Erneuter Kraftakt bleibt unbelohnt: TuS verliert gegen Erlangen Astrid Plaßhenrich Lübbecke. Es war ein unglaublich intensives Spiel – mit dem besseren Ende für die Franken. Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke verlor nach dem Sieg im Mühlenkreisderby gestern Abend gegen den HC Erlangen knapp mit 20:21 (11:11). „Es ist einfach ärgerlich, mit einem Tor zu verlieren“, sagte Lübbeckes Marvin Mundus, „Kleinigkeiten haben über Sieg und Niederlage entschieden.“ Der TuS hatte in den letzten Sekunden noch die Chance auf den Ausgleich. Nachdem Erlangens Simon Jeppsson an Lübbeckes Torwart Havard Asheim gescheitert war, wechselte TuS-Trainer Emir Kurtagic den siebten Feldspieler ein. Doch der Aufsteiger kam aus dem Spiel heraus nicht mehr zum Abschluss. Zwar zog Christopher Bissel noch das Foul gegen Mundus, aber die Zeit war abgelaufen und Valentin Spohn scheiterte mit dem letzten Freiwurf an Erlangens Torwart Klemen Ferlin. Der HC-Keeper war in der Schlussphase ein wichtiger Faktor für den Erlanger Sieg. Der 32-Jährige entschärfte in der Crunch-Time drei Lübbecker Angriffe. Dazu setzten sich die Franken mit einem 5:1-Lauf mit zwei Toren ab (20:18, 54.). Den Rückstand sollte der TuS nicht mehr aufholen. Der Aufsteiger startete ohne einen Linkshänder ins Spiel, weil neben Dominik Ebner (Hüftverletzung) auch Florian Baumgärtner (Probleme mit der Patellasehne) ausfielen. So stand in Marvin Mundus nur ein Linkshänder im Kader. Der 21-Jährige sollte noch zum Einsatz kommen, doch zunächst erhielt Luka Mrakovcic auf Halbrechts den Vorzug. Zudem fehlte kurzfristig Tin Kontrec, der sich den Ringfinger gebrochen hat. Wie zu erwarten, entwickelte sich ein Spiel zweier physisch starker Abwehrreihen. Beide Teams gingen aggressiv in die Zweikämpfe, schenkten sich nichts. „Es war einige richtige Schlacht, ein hartes Spiel“, sagte Erlangens Johannes Sellin. Dass der Fokus beider Teams auf der Defensive lag, zeigte auch die schwache Torausbeute. Erst in der 18. Minute warf Tom Skroblien das fünfte Lübbecker Tor zum 5:7. Aber die Erlanger blieben im Schlagdistanz, weil ihnen in der Offensive auch nicht viel gelang. So führten die Franken höchstens mit drei Toren (3:6, 10. Min.; 4:7, 15. Min.). Nach der Anfangsviertelstunde legte der TuS deutlich zu, glich bis zur Pause zum 11:11 aus und ging danach mit zwei Tore in Führung (17:15, 44.). Die Lübbecker bewiesen wie schon beim Sieg in Minden Moral und Teamgeist. Auch die Roten Karte gegen Yannick Dräger (19.) und Luka Mrakovcic (47.) brachte den TuS nicht aus den Tritt. Doch in der Schlussphase stieg die Fehlerquote. „Wir haben ein leidenschaftliches, aber kein unfaires Spiel gesehen“, urteilte Kurtagic: „Meine Spieler haben ihr Herz auf der Platte gelassen. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen.“

Erneuter Kraftakt bleibt unbelohnt: TuS verliert gegen Erlangen

Lübbeckes Leos Petrovsky kommt gegen Erlangens Sebastian Firnhaber zum Abschluss. © Eibner-Pressefoto / Jan Strohdiek

Lübbecke. Es war ein unglaublich intensives Spiel – mit dem besseren Ende für die Franken. Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke verlor nach dem Sieg im Mühlenkreisderby gestern Abend gegen den HC Erlangen knapp mit 20:21 (11:11). „Es ist einfach ärgerlich, mit einem Tor zu verlieren“, sagte Lübbeckes Marvin Mundus, „Kleinigkeiten haben über Sieg und Niederlage entschieden.“

Der TuS hatte in den letzten Sekunden noch die Chance auf den Ausgleich. Nachdem Erlangens Simon Jeppsson an Lübbeckes Torwart Havard Asheim gescheitert war, wechselte TuS-Trainer Emir Kurtagic den siebten Feldspieler ein. Doch der Aufsteiger kam aus dem Spiel heraus nicht mehr zum Abschluss. Zwar zog Christopher Bissel noch das Foul gegen Mundus, aber die Zeit war abgelaufen und Valentin Spohn scheiterte mit dem letzten Freiwurf an Erlangens Torwart Klemen Ferlin.

Der HC-Keeper war in der Schlussphase ein wichtiger Faktor für den Erlanger Sieg. Der 32-Jährige entschärfte in der Crunch-Time drei Lübbecker Angriffe. Dazu setzten sich die Franken mit einem 5:1-Lauf mit zwei Toren ab (20:18, 54.). Den Rückstand sollte der TuS nicht mehr aufholen.

Der Aufsteiger startete ohne einen Linkshänder ins Spiel, weil neben Dominik Ebner (Hüftverletzung) auch Florian Baumgärtner (Probleme mit der Patellasehne) ausfielen. So stand in Marvin Mundus nur ein Linkshänder im Kader. Der 21-Jährige sollte noch zum Einsatz kommen, doch zunächst erhielt Luka Mrakovcic auf Halbrechts den Vorzug. Zudem fehlte kurzfristig Tin Kontrec, der sich den Ringfinger gebrochen hat. Wie zu erwarten, entwickelte sich ein Spiel zweier physisch starker Abwehrreihen. Beide Teams gingen aggressiv in die Zweikämpfe, schenkten sich nichts. „Es war einige richtige Schlacht, ein hartes Spiel“, sagte Erlangens Johannes Sellin.

Dass der Fokus beider Teams auf der Defensive lag, zeigte auch die schwache Torausbeute. Erst in der 18. Minute warf Tom Skroblien das fünfte Lübbecker Tor zum 5:7. Aber die Erlanger blieben im Schlagdistanz, weil ihnen in der Offensive auch nicht viel gelang. So führten die Franken höchstens mit drei Toren (3:6, 10. Min.; 4:7, 15. Min.).

Nach der Anfangsviertelstunde legte der TuS deutlich zu, glich bis zur Pause zum 11:11 aus und ging danach mit zwei Tore in Führung (17:15, 44.). Die Lübbecker bewiesen wie schon beim Sieg in Minden Moral und Teamgeist. Auch die Roten Karte gegen Yannick Dräger (19.) und Luka Mrakovcic (47.) brachte den TuS nicht aus den Tritt. Doch in der Schlussphase stieg die Fehlerquote. „Wir haben ein leidenschaftliches, aber kein unfaires Spiel gesehen“, urteilte Kurtagic: „Meine Spieler haben ihr Herz auf der Platte gelassen. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen.“

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