Früheres Mühlenkreis-Trio steigt in die 2. Bundesliga auf Christian Bendig Minden. Dieses Wochenende wird Lukas Kister ganz gewiss nicht vergessen. Zum einen feierte der ehemalige GWD-Handballer mit Eintracht Hagen nach dem 39:33-Rückspielsieg beim HC Oppenweiler/Backnang in der Finalrunde der Aufstiegsrelegation die Zweitliga-Rückkehr, zum anderen überstand die Eintracht einen frühen Schockmoment. Der Teambus rollte am frühen Samstagmorgen mehr oder weniger erst wenige Minuten gen Schwabenland, als das Team bei Olpe plötzlich strandete. „Ich war gerade so im Halbschlaf, da machte es plötzlich superlaut Peng“, war Kister von einem auf den anderen Augenblick wieder hellwach. Denn an dem Bus platzte ein Reifen, der die Weiterfahrt unmöglich machte. „Das war schon ein heftiger Schreck“, erzählte Kister. Das Busunternehmen schickte zwei Sprinter für die Weiterfahrt. Alles andere als komfortabel für eine Handballmannschaft, dem Funktionsteam und dem nötigen Gepäck. Es wurde also kuschelig auf der Weiterfahrt. Der geplante längere Aufenthalt für Mittagessen und eine ausgedehnte Mittagsruhe in Neckarsulm war nun auf 30 Minuten beschränkt. Kister „konnte trotzdem ein bisschen runter kommen“, bevor die Weiterfahrt nach Oppenweiler nahe Stuttgart begann. Dort stieg nach dem 36:31-Hinspielerfolg der zweite Akt der Finalspiele. „Ich hatte keine Zweifel daran, dass wir es nicht packen“, berichtet Kister, der dieses Gefühl auch bei seinen Mitspielern wie den ebenfalls früher im Mühlenkreis aktiven Valentin Schmidt und Keeper Mats Grzesinski ausmachte. „Wir wussten: Bekommen wir unsere Leistung zu 100 Prozent auf die Platte, schaffen wir es“, unterstreicht Kister das Selbstvertrauen aus bis dato sieben Siegen aus neun Spielen des Relegationsmarathons. Und die von vielen Experten zum Aufstiegskandidaten Nummer eins erklärte Eintracht brachte vor 134 Zuschauern ihre PS auf das Parkett. Dass im allerletzten Saisonspiel nach langen Monaten nicht die quietschenden Turnschuhe den vorherrschenden Geräuschteppich bildeten, ist für Kister ein Bonbon: „Man ist zwar im Tunnel. Aber deren Fans haben ordentlich Alarm gemacht und auch bei gelungenen Aktionen von uns geklatscht.“ Nach dem 23:23 in der 38. Minute setzte sich Hagen sukzessive ab und ließ nichts mehr anbrennen. „In dieser Phase konnte ich auch einige Akzente setzen“, so der einmal erfolgreiche Kister. Valentin Schmidt gelangen fünf Treffer, Grzesinski kam in der zweiten Halbzeit und hielt bärenstark. Nach der Schlusssirene gab es kein Halten mehr, die Party mit selbst mitgebrachten Luftballons in den Vereinsfarben gelb und grün startete bereits in der Halle. Nach Spielende dauerte es aber noch zweieinhalb Stunden bis der Ersatzbus aus Wuppertal eintraf. Die feuchtfröhliche Feier setzte sich gestern fort, ehe der Abflug zur Mannschaftstour auf dem Plan stand. Kister verabschiedete sich auf die MT-Frage, wohin es geht, mit der rhetorischen Frage: „Nach Malle, wohin sonst?“ Was danach sein wird, ist noch sehr weit hin. Doch Kister besitzt schon eine klare Zielvorstellung. Die klassische für einen Liga-Neuling: „Klassenerhalt.“

Früheres Mühlenkreis-Trio steigt in die 2. Bundesliga auf

Minden. Dieses Wochenende wird Lukas Kister ganz gewiss nicht vergessen. Zum einen feierte der ehemalige GWD-Handballer mit Eintracht Hagen nach dem 39:33-Rückspielsieg beim HC Oppenweiler/Backnang in der Finalrunde der Aufstiegsrelegation die Zweitliga-Rückkehr, zum anderen überstand die Eintracht einen frühen Schockmoment.

Lukas Kister (von links), Mats Grzesinski und Valentin Schmidt vor dem Abflug nach Mallorca. Foto: privat - © privat
Lukas Kister (von links), Mats Grzesinski und Valentin Schmidt vor dem Abflug nach Mallorca. Foto: privat - © privat

Der Teambus rollte am frühen Samstagmorgen mehr oder weniger erst wenige Minuten gen Schwabenland, als das Team bei Olpe plötzlich strandete. „Ich war gerade so im Halbschlaf, da machte es plötzlich superlaut Peng“, war Kister von einem auf den anderen Augenblick wieder hellwach. Denn an dem Bus platzte ein Reifen, der die Weiterfahrt unmöglich machte. „Das war schon ein heftiger Schreck“, erzählte Kister.

Das Busunternehmen schickte zwei Sprinter für die Weiterfahrt. Alles andere als komfortabel für eine Handballmannschaft, dem Funktionsteam und dem nötigen Gepäck. Es wurde also kuschelig auf der Weiterfahrt. Der geplante längere Aufenthalt für Mittagessen und eine ausgedehnte Mittagsruhe in Neckarsulm war nun auf 30 Minuten beschränkt. Kister „konnte trotzdem ein bisschen runter kommen“, bevor die Weiterfahrt nach Oppenweiler nahe Stuttgart begann. Dort stieg nach dem 36:31-Hinspielerfolg der zweite Akt der Finalspiele. „Ich hatte keine Zweifel daran, dass wir es nicht packen“, berichtet Kister, der dieses Gefühl auch bei seinen Mitspielern wie den ebenfalls früher im Mühlenkreis aktiven Valentin Schmidt und Keeper Mats Grzesinski ausmachte.

„Wir wussten: Bekommen wir unsere Leistung zu 100 Prozent auf die Platte, schaffen wir es“, unterstreicht Kister das Selbstvertrauen aus bis dato sieben Siegen aus neun Spielen des Relegationsmarathons. Und die von vielen Experten zum Aufstiegskandidaten Nummer eins erklärte Eintracht brachte vor 134 Zuschauern ihre PS auf das Parkett. Dass im allerletzten Saisonspiel nach langen Monaten nicht die quietschenden Turnschuhe den vorherrschenden Geräuschteppich bildeten, ist für Kister ein Bonbon: „Man ist zwar im Tunnel. Aber deren Fans haben ordentlich Alarm gemacht und auch bei gelungenen Aktionen von uns geklatscht.“

Nach dem 23:23 in der 38. Minute setzte sich Hagen sukzessive ab und ließ nichts mehr anbrennen. „In dieser Phase konnte ich auch einige Akzente setzen“, so der einmal erfolgreiche Kister. Valentin Schmidt gelangen fünf Treffer, Grzesinski kam in der zweiten Halbzeit und hielt bärenstark. Nach der Schlusssirene gab es kein Halten mehr, die Party mit selbst mitgebrachten Luftballons in den Vereinsfarben gelb und grün startete bereits in der Halle. Nach Spielende dauerte es aber noch zweieinhalb Stunden bis der Ersatzbus aus Wuppertal eintraf. Die feuchtfröhliche Feier setzte sich gestern fort, ehe der Abflug zur Mannschaftstour auf dem Plan stand. Kister verabschiedete sich auf die MT-Frage, wohin es geht, mit der rhetorischen Frage: „Nach Malle, wohin sonst?“

Was danach sein wird, ist noch sehr weit hin. Doch Kister besitzt schon eine klare Zielvorstellung. Die klassische für einen Liga-Neuling: „Klassenerhalt.“

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