Drei heimische Männer-Teams wollen Aufstiegsrunde spielen Christian Bendig Minden. Während der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Unterbrechung der Handballsaison widmete sich Dennis Bekemeier mit einigen Freunden einem neuen Hobby: dem Eisbaden. „Man fühlt sich auf jeden Fall nicht schlechter“, meint der Sportliche Leiter des TSV Hahlen. Ob er sich mit einem Oberliga-Aufstieg der Verbandsliga-Männer seines Vereins über die Hintertür Relegation ebenfalls besser fühlen würde, verneint Bekemeier: „Sich über so etwas eine Liga höher zu mogeln, entspricht eigentlich nicht unserem Naturell.“ Trotzdem haben die TSV-Verantwortlichen ihre Bereitschaft zu einer Aufstiegsrunde signalisiert. Das erklärt Bekemeier wie folgt: „Wir machen es, damit man sich später nicht ärgert, es nicht getan zu haben und somit eventuell eine Möglichkeit leichtfertig verpasst hat.“ Ohnehin liege das letzte Wort bei der Mannschaft. Gespräche sollen in diesen Tagen stattfinden. „Es geht vor allem darum, dass man sich die Möglichkeit offen hält, vielleicht irgendwie noch einmal zu spielen“, sagt Kapitän Eike Böker, der für ein Hahler Mitwirken neben der Zustimmung der Mannschaft weitere Rahmenbedingungen nennt: „Die Inzidenz, Testungen, Grünes Licht von allen Beteiligten, also auch der Politik und der Verwaltung.“ In Bökers Brust schlagen wie bei vielen Amateursportlern zwei Herzen. Zum einen die Gier danach, wieder auf der Platte zu stehen. Auf der anderen Seite die Frage, ob man die Spielzeit ohne Auf- und Absteiger nicht besser abbrechen sollte, um dann im Herbst wieder den regulären Spielbetrieb zu starten. Eine Parallele zum Eisbaden, dem Böker in den kalten Monaten ebenfalls nachging, ist eine gewissenhafte Vorbereitung, um Verletzungen zu vermeiden. Und hinter jener Thematik stehen sowohl bei Alexander Röthemeier als auch bei Michael Kopahs große Fragezeichen. Beide Landesliga-Trainer haben mit ihren Mannschaften von HSV Minden-Nord und der HSG Petershagen-Lahde für die Verbandsliga-Aufstiegsrunde gemeldet. „Wir wollten schon vor der Saison aufsteigen“, erinnert Röthemeier vom HSV. Die Meldung sei nur die logische Konsequenz. Für eine Pokalrunde hätte er seine Mannschaft nicht angemeldet. „Für die Goldene Ananas gehe ich das Verletzungsrisiko nicht ein.“ Immerhin dachten das wohl auch die Trainer von 22 weiteren Landesligisten. Die hohe Anzahl von Interessenten überrascht allerdings. „Bei einigen Mannschaften muss man die Meldung aufgrund der sportlichen Qualität infrage stellen“, sagt Röthemeier, der noch ein weiteres Motiv für die Meldung nennt: „Wir möchten nicht, dass eine Mannschaft den Aufstieg geschenkt bekommt.“ Röthemeier könnte – sofern die Spiele bis Ende Juni überhaupt über die Bühne gehen werden – auch auf die Dienste seines zum Oberligisten VfL Mennighüffen wechselnden Torjägers Marvin Vieregge bauen. Die sportliche Qualität, dass seine Mannschaft in einer Aufstiegsrunde mithalten kann, steht für Petershagen/Lahde-Trainer Kopahs außer Frage. Erst recht, weil Zugang Jannik Ames bereits spielberechtigt ist und die Freigaben für Malte Ames und Chris Byczynski wahrscheinlich problemlos zu erwirken sind. Denn die bisherigen Vereine der beiden, die Oberligisten Mennighüffen und Rödinghausen, nehmen weder an der Aufstiegs- noch an der Pokalrunde teil. „Aktuell wird noch über Ausgangssperren diskutiert. Deswegen bin ich mir zu 90 Prozent sicher, dass nicht gespielt werden wird“ schätzt Kopahs ein. Diese Meinung herrscht ohnehin bei der großen Mehrheit im Amateurhandball. Unabhängig vom Meinungsbild hat sich der Handballverband Westfalen einen sportlichen Fahrplan zurechtgelegt. Die Spiele sollen – mit dem Vorlauf einer vierwöchigen Trainingszeit – im Juni stattfinden. Der Modus der einzelnen Runden ist zudem offen. Auch, weil die Mannschaften von ihrer Bereitschaft zur Teilnahme bis heute mittels einer formlosen E-Mail noch zurücktreten können.

Drei heimische Männer-Teams wollen Aufstiegsrunde spielen

Der Hahler Kapitän Eike Böker sieht eine Durchführung möglicher Aufstiegsrunden im Amateurhandball skeptisch. Ihm sei es viel wichtiger, dass die Saison 2021/22 wieder in normalen Bahnen verläuft. Foto: Bendig © Christian Bendig

Minden. Während der Corona-Pandemie und der daraus resultierenden Unterbrechung der Handballsaison widmete sich Dennis Bekemeier mit einigen Freunden einem neuen Hobby: dem Eisbaden. „Man fühlt sich auf jeden Fall nicht schlechter“, meint der Sportliche Leiter des TSV Hahlen. Ob er sich mit einem Oberliga-Aufstieg der Verbandsliga-Männer seines Vereins über die Hintertür Relegation ebenfalls besser fühlen würde, verneint Bekemeier: „Sich über so etwas eine Liga höher zu mogeln, entspricht eigentlich nicht unserem Naturell.“ Trotzdem haben die TSV-Verantwortlichen ihre Bereitschaft zu einer Aufstiegsrunde signalisiert.

Das erklärt Bekemeier wie folgt: „Wir machen es, damit man sich später nicht ärgert, es nicht getan zu haben und somit eventuell eine Möglichkeit leichtfertig verpasst hat.“ Ohnehin liege das letzte Wort bei der Mannschaft. Gespräche sollen in diesen Tagen stattfinden.

„Es geht vor allem darum, dass man sich die Möglichkeit offen hält, vielleicht irgendwie noch einmal zu spielen“, sagt Kapitän Eike Böker, der für ein Hahler Mitwirken neben der Zustimmung der Mannschaft weitere Rahmenbedingungen nennt: „Die Inzidenz, Testungen, Grünes Licht von allen Beteiligten, also auch der Politik und der Verwaltung.“ In Bökers Brust schlagen wie bei vielen Amateursportlern zwei Herzen. Zum einen die Gier danach, wieder auf der Platte zu stehen. Auf der anderen Seite die Frage, ob man die Spielzeit ohne Auf- und Absteiger nicht besser abbrechen sollte, um dann im Herbst wieder den regulären Spielbetrieb zu starten.

Eine Parallele zum Eisbaden, dem Böker in den kalten Monaten ebenfalls nachging, ist eine gewissenhafte Vorbereitung, um Verletzungen zu vermeiden. Und hinter jener Thematik stehen sowohl bei Alexander Röthemeier als auch bei Michael Kopahs große Fragezeichen. Beide Landesliga-Trainer haben mit ihren Mannschaften von HSV Minden-Nord und der HSG Petershagen-Lahde für die Verbandsliga-Aufstiegsrunde gemeldet. „Wir wollten schon vor der Saison aufsteigen“, erinnert Röthemeier vom HSV. Die Meldung sei nur die logische Konsequenz. Für eine Pokalrunde hätte er seine Mannschaft nicht angemeldet. „Für die Goldene Ananas gehe ich das Verletzungsrisiko nicht ein.“

Immerhin dachten das wohl auch die Trainer von 22 weiteren Landesligisten. Die hohe Anzahl von Interessenten überrascht allerdings. „Bei einigen Mannschaften muss man die Meldung aufgrund der sportlichen Qualität infrage stellen“, sagt Röthemeier, der noch ein weiteres Motiv für die Meldung nennt: „Wir möchten nicht, dass eine Mannschaft den Aufstieg geschenkt bekommt.“ Röthemeier könnte – sofern die Spiele bis Ende Juni überhaupt über die Bühne gehen werden – auch auf die Dienste seines zum Oberligisten VfL Mennighüffen wechselnden Torjägers Marvin Vieregge bauen.

Die sportliche Qualität, dass seine Mannschaft in einer Aufstiegsrunde mithalten kann, steht für Petershagen/Lahde-Trainer Kopahs außer Frage. Erst recht, weil Zugang Jannik Ames bereits spielberechtigt ist und die Freigaben für Malte Ames und Chris Byczynski wahrscheinlich problemlos zu erwirken sind. Denn die bisherigen Vereine der beiden, die Oberligisten Mennighüffen und Rödinghausen, nehmen weder an der Aufstiegs- noch an der Pokalrunde teil.

„Aktuell wird noch über Ausgangssperren diskutiert. Deswegen bin ich mir zu 90 Prozent sicher, dass nicht gespielt werden wird“ schätzt Kopahs ein. Diese Meinung herrscht ohnehin bei der großen Mehrheit im Amateurhandball. Unabhängig vom Meinungsbild hat sich der Handballverband Westfalen einen sportlichen Fahrplan zurechtgelegt. Die Spiele sollen – mit dem Vorlauf einer vierwöchigen Trainingszeit – im Juni stattfinden. Der Modus der einzelnen Runden ist zudem offen. Auch, weil die Mannschaften von ihrer Bereitschaft zur Teilnahme bis heute mittels einer formlosen E-Mail noch zurücktreten können.

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