Handball-Box: Daumendrücken für Magnus hilft nicht - Lange Spielpause nervt Landesligisten Minden. Die Holperts in Minden? Da ist Handballgucken Pflichtprogramm. Das Familientreffen fand im Rahmen des Drittliga-Heimspiels von GWD Minden II statt. Vater Jan und Onkel Fynn schauten in Dankersen zu, wie sich Nachwuchsspieler Magnus Holpert im GWD-Trikot so schlug. GWD-Bundesliga-Trainer Frank Carstens war unterdessen mit Olaf Grintz (Trainer der Oberliga-Frauen vom HSV Minden-Nord) in der vergangenen Woche zu Gast beim Lehrgang für Trainer aus dem arabischen Raum. Einfach nur stolz sich für die B-Jungen-Verbandsliga qualifiziert zu haben, ist man derweil beim TVE Röcke. Wissbegierige Trainer Zwölf Trainer aus dem arabischen Raum waren zu Gast in Bielefeld und Minden, um etwas über Nachwuchsförderung zu erfahren und wie Talente an den Profisport herangeführt werden. Die Trainer Olaf Grintz, Frank Carstens und Falk von Hollen dozierten vor interessierten Zuhören und gaben praktische Tipps. „Der deutsche Handball genießt dort einen hohen Stellenwert“, sagt Mitinitiator Olaf Grintz, der froh darüber war, dass auch Frank Carstens diese Trainingswoche für Trainer begleitete. Amine Darmoul, neuer Spielmacher des GWD-Profiteams, schaute vorbei und erläuterte, wie groß die Umstellung ist, um in der Bundesliga bestehen zu können. Anschauungsunterricht bekamen die weit gereisten Gäste auch geboten. Sie schauten zu bei den HSV-Frauen in der Oberliga und sahen auch das Heimspiel der GWD-Profis gegen die Füchse Berlin. Eine Hand voll Trainer haben im Übrigen ihre Woche freiwillig verlängert, um noch mehr über Nachwuchsförderung in Deutschland zu erfahren. „Wir wollen das auf alle Fälle wiederholen“, sagte Grintz nach der außergewöhnlichen Trainer-Fortbildung. (jöw) Zweite Vorbereitung Im Fußball folgt Spiel auf Spiel, im Handball ist der Spielplan luftig und das Gegenteil der Fall. Kaum hat die neue Saison Fahrt aufgenommen, hängen einige Teams schon in wochenlangen Pausen. Für die prima aus den Startblöcken gekommenen Teams wie TSV Hahlen in der Männer-Verbandsliga (sechs Wochen Pause) ein unschöner Bruch, für schwächelnde Mannschaften wie die Oberliga-Frauen des HSV Minden-Nord (fünf Wochen Pause) eine Gelegenheit, die Kräfte neu zu sammeln. Etliche spielfreie Woche müssen die heimischen Mannschaft in der Männer-Landesliga überbrücken. Erst am 23./24. Oktober geht es für Spitzenreiter HSG Petershagen/Lahde und Verfolger HSG EURo weiter. Sogleich folgt mit dem Allerheiligen-Wochenende eine weitere Pause. Noch länger müssen zwei weitere Klubs warten. Für Lit 1912 IV geht es am 6. November weiter und erst am 13. November steigt der TV Hille nach sieben Trainingswochen wieder ins Geschen ein. Die beiden Hiller Nachbarn haben allerdings mit der Verlegung ihres für den 23. Oktober angesetzten Derby die Pause aktiv selbst verlängert. „Das ist schon extrem“, bewertet Hilles Trainer Thomas Schlensker die großen Lücken im Spielplan. Lit-Coach Matthias Schmitz fühlt sich in den Sommer zurückversetzt: „Wir machen eigentlich mitten in der Saison eine zweite Saisonvorbereitung.“ (rich) Im Konzert der Großen „Das Unmögliche, oder womit keiner gerechnet hat, wurde geschafft.“ Euphorisch kommentiert Steffen Hilgendorf die sportlichen Neuigkeiten: Die Handball-B-Jungen des TVE Röcke haben sich in der allerletzten Qualifikationsrunde für die Verbandsliga qualifiziert. Für Hilgendorf, Jugendkoordinator beim TVE und zugleich Trainer des Teams, einer „der größten Erfolge“, einer Röcker Jugendmannschaft. In der Vorrunde der Oberliga-Qualifikation waren die Röcker erst im Siebenmeterwerfen an der HSG EURo gescheitert. Danach schaffte das Team den Sprung in die finale Turnierrunde. In Münster standen die Vorzeichen schlecht: Doch mit einem Mini-Kader mit acht Feldspielern gewann der TVE die beiden aufeinanderfolgenden Spiele. Gegen Warstein führte Rückraumspieler Ramin Mirkher den TVE mit zwölf Toren zum 26:21. Im entscheidenden Spiel gegen Münster fiel ein weitere Spieler aus. Daher rückte Torwart Tom Hilgendorf an den Kreis und überzeugte beim 21:19-Sieg in der neue Rolle ebenso wie Alexander Meyer im Tor. „Eine überragende Mannschaftsleistung“, lobte der Trainer, dessen Team in der Qualifikation von acht Spielen lediglich ein einziges verlor. Der TVE Röcke vertritt den Handballkreis nun gemeinsam mit der HSG EURo in der Verbandsliga. Die beiden Oberliga-Starter heißen GWD Minden und die JSG Lit 1912. (rich) Barre statt Flensburger Prominenten Besuch erlebte die Sporthalle in Dankersen am vergangenen Samstag: Die ehemaligen Spitzentorhüter Fynn und Jan Holpert besuchten das Drittliga-Heimspiel von GWD Minden II gegen den OHV Aurich. Grund der Stippvisite ist Magnus Holpert, der zur neuen Saison von der SG Flensburg-Handewitt zu GWD gewechselt war und nun nach seiner überwundenen Fußverletzung Spielpraxis sammelt. Sein Vater Jan war für ein paar Tage aus Flensburg angereist, Onkel Finn kam für die Partie aus der ostwestfälischen Nachbarschaft aus Bad Salzuflen nach Minden. Am Spiel, das GWD gegen den Spitzenreiter 22:33 verlor, hatten sie ebenso wenig Freude wie der GWD-Vorsitzende Horst Bredemeier. Spaß hatten die drei aber am gemeinsamen Wiedersehen. „Beide haben damals in der Jugend- und der Junioren-Nationalmannschaft bei mir ihre ersten schritte gemacht“, beschrieb Bredemeier eine lange Verbindung, „wir haben uns am Samstag nett unterhalten.“ Nur mit Flensburger Pils konnte Bredemeier, der nebenbei den Thekendienst verrichtet, nicht dienen: „Bei uns gibt es Barre, aber das war für die beiden auch in Ordnung.“ (rich)

Handball-Box: Daumendrücken für Magnus hilft nicht - Lange Spielpause nervt Landesligisten

Familientreffen in Dankersen: Onkel Fynn (Mitte links) und Vater Jan (daneben) besuchten das Spiel von GWD II mit Magnus Holpert (im Vordergrund). Hinter den Holperts schauen Bundesliga-Profi Amine Darmoul und GWD-Sportgeschäftsführer Frank von Behren zu. Foto: Nadine Hoppmann

Minden. Die Holperts in Minden? Da ist Handballgucken Pflichtprogramm. Das Familientreffen fand im Rahmen des Drittliga-Heimspiels von GWD Minden II statt. Vater Jan und Onkel Fynn schauten in Dankersen zu, wie sich Nachwuchsspieler Magnus Holpert im GWD-Trikot so schlug. GWD-Bundesliga-Trainer Frank Carstens war unterdessen mit Olaf Grintz (Trainer der Oberliga-Frauen vom HSV Minden-Nord) in der vergangenen Woche zu Gast beim Lehrgang für Trainer aus dem arabischen Raum. Einfach nur stolz sich für die B-Jungen-Verbandsliga qualifiziert zu haben, ist man derweil beim TVE Röcke.

Wissbegierige Trainer

Zwölf Trainer aus dem arabischen Raum waren zu Gast in Bielefeld und Minden, um etwas über Nachwuchsförderung zu erfahren und wie Talente an den Profisport herangeführt werden. Die Trainer Olaf Grintz, Frank Carstens und Falk von Hollen dozierten vor interessierten Zuhören und gaben praktische Tipps. „Der deutsche Handball genießt dort einen hohen Stellenwert“, sagt Mitinitiator Olaf Grintz, der froh darüber war, dass auch Frank Carstens diese Trainingswoche für Trainer begleitete. Amine Darmoul, neuer Spielmacher des GWD-Profiteams, schaute vorbei und erläuterte, wie groß die Umstellung ist, um in der Bundesliga bestehen zu können. Anschauungsunterricht bekamen die weit gereisten Gäste auch geboten. Sie schauten zu bei den HSV-Frauen in der Oberliga und sahen auch das Heimspiel der GWD-Profis gegen die Füchse Berlin. Eine Hand voll Trainer haben im Übrigen ihre Woche freiwillig verlängert, um noch mehr über Nachwuchsförderung in Deutschland zu erfahren. „Wir wollen das auf alle Fälle wiederholen“, sagte Grintz nach der außergewöhnlichen Trainer-Fortbildung. (jöw)

GWD-Profi Amine Darmoul (links), GWD-Trainer Frank Carstens (stehend in der Mitte) sowie Olaf Grintz (3.von links) beim Trainer-Seminar. Foto: privat - © privat
GWD-Profi Amine Darmoul (links), GWD-Trainer Frank Carstens (stehend in der Mitte) sowie Olaf Grintz (3.von links) beim Trainer-Seminar. Foto: privat - © privat

Zweite Vorbereitung

Im Fußball folgt Spiel auf Spiel, im Handball ist der Spielplan luftig und das Gegenteil der Fall. Kaum hat die neue Saison Fahrt aufgenommen, hängen einige Teams schon in wochenlangen Pausen. Für die prima aus den Startblöcken gekommenen Teams wie TSV Hahlen in der Männer-Verbandsliga (sechs Wochen Pause) ein unschöner Bruch, für schwächelnde Mannschaften wie die Oberliga-Frauen des HSV Minden-Nord (fünf Wochen Pause) eine Gelegenheit, die Kräfte neu zu sammeln. Etliche spielfreie Woche müssen die heimischen Mannschaft in der Männer-Landesliga überbrücken. Erst am 23./24. Oktober geht es für Spitzenreiter HSG Petershagen/Lahde und Verfolger HSG EURo weiter. Sogleich folgt mit dem Allerheiligen-Wochenende eine weitere Pause. Noch länger müssen zwei weitere Klubs warten. Für Lit 1912 IV geht es am 6. November weiter und erst am 13. November steigt der TV Hille nach sieben Trainingswochen wieder ins Geschen ein. Die beiden Hiller Nachbarn haben allerdings mit der Verlegung ihres für den 23. Oktober angesetzten Derby die Pause aktiv selbst verlängert. „Das ist schon extrem“, bewertet Hilles Trainer Thomas Schlensker die großen Lücken im Spielplan. Lit-Coach Matthias Schmitz fühlt sich in den Sommer zurückversetzt: „Wir machen eigentlich mitten in der Saison eine zweite Saisonvorbereitung.“ (rich)

Im Konzert der Großen

„Das Unmögliche, oder womit keiner gerechnet hat, wurde geschafft.“ Euphorisch kommentiert Steffen Hilgendorf die sportlichen Neuigkeiten: Die Handball-B-Jungen des TVE Röcke haben sich in der allerletzten Qualifikationsrunde für die Verbandsliga qualifiziert. Für Hilgendorf, Jugendkoordinator beim TVE und zugleich Trainer des Teams, einer „der größten Erfolge“, einer Röcker Jugendmannschaft. In der Vorrunde der Oberliga-Qualifikation waren die Röcker erst im Siebenmeterwerfen an der HSG EURo gescheitert. Danach schaffte das Team den Sprung in die finale Turnierrunde. In Münster standen die Vorzeichen schlecht: Doch mit einem Mini-Kader mit acht Feldspielern gewann der TVE die beiden aufeinanderfolgenden Spiele. Gegen Warstein führte Rückraumspieler Ramin Mirkher den TVE mit zwölf Toren zum 26:21. Im entscheidenden Spiel gegen Münster fiel ein weitere Spieler aus. Daher rückte Torwart Tom Hilgendorf an den Kreis und überzeugte beim 21:19-Sieg in der neue Rolle ebenso wie Alexander Meyer im Tor. „Eine überragende Mannschaftsleistung“, lobte der Trainer, dessen Team in der Qualifikation von acht Spielen lediglich ein einziges verlor. Der TVE Röcke vertritt den Handballkreis nun gemeinsam mit der HSG EURo in der Verbandsliga. Die beiden Oberliga-Starter heißen GWD Minden und die JSG Lit 1912. (rich)

Barre statt Flensburger

Prominenten Besuch erlebte die Sporthalle in Dankersen am vergangenen Samstag: Die ehemaligen Spitzentorhüter Fynn und Jan Holpert besuchten das Drittliga-Heimspiel von GWD Minden II gegen den OHV Aurich. Grund der Stippvisite ist Magnus Holpert, der zur neuen Saison von der SG Flensburg-Handewitt zu GWD gewechselt war und nun nach seiner überwundenen Fußverletzung Spielpraxis sammelt. Sein Vater Jan war für ein paar Tage aus Flensburg angereist, Onkel Finn kam für die Partie aus der ostwestfälischen Nachbarschaft aus Bad Salzuflen nach Minden. Am Spiel, das GWD gegen den Spitzenreiter 22:33 verlor, hatten sie ebenso wenig Freude wie der GWD-Vorsitzende Horst Bredemeier. Spaß hatten die drei aber am gemeinsamen Wiedersehen. „Beide haben damals in der Jugend- und der Junioren-Nationalmannschaft bei mir ihre ersten schritte gemacht“, beschrieb Bredemeier eine lange Verbindung, „wir haben uns am Samstag nett unterhalten.“ Nur mit Flensburger Pils konnte Bredemeier, der nebenbei den Thekendienst verrichtet, nicht dienen: „Bei uns gibt es Barre, aber das war für die beiden auch in Ordnung.“ (rich)

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