Handball-Box: Sportlerglück im Viererpack Minden. Aushilfstrainer Matthias Husemeier, Aufstiegstrainerin Andrea Leiding, Torjäger-Torwart Torben Schriefer und Rückkehrer Fynn Telgheder eint ein besonderes Gefühl: Sie erlebten ein Handball-Wochenende voller glücklicher und erfolgreicher Momente. Sie füllen damit eine Handball-Box voller guter Nachrichten. Schriefer obenauf Torben Schriefer, Torwart des Verbandsligisten TSV Hahlen, ist für seine langen, maßgenauen Abwürfe bekannt und leitet damit so manches einfaches Tor ein, – wie auch im Derby gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden von Lit 1912 III. Zum letztendlich ungefährdeten 26:24-Heimsieg steuerte Schriefer sogar zwei Tore bei, es waren wichtige Treffer zum 4:3 und 5:3 für seine Mannschaft. „Beim ersten Treffer habe ich erst gedacht, der Ball vorbei geht. Aber es hat ja gepasst“, sagt der 24-Jährige, der seine Leistung im Gegensatz zu seinen Mitspielern insgesamt „durchwachsen“ fand. Allerdings hielt der Torwart in der Schlussphase zwei wichtige Bälle und verhinderte, dass das Lit-Team noch näher heran kam. Die gewonnene Wette mit seinem Kumpel Robert Indeche beschert Schriefer zudem ein Essen. Schriefer hat seit den Minis in Nordhemmern gespielt, bevor er 2019 zum TuS 09 Möllbergen ging. Seit dieser Saison läuft er für den TSV Hahlen auf. (jöw) Telgheder glücklich Knie kaputt mit Kreuzbandriss Karriereende mit 20 Jahren. Das drohte sich Oberlübbes Torwart Fynn Telgheder an. „Ob das je wieder ein Sportknie wird, da war sich auch mein Orthopäde nicht so sicher. Aber er hat auch gesagt, dass ich es auf alle Fälle versuchen soll“, blickt Telgheder zurück. Der vorläufige Höhepunkt war die Rückkehr zwischen die Pfosten beim blitzsauberen 35:27-Heimsieg gegen die HSG EK Spradow. Auch Telgheder hatte mit wichtigen Paraden seinen Anteil am blitzsauberen Erfolg gegen eines der Topteams der Liga. Ob sich das Knie während des Spiels bemerkbar gemacht habe, verneint der 22-Jährige. „Da denkt man vielleicht vor dem Spiel dran, aber nach den ersten beiden Paraden war das kein Thema mehr“, sagt der TuS-Torwart. In der Vorbereitung gehörte er als einer von vier Torhütern zum Kader, letztendlich stand er nun 60 Minuten zwischen den Pfosten. (jöw) Trainer in Teilzeit Fast zwei Jahre raus aus dem Trainerjob war Matthias Husemeier beim Frauen-Team vom TuS Eintracht Oberlübbe. Im November 2019 trat er aus freien Stücken nach einer Derbyniederlage in Möllbergen zurück. Beim Saisonstart am Wochenende saß der erfahrene Trainer wieder auf der Bank als Vertretung für Trainer Jonas Lukowski. Mit Erfolg: Die Oberlübberinnen gewannen mit 35:28. „Das habe ich wirklich gerne gemacht. Aber ein Job auf Dauer ist das nicht mehr“, sagte der Urlaubsvertreter. Für drei Trainingseinheiten und das Auftaktspiel hatte Husemeier zugesagt. „Im Training haben die Mädels auch richtig gut mitgezogen“, lobte Husemeier, der auch weiterhin die Eintracht-Team zumindest als Zuschauer begleitet. Am gestrigen Mittwoch war gewissermaßen Übergabe zurück zum etatmäßigen Trainer. „Wenn Jonas anruft und Unterstützung braucht, bin ich natürlich wieder dabei.“ (jöw) Auf das Glück vorbereitet „Das Glück bevorzugt den, der vorbereitet ist“ heißt es in einem dem französischen Chemiker und Biologen Louis Pasteur zugeschriebenen Zitat. Bei den Handballerinnen von Lit Tribe 1912 trafen Glück und gute Vorbereitung zuletzt häufiger zusammen. Im Sommer 2019 gewann der damalige Verbandsliga-Vizemeister eine vorsorglich gespielte Aufstiegsrunde. Als dann tatsächlich mit der Insolvenz des DJK Trier ein Platz frei wurde, stieg das Lit-Team dank der erfolgreichen Überstunden in die Oberliga auf. Und als nach der früh beendeten Corona-Saison im vergangenen Juni in einer einzigen westfälischen Liga eine Aufstiegsrunde gespielt wurde, war das die Oberliga – und wieder Lit war dabei. Mit Top-Leistungen sicherte sich das Team von Trainerin Andrea Leiding den Aufstieg in die 3. Liga. Nach dem Durchmarsch aus der Verbandsliga bis in die dritthöchste deutsche Spielklasse war feierten die 1912er dort eine furiose Premiere, bei der nach guter Vorbereitung kein Glück notwendig war: 38:21 triumphierte die Spielgemeinschaft bei Borussia Dortmund II. „Ich hatte im Vorfeld gesagt, dass wir da etwas mitnehmen können“, berichtete Trainerin Leiding, die dann aber vom tatsächlichen Spielverlauf komplett überrascht wurde: „Daran hatte ich im Traum nicht gedacht.“ Das Team spielte am oberen Anschlag, obwohl die vom Examen beanspruchte und nach einer Verletzung noch nicht wieder fitte Top-Schützin Leonie Wöbking nur wenig spielte und mit Madeleine Benecke eine weitere zentrale Spielerin nach 20 Minuten wegen einer Roten Karte ausfiel. Leiding lobte die überragende Mentalität des Teams: „Jede Spielerin hat 100 Prozent gegeben.“ So soll es auch am Samstag sein, wenn sich der Tabellenführer HSG Blomberg-Lippe II in Holzhausen vorstellt. Vorbereitet sind die Lit-Ladies. ob sie Glück brauchen, wird sich zeigen. (rich)

Handball-Box: Sportlerglück im Viererpack

Torwart mit gutem Armzug: Hahlens Torben Schriefer hatte im Derby mehrmals Grund zur Freude. MT-Foto: Jörg Wehling © Jörg Wehling

Minden. Aushilfstrainer Matthias Husemeier, Aufstiegstrainerin Andrea Leiding, Torjäger-Torwart Torben Schriefer und Rückkehrer Fynn Telgheder eint ein besonderes Gefühl: Sie erlebten ein Handball-Wochenende voller glücklicher und erfolgreicher Momente. Sie füllen damit eine Handball-Box voller guter Nachrichten.

Schriefer obenauf

Torben Schriefer, Torwart des Verbandsligisten TSV Hahlen, ist für seine langen, maßgenauen Abwürfe bekannt und leitet damit so manches einfaches Tor ein, – wie auch im Derby gegen seine ehemaligen Mannschaftskameraden von Lit 1912 III. Zum letztendlich ungefährdeten 26:24-Heimsieg steuerte Schriefer sogar zwei Tore bei, es waren wichtige Treffer zum 4:3 und 5:3 für seine Mannschaft. „Beim ersten Treffer habe ich erst gedacht, der Ball vorbei geht. Aber es hat ja gepasst“, sagt der 24-Jährige, der seine Leistung im Gegensatz zu seinen Mitspielern insgesamt „durchwachsen“ fand. Allerdings hielt der Torwart in der Schlussphase zwei wichtige Bälle und verhinderte, dass das Lit-Team noch näher heran kam. Die gewonnene Wette mit seinem Kumpel Robert Indeche beschert Schriefer zudem ein Essen. Schriefer hat seit den Minis in Nordhemmern gespielt, bevor er 2019 zum TuS 09 Möllbergen ging. Seit dieser Saison läuft er für den TSV Hahlen auf. (jöw)

Telgheder glücklich

Knie kaputt mit Kreuzbandriss Karriereende mit 20 Jahren. Das drohte sich Oberlübbes Torwart Fynn Telgheder an. „Ob das je wieder ein Sportknie wird, da war sich auch mein Orthopäde nicht so sicher. Aber er hat auch gesagt, dass ich es auf alle Fälle versuchen soll“, blickt Telgheder zurück. Der vorläufige Höhepunkt war die Rückkehr zwischen die Pfosten beim blitzsauberen 35:27-Heimsieg gegen die HSG EK Spradow. Auch Telgheder hatte mit wichtigen Paraden seinen Anteil am blitzsauberen Erfolg gegen eines der Topteams der Liga. Ob sich das Knie während des Spiels bemerkbar gemacht habe, verneint der 22-Jährige. „Da denkt man vielleicht vor dem Spiel dran, aber nach den ersten beiden Paraden war das kein Thema mehr“, sagt der TuS-Torwart. In der Vorbereitung gehörte er als einer von vier Torhütern zum Kader, letztendlich stand er nun 60 Minuten zwischen den Pfosten. (jöw)

Trainer in Teilzeit

Fast zwei Jahre raus aus dem Trainerjob war Matthias Husemeier beim Frauen-Team vom TuS Eintracht Oberlübbe. Im November 2019 trat er aus freien Stücken nach einer Derbyniederlage in Möllbergen zurück. Beim Saisonstart am Wochenende saß der erfahrene Trainer wieder auf der Bank als Vertretung für Trainer Jonas Lukowski. Mit Erfolg: Die Oberlübberinnen gewannen mit 35:28. „Das habe ich wirklich gerne gemacht. Aber ein Job auf Dauer ist das nicht mehr“, sagte der Urlaubsvertreter. Für drei Trainingseinheiten und das Auftaktspiel hatte Husemeier zugesagt. „Im Training haben die Mädels auch richtig gut mitgezogen“, lobte Husemeier, der auch weiterhin die Eintracht-Team zumindest als Zuschauer begleitet. Am gestrigen Mittwoch war gewissermaßen Übergabe zurück zum etatmäßigen Trainer. „Wenn Jonas anruft und Unterstützung braucht, bin ich natürlich wieder dabei.“ (jöw)

Auf das Glück vorbereitet

„Das Glück bevorzugt den, der vorbereitet ist“ heißt es in einem dem französischen Chemiker und Biologen Louis Pasteur zugeschriebenen Zitat. Bei den Handballerinnen von Lit Tribe 1912 trafen Glück und gute Vorbereitung zuletzt häufiger zusammen. Im Sommer 2019 gewann der damalige Verbandsliga-Vizemeister eine vorsorglich gespielte Aufstiegsrunde. Als dann tatsächlich mit der Insolvenz des DJK Trier ein Platz frei wurde, stieg das Lit-Team dank der erfolgreichen Überstunden in die Oberliga auf. Und als nach der früh beendeten Corona-Saison im vergangenen Juni in einer einzigen westfälischen Liga eine Aufstiegsrunde gespielt wurde, war das die Oberliga – und wieder Lit war dabei. Mit Top-Leistungen sicherte sich das Team von Trainerin Andrea Leiding den Aufstieg in die 3. Liga.

Nach dem Durchmarsch aus der Verbandsliga bis in die dritthöchste deutsche Spielklasse war feierten die 1912er dort eine furiose Premiere, bei der nach guter Vorbereitung kein Glück notwendig war: 38:21 triumphierte die Spielgemeinschaft bei Borussia Dortmund II. „Ich hatte im Vorfeld gesagt, dass wir da etwas mitnehmen können“, berichtete Trainerin Leiding, die dann aber vom tatsächlichen Spielverlauf komplett überrascht wurde: „Daran hatte ich im Traum nicht gedacht.“ Das Team spielte am oberen Anschlag, obwohl die vom Examen beanspruchte und nach einer Verletzung noch nicht wieder fitte Top-Schützin Leonie Wöbking nur wenig spielte und mit Madeleine Benecke eine weitere zentrale Spielerin nach 20 Minuten wegen einer Roten Karte ausfiel. Leiding lobte die überragende Mentalität des Teams: „Jede Spielerin hat 100 Prozent gegeben.“ So soll es auch am Samstag sein, wenn sich der Tabellenführer HSG Blomberg-Lippe II in Holzhausen vorstellt. Vorbereitet sind die Lit-Ladies. ob sie Glück brauchen, wird sich zeigen. (rich)

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