Erstklassig: TuS N-Lübbecke freut sich über das Comeback auf großer Bühne Alexander Grohmann Lübbecke. Auf diesen Moment haben die Handballer des TuS N-Lübbecke sieben Wochen hingearbeitet: Mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC kehrt der Aufsteiger heute Abend nach anstrengender Vorbereitung auf die Bundesliga-Bühne zurück (19.05 Uhr). Zurück im Rampenlicht der Liqui Moli HBL: Das lässt auch einen so erfahrenen Trainer wie Emir Kurtagic nicht kalt. „Ich verspüre sogar eine leichte Nervosität, muss ich sagen. Es ist ein Spiel, auf das wir uns alle extrem freuen. Ab sofort können wir uns auf der großen Plattform beweisen“, sagt der 41-Jährige, der mit seinem Team im Auftaktspiel überraschen will. Den Rollenwechsel vom dominant auftretenden Aufsteiger zum krassen Außenseiter unterschätzt der Coach in der neuen Spielzeit nicht. „Unsere Ausgangslage ist komplett anders als in den letzten zwölf bis 24 Monaten.“ Das Duell gegen den BHC, Tabellenzwölfter der Vorsaison, wird den TuS-Profis eine erste Kostprobe von der dünnen Luft in Liga eins geben. „Sie sind etabliert, verfügen über ein gutes Konstrukt und eine klare Spielweise“, sagt Kurtagic über den Gegner. Dass der TuS von den Bundesliga-„Buchmachern“ als heißer Abstiegstipp gehandelt wird, interessiert Kurtagic nicht. Wichtig sei für sein Team, in jedem Spiel ans Limit zu gehen. „Man weiß nie, wo sich eventuell Gelegenheiten eröffnen. In jeder Liga gibt es in jedem Jahr überraschende Ergebnisse.“ Personell sieht es gut aus beim TuS: Bis auf den Langzeitverletzten Tom Wolf hat Kurtagic heute das komplette Aufgebot zur Verfügung. Diesem gehört seit kurzem mit Luka Mrakovcic ein neuer Spielmacher an. Der Wolf-Ersatz, dessen Wechsel von RK Zagreb an den Wiehen in der vergangenen Woche perfekt gemacht worden war, nutzte die wenigen Trainingseinheiten, um sich auf die Teamkollegen einzustimmen. „Natürlich würde man sich wünschen, drei oder vier Einheiten mehr zu haben. Wir müssen die Sache aber annehmen, wie sie ist. Luka ist ein intelligenter, junger Mann, der sich schnell integrieren wird“, sagt Kurtagic über den 26-Jährigen, der zum Bundesliga-Start schon heute Abend neben Benas Petreikis auf der Spielmacher-Position gefordert sein wird. Auch wenn die Vorbereitung Höhen und Tiefen beinhaltete, kann Kurtagic letztlich eine positive Bilanz ziehen. „Wir hatten nach der kurzen Pause eher mental als körperlich ein paar Problemchen. Ich glaube aber, wir sind jetzt bereit.“, lobt der Trainer die Entwicklung. Es wartet ein emotionaler Handball-Abend: Mit den Heim-Fans im Rücken, die für die so lange vermisste Atmosphäre sorgen, müssen die Gastgeber heute von der ersten Minute an Vollgas geben. Grund: das Tempospiel der Löwen, die dafür bekannt sind, blitzschnell umzuschalten. Neben einem starken Torwart-Gespann verfügt der BHC mit den Schweden Linus Arnesson und Max Darj über eine gefürchtete Achse . Löwen-Coach Sebastian Hinze fährt vor dem ersten Saisonspiel nicht die Krallen aus, sondern ist auf Schmusekätzchen-Kurs: „Wenn man es sich aussuchen dürfte, würden wir lieber zu einem späteren Zeitpunkt in Lübbecke antreten“, sagt Hinze bescheiden und warnt vor der Aufgabe beim Außenseiter: „Mit einer gewissen Aufstiegseuphorie müssen wir rechnen.“ Fraglich ist, ob die Merkur Arena tatsächlich zum Hexenkessel wird. Am Montag waren erst 500 der 1600 Tickets abgesetzt. Ein Grund dürfte sein, dass der Besuch in der Halle weiter nur mit 3G-Nachweis und Maske möglich ist (siehe Kasten rechts). Gut möglich, dass die Nachfrage steigt, je näher der Anpfiff rückt. Es ist schließlich die Chance, den ersten Bundesliga-Auftritt des TuS N-Lübbecke nach 1194-tägiger Abwesenheit zu bestaunen.

Erstklassig: TuS N-Lübbecke freut sich über das Comeback auf großer Bühne

Gespannte Blicke in der neuen Liga: Lübbeckes Jan-Eric Speckmann beim Siebenmeterwurf während des Spielo-Cups gegen den Klassenpartner TSV Hannover-Burgdorf. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Lübbecke. Auf diesen Moment haben die Handballer des TuS N-Lübbecke sieben Wochen hingearbeitet: Mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC kehrt der Aufsteiger heute Abend nach anstrengender Vorbereitung auf die Bundesliga-Bühne zurück (19.05 Uhr).

Zurück im Rampenlicht der Liqui Moli HBL: Das lässt auch einen so erfahrenen Trainer wie Emir Kurtagic nicht kalt. „Ich verspüre sogar eine leichte Nervosität, muss ich sagen. Es ist ein Spiel, auf das wir uns alle extrem freuen. Ab sofort können wir uns auf der großen Plattform beweisen“, sagt der 41-Jährige, der mit seinem Team im Auftaktspiel überraschen will.

Den Rollenwechsel vom dominant auftretenden Aufsteiger zum krassen Außenseiter unterschätzt der Coach in der neuen Spielzeit nicht. „Unsere Ausgangslage ist komplett anders als in den letzten zwölf bis 24 Monaten.“ Das Duell gegen den BHC, Tabellenzwölfter der Vorsaison, wird den TuS-Profis eine erste Kostprobe von der dünnen Luft in Liga eins geben. „Sie sind etabliert, verfügen über ein gutes Konstrukt und eine klare Spielweise“, sagt Kurtagic über den Gegner.

Dass der TuS von den Bundesliga-„Buchmachern“ als heißer Abstiegstipp gehandelt wird, interessiert Kurtagic nicht. Wichtig sei für sein Team, in jedem Spiel ans Limit zu gehen. „Man weiß nie, wo sich eventuell Gelegenheiten eröffnen. In jeder Liga gibt es in jedem Jahr überraschende Ergebnisse.“

Personell sieht es gut aus beim TuS: Bis auf den Langzeitverletzten Tom Wolf hat Kurtagic heute das komplette Aufgebot zur Verfügung. Diesem gehört seit kurzem mit Luka Mrakovcic ein neuer Spielmacher an. Der Wolf-Ersatz, dessen Wechsel von RK Zagreb an den Wiehen in der vergangenen Woche perfekt gemacht worden war, nutzte die wenigen Trainingseinheiten, um sich auf die Teamkollegen einzustimmen.

„Natürlich würde man sich wünschen, drei oder vier Einheiten mehr zu haben. Wir müssen die Sache aber annehmen, wie sie ist. Luka ist ein intelligenter, junger Mann, der sich schnell integrieren wird“, sagt Kurtagic über den 26-Jährigen, der zum Bundesliga-Start schon heute Abend neben Benas Petreikis auf der Spielmacher-Position gefordert sein wird.

Auch wenn die Vorbereitung Höhen und Tiefen beinhaltete, kann Kurtagic letztlich eine positive Bilanz ziehen. „Wir hatten nach der kurzen Pause eher mental als körperlich ein paar Problemchen. Ich glaube aber, wir sind jetzt bereit.“, lobt der Trainer die Entwicklung.

Es wartet ein emotionaler Handball-Abend: Mit den Heim-Fans im Rücken, die für die so lange vermisste Atmosphäre sorgen, müssen die Gastgeber heute von der ersten Minute an Vollgas geben. Grund: das Tempospiel der Löwen, die dafür bekannt sind, blitzschnell umzuschalten. Neben einem starken Torwart-Gespann verfügt der BHC mit den Schweden Linus Arnesson und Max Darj über eine gefürchtete Achse .

Löwen-Coach Sebastian Hinze fährt vor dem ersten Saisonspiel nicht die Krallen aus, sondern ist auf Schmusekätzchen-Kurs: „Wenn man es sich aussuchen dürfte, würden wir lieber zu einem späteren Zeitpunkt in Lübbecke antreten“, sagt Hinze bescheiden und warnt vor der Aufgabe beim Außenseiter: „Mit einer gewissen Aufstiegseuphorie müssen wir rechnen.“

Fraglich ist, ob die Merkur Arena tatsächlich zum Hexenkessel wird. Am Montag waren erst 500 der 1600 Tickets abgesetzt. Ein Grund dürfte sein, dass der Besuch in der Halle weiter nur mit 3G-Nachweis und Maske möglich ist (siehe Kasten rechts). Gut möglich, dass die Nachfrage steigt, je näher der Anpfiff rückt. Es ist schließlich die Chance, den ersten Bundesliga-Auftritt des TuS N-Lübbecke nach 1194-tägiger Abwesenheit zu bestaunen.

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