Handball-Box: GWD-Detektive fahnden nach dem Phantomtor Minden. Als Detektive betätigten sich am Montag einige Spieler des Drittligisten GWD Minden II: Sie fahndeten nach dem „Phantomtor“ von Augustdorf. Ihr eindeutiges Ergebnis: Ihr Team hätte die Partie gegen Team HB Lippe 29:28 gewinnen müssen. Tor aus dem Nichts kostet einen Punkt Das samstägliche 29:29-Remis des Drittligisten GWD Minden II beim Team HB Lippe II, dem Unterbau des TBV Lemgo, beschäftige die Mindener noch am Montag: Nachdem die Schiedsrichter beim Stand von 29:25 für GWD am Kampfgericht für die Lipper ein Tor nachtragen ließen, gingen die wegen Verletzungen nicht trainingsfähigen Mindener Spieler am Montag mit Stift und Papier auf Torejagd: Unabhängig voneinander kontrollierten sie dezidiert die Video-Aufzeichnung der Partie. „Alle kamen zum selben Ergebnis: Es waren nur 28 Tore“, berichtete GWD-Coach Moritz Schäpsmeier, der gerne beide Punkte mitgenommen hätte. „Wir sind natürlich frustriert, aber wir lassen es so stehen. Man kann jetzt sowieso nichts mehr machen“, meinte derTrainer, der sich bereits im Spiel gewundert hatte, denn anders als üblich war von keiner Seite ein Hinweis auf ein nicht gezähltes Tor ergangen. „Ich weiß nicht, wo oder wann sie ein Tor gezählt haben“, konnte Schäpsmeier das Einschreiten der Schiedsrichter nicht nachvollziehen. Aber in jenem Moment konnte er die tatsächliche Zahl der Tore nicht nachhalten: „Wenn die Schiedsrichter das so machen, geht man natürlich davon aus, dass sie wissen was sie tun“, meinte Schäpsmeier: „So habe ich das auch nicht nicht erlebt.“ Ohnehin standen die Unparteiischen im OWL-Derby mehrmals in der Kritik. „Es waren ein paar komische Dinge dabei“, merkte auch Lippe-Trainer Matthias Struck an. Für GWD II steht bereits am Freitag das nächste ostwestfälische Derby an: Um 20.15 Uhr trifft Minden in der Sporthalle Dankersen auf den Aufsteiger TSG AH-Bielefeld. (rich) TuSpo-Frauen spielen „das Gegenteil“ Während in der Landesliga der Frauen TSV Hahlen II – angeführt von Annika Niemeier (8 Tore) und Ulrike Kolbe (7) – gegen den TuS Brake mit 26:20 den ersten Sieg feierte, ist der Siegeszug der beiden Teams aus der Gemeinde Hille ins Stocken geraten. Lit Tribe 1912 II ließ beim 20:20 gegen die SG Häver-Lübbecke den ersten Punkt liegen, der TV Hille kassierte im Spitzenspiel bei Tabellenführer TG Herford mit 21:24 die erste Niederlage der Saison. Derer drei hat der Aufsteiger TuSpo Meißen bereits durchlebt. Auch das Heimspiel gegen das bis dahin ebenfalls sieglose Team von HSG EGB Bielefeld verlor Meißen 22:25. Das sorgte für Frust. Mit einer tollen ersten Halbzeit hatte sich das TuSpo-Team über 5:1 und 12:7 einen 14:12-Vorsprung erspielt. Neun torlose Minuten brachten den 14:17-Rückstand, beim 16:22 zog Trainer Tobias Meier die Bremse: „Wir spielen genau das Gegenteil von dem, was wir uns in der Pause vorgenommen haben“, kritisierte er. Doch besser wurde es nicht. Die einzige TuSpo–Spielerin in Normalform war Fabienna Dretzke, mit sieben Treffern die erfolgreichste Torschützin. Nach Spielende zeigte sich Trainer Meier reichlich enttäuscht: „Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gespielt und so gewinnt man kein Spiel. Solche Spiele müssen wir aber gewinnen, wenn wir die Landesliga halten wollen.” (hop)

Handball-Box: GWD-Detektive fahnden nach dem Phantomtor

Beste Spielerin: TuSpo Meißens Fabienna Dretzke erzielte am Sonntag sieben Tore. Foto: Nadine Hoppmann © Nadine Hoppmann

Minden. Als Detektive betätigten sich am Montag einige Spieler des Drittligisten GWD Minden II: Sie fahndeten nach dem „Phantomtor“ von Augustdorf. Ihr eindeutiges Ergebnis: Ihr Team hätte die Partie gegen Team HB Lippe 29:28 gewinnen müssen.

Tor aus dem Nichts kostet einen Punkt

Das samstägliche 29:29-Remis des Drittligisten GWD Minden II beim Team HB Lippe II, dem Unterbau des TBV Lemgo, beschäftige die Mindener noch am Montag: Nachdem die Schiedsrichter beim Stand von 29:25 für GWD am Kampfgericht für die Lipper ein Tor nachtragen ließen, gingen die wegen Verletzungen nicht trainingsfähigen Mindener Spieler am Montag mit Stift und Papier auf Torejagd: Unabhängig voneinander kontrollierten sie dezidiert die Video-Aufzeichnung der Partie. „Alle kamen zum selben Ergebnis: Es waren nur 28 Tore“, berichtete GWD-Coach Moritz Schäpsmeier, der gerne beide Punkte mitgenommen hätte. „Wir sind natürlich frustriert, aber wir lassen es so stehen. Man kann jetzt sowieso nichts mehr machen“, meinte derTrainer, der sich bereits im Spiel gewundert hatte, denn anders als üblich war von keiner Seite ein Hinweis auf ein nicht gezähltes Tor ergangen. „Ich weiß nicht, wo oder wann sie ein Tor gezählt haben“, konnte Schäpsmeier das Einschreiten der Schiedsrichter nicht nachvollziehen. Aber in jenem Moment konnte er die tatsächliche Zahl der Tore nicht nachhalten: „Wenn die Schiedsrichter das so machen, geht man natürlich davon aus, dass sie wissen was sie tun“, meinte Schäpsmeier: „So habe ich das auch nicht nicht erlebt.“ Ohnehin standen die Unparteiischen im OWL-Derby mehrmals in der Kritik. „Es waren ein paar komische Dinge dabei“, merkte auch Lippe-Trainer Matthias Struck an. Für GWD II steht bereits am Freitag das nächste ostwestfälische Derby an: Um 20.15 Uhr trifft Minden in der Sporthalle Dankersen auf den Aufsteiger TSG AH-Bielefeld. (rich)

TuSpo-Frauen spielen „das Gegenteil“

Während in der Landesliga der Frauen TSV Hahlen II – angeführt von Annika Niemeier (8 Tore) und Ulrike Kolbe (7) – gegen den TuS Brake mit 26:20 den ersten Sieg feierte, ist der Siegeszug der beiden Teams aus der Gemeinde Hille ins Stocken geraten. Lit Tribe 1912 II ließ beim 20:20 gegen die SG Häver-Lübbecke den ersten Punkt liegen, der TV Hille kassierte im Spitzenspiel bei Tabellenführer TG Herford mit 21:24 die erste Niederlage der Saison.

Derer drei hat der Aufsteiger TuSpo Meißen bereits durchlebt. Auch das Heimspiel gegen das bis dahin ebenfalls sieglose Team von HSG EGB Bielefeld verlor Meißen 22:25. Das sorgte für Frust. Mit einer tollen ersten Halbzeit hatte sich das TuSpo-Team über 5:1 und 12:7 einen 14:12-Vorsprung erspielt. Neun torlose Minuten brachten den 14:17-Rückstand, beim 16:22 zog Trainer Tobias Meier die Bremse: „Wir spielen genau das Gegenteil von dem, was wir uns in der Pause vorgenommen haben“, kritisierte er. Doch besser wurde es nicht. Die einzige TuSpo–Spielerin in Normalform war Fabienna Dretzke, mit sieben Treffern die erfolgreichste Torschützin.

Nach Spielende zeigte sich Trainer Meier reichlich enttäuscht: „Wir haben zwei unterschiedliche Halbzeiten gespielt und so gewinnt man kein Spiel. Solche Spiele müssen wir aber gewinnen, wenn wir die Landesliga halten wollen.” (hop)

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