Frauen, Oberliga: Heißer Tanz im Derby erwartet Jörg Wehling Minden. Respekt ja, aber Verständnis nur bedingt: So lautet der Tenor der heimischen Frauen-Handball-Trainer zur unterschiedlichen Handhabung der Corona-bedingten Saisonunterbrechung. Die Frauen machen weiter, während in der Verbandsliga den Männern nur die Zuschauerrolle bleibt. Immerhin kann das vermeintlich starke Geschlecht die Frauen-Teams beim Start in den zweiten Saisonteil unterstützen. Heiko Breuer zum Beispiel hätte seine Doppelrolle bei der HSG Petershagen/Lahde gerne behalten. Statt mit den Männern in der Landesliga auf Torejagd zu gehen, kann er sich nun ganz auf den Job als Trainer der Oberliga-Frauen konzentrieren. „Ich hätte sehr gerne selber weiter gespielt, kann aber auch jeden verstehen, der Bedenken hat“, sagt Breuer. Einen Spielausfall gibt es in der Frauen-Verbandsliga. Das heutige Heimspiel des TuS Eintracht Oberlübbe gegen den TuS SW Wehe fällt vorsorglich aus, weil es in der Weher Männer-Mannschaft einen Corona-Fall gibt.Im Fokus steht nunmehr der Frauen-Handball und hier das Oberliga-Derby zwischen dem TSV Hahlen und dem HSV Minden-Nord, das am Samstag um 17.30 Uhr in der Sporthalle Hahler Feld angepfiffen wird. „Vielleicht steigt das Publikumsinteresse sogar ein wenig“, sagt Niklas Fiestelmann, Trainer der HSV-Frauen. Seine Mannschaft ist jedenfalls im Derby beim TSV Hahlen gefordert. „Es geht um einiges, schließlich hat vielleicht nur noch der Gewinner eine zarte Chance auf den rettenden Platz vier. Und sollten beide Mannschaften in der Abstiegsrunde landen, wären diese Punkte ebenfalls für beide von Bedeutung“, sagt der HSV-Trainer. Nach den jüngsten Erfolgen zum Jahresende 2021 ist die Stimmung im HSV-Lager sehr gut. Lediglich die Langzeitverletzung von Bea Hartmann trübt ein wenig die Freude auf das Prestigeduell. Gut eingefügt hat sich nach Ansicht von Fiestelmann Rückkehrerin Leonie Friesen. „Wir sind sehr guter Dinge und freuen uns natürlich auf das Derby. Ich erwarte einen knappen Ausgang“, sagt TSV Hahlens Trainer Sebastian Winkler. Froh ist er, dass es in der Oberliga weitergeht. „Man hört sich ja ein bisschen um. Und in meiner Wahrnehmung scheint es so zu sein, dass viele die 14-tägige Pause für nicht sinnvoll halten, weil es danach ja kaum Anzeichen auf eine Besserung der Corona-Lage gibt“, sagt der TSV-Trainer. Personell sieht es für seine Mannschaft einigermaßen gut aus. Beide Trainer haben jeweils Respekt vor dem Gegner. „Wir müssen ein probates Mittel gegen die 3:2:1-Deckung des HSV finden“, sagt Winkler. Auf der Gegenseite fordert Fistelmann konzentrierte Abschlüsse gegen die starke Torfrau Janina Kaiser. Ebenfalls Heimrecht hat die HSG Petershagen/Lahde gegen den SC DJK Everswinkel. „Wir wollen versuchen unseren Heimnimbus zu wahren. Dennoch sind wir gegen den Aufstiegsfavoriten in der Außenseiterrolle“, sagt Trainer Heiko Breuer. Personell kann der HSG-Coach aus dem Vollen schöpfen. Mit einem Gastspiel beim Aufsteiger Hesselteich-Siedinghausen startet der TuS 09 Möllbergen in den zweiten Saisonteil. Anwurf in der Versmolder Sporthalle ist am Sonntag um 16 Uhr. „Wir haben sehr gut trainiert. Dennoch bin ich gespannt, wie gut wir aus den Startlöchern kommen“, sagt Trainer Patrick Richter. Den Umstand, dass die Männer pausieren, aber die Frauen weiter spielen, hält auch Richter für kurios. „Ich hoffe sehr, dass es für die anderen Mannschaften bei einer 14-tägigen Pause bleibt. Aber natürlich muss man vorsichtig im Umgang mit der Pandemie bleiben“, sagt der Möllberger Trainer.Allzu viel kann Richter über den Gegner nicht sagen. „Auf Halblinks und in der Rückraummitte sind sie sehr stark. Darauf müssen wir aufpassen, wenn wir erfolgreich sein wollen“, sagt Richter. Niklas Fiestelmann begleitet auch die HSV-Zweitvertretung zum Gastspiel beim FC Vorwärts Wettringen. Der etatmäßige Trainer Olaf Wittemeier coacht zeitgleich die HSV-A-Mädchen. „Die U21-Spielerinnern aus der ersten Mannschaft werden uns begleiten“, sagt Niklas Fiestelmann zur personellen Situation des HSV-II-Teams.

Frauen, Oberliga: Heißer Tanz im Derby erwartet

Ein Derby mit Haken und Ösen: Das Hinspiel des Oberliga-Derbys zwischen dem TSV Hahlen und dem HSV Minden-Nord (hier mit Katharina Martin im Angriff), gewannen die Hahlerinnen mit 24:22 Toren. MT-Foto: Thomas Kühlmann

Minden. Respekt ja, aber Verständnis nur bedingt: So lautet der Tenor der heimischen Frauen-Handball-Trainer zur unterschiedlichen Handhabung der Corona-bedingten Saisonunterbrechung. Die Frauen machen weiter, während in der Verbandsliga den Männern nur die Zuschauerrolle bleibt. Immerhin kann das vermeintlich starke Geschlecht die Frauen-Teams beim Start in den zweiten Saisonteil unterstützen. Heiko Breuer zum Beispiel hätte seine Doppelrolle bei der HSG Petershagen/Lahde gerne behalten. Statt mit den Männern in der Landesliga auf Torejagd zu gehen, kann er sich nun ganz auf den Job als Trainer der Oberliga-Frauen konzentrieren. „Ich hätte sehr gerne selber weiter gespielt, kann aber auch jeden verstehen, der Bedenken hat“, sagt Breuer.

Einen Spielausfall gibt es in der Frauen-Verbandsliga. Das heutige Heimspiel des TuS Eintracht Oberlübbe gegen den TuS SW Wehe fällt vorsorglich aus, weil es in der Weher Männer-Mannschaft einen Corona-Fall gibt.

Im Fokus steht nunmehr der Frauen-Handball und hier das Oberliga-Derby zwischen dem TSV Hahlen und dem HSV Minden-Nord, das am Samstag um 17.30 Uhr in der Sporthalle Hahler Feld angepfiffen wird. „Vielleicht steigt das Publikumsinteresse sogar ein wenig“, sagt Niklas Fiestelmann, Trainer der HSV-Frauen. Seine Mannschaft ist jedenfalls im Derby beim TSV Hahlen gefordert. „Es geht um einiges, schließlich hat vielleicht nur noch der Gewinner eine zarte Chance auf den rettenden Platz vier. Und sollten beide Mannschaften in der Abstiegsrunde landen, wären diese Punkte ebenfalls für beide von Bedeutung“, sagt der HSV-Trainer. Nach den jüngsten Erfolgen zum Jahresende 2021 ist die Stimmung im HSV-Lager sehr gut. Lediglich die Langzeitverletzung von Bea Hartmann trübt ein wenig die Freude auf das Prestigeduell. Gut eingefügt hat sich nach Ansicht von Fiestelmann Rückkehrerin Leonie Friesen.

„Wir sind sehr guter Dinge und freuen uns natürlich auf das Derby. Ich erwarte einen knappen Ausgang“, sagt TSV Hahlens Trainer Sebastian Winkler. Froh ist er, dass es in der Oberliga weitergeht. „Man hört sich ja ein bisschen um. Und in meiner Wahrnehmung scheint es so zu sein, dass viele die 14-tägige Pause für nicht sinnvoll halten, weil es danach ja kaum Anzeichen auf eine Besserung der Corona-Lage gibt“, sagt der TSV-Trainer. Personell sieht es für seine Mannschaft einigermaßen gut aus. Beide Trainer haben jeweils Respekt vor dem Gegner. „Wir müssen ein probates Mittel gegen die 3:2:1-Deckung des HSV finden“, sagt Winkler. Auf der Gegenseite fordert Fistelmann konzentrierte Abschlüsse gegen die starke Torfrau Janina Kaiser.

Ebenfalls Heimrecht hat die HSG Petershagen/Lahde gegen den SC DJK Everswinkel. „Wir wollen versuchen unseren Heimnimbus zu wahren. Dennoch sind wir gegen den Aufstiegsfavoriten in der Außenseiterrolle“, sagt Trainer Heiko Breuer. Personell kann der HSG-Coach aus dem Vollen schöpfen.

Mit einem Gastspiel beim Aufsteiger Hesselteich-Siedinghausen startet der TuS 09 Möllbergen in den zweiten Saisonteil. Anwurf in der Versmolder Sporthalle ist am Sonntag um 16 Uhr. „Wir haben sehr gut trainiert. Dennoch bin ich gespannt, wie gut wir aus den Startlöchern kommen“, sagt Trainer Patrick Richter. Den Umstand, dass die Männer pausieren, aber die Frauen weiter spielen, hält auch Richter für kurios. „Ich hoffe sehr, dass es für die anderen Mannschaften bei einer 14-tägigen Pause bleibt. Aber natürlich muss man vorsichtig im Umgang mit der Pandemie bleiben“, sagt der Möllberger Trainer.

Allzu viel kann Richter über den Gegner nicht sagen. „Auf Halblinks und in der Rückraummitte sind sie sehr stark. Darauf müssen wir aufpassen, wenn wir erfolgreich sein wollen“, sagt Richter.

Niklas Fiestelmann begleitet auch die HSV-Zweitvertretung zum Gastspiel beim FC Vorwärts Wettringen. Der etatmäßige Trainer Olaf Wittemeier coacht zeitgleich die HSV-A-Mädchen. „Die U21-Spielerinnern aus der ersten Mannschaft werden uns begleiten“, sagt Niklas Fiestelmann zur personellen Situation des HSV-II-Teams.

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