Frauenhandball: Für die Oberliga liegen drei Staffel-Modelle auf dem Tisch. Eingleisig wird sie nicht. Marcus Riechmann Minden. Nach den Männern haben auch die Handball-Frauen im Verband Westfalen ihre Staffeltage digital per Videokonferenz abgehalten. Die höchsten Anforderungen stellt die Klasseneinteilung in der Oberliga, denn mit 18 Mannschaften ist das westfälische Oberhaus randvoll. Ein normaler Ligenbetrieb mit der üblichen Ein-Staffel-Variante ist nicht möglich, erst recht nicht angesichts des in der Corona-Situation verspäteten Saisonauftakts. Die Starttermine für alle Spielklassen liegen im Oktober - unmittelbar vor den Herbstferien (3./4.) oder direkt danach (24./25.). Das Ende der Spielzeit ist je nach Staffel-Model und Saisondauer unterschiedlich. Bernd Kuropka, stellvertretender Vorsitzender der Technischen Kommission, berichtete von einem entspannten Austausch. Wie tags zuvor bei den Männer-Klassen liefen auch die Staffeltage der Frauen für Oberliga, Verbandsliga und Landesliga strukturiert und zielorientiert. Zügig bis morgen Abend sollen die Vereine nun über die Modelle befinden und dem HVW ihre Entscheidung mitteilen. Dann kann bereits am Ende der kommenden Woche eine Staffeleinteilung und ein Rahmenspielplan erstellt werden. Oberliga: Zwei Vorschläge und ein drittes Modell Mit zwei Modellen war der Königsborner Kuropka auf die Vertreter der Oberliga zugekommen. Aus der Sitzung ging er mit drei Varianten. „Der HC Tura Bergkamen hat ein drittes Modell vorgeschlagen. Das ist durchaus auf Zustimmung getroffen und so haben wir das mit in die Verlosung aufgenommen“, berichtet der Verbandsfunktionär. Die Liga ist mit 18 Mannschaft mächtig gewachsen. Und es hätte noch dicker kommen können, aber zwei Mannschaften sind nicht mehr dabei. Die HSG EURo hat ihre Mannschaft abgemeldet, und der ASC Dortmund hat über das Nachrücker-Verfahren den Aufstieg in die 3. Liga geschafft. Das erleichtert die Spielplanung für das westfälische Oberhaus. In Alternative 1 spielen zwei Staffeln mit je neun Teams nach einem Zehner-Schlüssel. Die Liga mündet in eine Meisterrunde (Top-Fünf aus beiden Staffeln) und eine Abstiegsrunde (mit insgesamt acht Teams). Die Vorrunden-Ergebnisse werden mitgenommen. Zwei Doppelspieltage mit Freitagsspielen sind in der Hauptrunde vorgesehen, maximal sind 28 Spieltag nötig. Es gibt einen Meister und vier Absteiger. Alternative 2 sieht ebenfalls zwei Neuer-Staffeln vor. Die Top-Vier spielen danach in einer K.o-Runde den Meister aus, die anderen Teams spielen in einer Mini-Runde fünf Abstiegsplätze aus. 20 bis 24 Spieltage sind nötig. Die Bergkamener Variante 3 sieht drei Vorrundengruppen mit je sechs Teams vor. Die drei Top-Teams spielen in einer neuen Neuner-Runde (ausgespielte Ergebnisse werden mitgenommen, man spielt nur gegen neue Gegner) den Meister aus. Ebenso werden die Absteiger ermittelt. „Variante 2 ist nicht auf sehr viel Gegenliebe gestoßen“, vermutet Kuropka, dass sich die Klubs zwischen den Modellen 1 und 3 entscheiden werden. In beiden gäbe es zeitlich eng beieinander haufenweise Derbys der vier Minden-Lübbecker Vertreter in der Vorrunde, aber keines mehr in der Endrunde. Heimische Teams: HSV Minden-Nord, TSV Hahlen, Lit Tribe 1912, HSG Petershagen/Lahde Verbandsliga: Sieben oder acht Absteiger Mit 26 Mannschaften startet die Verbandsliga. Im Modell 1 mit zwei 13er Staffeln steigen jeweils die Tabellenersten auf und drei Teams ab. In Modell zwei spielt eine 12er und eine 14er Staffel. Hier steigen insgesamt sieben Mannschaften ab (drei in der 12er und vier in der 14er Staffel). Beide Modelle sehen 26 Spieltage vor. Variante 3 ist mit 18 Spieltagen das kürzeste Modell und sieht drei Staffeln vor (zweimal neun und einmal acht Teams). Drei Staffelsieger steigen auf, acht Teams (drei aus den Neuner- und zwei aus der Achterstaffel) steigen ab. Heimische Teams: TuS Wehe, HSV Minden-Nord II, Eintracht Oberlübbe, HSG Hüllhorst, TuS Möllbergen. Landesliga: 57 Teams in fünf oder sechs Staffeln Der Spielbetrieb von 57 Teams ist hier zu organisieren. Modell 1 beinhaltet fünf Staffeln (zwei mit zwölf und drei mit elf Teams) und 22 Spieltage. Es gibt fünf Auf- und 20 Absteiger. Variante 2 sieht sechs Staffeln vor (dreimal zehn und dreimal neun Teams) und besteht aus 18 Spieltagen. Es gibt sechs Aufsteiger und 21 Absteiger (je vier aus den Zehnerstaffeln und drei aus den Neuner-Runden). Heimische Teams: Lit Tribe 1912 II, TV Hille, TuS Nettelstedt, TSV Hahlen II, SG Häver-Lübbecke, HCE Bad Oeynhausen. Benecke ist überzeugt: „Wir sind hier das attraktivste Fleckchen Oberliga“ Wie in den anderen heimischen Vereinen muss man sich auch beim Oberligisten Lit Tribe 1912 bis Sonntagabend eine Meinung bilden. André Benecke, Sportlicher Leiter des in Holzhausen spielenden Teams, kann sich mit zwei Modellen anfreunden. Variante 2 mit den K.o.-Spielen am Ende der Saison sieht er kritisch: „Das ist sportlich die schwächste Alternative.“ Vor allem die Abstiegsentscheidung, in der in Hin-und Rückspiel zwischen Klubs aus zwei Staffeln der Absteiger ermittelt wird, sei ein Schwachpunkt des Modells. „Wir sollten einen Modus finden, der am Ende die insgesamt beste Mannschaft ermittelt. Die K.o.-Runden sind das nicht. Da können personelle Probleme in einem einzigen Spiel über die gesamte Saison entscheiden“, sagt Benecke, dessen Team auf Platz sechs die Corona-Saison als bester Mühlenkreisklub abgeschlossen hatte. Variante eins er bezeichnet er als „sportlich gerechtestes Modell. Aber mit 26 Spielen ist hier die Saison lang. Das wir ein strammes Programm. Da dürfen keine Corona-Probleme dazwischen kommen“, sagt Benecke. Er bedauert, dass die zwölf Derbys allesamt in der Vorrunde ausgespielt werden. „Das ist schade, da fehlt dann im zweiten Saisonteil die Würze im Eintopf. Aber organisatorisch ist die regionale Einteilung in den Staffeln das beste“, verweist er auf die angedachten Doppelspieltage im Freitag/Sonntag-Rhythmus. Er freut sich so oder so auf die Saison: „Wir sind hier hier mit vier Teams das attraktivste Flecken Oberliga. Das Niveau in OWL ist hoch.“ (rich)

Frauenhandball: Für die Oberliga liegen drei Staffel-Modelle auf dem Tisch. Eingleisig wird sie nicht.

Egal in welchem Staffelmodell gespielt wird: Zwölf Derbys stehen in der Oberliga an. Das verspricht, wie hier im Spiel zwischen HSV Minden-Nord und Lit Tribe 1912 tollen Handball. MT- © Foto: Riechmann

Minden. Nach den Männern haben auch die Handball-Frauen im Verband Westfalen ihre Staffeltage digital per Videokonferenz abgehalten. Die höchsten Anforderungen stellt die Klasseneinteilung in der Oberliga, denn mit 18 Mannschaften ist das westfälische Oberhaus randvoll. Ein normaler Ligenbetrieb mit der üblichen Ein-Staffel-Variante ist nicht möglich, erst recht nicht angesichts des in der Corona-Situation verspäteten Saisonauftakts. Die Starttermine für alle Spielklassen liegen im Oktober - unmittelbar vor den Herbstferien (3./4.) oder direkt danach (24./25.). Das Ende der Spielzeit ist je nach Staffel-Model und Saisondauer unterschiedlich.

Bernd Kuropka, stellvertretender Vorsitzender der Technischen Kommission, berichtete von einem entspannten Austausch. Wie tags zuvor bei den Männer-Klassen liefen auch die Staffeltage der Frauen für Oberliga, Verbandsliga und Landesliga strukturiert und zielorientiert. Zügig bis morgen Abend sollen die Vereine nun über die Modelle befinden und dem HVW ihre Entscheidung mitteilen. Dann kann bereits am Ende der kommenden Woche eine Staffeleinteilung und ein Rahmenspielplan erstellt werden.

Oberliga: Zwei Vorschläge und ein drittes Modell

Mit zwei Modellen war der Königsborner Kuropka auf die Vertreter der Oberliga zugekommen. Aus der Sitzung ging er mit drei Varianten. „Der HC Tura Bergkamen hat ein drittes Modell vorgeschlagen. Das ist durchaus auf Zustimmung getroffen und so haben wir das mit in die Verlosung aufgenommen“, berichtet der Verbandsfunktionär. Die Liga ist mit 18 Mannschaft mächtig gewachsen. Und es hätte noch dicker kommen können, aber zwei Mannschaften sind nicht mehr dabei. Die HSG EURo hat ihre Mannschaft abgemeldet, und der ASC Dortmund hat über das Nachrücker-Verfahren den Aufstieg in die 3. Liga geschafft. Das erleichtert die Spielplanung für das westfälische Oberhaus.

In Alternative 1 spielen zwei Staffeln mit je neun Teams nach einem Zehner-Schlüssel. Die Liga mündet in eine Meisterrunde (Top-Fünf aus beiden Staffeln) und eine Abstiegsrunde (mit insgesamt acht Teams). Die Vorrunden-Ergebnisse werden mitgenommen. Zwei Doppelspieltage mit Freitagsspielen sind in der Hauptrunde vorgesehen, maximal sind 28 Spieltag nötig. Es gibt einen Meister und vier Absteiger.

Alternative 2 sieht ebenfalls zwei Neuer-Staffeln vor. Die Top-Vier spielen danach in einer K.o-Runde den Meister aus, die anderen Teams spielen in einer Mini-Runde fünf Abstiegsplätze aus. 20 bis 24 Spieltage sind nötig.

Die Bergkamener Variante 3 sieht drei Vorrundengruppen mit je sechs Teams vor. Die drei Top-Teams spielen in einer neuen Neuner-Runde (ausgespielte Ergebnisse werden mitgenommen, man spielt nur gegen neue Gegner) den Meister aus. Ebenso werden die Absteiger ermittelt.

„Variante 2 ist nicht auf sehr viel Gegenliebe gestoßen“, vermutet Kuropka, dass sich die Klubs zwischen den Modellen 1 und 3 entscheiden werden. In beiden gäbe es zeitlich eng beieinander haufenweise Derbys der vier Minden-Lübbecker Vertreter in der Vorrunde, aber keines mehr in der Endrunde.

Heimische Teams: HSV Minden-Nord, TSV Hahlen, Lit Tribe 1912, HSG Petershagen/Lahde

Verbandsliga: Sieben oder acht Absteiger

Mit 26 Mannschaften startet die Verbandsliga. Im Modell 1 mit zwei 13er Staffeln steigen jeweils die Tabellenersten auf und drei Teams ab. In Modell zwei spielt eine 12er und eine 14er Staffel. Hier steigen insgesamt sieben Mannschaften ab (drei in der 12er und vier in der 14er Staffel). Beide Modelle sehen 26 Spieltage vor.

Variante 3 ist mit 18 Spieltagen das kürzeste Modell und sieht drei Staffeln vor (zweimal neun und einmal acht Teams). Drei Staffelsieger steigen auf, acht Teams (drei aus den Neuner- und zwei aus der Achterstaffel) steigen ab.

Heimische Teams: TuS Wehe, HSV Minden-Nord II, Eintracht Oberlübbe, HSG Hüllhorst, TuS Möllbergen.

Landesliga: 57 Teams in fünf oder sechs Staffeln

Der Spielbetrieb von 57 Teams ist hier zu organisieren. Modell 1 beinhaltet fünf Staffeln (zwei mit zwölf und drei mit elf Teams) und 22 Spieltage. Es gibt fünf Auf- und 20 Absteiger. Variante 2 sieht sechs Staffeln vor (dreimal zehn und dreimal neun Teams) und besteht aus 18 Spieltagen. Es gibt sechs Aufsteiger und 21 Absteiger (je vier aus den Zehnerstaffeln und drei aus den Neuner-Runden).

Heimische Teams: Lit Tribe 1912 II, TV Hille, TuS Nettelstedt, TSV Hahlen II, SG Häver-Lübbecke, HCE Bad Oeynhausen.

Benecke ist überzeugt: „Wir sind hier das attraktivste Fleckchen Oberliga“

Wie in den anderen heimischen Vereinen muss man sich auch beim Oberligisten Lit Tribe 1912 bis Sonntagabend eine Meinung bilden. André Benecke, Sportlicher Leiter des in Holzhausen spielenden Teams, kann sich mit zwei Modellen anfreunden. Variante 2 mit den K.o.-Spielen am Ende der Saison sieht er kritisch: „Das ist sportlich die schwächste Alternative.“ Vor allem die Abstiegsentscheidung, in der in Hin-und Rückspiel zwischen Klubs aus zwei Staffeln der Absteiger ermittelt wird, sei ein Schwachpunkt des Modells.

„Wir sollten einen Modus finden, der am Ende die insgesamt beste Mannschaft ermittelt. Die K.o.-Runden sind das nicht. Da können personelle Probleme in einem einzigen Spiel über die gesamte Saison entscheiden“, sagt Benecke, dessen Team auf Platz sechs die Corona-Saison als bester Mühlenkreisklub abgeschlossen hatte. Variante eins er bezeichnet er als „sportlich gerechtestes Modell. Aber mit 26 Spielen ist hier die Saison lang. Das wir ein strammes Programm. Da dürfen keine Corona-Probleme dazwischen kommen“, sagt Benecke.

Er bedauert, dass die zwölf Derbys allesamt in der Vorrunde ausgespielt werden. „Das ist schade, da fehlt dann im zweiten Saisonteil die Würze im Eintopf. Aber organisatorisch ist die regionale Einteilung in den Staffeln das beste“, verweist er auf die angedachten Doppelspieltage im Freitag/Sonntag-Rhythmus. Er freut sich so oder so auf die Saison: „Wir sind hier hier mit vier Teams das attraktivste Flecken Oberliga. Das Niveau in OWL ist hoch.“ (rich)

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