Grünes Licht für Drittliga-Relegation: Lit-Frauen erleichtert und motiviert Christian Bendig Hille. Nach der quälend langen Corona-Unterbrechung ist es plötzlich da: Das Aufstiegsfieber. Noch etwas mehr als drei Wochen bleiben den Oberliga-Handballerinnen von Lit Tribe 1912, um sich für die beiden Relegationsspiele gegen den SC DJK Everswinkel und die HSG Schwerte/Westhofen in Form zu bringen. Am Dienstagabend fielen Steine von den Schultern der Lit-Verantwortlichen. Nach einer Videokonferenz der drei beteiligten Vereine und dem Verbands-Spielleiter Andreas Tiemann stand fest: Über die Aufstiegsfrage wird auf dem Spielfeld und nicht am grünen Tisch über eine mathematische Gleichung entschieden. „Wäre es so gekommen, hätten wir keine Chance gehabt“, sagt der Lit-Geschäftsführer Christian Niemann. Denn die sogenannte Quotientenregelung basiert auf den erzielten Ergebnissen der vergangenen drei Jahre. Und weil die Lit-Frauen erst 2019 in die vierte Liga aufstiegen, wäre Everswinkel der lachende Sieger dieser Wertung gewesen. In der jüngeren Vergangenheit standen sich Lit und Everswinkel zweimal gegenüber. Zweimal siegte die Hiller Spielgemeinschaft. Für Christian Niemann sei das aber ein Muster ohne Wert, dass keine Prognosen zulässt: „Es ist alles offen. Niemand kann den Leistungsstand der Teams seriös einschätzen.“ Nach Niemanns Meinung sei es aufgrund der besonderen Umstände leichter gewesen, über den normalen Ligabetrieb in die 3. Liga aufzusteigen. Die 3. Liga wird per Definition des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sowie dem Deutschen Handballbund (DHB) dem Spitzensport zugerechnet. Eine Einschätzung, die den Drittligisten gegenüber den Behörden die Argumentation zur Rückkehr in den Trainings- und Spielbetrieb erleichtern sollte und nun auch bei Lit zum Tragen kam. Hinzu kam, dass die Lit-Verantwortlichen ein bereits bestehendes Hygiene- und Testkonzept nochmals nachschärften und dieses bei der Gemeinde Hille vorlegten. Die gab grünes Licht. „An dieser Stelle nochmals Danke an die Verwaltung, dass wir diese Sondergenehmigung erhalten haben und seit dem 25. Mai wieder trainieren dürfen“, sagt Niemann. Aus sportlicher Sicht geht es für Trainerin Andrea Leiding in de kommenden Wochen darum, die Mannschaft in einen wettkampffähigen Zustand zu versetzen. Keine leichte Aufgabe nach der siebenmonatigen Pause. „In der ersten Woche haben wir vor allem Richtungswechsel trainiert, damit die Spielerinnen wieder Vertrauen in diese Bewegungen bekommen“, erklärt Trainerin Andrea Leiding. Die Entscheidung am Dienstagabend habe der ohnehin sehr motiviert zu Werke gehenden Mannschaft noch einen zusätzlichen Schub verliehen. Diesen in die richtigen Bahnen zu lenken, damit das Team in drei Wochen „Mut und Vertrauen in ihren Aktionen hat“, ist nun Leidings schwierigste Aufgabe. Bisher sind alle Spielerinnen verletzungsfrei durch die ersten beiden Trainingswochen gekommen.

Grünes Licht für Drittliga-Relegation: Lit-Frauen erleichtert und motiviert

Vielleicht kann der Lit-Vorsitzende Christian Niemann (rechts) Ende Juni nach dem Aufstieg der Männer 2019 nun den Drittliga-Aufstieg mit den Frauen des Vereins feiern. Foto: Christian Bendig © Christian Bendig

Hille. Nach der quälend langen Corona-Unterbrechung ist es plötzlich da: Das Aufstiegsfieber. Noch etwas mehr als drei Wochen bleiben den Oberliga-Handballerinnen von Lit Tribe 1912, um sich für die beiden Relegationsspiele gegen den SC DJK Everswinkel und die HSG Schwerte/Westhofen in Form zu bringen.

Am Dienstagabend fielen Steine von den Schultern der Lit-Verantwortlichen. Nach einer Videokonferenz der drei beteiligten Vereine und dem Verbands-Spielleiter Andreas Tiemann stand fest: Über die Aufstiegsfrage wird auf dem Spielfeld und nicht am grünen Tisch über eine mathematische Gleichung entschieden. „Wäre es so gekommen, hätten wir keine Chance gehabt“, sagt der Lit-Geschäftsführer Christian Niemann. Denn die sogenannte Quotientenregelung basiert auf den erzielten Ergebnissen der vergangenen drei Jahre. Und weil die Lit-Frauen erst 2019 in die vierte Liga aufstiegen, wäre Everswinkel der lachende Sieger dieser Wertung gewesen.

In der jüngeren Vergangenheit standen sich Lit und Everswinkel zweimal gegenüber. Zweimal siegte die Hiller Spielgemeinschaft. Für Christian Niemann sei das aber ein Muster ohne Wert, dass keine Prognosen zulässt: „Es ist alles offen. Niemand kann den Leistungsstand der Teams seriös einschätzen.“ Nach Niemanns Meinung sei es aufgrund der besonderen Umstände leichter gewesen, über den normalen Ligabetrieb in die 3. Liga aufzusteigen.

Die 3. Liga wird per Definition des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sowie dem Deutschen Handballbund (DHB) dem Spitzensport zugerechnet. Eine Einschätzung, die den Drittligisten gegenüber den Behörden die Argumentation zur Rückkehr in den Trainings- und Spielbetrieb erleichtern sollte und nun auch bei Lit zum Tragen kam. Hinzu kam, dass die Lit-Verantwortlichen ein bereits bestehendes Hygiene- und Testkonzept nochmals nachschärften und dieses bei der Gemeinde Hille vorlegten. Die gab grünes Licht. „An dieser Stelle nochmals Danke an die Verwaltung, dass wir diese Sondergenehmigung erhalten haben und seit dem 25. Mai wieder trainieren dürfen“, sagt Niemann.

Aus sportlicher Sicht geht es für Trainerin Andrea Leiding in de kommenden Wochen darum, die Mannschaft in einen wettkampffähigen Zustand zu versetzen. Keine leichte Aufgabe nach der siebenmonatigen Pause. „In der ersten Woche haben wir vor allem Richtungswechsel trainiert, damit die Spielerinnen wieder Vertrauen in diese Bewegungen bekommen“, erklärt Trainerin Andrea Leiding.

Die Entscheidung am Dienstagabend habe der ohnehin sehr motiviert zu Werke gehenden Mannschaft noch einen zusätzlichen Schub verliehen. Diesen in die richtigen Bahnen zu lenken, damit das Team in drei Wochen „Mut und Vertrauen in ihren Aktionen hat“, ist nun Leidings schwierigste Aufgabe. Bisher sind alle Spielerinnen verletzungsfrei durch die ersten beiden Trainingswochen gekommen.

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