Einstellung stimmt: TuS N-Lübbecke in Berlin engagiert, aber chancenlos Lars Krückemeyer Berlin. Die erste schlechte Nachricht gab‘s schon vor dem Spiel: Leos Petrovsky ist der nächste Ausfall beim TuS N-Lübbecke. Der Kreisläufer war umgeknickt und konnte bei der 22:30 (12:16)-Niederlage bei den Füchsen Berlin in der Max-Schmeling-Halle nicht mitspielen. Aufsteiger Lübbecke hielt das Ergebnis unter diesen Umständen einigermaßen in Grenzen, war beim 17:16 für die Gastgeber in der 36. Minute sogar auf ein Tor herangekommen. Erst in den letzten zehn Minuten warf der Favorit den klaren Sieg heraus. TuS-Torwart Aljosa Rezar verhinderte in dieser Phase eine zweistellige Niederlage.Unter der Leitung von Darnel Jansen und Lucas Hellbusch – dem in dieser Saison aufgestiegenen und jüngsten Schiedsrichtergespann der Handball-Bundesliga – glich der TuS bis zum 4:4 Berliner Führungen aus. Dann nahm das Spiel den erwartbaren Verlauf. Im Angriff taten sich die Gäste schwer, gerieten oft ins Zeitspiel und leisteten sich zu viele technische Fehler und Fehlpässe.Das nutzen die Füchse mit Gegenstößen und viel zu einfachen Rückraumtreffern wie von Nationalspieler Fabian Wiede, um sich über 9:5 und 11:6 abzusetzen. TuS-Trainer Emir Kurtagic zog die Grüne Karte und sprach in der Auszeit die zu passive Abwehr an: „Wir müssen aktiver in die Zweikämpfe gehen und härter spielen.“ Im Angriff kam nun mit Marvin Mundus ein Linkshänder im rechten Rückraum aufs Feld. Deutlich verbessert gegenüber dem Pokalspiel gegen Magdeburg zeigte sich Rechtsaußen Peter Strosack. Er überlistete Torwart Dejan Milosavljev zweimal mit Würfen in die kurze Ecke und bediente Tom Skroblien für ein Kempa-Trick-Tor. Auch über den Kreis war der TuS gefährlich, Yannick Dräger gelangen in der ersten Hälfte drei Treffer, am Ende waren es fünf. Der Lübbecker Rückraum kam gegen die Riesen in der Berliner Abwehr allerdings kaum durch. Jedoch glänzten auch die Füchse, die am Dienstagabend schon wieder im EHF-Cup ranmüssen, nicht. Trainer Jaron Siewert wechselte munter durch, einige Abschlüsse misslangen, und TuS-Torwart Havard Asheim steigerte sich und parierte einige Bälle. Durch zwei Tore in Folge von Strosack und Dräger hielten die Lübbecker das Halbzeitergebnis mit 12:16 im Rahmen. Ihre beste Phase erwischten sie direkt nach dem Wiederanpfiff. Dräger, zweimal Mrakovcic und Strosack verkürzten auf 16:17. Bis zum 17:19 – erzielt durch einen weiteren Kempa-Trick von Strosack und Skroblien – bestand durchaus etwas Hoffnung. Doch „Wurfglück und entscheidende Momente fehlten“, wie Rückraumspieler Lutz Heiny erklärte.So etwa, als zunächst Benas Petreikis und im Nachwurf Skroblin freistehend an Dejan Milosavljev scheiterten. Die Füchse setzten sich auf 23:18 ab und störten das Lübbecker Angriffsspiel nun mit einer auf 5:1 umgestellten Abwehr.Bis zum 20:24 (49.) war für den TuS N-Lübbecke ein mehr als respektables Ergebnis beim Tabellenzweiten drin. Dann aber ließen beim Aufsteiger Konzentration und Kraft sichtbar nach. Drei Tore in Folge bedeuteten das 20:27, der Rest war Auslaufen auf dem Feld. „Ähnlich wie am Donnerstag gegen Magdeburg machen wir das auch heute über weite Strecken richtig gut. Wir haben im Moment viele Verletzte, aber die, die bei uns auf der Platte stehen, kämpfen bestens“, lobte TuS-Coach Kurtagic sein Team trotz der Niederlage, die er an Kleinigkeiten nach dem 17:19 festmachte: „Dann kann Berlin von der Bank gut ergänzen und im Tor steigert sich Dejan Milosavljev. Und wir machen dann ein paar Fehler zu viel.“

Einstellung stimmt: TuS N-Lübbecke in Berlin engagiert, aber chancenlos

Im Einsatz gegen die Brocken der Berliner Abwehr: Lübbeckes Linkshänder Marvin Mundus versucht einen Durchbruch, doch er wird in dieser Szene von der Füchse-Abwehr mit vereinten Kräften gestoppt. Foto: Andreas Gora/imago-images © imago images/Andreas Gora

Berlin. Die erste schlechte Nachricht gab‘s schon vor dem Spiel: Leos Petrovsky ist der nächste Ausfall beim TuS N-Lübbecke. Der Kreisläufer war umgeknickt und konnte bei der 22:30 (12:16)-Niederlage bei den Füchsen Berlin in der Max-Schmeling-Halle nicht mitspielen.

Aufsteiger Lübbecke hielt das Ergebnis unter diesen Umständen einigermaßen in Grenzen, war beim 17:16 für die Gastgeber in der 36. Minute sogar auf ein Tor herangekommen. Erst in den letzten zehn Minuten warf der Favorit den klaren Sieg heraus. TuS-Torwart Aljosa Rezar verhinderte in dieser Phase eine zweistellige Niederlage.

Unter der Leitung von Darnel Jansen und Lucas Hellbusch – dem in dieser Saison aufgestiegenen und jüngsten Schiedsrichtergespann der Handball-Bundesliga – glich der TuS bis zum 4:4 Berliner Führungen aus. Dann nahm das Spiel den erwartbaren Verlauf. Im Angriff taten sich die Gäste schwer, gerieten oft ins Zeitspiel und leisteten sich zu viele technische Fehler und Fehlpässe.

Das nutzen die Füchse mit Gegenstößen und viel zu einfachen Rückraumtreffern wie von Nationalspieler Fabian Wiede, um sich über 9:5 und 11:6 abzusetzen. TuS-Trainer Emir Kurtagic zog die Grüne Karte und sprach in der Auszeit die zu passive Abwehr an: „Wir müssen aktiver in die Zweikämpfe gehen und härter spielen.“ Im Angriff kam nun mit Marvin Mundus ein Linkshänder im rechten Rückraum aufs Feld.

Deutlich verbessert gegenüber dem Pokalspiel gegen Magdeburg zeigte sich Rechtsaußen Peter Strosack. Er überlistete Torwart Dejan Milosavljev zweimal mit Würfen in die kurze Ecke und bediente Tom Skroblien für ein Kempa-Trick-Tor. Auch über den Kreis war der TuS gefährlich, Yannick Dräger gelangen in der ersten Hälfte drei Treffer, am Ende waren es fünf.

Der Lübbecker Rückraum kam gegen die Riesen in der Berliner Abwehr allerdings kaum durch. Jedoch glänzten auch die Füchse, die am Dienstagabend schon wieder im EHF-Cup ranmüssen, nicht. Trainer Jaron Siewert wechselte munter durch, einige Abschlüsse misslangen, und TuS-Torwart Havard Asheim steigerte sich und parierte einige Bälle. Durch zwei Tore in Folge von Strosack und Dräger hielten die Lübbecker das Halbzeitergebnis mit 12:16 im Rahmen.

Ihre beste Phase erwischten sie direkt nach dem Wiederanpfiff. Dräger, zweimal Mrakovcic und Strosack verkürzten auf 16:17. Bis zum 17:19 – erzielt durch einen weiteren Kempa-Trick von Strosack und Skroblien – bestand durchaus etwas Hoffnung. Doch „Wurfglück und entscheidende Momente fehlten“, wie Rückraumspieler Lutz Heiny erklärte.

So etwa, als zunächst Benas Petreikis und im Nachwurf Skroblin freistehend an Dejan Milosavljev scheiterten. Die Füchse setzten sich auf 23:18 ab und störten das Lübbecker Angriffsspiel nun mit einer auf 5:1 umgestellten Abwehr.

Bis zum 20:24 (49.) war für den TuS N-Lübbecke ein mehr als respektables Ergebnis beim Tabellenzweiten drin. Dann aber ließen beim Aufsteiger Konzentration und Kraft sichtbar nach. Drei Tore in Folge bedeuteten das 20:27, der Rest war Auslaufen auf dem Feld.

„Ähnlich wie am Donnerstag gegen Magdeburg machen wir das auch heute über weite Strecken richtig gut. Wir haben im Moment viele Verletzte, aber die, die bei uns auf der Platte stehen, kämpfen bestens“, lobte TuS-Coach Kurtagic sein Team trotz der Niederlage, die er an Kleinigkeiten nach dem 17:19 festmachte: „Dann kann Berlin von der Bank gut ergänzen und im Tor steigert sich Dejan Milosavljev. Und wir machen dann ein paar Fehler zu viel.“

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