der aus der Jugend von GWD Minden den Rückraum verstärkt. „Er wird uns spielerisch bereichert. Kontinuität beim TSV Seinem Eindruck nach ist die Mannschaft gut aus der Corona-Pause gekommen, in der sie in eineinhalb Jahren nur zwei Pflichtspiele absolvieren konnte. „Ich merke den Spielern die Freude am Handball an. Wir fangen nicht bei Null an. Was fehlt, sind bestimmte Abläufe und das Timing bei den Spielvarianten“, sagt Thielking. Nach einer zufriedenstellenden Vorbereitungszeit, möchte Thielking die letzten Tage bis zum Saisonstart für den Feinschliff nutzen. Stabil steht bereits die offensiv ausgerichtete 6:0-Abwehr um die Innenblocker Eike Böker und Jona Finke. Stete Entwicklungsarbeit leistet das Team im Tempospiel. „Das sind wir schon gut, das ist eine Stärke“, beschreibt Thielking ein zentrales Element seiner Spielidee. Verzichten muss er in der Offensive eine Weile auf einen wichtigen Rückraumspieler: Keanu Reimler fällt vorerst aus. Zwei Mannschaften ordnet der Coach als größte Konkurrenten ein. Zum einen ist das die HSG Altenbeken-Buke, zum anderen die Nordhemmeraner Nachbarn von Lit 1912 III. „Sie haben einen super besetzten Kader, wenn alle Jungs dabei sind“, sagt Thielking über die eng mit der Bundesliga-A-Jugend verzahnten „Litties“. Neuer Trainer bei den 1912ern ist mit Marc Pohlmann ein Hahler Urgestein. Seinen Pflichtspieleinstand gibt Pohlmann ausgerechnet an seiner langjährigen Wirkungsstätte. HSV mit Drittliga-Erfahrung Nach vielen Jahren der Abstinenz spielt nun auch wieder der HSV Minden-Nord in der Verbandsliga. Spieler, die die Höhen und Tiefen des HSV miterlebten, waren Rechtsaußen Jean Windiks und Kapitän Mats Schmidt. „Mats ist mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld“, sagt HSV-Trainer Alexander Röthemeier. Ein Leistungsträger dürfte Jannik Jungmann sein, der sich bereit erklärt, in einigen Spielen mitzuwirken. Der frühere Kapitän des Drittligisten von GWD Minden II lebt mittlerweile in Düsseldorf. „Er wird nicht an jedem Spieltag da sein, aber wir haben schon Termine abgesprochen“, berichtet Röthemeier, der sich mit seinem gleichberechtigten Trainerkollege Sven Hachmeier gespannt auf die neue Saison blickt. „Aufgrund der vielen Derbys wird die Liga richtig Bock machen“, so Röthemeier, der sein und noch vier andere Teams im harten Abstiegskampf erwartet. Immer noch Aufsteiger Vor etwas mehr als einem Jahr feierte Eintracht Oberlübbe nach jahrelanger Abstinenz die Rückkehr in die Verbandsliga. Zwischenzeitlich war der Traditionsverein, der einst in der Oberliga beheimatet war, bis in die Bezirksliga. Dann übernahm Björn Petereit das Traineramt und führte das Team wieder nach oben. Die Freude und die Euphorie nach dem Wiederaufstieg war jedoch nur von kurzer Dauer. Gerade einmal zwei Spiele durften die Eintracht-Handballer die Aufstiegseuphorie auskosten. Dann war sie durch den extrem frühen, Corona-bedingten Saisonabbruch auch schon wieder verflogen. Immerhin trug blieb die Petereit-Sieben, die sich im vergangenen Sommer mit dem wurfgewaltigen Kevin Lenz vom Landesligisten TV Hille verstärkt hatte, in beiden Spielen ungeschlagen und holte zwei Remis bei der HSG Spradow und dem TuS SW Wehe. Um sich in der Verbandsliga zu akklimatisieren, genügten diese beiden Partien hingegen nicht, wie Petereit betont: „Wir sind immer noch ein Aufsteiger.“ Beim Blick auf den Kader hat sich in den letzten Monaten nichts verändert. Außer, dass Petereit mit dem wurfgewaltigen Linkshänder Lennard Wall nach dessen schwerer Knieverletzung bald wird planen können. Lit-Dritte stark besetzt Es ist „nur“ die dritte Mannschaft innerhalb der Spielgemeinschaft Lit 1912, doch deswegen ist sie nicht minder ambitioniert. Ganz im Gegenteil: Viele Verbandsliga-Trainer würden sich nach diesem Kader, der in Marc Pohlmann einen neuen Trainer hat, die Finger lecken. Und wie analysiert Hahlens Trainer Henrik Thielking beim Blick auf den Liga- und Lokalrivalen: „Der Kader lässt wenige Wünsche offen.“ Was Marc Pohlmann aus diesem Kader machen kann, wird Thielking ganz genau wissen. Schließlich trainierten die beiden gleichberechtigt den TSV Hahlen und spielten auch etliche Jahre bei den Hyänen zusammen. Schließlich mögen beide Teams das Tempospiel, für das Pohlmann in seinem festen 13er-Kader auch die richtigen Spielertypen hat. Auf der linken Außenbahn wirbeln René Glöckner und Maik Riechmann. Beide sind pfeilschnell und verfügen über etliche Wurfvarianten im Abschluss. HSG Porta wie im Vorjahr Wenige Veränderungen bei den Mannschaften kennzeichneten die Monate der Tatenlosigkeit vor der anlaufenden Spielzeit. Als erstes trat die HSG Porta während der monatelangen Corona-Pause an die Öffentlichkeit und verkündete, dass man mit einem unveränderten Kader in Serie 2021/22 gehen werde. „Du kannst das Mannschaftsfoto von der letzten Saison nehmen“, sagt HSG-Trainer Daniel Franke ob des gleichen Kaders der Vorsaison. Und das Saisonziel ist auch dasselbe: Schnell ein Polster nach unten aufbauen und dann um die Plätze zwischen Rang drei bis sechs spielen. Und die Portaner möchten vor dem begeisterungsfähigen Publikum möglichst viele Heimspiele gewinnen. Außerdem geht es um eine Bestätigung der Tendenz der vergangenen Jahre. Schließlich entwickelten sich die Veltheimer stetig Stück für Stück nach vorne in der Tabelle.

Handball: Wie weit nach vorne geht für den TSV Hahlen?

Die Männer-Mannschaft des TSV Hahlen mit Trainer Henrik Thielking (obere Reihe rechts). MT-Foto: Thomas Kühlmann © Thomas Kühlmann

Minden. Eine gute Rolle möchten die Handballer des TSV Hahlen in der Verbandsliga spielen, einige Mitbewerber in der Liga sehen in dem TSV sogar einen Aufstiegsaspiranten. So weit würde Trainer Henrik Thielking in seiner Zielsetzung nicht gehen, einen Platz unter den ersten Vier hält er aber auch für realistisch. Bei den weiteren Vertretern sind die sportlichen Ansprüche etwas geringer. Ein guter Mittelfeldplatz ist das, was die HSG Porta, Eintracht Oberlübbe, HSV Minden-Nord und auch Lit 1912 III anstreben. Wobei den „Littis“ aufgrund ihrer personellen Besetzung aus Talenten und erfahrenen Spielern mehr zuzutrauen sein dürfte.

Personelle Veränderungen waren eher die Seltenheit, auch beim TSV Hahlen. „Die Mannschaft ist annähernd zusammengeblieben“, sagt Trainer Henrik Thielking. Zwei Spieler sind neu. Für Lennart Wilken-Johannes, der als Standby-Torwart weiter zur Verfügung steht, hütet Torben Schriefer (Möllbergen) das Tor. Das Gespann vervollständigt Steffen Schumacher.

Annähernd unverändert ist der Kader der HSG Porta von Trainer Daniel FRanke (oben rechts). Foto: privat - © privat
Annähernd unverändert ist der Kader der HSG Porta von Trainer Daniel FRanke (oben rechts). Foto: privat - © privat

Zweiter Neuling ist Marten Kirchhoff, der aus der Jugend von GWD Minden den Rückraum verstärkt. „Er wird uns spielerisch bereichert.

Kontinuität beim TSV

Das Verbandsliga-Team des TuS Eintracht Oberlübbe mit Trainer Björn Petereit (mittlere Reihe rechts). Foto: Christian Oestreich - © Christian Oestreich
Das Verbandsliga-Team des TuS Eintracht Oberlübbe mit Trainer Björn Petereit (mittlere Reihe rechts). Foto: Christian Oestreich - © Christian Oestreich

Seinem Eindruck nach ist die Mannschaft gut aus der Corona-Pause gekommen, in der sie in eineinhalb Jahren nur zwei Pflichtspiele absolvieren konnte. „Ich merke den Spielern die Freude am Handball an. Wir fangen nicht bei Null an. Was fehlt, sind bestimmte Abläufe und das Timing bei den Spielvarianten“, sagt Thielking.

Der HSV Minden-Nord mit Trainer Alexander Röthemeier (links) peilt den Klassenerhalt an. Foto: Dera-Medien - © Dera Medien
Der HSV Minden-Nord mit Trainer Alexander Röthemeier (links) peilt den Klassenerhalt an. Foto: Dera-Medien - © Dera Medien

Nach einer zufriedenstellenden Vorbereitungszeit, möchte Thielking die letzten Tage bis zum Saisonstart für den Feinschliff nutzen. Stabil steht bereits die offensiv ausgerichtete 6:0-Abwehr um die Innenblocker Eike Böker und Jona Finke. Stete Entwicklungsarbeit leistet das Team im Tempospiel. „Das sind wir schon gut, das ist eine Stärke“, beschreibt Thielking ein zentrales Element seiner Spielidee. Verzichten muss er in der Offensive eine Weile auf einen wichtigen Rückraumspieler: Keanu Reimler fällt vorerst aus.

Die Drittvertretung von Lit 1912 mit ihrem neuen Trainer Marc Pohlmann (oben rechts) Foto: privat - © privat
Die Drittvertretung von Lit 1912 mit ihrem neuen Trainer Marc Pohlmann (oben rechts) Foto: privat - © privat

Zwei Mannschaften ordnet der Coach als größte Konkurrenten ein. Zum einen ist das die HSG Altenbeken-Buke, zum anderen die Nordhemmeraner Nachbarn von Lit 1912 III. „Sie haben einen super besetzten Kader, wenn alle Jungs dabei sind“, sagt Thielking über die eng mit der Bundesliga-A-Jugend verzahnten „Litties“. Neuer Trainer bei den 1912ern ist mit Marc Pohlmann ein Hahler Urgestein. Seinen Pflichtspieleinstand gibt Pohlmann ausgerechnet an seiner langjährigen Wirkungsstätte.

HSV mit Drittliga-Erfahrung

Nach vielen Jahren der Abstinenz spielt nun auch wieder der HSV Minden-Nord in der Verbandsliga. Spieler, die die Höhen und Tiefen des HSV miterlebten, waren Rechtsaußen Jean Windiks und Kapitän Mats Schmidt. „Mats ist mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld“, sagt HSV-Trainer Alexander Röthemeier.

Ein Leistungsträger dürfte Jannik Jungmann sein, der sich bereit erklärt, in einigen Spielen mitzuwirken. Der frühere Kapitän des Drittligisten von GWD Minden II lebt mittlerweile in Düsseldorf. „Er wird nicht an jedem Spieltag da sein, aber wir haben schon Termine abgesprochen“, berichtet Röthemeier, der sich mit seinem gleichberechtigten Trainerkollege Sven Hachmeier gespannt auf die neue Saison blickt. „Aufgrund der vielen Derbys wird die Liga richtig Bock machen“, so Röthemeier, der sein und noch vier andere Teams im harten Abstiegskampf erwartet.

Immer noch Aufsteiger

Vor etwas mehr als einem Jahr feierte Eintracht Oberlübbe nach jahrelanger Abstinenz die Rückkehr in die Verbandsliga. Zwischenzeitlich war der Traditionsverein, der einst in der Oberliga beheimatet war, bis in die Bezirksliga. Dann übernahm Björn Petereit das Traineramt und führte das Team wieder nach oben.

Die Freude und die Euphorie nach dem Wiederaufstieg war jedoch nur von kurzer Dauer. Gerade einmal zwei Spiele durften die Eintracht-Handballer die Aufstiegseuphorie auskosten. Dann war sie durch den extrem frühen, Corona-bedingten Saisonabbruch auch schon wieder verflogen.

Immerhin trug blieb die Petereit-Sieben, die sich im vergangenen Sommer mit dem wurfgewaltigen Kevin Lenz vom Landesligisten TV Hille verstärkt hatte, in beiden Spielen ungeschlagen und holte zwei Remis bei der HSG Spradow und dem TuS SW Wehe. Um sich in der Verbandsliga zu akklimatisieren, genügten diese beiden Partien hingegen nicht, wie Petereit betont: „Wir sind immer noch ein Aufsteiger.“

Beim Blick auf den Kader hat sich in den letzten Monaten nichts verändert. Außer, dass Petereit mit dem wurfgewaltigen Linkshänder Lennard Wall nach dessen schwerer Knieverletzung bald wird planen können.

Lit-Dritte stark besetzt

Es ist „nur“ die dritte Mannschaft innerhalb der Spielgemeinschaft Lit 1912, doch deswegen ist sie nicht minder ambitioniert. Ganz im Gegenteil: Viele Verbandsliga-Trainer würden sich nach diesem Kader, der in Marc Pohlmann einen neuen Trainer hat, die Finger lecken. Und wie analysiert Hahlens Trainer Henrik Thielking beim Blick auf den Liga- und Lokalrivalen: „Der Kader lässt wenige Wünsche offen.“

Was Marc Pohlmann aus diesem Kader machen kann, wird Thielking ganz genau wissen. Schließlich trainierten die beiden gleichberechtigt den TSV Hahlen und spielten auch etliche Jahre bei den Hyänen zusammen.

Schließlich mögen beide Teams das Tempospiel, für das Pohlmann in seinem festen 13er-Kader auch die richtigen Spielertypen hat. Auf der linken Außenbahn wirbeln René Glöckner und Maik Riechmann. Beide sind pfeilschnell und verfügen über etliche Wurfvarianten im Abschluss.

HSG Porta wie im Vorjahr

Wenige Veränderungen bei den Mannschaften kennzeichneten die Monate der Tatenlosigkeit vor der anlaufenden Spielzeit. Als erstes trat die HSG Porta während der monatelangen Corona-Pause an die Öffentlichkeit und verkündete, dass man mit einem unveränderten Kader in Serie 2021/22 gehen werde.

„Du kannst das Mannschaftsfoto von der letzten Saison nehmen“, sagt HSG-Trainer Daniel Franke ob des gleichen Kaders der Vorsaison. Und das Saisonziel ist auch dasselbe: Schnell ein Polster nach unten aufbauen und dann um die Plätze zwischen Rang drei bis sechs spielen. Und die Portaner möchten vor dem begeisterungsfähigen Publikum möglichst viele Heimspiele gewinnen. Außerdem geht es um eine Bestätigung der Tendenz der vergangenen Jahre. Schließlich entwickelten sich die Veltheimer stetig Stück für Stück nach vorne in der Tabelle.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Handball