Fast jede Woche ein Derby in der Männer-Verbandsliga Jörg Wehling Minden (mt). Schritt für Schritt wagen auch die Verbandsliga-Handballer nach der coronabedingten Zwangspause den Weg in die sportliche Normalität. Die Freude ist spürbar bei den Verantwortlichen von TuS Eintracht Oberlübbe, TSV Hahlen, HSG Porta und Lit 1912 III. Es ist fast so wie immer: Nach einer ersten Trainingsphase zum Kondition bolzen folgt eine Sommerpause, an der sich in der zweiten Phase die handballerische Feinarbeit anschließt. „Wir wollen versuchen, nicht abzusteigen. Dafür müssen wir aber an jedem Spieltag das Optimum abrufen“, sagt Oberlübbes Trainer Björn Petereit. Seine Mannschaft ist dank einer Wildcard eines von elf Teams in der Staffel 1. Deren Meister steigt direkt auf, während drei Klubs absteigen. Zum Auftakt am 3 .Oktober geht es für den Aufsteiger nach Spradow, in der ersten Heimpartie erwartet Oberlübbe den TuS SW Wehe. „Die Liga ist höchst attraktiv, weil wir fast jedes Wochenende eine Nachbarschaftsduell haben. Wenn man so will, ist das eine Kreismeisterschaft auf höchstem Niveau“, sagt Petereit, der mit seiner Mannschaft erstmals Mitte August in die Halle darf. Mit dem Modus von drei Staffeln und kleineren Ligen ist auch TSV Hahlens Trainer Henrik Thielking zufrieden. „Die perfekte Lösung gibt es nicht, aber die bestmögliche wurde gefunden“, lobt Thielking die Verbands-Funktionäre. Dass es nun einen vermehrtem Abstieg gibt, gehört für ihn ebenso dazu wie die Nutzung von Wildcards, die es einigen Mannschaften ermöglicht, eine Liga höher zu spielen. Viele Derbys und neue Mannschaften machen die Verbandsliga aus seiner Sicht äußerst attraktiv, auch wenn die Saison aufgrund der geringeren Staffelgröße insgesamt kürzer sein wird. Gleich am ersten Spieltag erwarten die Hahler die HSG Werther/Borgholzhausen, bevor es dann nach Hüllhorst und anschließend gegen Oberlübbe geht. An einem Konzept, um in der Sporthalle Hahler Feld vor Zuschauern zu spielen, werde natürlich gearbeitet, aber erst einmal im Hintergrund. „Bis zum Saisonstart können sich die Hygiene-Vorschriften noch einige Male ändern. Da macht es jetzt wenig Sinn, schon ein komplett ausgearbeitetes Konzept zu präsentieren“, sagt Thielking. Viel wichtiger ist aus seiner Sicht, dass die Spieler wieder gemeinsam trainieren können, nachdem die letzte Übungseinheit Mitte März abrupt endete. Ob und wie seine Mannschaft sich der Öffentlichkeit vorstellen wird, ist noch offen für den Klub, der eigentlich in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag groß feiern wollte. Die Zuschauerfrage und die Einhaltung der Hygienevorschriften werden vor allem André Donnecker, Handball-Abteilungsleiter bei der HSG Porta, beschäftigen. „Wir müssen mal schauen, wie sehr wir reduzieren“, sagt Donnecker. Mit einer Entscheidung lässt sich die HSG aber ebenfalls noch Zeit, nach einer Vorstandssitzung Mitte August wisse man mehr. Auf die Saison freut sich der HSG-Funktionär ebenso wie Trainer Daniel Franke und seine Mannschaft. Gleich am ersten Spieltag steht das Derby gegen Lit 1912 III an. „Es wird eine spannende Saison“, sagt Franke, der den Modus ebenfalls begrüßt. Ein Lob von der HSG gab es dafür, dass man auf die Vereine zugegangen sei. So gibt es jetzt „nur“ drei Absteiger, wo bis zu fünf möglich gewesen wären. Offen ist auch bei den Portanern, ob und wie das Verbandsliga-Team den Fans präsentiert wird. Keine wirklich neue Mannschaft verbirgt sich hinter der Drittvertretung von Lit 1912. Es ist weiterhin das Team von Trainer Feiko Kuscer, die nur aufgrund der neuen Handballspielgemeinschaft mit dem TuS Nettelstedt eine Namensänderung über sich hat ergehen lassen müssen. „Mich stört das überhaupt nicht und ändert auch nichts an Einstellung und Zielsetzung“, sagt der Coach. Mit dem Blick auf den Spielplan und dem personell stark veränderten Kader, geht es für ihn erst einmal darum, sein Team zu einer Einheit zu formen. Derzeit ist das Lit-Team in der Sommerpause. Ab August wird ganz normal trainiert, im September folgen dann auch Testspiele.

Fast jede Woche ein Derby in der Männer-Verbandsliga

Ein packendes Duell der Vorsaison war das Derby zwischen dem TSV Hahlen und der HSG Porta, hier mit Jan-Christoph Hohlfeld im Angriff. © Foto: Christian Bendig

Minden (mt). Schritt für Schritt wagen auch die Verbandsliga-Handballer nach der coronabedingten Zwangspause den Weg in die sportliche Normalität. Die Freude ist spürbar bei den Verantwortlichen von TuS Eintracht Oberlübbe, TSV Hahlen, HSG Porta und Lit 1912 III. Es ist fast so wie immer: Nach einer ersten Trainingsphase zum Kondition bolzen folgt eine Sommerpause, an der sich in der zweiten Phase die handballerische Feinarbeit anschließt.

„Wir wollen versuchen, nicht abzusteigen. Dafür müssen wir aber an jedem Spieltag das Optimum abrufen“, sagt Oberlübbes Trainer Björn Petereit. Seine Mannschaft ist dank einer Wildcard eines von elf Teams in der Staffel 1. Deren Meister steigt direkt auf, während drei Klubs absteigen. Zum Auftakt am 3 .Oktober geht es für den Aufsteiger nach Spradow, in der ersten Heimpartie erwartet Oberlübbe den TuS SW Wehe.

Feiko Kuscer, Trainer von Lit 1912 III. MT- - © Foto: jöw
Feiko Kuscer, Trainer von Lit 1912 III. MT- - © Foto: jöw

„Die Liga ist höchst attraktiv, weil wir fast jedes Wochenende eine Nachbarschaftsduell haben. Wenn man so will, ist das eine Kreismeisterschaft auf höchstem Niveau“, sagt Petereit, der mit seiner Mannschaft erstmals Mitte August in die Halle darf.

Mit dem Modus von drei Staffeln und kleineren Ligen ist auch TSV Hahlens Trainer Henrik Thielking zufrieden. „Die perfekte Lösung gibt es nicht, aber die bestmögliche wurde gefunden“, lobt Thielking die Verbands-Funktionäre. Dass es nun einen vermehrtem Abstieg gibt, gehört für ihn ebenso dazu wie die Nutzung von Wildcards, die es einigen Mannschaften ermöglicht, eine Liga höher zu spielen. Viele Derbys und neue Mannschaften machen die Verbandsliga aus seiner Sicht äußerst attraktiv, auch wenn die Saison aufgrund der geringeren Staffelgröße insgesamt kürzer sein wird. Gleich am ersten Spieltag erwarten die Hahler die HSG Werther/Borgholzhausen, bevor es dann nach Hüllhorst und anschließend gegen Oberlübbe geht.

Oberlübbes Trainer Björn Petereit. MT- - © Foto: jöw
Oberlübbes Trainer Björn Petereit. MT- - © Foto: jöw

An einem Konzept, um in der Sporthalle Hahler Feld vor Zuschauern zu spielen, werde natürlich gearbeitet, aber erst einmal im Hintergrund. „Bis zum Saisonstart können sich die Hygiene-Vorschriften noch einige Male ändern. Da macht es jetzt wenig Sinn, schon ein komplett ausgearbeitetes Konzept zu präsentieren“, sagt Thielking. Viel wichtiger ist aus seiner Sicht, dass die Spieler wieder gemeinsam trainieren können, nachdem die letzte Übungseinheit Mitte März abrupt endete. Ob und wie seine Mannschaft sich der Öffentlichkeit vorstellen wird, ist noch offen für den Klub, der eigentlich in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag groß feiern wollte.

In Jubelpose: TSV-Coach Hendrik Thielking - © Foto: Bendig
In Jubelpose: TSV-Coach Hendrik Thielking - © Foto: Bendig

Die Zuschauerfrage und die Einhaltung der Hygienevorschriften werden vor allem André Donnecker, Handball-Abteilungsleiter bei der HSG Porta, beschäftigen. „Wir müssen mal schauen, wie sehr wir reduzieren“, sagt Donnecker. Mit einer Entscheidung lässt sich die HSG aber ebenfalls noch Zeit, nach einer Vorstandssitzung Mitte August wisse man mehr.

Auf die Saison freut sich der HSG-Funktionär ebenso wie Trainer Daniel Franke und seine Mannschaft. Gleich am ersten Spieltag steht das Derby gegen Lit 1912 III an. „Es wird eine spannende Saison“, sagt Franke, der den Modus ebenfalls begrüßt. Ein Lob von der HSG gab es dafür, dass man auf die Vereine zugegangen sei. So gibt es jetzt „nur“ drei Absteiger, wo bis zu fünf möglich gewesen wären. Offen ist auch bei den Portanern, ob und wie das Verbandsliga-Team den Fans präsentiert wird.

Keine wirklich neue Mannschaft verbirgt sich hinter der Drittvertretung von Lit 1912. Es ist weiterhin das Team von Trainer Feiko Kuscer, die nur aufgrund der neuen Handballspielgemeinschaft mit dem TuS Nettelstedt eine Namensänderung über sich hat ergehen lassen müssen. „Mich stört das überhaupt nicht und ändert auch nichts an Einstellung und Zielsetzung“, sagt der Coach.

Mit dem Blick auf den Spielplan und dem personell stark veränderten Kader, geht es für ihn erst einmal darum, sein Team zu einer Einheit zu formen. Derzeit ist das Lit-Team in der Sommerpause. Ab August wird ganz normal trainiert, im September folgen dann auch Testspiele.

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