Erfolgreiches Reise-Abenteuer für TuS N-Lübbeckes Tschechen Alexander Grohmann Lübbecke (wb). Dreifach-Jubel beim TuS N-Lübbecke: Sowohl Roman Becvar und Leos Petrovsky (Tschechien) als auch Benas Petreikis (Litauen) sind mit ihren Nationalmannschaften für die Handball-Europameisterschaft nächstes Jahr in Ungarn und der Slowakei (13. bis 30. Januar) qualifiziert. Vor allem der jüngste Trip der beiden Tschechen ist denkwürdig. Bereits am vorigen Mittwoch hatten Becvar und Petrovsky mit den Tschechen bei ihrem 28:26-Sieg in der Ukraine den entscheidenden Schritt in der Qualifikation gemacht. Mit dem 27:22 im Rückspiel gegen die Ukraine im heimischen Brünn sicherten die Gastgeber am Ende auch den zweiten Platz in Gruppe 3. Bei den stark aufspielenden Tschechen, die für das Siegerbild im Anschluss mit Plastik-Äxten posierten, ragte Becvar mit sechs Treffern heraus. „Es war erneut ein 60-minütiger Kampf“, sagte der Kapitän über das Ende der Quali-Woche mit drei Spielen in fünf Tagen. Dafür legten die beiden Tschechen vom TuS beachtliche 9.000 Kilometer zurück. Direkt nach dem jüngsten Liga-Spiel in Fürstenfeldbruck (650 Kilometer) wurden in Lübbecke die Koffer gepackt und es ging mit dem Auto ins tschechische Ostrava (900 Kilometer). Dort stand eine gecharterte Militärmaschine bereit, die das Team in die Ukraine brachte. Direkt nach dem 28:26-Sieg in Saporoshje ging es wieder in den Flieger zur zehnstündigen Reise auf die Färöer (3.000 Kilometer). Dass die Tschechen auf der Inselgruppe im Nordmeer eine 26:27-Niederlage kassierten und den Gastgebern ihren historischen ersten Sieg in der EM-Qualifikation bescherten, erklärte Becvar auch mit Reisestrapazen: „Der Gegner war echt gut und uns fehlte ein bisschen die Kraft.“ An der EM-Teilnahme änderte das Ergebnis ohnehin nichts mehr. Aus der Ferne musste dagegen Benas Petreikis am Sonntag zittern – und rechnen: Als einer der vier besten Gruppendritten lösten die Litauer am Ende in Gruppe 4 auf den letzten Drücker das EM-Ticket. Ausschlaggebend war letztlich der überraschende 29:27-Sieg vor einer Woche gegen den Tabellenzweiten Island. Auf die finale Runde der Qualifikation hatte Lübbeckes Mittelmann verzichten müssen. „Bei den letzten Quali-Spielen vor fünf Wochen hatte ich mich an der Schulter verletzt. Ich habe immer noch leichte Schmerzen“, berichtet Petreikis, der die Länderspielwoche zur Regeneration nutzte. Das tat seiner Freude über die erfolgreiche Qualifikation aber keinen Abbruch: „Das bedeutet sehr viel für den Handball in unserem Land. Wir sind sehr zufrieden.“

Erfolgreiches Reise-Abenteuer für TuS N-Lübbeckes Tschechen

Roman Becvar (links) jubelte mit Dominik Solak, Vaclav Franc und einer Plastikaxt. Foto: Vaclav Salek/imago © imago images/CTK Photo

Lübbecke (wb). Dreifach-Jubel beim TuS N-Lübbecke: Sowohl Roman Becvar und Leos Petrovsky (Tschechien) als auch Benas Petreikis (Litauen) sind mit ihren Nationalmannschaften für die Handball-Europameisterschaft nächstes Jahr in Ungarn und der Slowakei (13. bis 30. Januar) qualifiziert. Vor allem der jüngste Trip der beiden Tschechen ist denkwürdig.

Bereits am vorigen Mittwoch hatten Becvar und Petrovsky mit den Tschechen bei ihrem 28:26-Sieg in der Ukraine den entscheidenden Schritt in der Qualifikation gemacht. Mit dem 27:22 im Rückspiel gegen die Ukraine im heimischen Brünn sicherten die Gastgeber am Ende auch den zweiten Platz in Gruppe 3.

Bei den stark aufspielenden Tschechen, die für das Siegerbild im Anschluss mit Plastik-Äxten posierten, ragte Becvar mit sechs Treffern heraus. „Es war erneut ein 60-minütiger Kampf“, sagte der Kapitän über das Ende der Quali-Woche mit drei Spielen in fünf Tagen. Dafür legten die beiden Tschechen vom TuS beachtliche 9.000 Kilometer zurück.

Direkt nach dem jüngsten Liga-Spiel in Fürstenfeldbruck (650 Kilometer) wurden in Lübbecke die Koffer gepackt und es ging mit dem Auto ins tschechische Ostrava (900 Kilometer). Dort stand eine gecharterte Militärmaschine bereit, die das Team in die Ukraine brachte. Direkt nach dem 28:26-Sieg in Saporoshje ging es wieder in den Flieger zur zehnstündigen Reise auf die Färöer (3.000 Kilometer).

Dass die Tschechen auf der Inselgruppe im Nordmeer eine 26:27-Niederlage kassierten und den Gastgebern ihren historischen ersten Sieg in der EM-Qualifikation bescherten, erklärte Becvar auch mit Reisestrapazen: „Der Gegner war echt gut und uns fehlte ein bisschen die Kraft.“ An der EM-Teilnahme änderte das Ergebnis ohnehin nichts mehr.

Aus der Ferne musste dagegen Benas Petreikis am Sonntag zittern – und rechnen: Als einer der vier besten Gruppendritten lösten die Litauer am Ende in Gruppe 4 auf den letzten Drücker das EM-Ticket. Ausschlaggebend war letztlich der überraschende 29:27-Sieg vor einer Woche gegen den Tabellenzweiten Island.

Auf die finale Runde der Qualifikation hatte Lübbeckes Mittelmann verzichten müssen. „Bei den letzten Quali-Spielen vor fünf Wochen hatte ich mich an der Schulter verletzt. Ich habe immer noch leichte Schmerzen“, berichtet Petreikis, der die Länderspielwoche zur Regeneration nutzte. Das tat seiner Freude über die erfolgreiche Qualifikation aber keinen Abbruch: „Das bedeutet sehr viel für den Handball in unserem Land. Wir sind sehr zufrieden.“

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